Kirche Jesu Christi des Universums – Bitte um den Frieden

Kirche Jesu Christi des Universums

von Mauro

(übersetztes Audio)

Medjugorje, Samstag 15.10.2022 – 28. Woche im Jahreskreis – Lesejahr II

Heilige Theresia von Jesus, Ordensfrau und Kirchenlehrerin

Tageslesungen: Eph 1, 15-23; Ps 8; Lk 12, 8-12

Einführung

Wir haben den Herrn gebeten, aus uns Werkzeuge seines Friedens zu machen. Wir haben vergeben. Es kostet zu vergeben. Zu vergeben, wenn wir wirklich vergeben haben, kostet, sogar soweit, bis es Schmerzen verursacht und dieser Schmerz wird zur Miterlösung. Der erste Schritt, um in gewissen Situationen vergeben zu können – auch uns selbst – verlangt einen Gewaltakt unserem Ich gegenüber, einen Gewaltakt unserem Wesen gegenüber, das hingegen Recht haben möchte, das tausend Gründe hat, weshalb wir nicht vergeben sollen, das tausend Gründe hat zu sagen: „Ich habe genug getan, mehr geht nicht. Ich habe schon viel getan, jetzt liegt es an ihm.“

Die Vergebung, von der der Heilige Franz von Assisi spricht und um die es heute geht – ich sage es noch einmal –, verursacht Schmerz, wendet sich gegen unser Ich, aber sie ist Werkzeug des Friedens. Mutter Teresa, als sie für ihre Armen bat, akzeptierte nichts, das dem, der geben wollte, keinen Schmerz verursacht hätte. Sie wollte kein Geld, außer dieses verursachte Schmerz in jenen, die es gaben. Wie ist das gemeint? Sie sagte: „Ihr müsst den Armen aus Liebe geben, aber ihr müsst euch von etwas lösen, das euch etwas kostet, worauf ihr nie verzichten würdet, um nichts auf der Welt. Ihr tut es nur aus Liebe zu Gott. Diesen Schmerz möchte ich.“ Das Gleiche gilt für die Vergebung.

Wir haben in diesen Tagen von der Miterlösung gesprochen. Ohne Schmerz gibt es keine Miterlösung, da sie bedeutet, über die menschliche Natur hinauszugehen. Für den Menschen ist es unmöglich, denkt immer daran, aber für Gott ist nichts unmöglich. Wir fangen an, in diese Sphäre einzutreten. Haben wir diesen ersten Schritt getan, wo es schmerzt, erhalten vor allem wir Frieden, wir werden frei. Sei es in Bezug auf die Vergebung, sei es in Bezug auf ein Geschenk, das wir machen können und an dem unser Herz hängt, kaum haben wir den Schritt getan, werden wir ein freier Mensch und in diese Freiheit legt Gott seine Gnade, in diese Freiheit legt Er seinen Geist und erfüllt diesen Raum mit seiner Macht.

Halten wir noch einen Augenblick inne, um dem Universum, um der Welt diese Vergebung mitzuteilen und dann singen wir das „Gloria“.

Gedanken

Der Heilige Paulus bedankt sich heute bei jedem von uns und betet für uns[1]. Wenn er sagt: «Ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn gehört. Ich denke in meinen Gebeten immer an euch», dann glaube ich, dass er an jeden einzelnen von uns denkt. Der Heilige Paulus ist an unserer Seite, er umgibt uns wie es die ganze Kirche tut. Einige Heilige, insbesondere der Heilige Franz von Assisi, die Heilige Klara, wurden uns als Schutzheilige geschenkt, aber ich glaube, dass uns der Heilige Paulus in dieser Dimension des Neuen, der Wahrheit, die wir öffnen, sehr nahe ist, da er diese Dimension selbst erlebt hat. Er hat sie in Bezug auf die Juden und auch auf die ersten Christen erlebt. Er selbst wurde von den ersten Christen etwas aufgehalten und hat Widerstand hervorgerufen.

Heute betet er also für uns. Er sagt: «Ich bete, damit ihr die Größe eurer Berufung vollkommen verstehen könnt.» Ich denke, das ist etwas, worum wir uns immer bemühen müssen. Unsere besondere Berufung, dort, wo wir als Stiftung, als Kirche positioniert sind, ist von einer Unermesslichkeit, die uns wahrhaft übersteigt. Wir benötigen also jemanden wie den Heiligen Paulus, der uns hilft zu verstehen. Er hilft uns, uns zu weiten, nicht in unseren Schubladen, auch in jenen spirituellen, verschlossen zu bleiben.

Ich möchte heute mit euch Gott danken, Gott danken, dass Er uns verwenden möchte. Ich möchte Jesus danken, dass Er uns für bereit angesehen hat, seinen Hilferuf zu hören: „Geht nach Medjugorje und bittet um den Frieden.“ Ich möchte Ihm danken. Danken, denn als Mitarbeiter Jesu auserwählt zu werden ist viel mehr, als von einem Mächtigen dieser Erde ausgewählt zu werden. Er hat uns für würdig erachtet. Er wusste und weiß, dass wir kommen würden, dass wir beten würden, dass wir von Maria, der Miterlöserin sprechen würden. Er wusste, dass unser Gebet vereint mit dem von Maria, das Herz des Vaters öffnen würde: das Gebet eines Volkes. Ich möchte Ihm danken, weil Er uns als Freunde behandelt hat[2], weil Er uns sein Herz geöffnet hat. Er hat nicht in Gleichnissen zu uns gesprochen, Er hat uns das Herz geöffnet. Und in diesem Augenblick hat Er gesagt: „Diese Erde ist mir eine Last, ich bin ihrer müde und sie verursacht mir Übelkeit“, aber Er hat das einem Freund gesagt, Er hat es Freunden gesagt nicht Fremden. Und ich bitte euch, diese Worte auf diese Weise anzunehmen: als Freunde Gottes. Ich bitte euch, die Worte, die Er den Aposteln sagte, als sie von ihrer ersten Sendung zurückkamen, als an uns gerichtete Worte zu verstehen. Sie freuten sich über die Wunder, die sie getan hatten, über Satan, der gewichen war, und Er sagte zu ihnen: «Freut euch, denn eure Namen sind im Himmel verzeichnet.»[3] Bezieht diese Worte auf euch. Er behandelt uns wie Freunde.

Einem Freund gegenüber fühlt man sich auch frei, ihn zu ermahnen. Einem Freund, dem man vertraut, mit dem man in Gemeinschaft lebt, kann man auch sagen: „Wach auf, so geht das nicht“, aber das sagt man einem Freund. Verzeiht, wenn ich darauf beharre, aber Jesus spricht auf diese Weise mit uns! Wie zu einem Freund, und wenn wir diese Freundschaft erwidern, können wir nichts ablehnen. Wenn dieser Freund noch dazu Jesus ist, wie könnten wir nein sagen?

Wir bitten heute Abend für das ganze Universum. Wir bitten um den Frieden für die Erde, was bedeutet, auch für das ganze Universum, denn Jesus hat immer gesagt: „Der Zustand der Erde wirkt sich auf das ganze Universum aus. Der Mangel an Frieden hier ist eine Tragödie für das ganze Untere Universum.“

Unsere Vergebung zu Beginn hat dazu beigetragen, dass die Anzahl der Seelen, die jetzt um den Frieden bittet, zugenommen hat, wir sind mehr geworden. All das, was wir in dieser Woche getan haben, hat Folgendes bewirkt: Die Kirche hat sich ausgedehnt, sie ist größer geworden. Ich bin sicher, durch eure, durch unsere Vergebung ist auch jemand vom Feind ins Wanken geraten. Dadurch, dass er die Vergebung angenommen hat, ist er erschüttert worden. Es wird für ihn nicht mehr so einfach sein, böse zu sein und zersetzende Energie zu verursachen. Unsere Liebe berührt ihn, stellt ihn in Frage und blockiert ihn. Als ich von jener Mauer aus Schweigen gesprochen habe, meinte ich diese Liebe, diese Vergebung, die diese Mauer darstellt. Sie blockiert ihn. Auf diese Weise werden die Kriege beendet.

Das Evangelium sagt: «Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor den Engeln bekennen.»[4] Wir haben uns zu Jesus bekannt, wir haben uns zu Maria, der Miterlöserin bekannt und, wie ich heute Morgen gesagt habe, Teil unseres Miterlöser-Seins ist es gerade, uns auch dann zu Ihnen zu bekennen, wenn es uns kostet. Teil unserer Identität ist es, Kinder von Maria, der Miterlöserin zu sein, der Kirche Jesu Christi des Universums anzugehören, dieses Zeichen[5] zu tragen, das darüber Zeugnis ablegt, koste es, was es wolle. Wenn wir angenommen werden, freuen wir uns. Wir sind allen gegenüber offen, aber das sind wir, mit dem Zeichen und mit allem, was wir überbringen. Wir wollen uns nicht aufdrängen, aber auch unsere Identität nicht verlieren, um jemanden aufzunehmen. Wenn wir unsere Identität verlieren, sagt Jesus: «Ich werde euch vor den Engeln verleugnen.»

Das Evangelium sagt auch weiter: «Macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Das ist Aufgabe des Heiligen Geistes, der euch in der gleichen Stunde vor jeder Autorität eingeben wird, was ihr sagen müsst.» Denkt nicht nur an Autoritäten, an Verfolgungen oder sonstiges Großes: vor allen, vor jedem Menschen, in jeder Situation werdet ihr die richtigen Worte finden und nicht nur Worte, sondern die richtige Haltung.

Auf diese Weise bitten wir um den Frieden, als Volk, als Kinder von Maria, von Maria, der Miterlöserin. Das können wir geben. Überlassen wir es Maria, uns vorzustellen, Sie weiß wie.

Gebet

O Vater, wir kommen heute zu Dir im Namen Jesu, im Namen der Allerheiligsten Jungfrau Maria. Wir kommen, weil Sie uns gerufen haben. Wir kommen, weil Sie uns ausgewählt haben, wir kommen, weil wir uns von Ihnen geliebt und angenommen fühlen, weil Sie uns vergeben haben. Wir fühlen uns Ihnen vertraut. Durch Sie fühlen wir uns als Vertraute Gottes, als Deine Vertrauten, o Vater. Durch Sie spüren wir deine Vaterschaft, deine Güte, deine unendliche Liebe und kommen, um Dich um den Frieden zu bitten, um den Frieden für diese Menschheit.

Dona, dona nobis pacem…

O Vater, wir können nur uns selbst darbringen. Wir kommen zu dir, so wie wir sind. Wir können Dir als Gabe all unsere Grenzen darbringen, wir können Dir als Gabe unseren Wunsch darbringen, eins mit Dir zu sein; Dir als Gabe unseren Gedanken darbringen im Bewusstsein, dass er noch weit entfernt von deinem ist. Wir bringen Dir als Gabe deine eigene Liebe dar.

Du, o Vater, hast uns erschaffen, Du hast uns zuerst geliebt. Du hast uns Jesus Christus geschenkt, Du hast uns Maria geschenkt und unendlich viele Gaben. Du hast uns das Leben geschenkt und möchtest, dass wir zu Dir zurückzukehren. Wir glauben daran und als Gabe bringen wir Dir uns selbst dar. Wir bringen Dir, o Vater, alle Kleinen dieser Erde. Wir bringen Dir alle abgetriebenen Kinder. Wir bringen Dir alle jene Kinder, die die Boshaftigkeit dieser Welt erfahren haben, jene, die als Embryos eingefroren sind, die abgelehnt und weggeworfen wurden. Wir bringen Dir alle Kleinen dieser Menschheit, die abgelehnt wurden, weil sie für diese Welt nichts zählen, die Armen, die Kranken, die Alten. Alles, was die Welt ablehnt, möchten wir Dir übergeben.

Wir möchten Dir auch all das Leiden bringen, das die Welt hervorbringt. Das Leiden, das der Krieg, die Hungersnöte hervorbringt, das die Mächtigen hervorbringen, weil sie nur an sich selbst denken. Wir erheben zu Dir jeden physischen, spirituellen und moralischen Schmerz, alle mentalen Beschwerden, alle furchtbaren Zuständen, von denen diese Erde voll ist. Wir möchten auch all das Blut zu Dir erheben, das Blut der Märtyrer dieser Zeit, das Blut jener, die einen gewaltsamen Tod in den Kriegen oder auch in familiären Situationen erlitten haben; all das Blut, das im Namen des Wohlstands und des Geldes vergossen wurde. Auch das Blut, das auf den Altären Luzifers aufgeopfert wird, möchten wir entreißen und zu Dir bringen.

Dona, dona nobis pacem…

Nimm, o Vater, auch all das Gute an, das im Stillen auf dieser Erde getan wird, alle Menschen guten Willens, die in vielen Religionen und in vielen Situationen verborgen sind. Nimm all das Gute deiner Werkzeuge an, von jenen außergewöhnlichen, die uns den Weg öffnen und auch von jenen gewöhnlichen, wie deinem Volk, die in der Stille beten und sich aufopfern. All das möchten wir Dir durch das Unbefleckte Herz Mariens, durch das glühende Herz des Heiligen Josef und durch das Allerheiligste Herz Jesu übergeben.

Wir möchten, dass sich all das von diesem Altar, der das Herz Marias darstellt, erheben möge, damit von diesem Altar aus unser Leben, vereint mit all dem, eins wird mit Jesus, damit auch wir zur Liebe werden, die im Frieden aufgeopfert wird.

Dona, dona nobis pacem…

Wir danken Dir, o Vater, weil wir sicher sind, dass Du uns annimmst, weil wir sicher sind, dass selbst deine Gerechtigkeit Liebe ist. Wir fürchten uns nicht, weil wir wissen, dass wir in deinen Händen sind und weil nichts deinen Händen entrissen werden kann. Und wir wissen, dass dieser Plan, das ganze Universum in Christus zu vereinen, zur Vollendung gelangen wird. Danke.

Dona, dona nobis pacem…

Und heute, o Vater, Gott, der Allmächtige, nimm dieses Brot und diesen Wein, die wir Dir darbringen und die Du uns geschenkt hast, nimm unser Leben, unsere Opfer, unsere Mühen, unsere Schmerzen und die Freuden unseres Lebens an. Nimm das ganze Volk an, das wir Dir dargebracht haben.

Segen

Dein Segen, o Herr, überbringe dem ganzen Universum den Frieden, er überbringe ihn hierher, auf die Erde. Dein Segen überbringe den Wunsch nach Frieden deiner ganzen Kirche, überbringe all unsere Gebete und all unsere Liebe. Dein Segen erfülle sich mit der Kraft der Engel, der Erzengel und aller außergewöhnlichen Werkzeuge. Dein Segen erreiche jene, die den Frieden suchen und schleudere jene in den Schwefelsee, die den Frieden nicht wollen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Eph 1, 15-23

[2] Vgl. Joh 15, 14-17

[3] Vgl. Lk 10, 17-24

[4] Vgl. Lk 12, 8-12

[5] Bezüglich des Zeichens verweisen wir auf die Rubrik „Das Zeichen ist ein Kreuz…“ auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org