Gedanken „Christus, Herr des Universums” – Folge 2

von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić

  1. April 2015

Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche euch, dass ihr mit dem auferstandenen Christus unterwegs sein könnt. Wie wir angekündigt haben, werden wir in dieser Osterzeit bis zum Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit versuchen, dem auferstandenen Christus ganz nahe zu sein. All unsere Programme stellen Jesus Christus in den Mittelpunkt des Universums. Er ist es, der das ganze Universum im Heiligen Geist zur Umwandlung, zur neuen Schöpfung führt. Daher gehen auch unsere Gedanken, unsere Hinweise in diese Richtung. Wir wenden uns an euch, die ihr zugehört, eine Wahl getroffen und entschieden habt, diesen Weg zu gehen. Indem wir zu euch sprechen versuchen wir, uns euch zu nähern und euch uns anzunähern, damit dieses neue Volk immer mehr in der Macht des Heiligen Geistes wächst.

Für heute haben wir einen Teil der Botschaft des Heiligen Geistes ausgewählt mit dem Titel „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“[1]. Wir sprechen von der Auferstehung Christi, aber wir fangen beim Tod an, den wir alle berühren und den wir alle als Tod erfahren, der unser Leben bricht. Menschlich betrachtet endet unser Leben mit dem körperlichen Tod. Welche Antwort gibt es auf den Schmerz, auf das Leiden? Welche Antwort gibt es auf das kurze Leben eines Kindes, das stirbt? Versuchen wir, diese Antwort im auferstanden Christus zu finden.

Wir möchten jetzt nicht zurückgehen und erklären, was wir bereits erklärt haben. Mit der Erbsünde ist der Tod in das ganze Universum eingetreten und hat uns auf der Erde auf besondere Weise getroffen, weil unsere Stammeltern einen Pakt mit Luzifer abgeschlossen und von diesem Pakt belastet wurden, der auf uns allen lastet und Konsequenzen mit sich bringt. Diese Konsequenzen gibt es auch bei den Gott treuen Menschheiten, aber in einer leichten Form. Ihr Sterben ist ein Einschlafen, um im neuen, ewigen Leben aufzuwachen.

Unsere Frage ist: Warum hat Gott dem Tod erlaubt, im Universum zu wirken? Warum hat Er den Tod nicht verhindert? Die Antwort des Heiligen Geistes ist Folgende: „Zuallererst weil die rebellischen Menschen ihre Sünde nicht bereuten.“ Vielleicht bereuen auch wir heute die Sünden unserer Vorfahren nicht und fahren fort, auf skrupellose Weise zu leben. Der zweite Grund ist: „Der Tod war und ist, auch wenn er nicht Teil des Planes Gottes war, das einzige Mittel, um den Leiden eines Gutteils der Menschheit ein Ende zu setzen. Gott konnte nicht erlauben, dass das Böse unsterblich würde! Trotz der Auflehnung eines Großteils seiner Kinder hatte Gott, der gut ist, entschieden, der Menschheit eine Tages eine neue Schöpfung zurückzugeben. Eine neue Schöpfung, bewohnt und regiert von einer neuen Generation von Menschen, endlich mit Ihm vereint und treu.“[2] Beginnen wir also mit euch, die ihr diese neue Generation sein wollt. Hört zu.

Botschaft des Heiligen Geistes vom 27. März 2012: „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? (Lk 24,5)“

Aus wem sollte diese neue Generation hervorkommen? Alle Menschen, die treuen miteingeschlossen, gehörten der alten Schöpfung an; ein neuer Stammvater war notwendig, der wahrhaftig Gott treu und mit Ihm eins sein würde und in dem die Macht Gottes vollkommen wirksam sein würde. Gott selbst würde sich dessen annehmen, indem Er seinen Eingeborenen Sohn senden würde.

Jesus Christus, Sohn Gottes, ist Mensch geworden, um der Erstgeborene der neuen Menschheit zu sein und die neue Schöpfung zu gründen. So hat Gott direkt in die Geschichte der Menschen eingegriffen, der größte Eingriff nach der Schöpfung. Jesus Christus ist auf der Erde ein für alle Mal Mensch geworden zugunsten der gesamten Menschheit, die im Universum verstreut ist. Er hat sich selbst dem Vater aufgeopfert und den Tod und die Verdorbenheit auf sich genommen, nicht, um sich davon erdrücken zu lassen, sondern um sie mit seiner Auferstehung zu besiegen. Auf diese Weise hat Er die Schuld der ganzen Menschheit beglichen und mit seinem Opfer die Schuld der Stammeltern gelöscht. Der Erstgeborene der neuen Menschheit, Jesus Christus, war dazu fähig, Gott so sehr zu lieben, dass Er sich selbst aufgeopfert hat; welch großer Unterschied verglichen mit den ersten Menschen!

Jesus hat den Tod erfahren wie ihr alle, da Er Wahrer Gott und Wahrer Mensch ist. Dennoch gab Er dem Tod ein neues Gesicht: Er ist nicht mehr ohne Hoffnung, sondern öffnet euch für die wahre Unsterblichkeit. Ich möchte, dass ihr über Folgendes nachdenkt: Wenn ihr Gott treu seid und völlig Jesus Christus als Erlöser annehmt, wenn ihr Ihm euer Leben auf der Erde hingebt, dann verwandelt sich euer Tod in ewiges Leben und die Verdorbenheit wird in euch vernichtet. Das deshalb, weil Jesus dem, der die Macht des Todes hat, entgegengetreten ist und ihn endgültig besiegt hat: Luzifer. Der Herr des Lebens hat den Tod und die Verdorbenheit besiegt.

Zu Füßen des Kreuzes stand Maria, die Mutter Christi und der Menschheit, die neue Frau, die in sich schon die Unbeflecktheit gelebt hat, die Unverdorbenheit ist. Sie geht euch in die neue Schöpfung voraus, denn Sie ist schon neues Geschöpf, während ihr es noch werden müsst. Deshalb sind ihre Gegenwart und ihr Gebet im Leben eines jeden Menschen eine unerlässliche Voraussetzung, um Teil der neuen Schöpfung zu werden. Durch Sie wird die neue Menschheit hervorgebracht, die in sich die Unbeflecktheit Mariens trägt, ihren Glauben und ihre Fügsamkeit. Die Weihe an ihr Unbeflecktes Herz ist unerlässlich für euren Weg.

Jesus ist auferstanden. Seine Auferstehung ist nicht einfach ein Wunder, sondern die natürliche Offenbarung seiner Göttlichkeit, die in sich das Leben trägt, und seiner neuen Menschlichkeit, die keinen Tod kennt. Wenn ihr euch mit Christus vereint, werdet auch ihr neue Geschöpfe, die eines Tages in der neuen Schöpfung den Tod nicht mehr erfahren werden, da er keinerlei Macht mehr über sie haben wird. Aber schon jetzt könnt ihr den Sieg über den Tod spüren dank des Glaubens an Christus: Der Tod kann euch weder beunruhigen noch zerstören, denn ihr nehmt schon jetzt an der Verheißung Gottes teil, jener, eines Tages in der neuen Schöpfung zu sein. Ihr denkt nicht genug über die Auferstehung Jesu und ihre außergewöhnliche Kraft nach, die in eurem Leben wirkt!

Jesus Christus hat jedem Menschen guten Willens, der an Ihn glaubt, den Weg zur neuen Schöpfung hin geöffnet. Er wird am Ende der Zeiten zurückkehren, um seine Herde zu versammeln und sie endgültig in die neue Schöpfung einführen, während Er jene, die Luzifer dienen, ihrem Schicksal überlassen wird. In der neuen Schöpfung wird kein Platz für die Verdorbenheit sein; dort werden die Reinen des Herzens, die wahren Anbeter des Wahren Gottes eintreten.

Mit dieser Aussicht, was ist der Tod für all jene, die an den Dreieinen Gott glauben? Er ist zur gleichen Zeit ein schmerzhafter und großartiger Durchgang. Schmerzhaft, weil der Mensch in sich die Erinnerung und den Wunsch nach der verlorenen Unsterblichkeit aufbewahrt und den Tod ablehnt; denn nicht immer ist der Tod ein leichter Durchgang, und das wisst ihr gut, ihr von der Erde. Für viele von euch ist der Todeskampf die härteste Prüfung, die letzte Schlacht des Lebens. Das geschieht, weil ein Großteil eurer Menschheit Jesus Christus nicht angenommen hat und fortfährt, dem Geist des Bösen zu dienen, der den Tod wie seinen Stachel[3] verwendet, um euch zu quälen und euch von Gott zu entfernen. Wie viele Flüche auf dem Sterbebett, wie viele Anklagen Gott gegenüber! Dieser Gott, den ihr verflucht, ist Mensch geworden und für euch, an eurer Stelle gestorben, um aus dem Tod einen Durchgang zum Licht zu machen. Warum wollt ihr Ihn nicht annehmen? Warum hört ihr auf die Bosheit des Dämons, der euch Jesus als geschlagen präsentiert, während er derjenige ist, der geschlagen ist? Öffnet also die Augen und bekehrt euch!“

Unsere Gedanken über den Tod, das Leben und die Auferstehung finden zu einem Augenblick statt, an dem die Macht des auferstandenen Christus im Universum voranschreitet und von denen wahrgenommen werden kann, die den auferstandenen Christus annehmen. Gleichzeitig, und das sehen wir jeden Tag, schreiten auch die Zerstörung, der Tod und die Kriege voran. Wenn das so weitergeht erwarten uns noch schlimmere Dinge, daher haben unsere Gedanken zwei Ziele: vor allem, dass wir uns bemühen, dem auferstandenen Christus zu begegnen, an seiner Auferstehung, seiner Macht teilzunehmen und gleichzeitig in Ihm und durch Ihn dieser Menschheit eine Antwort zu geben, die sich windet. Die Menschheit der Erde ist alleine nicht dazu fähig, aus der Krise, den Kriegen und aus all dem herauszukommen, was Frucht der Verdorbenheit ist.

Es wurde gesagt, dass ein Stammvater notwendig war, der Gott wirklich treu und mit Ihm vereint war. Wir können nur dann Teil der neuen Generation, der Kinder Gottes werden, wenn wir in Christus vereint sind. Wir haben euch viele Beispiele von den treuen Schwestern und Brüdern gebracht, die mit Christus vereint sind und Ihm lebendig und auferstanden begegnen. Ihr Leben ist anders, erfüllt. Wir sind dazu aufgerufen, an der Vereinigung in Christus teilzunehmen, uns darin einzufügen und einen Dienst auszuführen, damit alles in Christus vereint wird.

An dieser Stelle setzt eine Behauptung des Heiligen Geistes an, die unserer Erfahrung nach auch den Großteil der Christen provoziert: „Wenn ihr Gott treu seid und Jesus Christus völlig als Erlöser annehmt, wenn ihr Ihm euer Leben auf der Erde hingebt, dann verwandelt sich euer Tod in ewiges Leben und die Verdorbenheit wird in euch vernichtet.“ Das Wort, das auch bei vielen Christen Anstoß erregt ist das Leben aufopfern. Wundert euch nicht, auch die Apostel in ihrer Schwachheit nahmen Anstoß daran, nicht an der Bosheit Judas‘, aber was bedeutet das Leben aufopfern, es hingeben? Überlegen wir anhand konkreter Beispiele: zwei junge Verlobte, die das Leben planen, welche Liebe wünschen sie sich? Die wahre Liebe, durch die sie sich einander hingeben, durch die sie dem anderen das Leben geben und einander die wahre Liebe mitteilen. Um diese Liebe für ein wahres Leben zu erreichen, müssen beide ihren Egoismus, ihre Berechnungen loslassen, den anderen auszunutzen zu wollen, die niedrigen Niveaus,… sie müssen sich hingeben. Oder nehmt das Beispiel zweier Freunde, wahrer Freunde. Wahre Freunde sind keine Freunde, die einander ausnutzen, sondern das Leben teilt sich mit. Der wahre Freund ist bereit, sein Leben für den Freund hinzugeben. Wir haben die Worte des Heiligen Geistes gehört: „Jesus Christus war dazu fähig, Gott so sehr zu lieben, dass Er sich selbst aufgeopfert hat; welch großer Unterschied verglichen mit den ersten Menschen!“ Gott kann mit seiner ganzen Allmacht unser Leben nicht durchdringen und erwecken, wenn wir dieses Leben nicht lieben und es nicht mit Gott, der die Quelle des Lebens ist, austauschen. Das Opfer des Lebens, die Hingabe ohne Berechnung, ohne Interesse ist die Voraussetzung dafür, dass das Leben Gottes in uns fließen kann. Was für eine Gnade, dass das Leben des auferstandenen Christus in uns und unter uns fließen kann!

Ohne diese Entscheidung geben die Christen auf die Krisen der Erde und der Menschheit keine Antwort; ohne diese Antwort ist Jesus Christus nicht einmal in der Eucharistie zu finden. Wenn man nur an einem Ritual teilnimmt und Jesus Christus als lebendige und auferstandene Person nicht findet, was findet man dann? Aus Gewohnheit, aus religiöser Oberflächlichkeit beten zu gehen ist weder Gott noch der Kinder Gottes würdig. Betrachtet euer Innerstes also gut: Ihr habt es nötig, dass Gott euch mit der Macht des auferstandenen Christus liebt und ihr werdet sie erfahren, wenn ihr Ihn so liebt, wie Er euch geliebt hat. Für uns auf der Erde ist es nicht einfach, wir sind beeinflusst und gerade deshalb wurde uns die Allerheiligste Mutter, Maria die Unbefleckte, geschenkt, die zu Füßen all unserer Kreuze steht und uns helfen will.

Diese Auferstehung also, die wir mit Christus in dieser Zeit leben möchten, möchte uns mit aller Macht zu unserer Umwandlung hinführen, um auf die Probleme der Erde die Antwort Christi zu geben, um die wahre Antwort zu geben, um den Blick der Menschen zu erheben und Gott und seine Liebe zu suchen. Betet, Schwestern und Brüder! Betet, um euch in dieser Liebe zu vereinen, um diese Liebe zu erfahren; betet und lernt zu beten, sucht den auferstandenen Christus.

Ich möchte, dass ihr uns auch eure Wünsche bezüglich der Themen auf diesem Weg mitteilen könnt, der für euch wichtig ist. Wir werden die zu diesem Programm passenden Themen abwägen. Wir beschäftigen uns nicht mit Ufologie, Diskussionen, noch bekämpfen wir Personen, die nicht glauben, sondern wir möchten euch helfen und euch den Weg zeigen. Es gibt Menschen, die dem auferstandenen Christus begegnet sind; es gibt Zellen, die dem auferstandenen Christus begegnet sind; es gibt Zellen von Jugendlichen, von Erwachsenen, es gibt Personen, mit denen ihr euch austauschen könnt – es gibt bereits ein neues Volk in der Welt, das diesem Weg innerhalb der Kirche folgt. Ich möchte gerne, dass sich dieser Austausch, diese Gemeinschaft unter allen entfaltet.

Beginnen wir zu beten. Beten heißt auch bereuen. Was bereuen? Es sind zweitausend Jahre vergangen, seit Jesus Christus auferstanden ist. Haben wir diese Macht in uns ausgenutzt? Sind wir uns dessen bewusst, dass wir den Samen der Auferstehung, diese Macht in uns tragen, die den Tod besiegt? Wie viel Potential! Ich sage euch, dass in der Auferstehung Christi alle Lösungen und alle Heilmittel für unser Leben zu finden sind. Betet also. Vielleicht wird jemand von euch sagen: ich weiß nicht, wie man betet – das gibt es nicht. Wenn ihr durstig seid, sucht ihr Wasser; wenn ihr hungrig seid, sucht ihr etwas zu essen; wenn ihr alleine seid, sucht ihr nach jemandem. Es ist nicht möglich, dass der Mensch nicht weiß, wie man betet. Gott möchte uns begegnen, Gott möchte uns das Leben mitteilen, fangt also an, lest die Bücher, sprecht mit Ihm: sende uns Menschen, sende uns die Engel, schenke uns die Gnade, schenke uns Zeichen, wir möchten Dir begegnen, wie die Apostel Dir begegnet sind.

Ich senge euch, damit der auferstandene Christus unter euch sei. Ich segne euch, damit auch ihr eure Herzen dem auferstandenen Christus öffnet.

O auferstandener Herr, Du kennst uns Menschen der Erde gut. Was hast Du alles durch uns erlitten: die ganze Erbsünde, aber auch die Sünde Dich abgelehnt zu haben, auch die Sünde von uns Christen, die wir Dich oberflächlich suchen – entferne Dich nicht von uns, komm uns zu Hilfe. Du, der Du durch die verschlossene Türe gekommen bist, um den Aposteln zu begegnen, finde einen Weg, um durch unsere Verschlossenheit hindurchzugehen und unser Herz zu berühren. Es gibt viele Menschen guten Willens, die verirrt und getäuscht sind, die mitgerissen wurden – hilf uns, Herr Jesus, hilf der Menschheit der Erde, hilf der Menschheit des ganzen Universums, hilf allen Geschöpfen.

Ich segne euch, in Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Diese Botschaft wurde am 1. April 2012 auf http://unterwegszurneuenschoepfung.org veröffentlicht.

[2] s. Fußnote 1

[3] Vgl. 1 Kor 15,55-58

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