Gedanken „Die Ausrichtung des neuen Volkes“

von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić

  1. Februar 2016

Wie wir gesagt haben, sprechen wir in dieser Fastenzeit zweimal pro Woche zu euch, Dienstag und Freitag, um die Vorbereitung des neuen Volkes zu intensivieren und es in die Evangelisierung des Universums einzufügen. Unser heutiges Thema lautet: „Die Ausrichtung des neuen Volkes“. Wir haben von der Rolle der Engel, der Gott treuen Schwestern und Brüder im Universum, von der Zentralen Zelle und von der ureigenen Teilnahme der Menschen, der Christen der Erde gesprochen. Heute möchten wir das Szenario betrachten, das sich im Universum und auf der Erde aufgetan hat und wir möchten sehen, wie sich das neue Volk in dieses Szenario des Universums und auch der Kirche der Erde einfügt. Aus diesem Grund lesen wir heute noch einmal einen Abschnitt aus dem Buch „Das Universum und seine Bewohner“, denn zusätzlich zu dem Licht, das uns geschenkt wurde, hatten wir in diesen Jahren auch die Zeit zu verstehen, was in unseren Seelen zu wachsen beginnt, in uns und unter uns, was im Universum zu wachsen beginnt. Hören wir zu.

Lesen wir den Abschnitt auf Seite 331.

Die ausschlaggebende Entscheidung im Jahr 2012

Dieses war ein besonderes Jahr. Gott bestimmte, der Menschheit der Erde und insbesondere der Kirche eine letzte Möglichkeit zu geben sich zu entscheiden, die Sendung der Evangelisierung anzunehmen oder nicht.

Gott wartete darauf, dass der Papst endlich das Vorhandensein des Lebens im Universum verkünden würde. Er wartete darauf, dass die Christen aufwachen würden.

Es muss aber auch gesagt werden, dass sich die Kirche zu Beginn des Jahres 2012 in einer anderen Lage befand als vorher: durch das In-Erscheinung-Treten der drei außergewöhnlichen Werkzeuge rückte sie zwangsläufig an die zweite Stelle.

Es ist wichtig, dass ihr das gut versteht: solange Gott die drei außergewöhnlichen Werkzeuge nicht ins Spiel gebracht hatte, stellte der Papst die Schlüsselfigur im gesamten Plan der Vereinigung des Universums in Christus dar. Um ihn herum hätten sich andere Völker des Universums angeschlossen; die Engel und treuen Menschheiten wären dem Handeln des Papstes und der Kirche der Erde zur Seite gestanden. Das entsprach übrigens auch dem Auftrag Jesu an seine Apostel: «Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.» (Mt 28,19-20).

Gott wartete lange darauf, dass die Kirche ihre Sendung zugunsten des ganzen Universums annehmen würde. Wir haben leider gesehen, dass die Kirche diesen Aspekt der Evangelisierung von Anfang an nicht in Betracht gezogen hat und sich darauf beschränkt hat, nur auf der Erde zu wirken; die Frage des Universums wurde vielmehr völlig ignoriert. Aus diesem Grund rief Gott die drei außergewöhnlichen Werkzeuge zum Handeln auf: Er konnte nicht länger erlauben, dass den Menschheiten des unteren Universums weiterhin die Wahrheit verschwiegen würde. Auch sie mussten zur Erlösung und zur Kenntnis des wahren Gottes gelangen; das kann nur durch Jesus Christus geschehen.

Als die Kirche 2012 also erneut zu ihrer universalen Sendung aufgerufen wurde, hatte sich die Lage vollkommen verändert. Denn dieses Mal, hätten der Papst und die Kirche der Erde positiv geantwortet, hätten sie lediglich am Werk der Evangelisierung des Universums teilgenommen, in Gemeinschaft mit den außergewöhnlichen Werkzeugen und dem Volk, das sich an diese Werkzeuge anzuschließen begann. Sie wären nicht mehr an der Spitze dieser Sendung gestanden, unterstützt von den treuen Schwestern und Brüdern wie zu Beginn, sondern als einfache Teilnehmer. Die zentrale Figur war nicht mehr der Papst, sondern der Heilige Erzengel Michael. Dennoch wäre auch die einfache Teilnahme der Kirche in den Augen Gottes in jedem Fall wertvoll gewesen; die Menschheit der Erde hätte großen Nutzen aus einer positiven Entscheidung der Kirche gezogen. Das Wirken des Bösen wäre beachtlich verringert worden.

Gott hatte vorgesehen, dass die Mission der Evangelisierung des Universums dennoch beginnen sollte, unabhängig von der Antwort der Kirche, der Er ein Jahr Zeit gab. Das ganze Jahr 2012 über wirkte der Heilige Geist unablässig in der Kirche sowie in den Einzelnen.

In der Zwischenzeit setzten sich die Gott treuen Schwestern und Brüder in Bewegung. Schon Anfang Jänner 2012 erreichten sie das untere Universum und machten sich nach Alpha Centauri auf, um die Art und Weise des Vorgehens festzulegen für den Fall einer positiven Antwort der Kirche der Erde. Sie ließen sich auf den Stützpunkten nieder, über die sie im unteren Universum sowie auf der Erde verfügen. Sie waren bereit, beim kleinsten positiven Zeichen vonseiten der Erde zu handeln zu beginnen. Wieder einmal war alles bereit und es fehlte lediglich die Antwort der Kirche. Aber, wieder einmal, blieb die Antwort der Kirche aus. Wie von Gott bestimmt, wurde der Plan, das gesamte Universum in Christus zu vereinen, dieses Mal nicht aufgehalten, noch erlitt er weitere Verzögerungen. Gott war allzu geduldig gewesen mit der Kirche der Erde.

Das Jahr 2013 und das Dreifaltige Wirken

Am Ende des Jahres 2012 stellte sich das Bild im Universum wie folgt dar:

1) Die Kirche der Erde hatte die Einladung Gottes nicht angenommen, das Vorhandensein des Lebens im Universum zu verkünden, und umso weniger hatten es die Regierungschefs getan; der Großteil der Menschheit der Erde war also nicht informiert;

2) Die feinfühligeren Christen der Erde, die an die Existenz des Lebens im Universum geglaubt und die außergewöhnlichen Werkzeuge angenommen hatten, hatten 2012 gebetet und gelitten. Umsonst hatten sie auf eine Wende der Amtskirche gehofft und fanden sich jetzt immer isolierter und ausgegrenzter wieder, verfolgt von den Christen selbst; dessen ungeachtet erwachten viele andere und entschieden, sich Gott für seinen Plan aufzuopfern;

3) die Menschheiten der Planeten des unteren Universums waren nicht von der Verkündigung des Heils erreicht worden und litten, von Luzifer in die Mangel genommen;

4) auch die Menschheiten des mittleren Universums waren nicht in die Verkündigung des Heils einbezogen worden; sie hatten Kontakte zu den treuen Menschheiten des oberen Universums gehabt und waren über die Ereignisse nicht völlig im Dunkeln gelassen worden, aber eine richtige Evangelisierung des mittleren Universums hatte nie begonnen;

5) Luzifer und die Konföderation des Lichts wirkten im unteren Universum. Sie waren in Kontakt mit den verbündeten Illuminaten der Erde, bereit zu jedweder offensiven und zerstörerischen Handlung, um den Widerstand der Völker zu brechen. Der Plan Luzifers, das untere Universum in Besitz zu nehmen, schritt schnell voran. Die Lage hatte ihren kritischen Punkt erreicht.

Zu Beginn des Jahres 2013 entschied Gott, der letzten Phase seines Planes der Vereinigung des ganzen Universums in Christus den Auftakt zu geben.

Er begann damit, sein Wirken sehr zu verstärken: ab diesem Zeitpunkt würden die Drei Göttlichen Personen vereint und auf immer durchdringendere Weise handeln, um den außergewöhnlichen Werkzeugen und dem Volk, das dabei war, sich den außergewöhnlichen Werkzeugen anzuschließen, den Weg zu ebnen.

So begann die Zeit des machtvollen, Dreifaltigen Wirkens, darauf ausgerichtet, das größte Werk Gottes zu verwirklichen, das die Menschheit je gekannt hat, lediglich vergleichbar mit jenem der Schöpfung und der Erlösung. Gott begann auf diese Weise das Werk der neuen Schöpfung.

Unsere Aufgabe als Mitglieder der Zentralen Zelle ist es, euch das Zeugnis zu überbringen, dass das gesamte mittlere Universum evangelisiert ist und die gesamte Bevölkerung Jesus Christus angenommen hat. Jetzt nehmen diese Schwestern und Brüder an der Mission im unteren Universum teil, indem sie den Gott treuen Schwestern und Brüdern zur Seite stehen. Wie ihr wisst, hat die Phase der Evangelisierung des unteren Universums Anfang dieses Jahres begonnen. Alle außergewöhnlichen Werkzeuge haben mit ihren Aufgaben und den besonderen Gnaden begonnen, eine tiefgehende Evangelisierung durchzuführen, über die wir im Laufe der Fastenzeit sprechen werden. Jetzt ist es sehr wichtig, dass das neue Volk in dieser Situation seinen Platz einzunehmen weiß. Die Evangelisierung geht im unteren Universum weiter und wird am Ende mithilfe der treuen Schwestern und Brüder des oberen Universums und der Engel auch die Erde erreichen. Warum? Weil Gott befunden hat, dass die Menschheit der Erde nicht aus dem Tunnel herauskommt, in dem sie sich befindet, und ebenso wenig die Kirche. Daher ruft Er ein Volk, das antworten und sich in die Evangelisierung auf der Erde einfügen möchte, was gleichzeitig eine Hilfe für die Evangelisierung des ganzen Universums bedeutet.

Der Text sagt, dass die zentrale Figur nicht mehr der Papst ist – das ist ein heikler Punkt, den wir erklären müssen. Der Text sagt ausdrücklich, dass von jetzt an der Heilige Erzengel Michael Anhaltspunkt ist, der das ganze Volk im Universum versammelt, um es zur Vereinigung in Christus zu führen und durch die Vereinigung in Christus in die neue Schöpfung. Wir können sagen, dass der Heilige Michael mit den außerordentlichen Werkzeugen eine Mission der wahren Barmherzigkeit Gottes zugunsten der Erde, des unteren Universums, des ganzen Universums durchführt, um die Menschheit in eine erhabene Dimension zu führen, um jenes Ziel zu erreichen, für das sie erschaffen wurde.

Stefania Caterina: Ich möchte nur ein paar Worte bezüglich dieser Evangelisierung des unteren Universums sagen, wie sie uns vorgestellt wurde. Vor allem ist die Situation völlig verschieden von der des mittleren Universums, denn im mittleren Universum, das sich, man kann sagen, als Ganzes bekehrt hat, sind die Menschheiten Gott gegenüber nicht rebellisch. Es handelt sich vielmehr um unentschlossene, schwache Menschheiten, aber nicht um böswillige. Sie haben die Verkündigung gut aufgenommen, sie haben sie verstanden und sich daraufhin bekehrt. Das untere Universum weist davon sehr verschiedene Umstände auf, denn die Menschheiten sind Gott gegenüber rebellisch. Sie befinden sich in einem Universum, wo die Distanzen sehr groß sind, daher hat es nie sehr viel Kontakt zwischen den einzelnen Planeten gegeben, und wenn, dann waren diese Kontakte vielmehr Kriege untereinander.

Die Schwestern und Brüder gehen also so vor: sie haben begonnen, die am weitesten entfernten Planeten zu besuchen, die kleinsten, jene, die in all diesen Jahrtausenden am isoliertesten waren und in einem Zustand der Angst und Anspannung leben. Sie sind nicht mächtig, haben keine großen Technologien und nicht einmal Luzifer schenkt ihnen viel Beachtung, daher sind sie eher alleine gelassen und dort haben die Schwestern und Brüder begonnen. Ihre Evangelisierung besteht darin, diese Völker zu besuchen, ihnen ihr Zeugnis zu bringen und, wenn sie aufgenommen werden, bleiben sie einige Zeit dort und teilen mit ihnen das Leben, so wie Jesus sagte: «Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt»[1], usw. Sie folgen also diesen verschiedenen Etappen und in der Zwischenzeit helfen sie natürlich diesen Völkern, genau so wie Jesus sagte, sie heilen die Kranken[2] und helfen auf allen Ebenen des Lebens.

Was das betrifft, was Pater Tomislav zuvor bezüglich des Heiligen Michael als zentrale Figur erwähnt hat, so müsst ihr verstehen, dass das in der Geschichte der treuen Menschheiten seit jeher so ist, denn die treuen Menschheiten haben seit jeher mit den Engeln zusammengearbeitet, so wie auch wir das von Anfang an hätten tun sollen. Der Heilige Michael ist also seit jeher jene zentrale Figur, daher ist das nichts Neues im Universum. Für uns auf der Erde ist es eher etwas Neues.

Pater Tomislav: Ich möchte noch genauer darauf eingehen, da der Heilige Michael ein reiner Geist ist. Mit den sechs großen Erzengeln steht er vor dem Angesicht Gottes, er strahlt das Licht Gottes aus und offenbart es. In der Heilsgeschichte führte er das Volk Israel und öffnete ihm den Weg. Ihr wisst sicher, dass die Erzengel und die Engel dem Volk Gottes den Weg öffneten[3], ihr wisst, dass sie dem Heiligen Petrus den Weg öffneten, als er im Gefängnis war[4] und andere Male, als der Engel den Weg für die Heiden öffnete[5], usw., usw. Das ist sehr wichtig, denn heute ist die Kirche der Erde rational und hat die Engel beiseitegelegt. Heute, wenn von den Engeln gesprochen wird, gibt es eine furchtbare Konfusion auf der Erde. Wir Menschen auf der Erde benötigen das wahre Licht; das Licht, das durch diese Werkzeuge geht, dient uns; ohne sie können wir nicht einmal unsere Mission ausführen mit Gott zu regieren. Das ist also die Kirche, die vom Thron Gottes herabkommt, die Engel und mit ihnen jene Schwestern und Brüder, die von Anfang an völlig treu sind. Das sagt uns, dass wir alle, dass alle Kinder Gottes in diese Dimension erhoben werden, um in völliger Gemeinschaft mit den Engeln zu leben und mit Gott zusammenzuarbeiten und das ganze Universum zu regieren.

Es gibt noch einen besonderen Aspekt: die Liturgie, die die Kirche auf der Erde feiert, ist die Teilnahme an jener, die der Heilige Michael mit den Erzengeln und allen Heiligen im Himmel feiert. Das ist die Gnade der Barmherzigkeit, um die Menschheit anzuziehen, zu erheben, sie aus diesem Tunnel herauszuführen, denn Gott hat befunden, dass sich die Menschheit der Erde und des unteren Universums am Rand des Abgrunds befindet.

Meine Frage ist nun: wo ist das neue Volk in diesem Szenario anzusiedeln? Erstens ist der Anhaltspunkt der Heilige Michael und die außergewöhnlichen Werkzeuge, denn sie sind dazu fähig, dieses Volk zu erheben, uns zu erheben, wenn wir mit ihnen und mit allen im Himmel vereint sind. Dieser Prozess wird uns dahin führen, dass wir alle im Paradies, in der neuen Schöpfung ganz einfach ein Volk sein werden, die außergewöhnlichen und gewöhnlichen Werkzeuge werden ein einziges Volk sein.

Stefania Caterina: Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn die außergewöhnlichen Werkzeuge sind kein Privileg – sie sind Teil des Volkes; sie werden in dieser Zeit gerufen, um eine besondere Aufgabe zu erfüllen, und zwar, all jenen den Weg zu öffnen, die nachfolgen, denn das Volk Gottes setzt sich aus vielen verschiedenen Ebenen zusammen und daher ist es notwendig, dass jemand den Weg öffnet. So wie jedes Heer seinen Stoßtrupp hat, so hat auch Gott in seinen Heerscharen diese Stoßtruppen, die Teil des Volkes Gottes sind und am Ende der Zeiten wird es nicht mehr diesen oder jenen geben, es wird ein einziges Volk geben. Das heißt, die außergewöhnlichen Werkzeuge werden Teil des Volkes sein, so wie der Heilige Michael, wie die Engel und die treuen Schwestern und Brüder. Wir werden alle eins sein.

Pater Tomislav: Eine weitere Frage ist, wo sich dieses Volk auf der Erde, in der Kirche ansiedelt? Ich versuche also darauf zu antworten. Zuallererst, es gibt keine Glaubenswahrheit, die es verbietet, an die Existenz der Menschen im Universum zu glauben. Es gibt grundlegende Wahrheiten unseres Glaubens: die Vereinigung des Universums in Christus, die glorreiche Wiederkehr Christi, die neue Schöpfung des ganzen Universums und der Erde und diese verpflichten uns. Welche Haltung nimmt also das neue Volk ein? Die Haltung jedes Heiligen. Jeder Heilige wurde in seinem Herzen vom Heiligen Geist erweckt, brach auf, um sich ganz Gott zu weihen, sich Ihm ganz hinzugeben. Auf diese Weise brachen der Heilige Antonius der Einsiedler, der Heilige Franz von Assisi, die Heilige Klara und viele andere auf. Sie haben nicht auf eine Approbation gewartet, auch nicht auf ein Dekret „Werde zum Heiligen“, habt ihr das verstanden?

Dieses Volk, das sich der großen Gnade bewusst ist, die Gott geschenkt hat, das sich dessen bewusst ist, dass diese Gnade uns zur Begegnung mit dem glorreichen Christus führt, zur neuen Schöpfung, dieses Volk setzt sich ein, möchte ein heiliges, verantwortungsvolles Volk sein, das sich jede Mühe gibt. Warum? Damit alle Gläubigen, die guten Willens sind, alle Gläubigen der Kirche, aller Religionen und alle Nicht-Gläubigen, die guten Willens sind, den Weg durch die Gnade, die von Gott kommt, geöffnet vorfinden. Sie nehmen also eine Verantwortung auf sich für die ganze Kirche, nicht wie eine Sekte, die sich isoliert, sondern wie ein Sauerteig, der zum Gären und dabei die Heiligkeit bringt. Das Volk entscheidet sich dafür, Jesus Christus zu dienen, ohne bei der Treue Kompromisse zu machen, so, wie die Apostel nach der Erfahrung zu Pfingsten aufgebrochen sind.

Stefania Caterina: Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass die Heiligkeit kein Privileg von Wenigen ist, wir sind alle dazu berufen. Und hier war auch die Muttergottes in Medjugorje eindeutig: die Heiligkeit ist für alle, sie hat uns zur Heiligkeit aufgerufen; vielmehr, die Heiligkeit ist das oberste Ziel unseres Christseins. Wenn wir nicht heilig werden, wenn wir nicht heilig sind und nicht wie Heilige leben, dann hat es nicht einmal Sinn Christen zu sein. Wir müssen die Heiligkeit, die in uns ist, offenbaren. Wir sind Heilige, nicht weil wir großartige Dinge tun, sondern weil wir nach dem Abbild und Gleichnis dessen geschaffen sind, der Dreifach Heilig ist und wir sind dazu aufgerufen, Seine Heiligkeit zu offenbaren, darum ist das Volk die Gesamtheit der Heiligen. Das war den ersten Aposteln, den ersten Christen klar. Sie grüßten einander mit „die Heiligen dieser oder jener Kirche“. Dazu sind wir berufen. Wir müssen, denke ich, aus unserem Gedächtnis jene Vorstellungen der Heiligen streichen, die wir uns gemacht haben, die uns jahrelang von der Geschichte, von der Erziehung, die wir erhalten haben, eingeschärft wurden, von einer Kategorie von Menschen, die unerreichbar sind, manchmal auch seltsam oder fanatisch, nein: die Heiligkeit ist der Weg, der für uns alle gangbar ist durch das Opfer unseres Lebens an Jesus, denn es ist Jesus, der es uns erlaubt heilig zu sein. Er ist es, der mit seiner Heiligkeit in uns lebt, wenn wir Ihm unser Leben hingeben und durch den Heiligen Geist erhebt Er uns zur Heiligkeit Gottes.

Pater Tomislav: Wir spalten uns von niemandem, nur vom Geist des Bösen; wir treten gegen niemanden auf, wir treten gegen des Geist des Bösen auf; wir kritisieren niemanden, aber wir möchten klar sehen, wo der Weg des Guten und wo der Weg des Bösen ist. Wir möchten keinerlei Gewalt anwenden, weder moralische noch spirituelle, keinerlei Kategorien, noch die anderen kritisieren. Wir möchten uns darauf konzentrieren, Kinder Gottes zu sein, so wie es uns das Evangelium lehrt, so wie es die ganze Heilige Schrift lehrt. Und das ist für uns alle sehr wichtig, um diese Positivität Gottes zu sein, der alle liebt.

Heute wird von einem Dialog gesprochen, aber ihr wisst, dass der wahre, authentische Dialog dann besteht, wenn die Verschiedenheit respektiert wird. Unsere christliche Einzigartigkeit ist, dass Jesus Christus der Herr im ganzen Universums ist, dass Jesus Christus der einzige Retter ist, dass Jesus Christus das vollkommene Abbild Gottes ist, dass Jesus Christus auch der Richter des Universums und aller Menschen sein wird, auch der Atheisten. Alle werden sich nach ihrem Tod in jenem vollkommenen Abbild widerspiegeln, dem sie auf der Erde begegnen und das sie auf der Erde kennenlernen konnten und am Ende werden sie sich ihrer Entscheidung entsprechend ausrichten. Das ist sehr wichtig.

Wenn es um die Heiligen geht, um ihre Entscheidung, so sind sie, wie ihr gut wisst, nicht mit einer Approbation oder einem Dekret zur Heiligkeit aufgebrochen, sie wurden nicht beklatscht, sondern vielmehr verfolgt und nicht verstanden. Das ist die Aufgabe jener, die den Weg, die neue Horizonte öffnen möchten. Wer im eigenen Panzer eingeschlossen ist, kann nicht über den eigenen Horizont hinaussehen und fühlt sich dadurch gestört, dass jemand anderer darüber hinaus geht und den Weg öffnet. Unser Glaube öffnet uns bis zur Fülle.

Stefania Caterina: Wir fragen uns, weshalb eine heiliges Volk? Warum benötigt Gott ein heiliges Volk? In Wahrheit würde Er gar nichts benötigen, denn Er genügt sich selbst, aber Gott möchte, dass seine Geschöpfe am Heil mitwirken. So wie also die außergewöhnlichen Werkzeuge heute dem Volk, das heilig sein möchte, den Weg öffnen, so muss ein heiliges Volk vielen Frauen und Männern guten Willens den Weg öffnen, die es gibt, aber die oft hinter ihren Ängsten, ihren Schwächen versteckt sind – sie sind zu befreien. Gott sendet uns, um die Gefangenen zu befreien und um das zu tun, braucht es ein heiliges Volk, denn es reicht nicht, eine Wahrheit zu verkünden. Es ist notwendig, dass die Menschen sehen, dass jemand diese Wahrheit lebt, dass es ein Volk gibt, das nach anderen Gesetzen lebt.

Pater Tomislav: Hier berühren wir einen sehr wichtigen Punkt: wir haben gesagt, dass wir in den Zeiten des Antichristen leben. Der Antichrist hat sich noch nicht offenbart und auch der Falsche Prophet nicht, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht schon wirken. Dennoch sind das die Zeiten des Antichristen, das spüren wir alle. Die Welt wird durch den satanischen Geist unter Druck gesetzt. Das neue Volk ist dazu berufen, ein Licht anzuzünden, dieses Licht zu vermehren, damit die vielen Kinder, die sich heute in diesem Chaos verlieren, einen Weg des Lichts haben. Dieses Licht versetzt die Finsternis in Krise und folglich muss der Fürst der Finsternis mit seiner letzten Karte hervorkommen. Die letzte Karte, die er ausspielt, ist der Antichrist. Warum? Weil Luzifer gewisse Dinge nicht ohne die Geschöpfe, ohne den Menschen tun kann, daher muss er einen Teil seiner Macht in einen Menschen investieren, der stark sein und Wunder wirken wird, der sich behaupten wird, wie in der Botschaft Jesu aus dem Jahr 2012[6] gesagt wurde. Dann wird das Ende des Reiches Luzifers beginnen. Warum? Weil Luzifer erschlaffen wird, er wird seine Kräfte verlieren, weil auch er ein Geschöpf ist und sich nicht erneuern kann; Gott hingegen erneuert fortwährend. In der Folge werden auch seine Anhänger und der Antichrist nicht erneuert werden und alles, auch die ihm folgen, wird verfallen. Das neue Volk Gottes muss alles fördern und anziehen, was verloren war und sich erheben möchte. Seht also die sehr wichtige Aufgabe des Volkes; das neue Volk muss zugunsten der Kirche, zugunsten der Menschheit der Erde und des ganzen Universums mit voller Verantwortung aufbrechen.

Stefania Caterina: Ich möchte an das anschließen, was Pater Tomislav sagt. Ihr seht, dass heute sehr viel von einem Gott Vater für alle gesprochen wird, von einem Gott, der Vater aller ist und das ist wahr: Gott ist Vater aller, aber für uns ist Er in erster Linie Vater Jesu Christi und in Jesus Christus sind wir wahre Kinder Gottes, denn nur in Jesus Christus können wir jene große Barriere der Erbsünde überwinden, die uns von Gott getrennt hat. Wenn also der Antichrist jener ist, der verneint, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, dann seht ihr, dass wir uns heute auf dem Weg des Antichristen befinden, denn Jesus ist mittlerweile für viele lediglich das Oberhaupt einer Religion, der Gründer der Religion, aber Jesus Christus ist für uns Sohn Gottes. Und das Problem liegt nicht darin anzuerkennen, dass es Gott gibt. Das Problem ist anzuerkennen, dass Jesus Christus Gott ist! Das ist eine völlig andere Sache. Und wir bezeugen das und wenn wir das nicht bezeugen, dann sind wir keine Christen.

Pater Tomislav: Mögen diese Worte euch allen helfen, in euch ein Licht zu entzünden, denn der Heilige Geist möchte in jedem von uns das Licht entzünden. Es ist sehr wichtig sich dessen bewusst zu sein, dass sich dieses neue Volk in das Volk des ganzen Universums einfügt, daher versuchen wir uns dessen bewusst zu sein, dass es Kinder Gottes auch auf der Erde gibt, die glauben, die all das in die Tat umsetzen; je mehr diese Kinder Gottes aufwachen, umso mehr werden sie einander suchen und miteinander in Beziehung eintreten. Ihre Antwort, auch die jedes Einzelnen, wird zu einer Beschleunigung der Evangelisierung des unteren Universums und zum Kommen der treuen Schwestern und Brüder führen, die das neuen Volk auf der Erde unterstützen und in seiner Mission auf der Erde begleiten. Diese Fastenzeit ist also für uns wichtig, damit ihr euch alle, die ihr euch von diesen Worten berührt  fühlt und ihnen glaubt, vereint fühlt. Wir bringen euch fortwährend vor dem Thron Gottes dar und beten für all eure Bedürfnisse. Betet auch ihr für uns und beten wir alle für jene, die auf der Erde und im Universum erwachen.

Ich segne euch, damit der Heilige Geist euch die Wahrheit dessen bezeuge, wovon wir sprechen, damit Er euch Zeichen schenke, damit Er euch wahre Impulse geben möge, damit Er euch die Weisheit zu unterscheiden schenke und die Kraft euch zu entscheiden, das christliche Leben auf heilige Art und Weise zu leben in Gemeinschaft mit allen Schwestern und Brüdern des ganzen Universums. Er gebe euch das Verantwortungsbewusstsein für die übrigen Menschen, die Jesus Christus aus verschiedenen Gründen nicht kennen, damit sie das Licht und die Gnade erhalten, Ihn zu erreichen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Lc 10,8

[2] Vgl. Mt 10,8

[3] Vgl. Ex 14,19

[4] Vgl. Ap 12,7-11

[5] Vgl. Ap 10

[6] Vgl. Botschaft mit dem Titel „Der Antichrist wird sich offenbaren müssen“ vom 6. August 2012, die am 1. Februar 2013 auf http://unterwegszurneuenschoepfung.org veröffentlicht wurde.

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