Gedanken – „Feiern wir gemeinsam die liturgischen Ereignisse“

von Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. Dezember 2020

Liebe Schwestern und Brüder, das Thema unserer Gedanken an diesem Abend lautet: „Feiern wir gemeinsam die liturgischen Ereignisse“. Wir feiern den zweiten Adventsonntag, mit dem wir in das messianische Jahr eingeführt werden, dem kommenden Jahr, das Jesus Christus, König des Universums geweiht ist.

In der ersten Lesung verkündet der Prophet Jesaja[1] messianische Zeiten. Die messianischen Zeiten beziehen sich auf Augenblicke, die sehr nahe am Menschen sind, in seinem Alltag; sie beziehen sich aber gleichzeitig auf die Zeiten der Vollendung in der Fülle, im eschatologischen Sinn[2]. Das Evangelium nach Markus[3] weist auf den Propheten Johannes den Täufer hin, der seinerseits dazu aufruft, den Weg für den Messias vorzubereiten und sagt, dass der Messias mit der Macht des Heiligen Geistes tauft. Der Heilige Petrus lädt uns in der zweiten Lesung, die wir lesen[4], dazu ein, uns auf die messianische Zeit vorzubereiten. Er weist auf die Vollendung in der neuen Schöpfung hin und ruft uns dazu auf, mit Heiligkeit und wahrer Hingabe teilzunehmen, um die Zeiten zu beschleunigen, damit sich alles erfüllen möge, was Gott verspochen hat. In diesem Sinn feiern wir also diese Ereignisse, die uns zur neuen Schöpfung führen.

Wie ihr wisst, feiern wir nächste Woche, am Montagabend, die Vigilfeier zur Unbefleckten Empfängnis und weihen das ganze Universum der Mutter und Königin des Universums, sowie Christus, dem König des Universums und bringen unser Leben ihren Intentionen gemäß dar[5]. An Maria Empfängnis werden wir uns dem Heiligen Geist weihen, damit uns der Heilige Geist im messianischen Jahr führen möge[6]. Versuchen wir also, diesen Schritt zu verstehen.

In der letzten Botschaft, die uns Jesus geschenkt hat, „Seid bereit für die Schlacht“ vom 21. November dieses Jahres[7], sagte Jesus: „Mein und euer Vater möchte, dass das kommende Jahr 2021 völlig mir geweiht sei, dem Sohn Gottes und König des Universums, der ich bin. Dass meine Kirche des ganzen Universums, die auf der Erde gegenwärtig ist, mir jeden Tag des kommenden Jahres weiht und dass mir jedes Mitglied jeden Augenblick seines Lebens weiht. Auf diese Weise werde ich in meiner Kirche regieren und durch euch das Reich Gottes offenbaren.“.

Das nächste Jahr wird das messianische Jahr sein, wie es in der Vergangenheit im Alten Testament, von den Propheten des Alten Testaments verkündet wurde. Die Gnaden, die der Messias schenkte, berührten bereits jene Zeiten und führten zur neuen Schöpfung hin. In jenen Zeiten waren die Früchte der Gnade sichtbar, die bereits vor dem Kommen des Messias geschenkt wurde; es waren Zeichen sichtbar, aber es war eine Antwort des Volkes notwendig. Jesus wird also im nächsten Jahr all das wieder aufnehmen, was nach den Aposteln stehengeblieben ist. Auch die Evangelisierung des ganzen Universums blieb stehen und die Macht des Heiligen Geistes schwächte sich ab, weil sich die Christen allmählich vom Geist Gottes lösten. Insbesondere die Gemeinschaft in der Kirche löste sich vom Geist Gottes. Im nächsten Jahr wird Jesus mit ganzer Macht jenes ursprüngliche Programm der Kirche wieder aufnehmen und dieses Mal wird Er es zur Vollendung bringen. Das nächste Jahr wird der Beginn dieses Prozesses sein.

Jesus sagt: Ich werde mit der Macht des Heiligen Geistes tiefgehend in meiner Kirche des ganzen Universums wirken. Im kommenden Jahr werde ich auf besondere Weise in dieser Kirche der Erde gegenwärtig sein. In ihr werde ich meine Macht als König und Herr offenbaren“, und Er fügt hinzu, Sie wird mit dem Heiligen Erzengel Michael an der Spitze siegreich vorrücken, mit der Macht des Glaubens und der Wunder.“

Jesus wird mit der Macht des Heiligen Geistes wirken, sozusagen mit der Allmacht des Heiligen Geistes, die in Ihm ist, weil Er im Heiligen Geist mit dem Vater eins ist. Was können wir nächstes Jahr erwarten? In der Botschaft wird bereits darauf hingewiesen: Meine königliche Macht wird das globale System erschüttern, das Luzifer und seine Anhänger über Jahrhunderte erarbeitet haben, um diese Welt zu beherrschen. Die falschen Sicherheiten vieler Menschen, die falschen Doktrinen und die falsche Wissenschaft werden zusammenbrechen.“ Und es gibt eine andere Kategorie von Menschen: Die Menschen, die Gott nicht lieben, die Oberflächlichen und Gleichgültigen, […] werden dem Schicksal der Welt folgen.“ Was sagt uns das also? Dieser Schritt sagt uns, dass der Heilige Geist still in jedem Gläubigen und in der Kirche des ganzen Universums handeln wird, insbesondere in seiner Kirche auf der Erde, um das Leben in jedem Einzelnen und in allen gemeinsam zu erwecken.

Dieses Erwecken hat insbesondere zwei Aspekte: Der Heilige Geist berührt mit Macht unsere Schwächen, jene Aspekte in uns, die verwundet sind, unsere Sünden, aber Er berührt uns mit einer Liebe, die keine Schuld zuweist, damit wir alles sehen und uns von allem befreien können, was uns verbittert, was uns von Gott entfernt hat und uns daran hindert, mit Schwung auf Gott, auf die neue Schöpfung zuzugehen. Es ist kein strafender, sondern ein väterlicher, geschwisterlicher Akt, der uns zurückholen und in die neue Schöpfung bringen möchte. Der zweite Aspekt ist: Wenn wir offen sind, wird Gott unsere Schritte immer mit der Macht des Heiligen Geistes und mit Zeichen bestätigen, an denen es im nächsten Jahr nicht mangeln wird. Der dritte Aspekt ist, dass uns der Heilige Geist von der Wurzel aus erweckt und uns zur Vollendung führt.

Wir können all das nur wahrnehmen, wenn wir die Heuchelei loslassen, wenn unsere Liebe die Liebe Gottes wahrnimmt, wenn wir nicht von vielen Dingen, vielen Ideen, vielen Frömmigkeitsformen eingenommen sind, die uns von der Liebe Gottes ablenken, denn die Liebe muss geliebt werden. Wenn wir Gott lieben, der das Höchstmaß an Gutem, die Höchste Liebe ist, dann öffnet sich in uns der Weg des Vertrauens in Gott, der Hoffnung in Gott und wir werden innerlich wiedergeboren. Jene, die sich Gott widersetzen oder Ihm gegenüber gleichgültig sind, können diesen Prozess in uns nicht wahrnehmen. Seht, wir sind also an einer sehr feinen Trennung angelangt. Ich würde sagen, wir erreichen Zeiten, in denen die Menschheit, die Gott ablehnt und vom Heiligen Geist berührt wird, den Heiligen Geist aber ablehnt, die Sünde gegen den Heiligen Geist begeht, für die es keine Wiedergutmachung mehr gibt. Wir müssen für diese Zeiten sehr wachsam sein, damit uns unsere Offenheit für den Heiligen Geist reinigt, damit uns das Feuer des Heiligen Geistes reinigt und in uns ein freies und makelloses Gewissen formt. Damit in uns keine Angst wegen unserer Schwächen herrschst, sondern damit wir unsere Schwächen der Güte Gottes unterwerfen, die unweigerlich durch den Messias geht, den Sohn Gottes, den Erlöser, und Er verherrlicht sich, um uns zu helfen, nicht, um uns zu verdammen, sondern um uns zurückzuholen.

In diese Richtung müssen wir unterwegs sein, insbesondere in dieser Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, auf das kommende Jahr. Wir müssen uns von der Angst vor Gott befreien, da wir schwach sind. Wir müssen uns von der Schuldzuweisung uns selbst und anderen gegenüber befreien, offen dafür, dass der Heilige Geist ungehindert in uns wirken kann und ohne uns um jene zu sorgen, die den Heiligen Geist ablehnen. Der Heilige Geist wird still, aber machtvoll in uns wirken zugunsten all jener, die zurückgeholt werden müssen.

All das wird in der Menschheit der Erde geschehen, aber alles wird in Der beginnen, die Unbefleckt und Mutter der Menschheit ist, Jene, die den Sohn Gottes angenommen hat, durch Sie und in Ihr, zugunsten der ganzen Menschheit. So, wie sich ihr Mensch-Sein aufrichtig, unbefleckt und makellos Gott Vater hingegeben hat, das von der Macht des Heiligen Geistes befruchtet wurde und unserer Menschheit das Wort Gottes, Christus geschenkt hat, so wird die ganze Menschheit der Erde, die im Heiligen Geist Christus angehören und die Menschheit für Ihn öffnen und sie Ihm darbringen wird, die Verheißungen erreichen. Die Verheißungen werden, wie von Christus angekündigt, vollkommen verwirklicht werden.

Konzentrieren wir uns also auf uns. Gemeinsam mit der Unbefleckten Muttergottes und durch Sie geben wir uns Jesus hin, ohne Bedingungen, mit dem Wunsch, die Fülle zu erreichen und indem wir alle Sorgen beiseitelassen, die die Welt hervorruft. Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt[8]. Wir gehen die Wege der Welt und müssen uns auf ehrliche Weise verhalten, als ehrliche Bürger, aber unser Geist ist bei Christus, und für Christus und in Christus erhebt er sich im Heiligen Geist zum Vater. Wenn wir auf diese Weise offen sind, spüren wir in uns eine Sicherheit, eine wahre Sicherheit, die Gott schenkt und die Verwirrung und die Prüfungen, die zunehmen werden, beunruhigen uns nicht zu sehr. Sie werden zunehmen, weil die Menschheit gespalten werden muss, da die Menschheit nicht mehr so weitermachen kann.

In diesem Sinn lade ich euch alle ein, das ganze Universum zu weihen, selbstverständlich indem wir uns selbst mit Hilfe der ganzen Kirche des gesamten Universums der Mutter und Königin des Universums und Christus, dem König des Universums weihen. Und indem wir unser Leben darbringen, damit all das verwirklicht werden möge, was Jesus verwirklichen möchte, damit jede Seele, jeder Mensch, alle, die guten Willens sind und jedes Geschöpf in Ihm vereint seien, damit sich im nächsten Jahr seine Herrlichkeit auf der Erde zeigen und eine machtvolle Wende für die ganze Menschheit des Universums beginnen möge.

Ich segne euch für dieses Fest, damit ihr der Allerheiligsten Jungfrau Maria, dem Heiligen Geist geweiht seid und damit euer Geist, eure Seele und euer Körper jene Macht spüren können, die durch den Heiligen Geist vom Vater kommt durch den Sohn. Diese Macht heile euch von euren Unsicherheiten, von den Sorgen, den Spannungen, den psychischen und physischen Krankheiten und den Beschwerden, an denen ihr leidet. Ich segne euch, damit in euch der Friede Christi sei, und mit dem Frieden Christi schenkt dem ganzen Universum Frieden, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Jes 40, 1-5.9-11

[2] Auf die Endzeit, die letzten Zeiten bezogen (Anm.d.Ü.)

[3] Vgl. Mk 1, 1-8

[4] Vgl. 2Petr 3, 8-14

[5] Siehe Weihegebete, die auf unserer Webseite https://unterwegszurneuenschoepfung.org in der Rubrik „Weihegebete und Gebete“ veröffentlicht wurden.

[6] Siehe vorhergehende Fußnote

[7] Veröffentlicht auf unserer Webseite https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[8] Vgl. Joh 17, 14