Kirche Jesu Christi des Universums
Von Mauro
18.01.2026
(übersetztes Audio)
Wir haben über die Hingabe des Lebens gesprochen und gesehen, dass diese Hingabe – im Sinne davon, Jesus das Leben zu übergeben – der Weg ist, um an dem Bund teilzuhaben und ihm treu zu bleiben, den Jesus selbst durch die Erlösung, durch sein Opfer, durch seinen Tod und seine Auferstehung am Kreuz mit uns erneuert hat. Es ist ein Bund mit Ihm, der sich letztlich jeden Tag erneuert, der sich jedes Mal erneuert, wenn wir dem Willen Gottes für uns treu bleiben. Ein Wille, der keine Last, keine Verurteilung ist, sondern die Liebe Gottes, der einen Weg für jedes seiner Kinder vorgesehen hat, um es zu Ihm zurückzubringen, damit jedes seiner Kinder wieder ganz nach seinem Abbild und Gleichnis werden und durch Jesus Christus in Gemeinschaft mit Ihm eintreten und die Fülle des Lebens erfahren kann. Dieser Bund erneuert sich in besonderer Weise in der gelebten Heiligen Messe, die nicht als Pflicht, als Gewohnheit, als Suche nach Gnaden empfunden werden soll, sondern gerade als Vereinigung mit Christus, als Einswerden mit Ihm, als Vereinigung mit Jesus auf jenem Altar.
Jedes ‚Ja‘ zu Gott, zu jenem Willen, der uns manchmal, vor allem am Anfang, immer ein wenig verborgen bleibt, sprechen wir daher immer nur im Glauben aus, im Glauben an seine Liebe, im Glauben daran, dass Er treu ist. Dieses ‚Ja‘ erneuert nicht nur den Bund, sondern unser ganzes Leben. Wozu sagen wir also ‚Ja‘? Denn ich möchte versuchen zu sagen, dass es kein ‚Ja‘ zu einem Götzen, zu einem richtenden Gott ist. Im Grunde ist es ein ‚Ja‘ zu einer Liebe, die ich erkannt habe; es bedeutet auch, dieser Liebe erneut zu danken, wenn ich dieses ‚Ja‘ sage, und ich tue es nicht nur vor Gott, sondern ich tue es vor mir selbst und vor meinem Nächsten. Denn wenn ich dieser Liebe begegnet bin, wenn ich sie darin erkenne, dass Gott mich erschaffen hat, in allem, was Er erschaffen hat, darin, dass Er Jesus Christus gesandt hat, dass Jesus Christus bereit war zu kommen, und… auch wenn ich es nicht verstehe, mich aber diese Liebe berührt und der Heiligen Geist in mir alles Schöne, alles Gute weckt, dann ist mein ‚Ja‘ auch ein ‚Ja‘ zu dem, was ich spüre. Es ist ein ‚Ja‘ dazu, nicht nur Gott treu zu sein, sondern auch dem, was Gott in mich hineingelegt hat.
Wenn wir also so leben, beginnt in uns ein Prozess der Integrität – untadelig, unversehrt zu sein – der Treue, der Integrität. Wenn wir nicht untadelig sind, können wir uns auch nicht hingeben, weil wir nicht treu sind, denn Integrität entsteht gerade aus diesem ‚Ja‘, aus dieser Entscheidung. Wann sind wir unversehrt? Wenn wir dieser Liebe treu bleiben, nicht wenn wir es sagen und dann, in jeder Situation unseres Lebens stattdessen etwas ganz anderes tun; dem Guten treu zu sein und dann Böses zu tun, der Tatsache treu zu sein, dass Gott uns zurückgewinnen will und dann stattdessen unser ganzes Leben so zu gestalten, dass wir Gott fern sind. Hier sind wir nicht unversehrt, aber wir sind nicht nur gegenüber Gott nicht untadelig, sondern auch uns selbst gegenüber, gegenüber den Worten, die wir sagen, gegenüber dem, was wir fühlen, gegenüber dem, was uns klar geworden ist. Wenn wir nicht untadelig sind, zerbricht der Bund mit Jesus. Jesus ist treu, Jesus opfert sich auf und gibt uns die Möglichkeit, unsere Hingabe zu leben; Er gibt sich hin und gibt uns die Möglichkeit, durch Ihn zu Gott zurückzukehren. Sind wir nicht unversehrt, dann zerbricht der Bund und wir kehren zur Erbsünde zurück.
Wenn wir diese Integrität betrachten, so ist auch sie keine Last, kein Gesetz, kein Gebot; sie beruht zwar auf Gesetzen, aber auf Gesetzen des Geistes, die in uns eingeschrieben sind. Sie sind alle da, sie sind seit dem Moment in uns eingeschrieben, in dem Er uns erschaffen hat, denn Gott kann nur untadelige Menschen erschaffen. Gott hat das Böse nicht geschaffen, Gott hat die Sünde nicht geschaffen. Gott hat uns unversehrt erschaffen, und Jesus gibt uns die Möglichkeit, dies zu sein, unversehrte Kinder zu sein, nicht perfekt, aber unversehrt. Wir sind also untadelig im Hinblick auf das, was in uns geschrieben steht, auf das Wort Jesu, das in uns widerhallt, im Hinblick auf jene Liebe, die wir gespürt haben und die wir in uns spüren; eine Liebe, von der ich sicher bin, dass, wenn ich sie erfahren habe, ihr alle sie erfahren werdet; eine Liebe, bei der man den Wunsch hat, sie anderen zu schenken, sie zu leben. Und auch hier überlisten wir uns oft selbst, um das Gewissen zum Schweigen zu bringen, indem wir Liebe auf eine… oberflächliche Weise schenken.
Alles geht auf jene Entscheidung zurück, die wir mit der Taufe getroffen haben, denn sonst wäre es sinnlos, sich taufen zu lassen. Mit der Taufe haben wir uns entschieden, den Vater zu erkennen, den Sohn zu erkennen, den Heiligen Geist zu erkennen, das Geheimnis des Lebens zu erkennen. Das ist die Taufe. Sie ist der Glaube, dass wir durch diesen Bund beginnen wollen, das Leben zu entdecken. Wir haben sie zwar als Kinder im Glauben unserer Eltern empfangen, aber wir haben sie in den Sakramenten bis zur Firmung erneuert. Ausgehend von diesem Wunsch sind wir also untadelig, wenn wir unsere eigenen Interessen, unsere eigenen Bedürfnisse und die Kompromisse, die uns die Welt ständig vorschlägt, nicht über all das stellen.
Da könnte man denken: Ach, wie anstrengend, untadelig zu bleiben! Seht, unsere Anstrengung besteht darin, es sein zu wollen; unsere Anstrengung besteht darin, daran zu glauben, dass mit Jesus alles möglich ist[1]; unsere Anstrengung besteht darin, in diesem Bund zu bleiben. Das ist die einzige Anstrengung, denn dort kommt uns der Heilige Geist zu Hilfe, der uns beschützt, der uns die Kraft gibt, untadelig zu bleiben, der uns das Licht, der uns die Gnaden und auch die Freude schenkt, wenn wir untadelig sind, der uns ein gutes Gefühl gibt, auch wenn wir uns angestrengt haben, auch wenn wir schwitzen und weinen mussten, aber Er schenkt uns die Fülle. Das ist das Geschenk, das von Jesus kommt. Das erste Geschenk ist der Heilige Geist, um den Bund zu leben.
Aber wenn wir untadelig bleiben, kann ich euch sagen, dass wir darüber hinausgehen, dass wir auch zur Gabe der Unbeflecktheit gelangen, nicht wie die Allerheiligste Jungfrau Maria, sondern als eine Gabe, die uns, wenn wir in dieser Treue zum Bund bleiben, nach und nach wie in eine andere Dimension bringt, in der die Versuchungen Satans in gewisser Weise nachlassen, wo es ganz natürlich wird, untadelig zu sein. Auf diesem Weg gibt es einen Punkt, an dem es schwieriger ist, nicht untadelig zu sein, als es zu sein. Es ist ein Weg: Man beginnt mit dieser Treue und mit der Hilfe des Geistes, und dann kommt man an einen Punkt, an dem es ganz natürlich ist, untadelig zu sein. Es wird mühsamer, es nicht mehr zu sein. Man könnte sagen, dass das der Schutz des Mantel Mariens ist, der Schutz der Heiligen, der Gemeinschaft der Heiligen.
Wenn man an diesem Punkt angelangt ist, setzen meiner Meinung nach andere Mechanismen ein, um diesen Bund lebendig zu halten und weiter wachsen zu lassen. Erstens muss man sicherlich damit beginnen zu danken, dankbar zu sein, Gott zu danken, zu erkennen, wie Gott einen geführt hat, wie Gott einen beschützt hat. Man muss damit beginnen, jenen Gott im eigenen Leben zu sehen, der das Leben weiterbringt und einen nie allein lässt. Da ist der Glaube, aber er wird fast zu etwas… man kann gar nicht anders, als zu glauben, es fällt einem nicht schwer zu glauben. Manchmal befindet man sich im Dunkeln, aber man glaubt. In dieser Situation muss man wirklich danken, vor allem Gottes Liebe anerkennen, jene Liebe, die einen leitet und niemals verlässt. Wenn man sich in dieser Situation befindet, so ist es richtig, immer von der positiven Seite zu beginnen – nicht im Sinne davon, dass, wenn uns etwas Schmerzhaftes widerfährt, Opfer zu spielen: ‚Warum gerade ich?‘ –, sondern sich natürlich zu fragen, warum etwas geschehen ist, aber im positiven Sinne, in dem Wissen, dass, wenn es einem widerfährt, dann deshalb, weil man noch etwas zu verstehen hat. Dann fragt man den Heiligen Geist: ‚Was willst du mir sagen?‘
Die Gabe der Integrität und die Gabe der Unbeflecktheit (dieser Weg also, so ist es zu sehen) führen mit Sicherheit dazu, dass die Gemeinschaft zu wachsen beginnt. Die erste Gemeinschaft, die zu wachsen beginnt, ist jene mit Gott; man beginnt, den Vater kennenzulernen, man beginnt, Ihn zu erahnen, man beginnt, Ihn zu verstehen, man beginnt, die Gegenwart des Vaters zu spüren… man spürt sie, ich weiß nicht, wie ich es erklären soll. Es beginnt auch eine Gemeinschaft mit dem Nächsten zu wachsen, was die unmittelbare Folge der wahren Gemeinschaft mit Gott dem Vater ist. Es ist die Gemeinschaft mit jenen, die wie man selbst dieses Leben suchen, Gemeinschaft mit den Anstrengungen der anderen, mit den Freuden der anderen, mit der Hingabe der anderen.
Daraus entsteht das Bedürfnis nach den Sakramenten, aber nicht mehr angetrieben davon, eine Gnade zu erzwingen oder eine Prüfung bestehen zu können, sondern ein Bedürfnis nach Gemeinschaft, denn im Sakrament begegnet man der Gemeinschaft, im Sakrament begegnet man dem Leben des Vaters, dem Leben der Brüder und Schwestern; im Sakrament spürt man, dass man Teil des Mystischen Leibes Christi ist. Das Sakrament wird zum Zeichen der Gemeinschaft, der Familie, vor allem die Eucharistie und die Heilige Messe. Eine Messe, die so gelebt wird, in Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern, die sie alle auf diese Weise sehen, mit diesem Wunsch, sich mit Jesus zu vereinen, denn wir wissen, dass wir, vereint mit Jesus, zum Vater geführt werden. Vereint mit Jesus gehen wir mit Ihm durch alle Dimensionen unseres Lebens, durch alle Prüfungen, auch durch jene unserer Brüder und Schwestern, und aus Liebe zu den Brüdern und Schwestern gehen wir auch durch die Situation der Erde, die in dieser Zeit wirklich schrecklich ist.
Was geschieht also als Nächstes? Es geschehen Wunder. Das Wunder ist nicht mehr: Ich lege ein Gelübde ab, fahre nach Medjugorje und faste. Das Wunder ist die Frucht dieses Lebens. Das Wunder in einer Heiligen Messe, die auf diese Weise gefeiert wird, ist etwas ganz Natürliches, so wie damals, als die Apostel vorbeikamen und die Menschen im Schatten der Apostel geheilt wurden[2]. Das Wunder ist an diesem Punkt auch eine energetische Form jener Energie, die in uns schwingt, die letztlich die Liebe Gottes ist. Das erste Wunder ist immer: Wir werden von unserem Egoismus befreit, eine Umwandlung findet statt; das erste Wunder ist, dass wir merken, dass es natürlich für uns wird, uns Gott darzubringen, dass das Gebet natürlich wird, dass es natürlich für uns wird, das Gute und Schöne zu tun. Das ist das erste und größte Wunder. Dort wird unser Denken umgewandelt, dort geschehen die Wunder der Auferstehung. Etwas, das für uns unmöglich war, ein unbeweglicher, starrer, starker Gedanken von uns, der sich verändert; der sich plötzlich verändert, sodass wir verstehen und erkennen, wie viel wir verloren und wie sehr wir ‚falsch‘ lagen, denn es ist nicht so, dass wir falsch gehandelt haben. Wir dachten, wir würden das Richtige tun, weil die Auferstehung noch nicht stattgefunden hatte. Das geschieht in diesen Durchgängen.
Und auch die Wunder der Heilung von Krankheiten sind natürlich, denn auch der Körper kommt mit dieser Primärenergie in Kontakt, mit diesem Wirbel, der entsteht, wenn zwei oder drei in Jesu Namen zusammenkommen und auf diese Weise eine Heilige Messe feiern. Dann ist die ganze Kirche gegenwärtig, es entsteht eine Primärenergie und auch der Körper wird geheilt, die Krankheiten verschwinden. Alles, was zersetzende Energie ist, kann dort nicht bestehen bleiben, es zerfällt, und dort geschehen Heilungen, auch körperliche. Dann gibt es keinen Platz mehr für die zersetzende Energie in uns und um uns herum und Exorzismen geschehen.
Auch mit dem, was ich heute gesagt habe, erklärt sich also wieder die Taufe, der Bund mit Gott. Wir kehren immer wieder dorthin zurück: die Taufe zu leben. Wenn wir auf diese Weise Tag für Tag weitergehen, dann lässt das Leben in Gott die neue Schöpfung entstehen, die aus neuen Geschöpfen besteht. Dann sehen wir das Reich Gottes in unserer Mitte.
Möge Maria uns helfen, den Wunsch zu haben, immer mehr in diesem Bund zu bleiben, und möge Sie uns segnen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
[1] Vgl. Mt 19, 25-26; Lk 1, 37
[2] Vgl. Apg 5, 14-15
