Gedanken – „An der Eucharistie teilnehmen“

von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. September 2020

Tomislav Vlašić: Liebe Schwestern und Brüder, auf unserem liturgischen Weg mit der ganzen Kirche des ganzen Universums, bei dem wir an der Himmlischen Liturgie teilnehmen, sind wir in dieser Zeit zu einer Qualität aufgerufen, wie sie von Anfang der Kirche an hätte sein sollen und in diesen Zeiten, die die glorreiche Wiederkehr Christi vorbereiten, muss alles in der Kirche verwirklicht werden.

Die Ereignisse, die ihr erlebt, die wir alle erleben, zwingen uns dazu, uns Fragen zu stellen, wie wir die Probleme lösen können. Es reicht, sich die Nachrichten anzusehen – Sorgen bezüglich der Schule, Verwirrung in der Politik, in der Gesellschaft – der Blick in die Zukunft ist nicht ungetrübt. Niemand ist sicher, weder die Mächtigen noch die Kleinen. Und wir sind aufgerufen, mit diesen Ereignissen an der Liturgie teilzunehmen.

Es gibt zwei Aspekte unserer Liturgie, der Teilnahme an der Liturgie, die wir, während wir weitergehen, in diesem Zeitabschnitt vertiefen möchten: das sind unsere Teilnahme an der Eucharistie und unsere Teilnahme an der universalen Gemeinschaft. Beide Aspekte können wir leben indem wir die Eucharistie feiern, denn das ganze Universum ist auf die Erde konzentriert, auf unsere Feier der Eucharistie.

Wir überbringen nichts Neues, Merkwürdiges. Wie wir oft gesagt haben, überbringen wir das, was die Kirche zu jeder Zeit hätte leben sollen und leben muss. Jetzt ist es zwingend: wer in die neue Schöpfung eintreten möchte, muss an dieser Liturgie teilnehmen und die Gnaden erhalten, die durch diese Liturgie gehen.

Das Thema des 24. Sonntags des Jahreskreises, Lesejahr A ist die Vergebung[1], siebzigmal siebenmal vergeben. Wer kann siebzigmal siebenmal vergeben? Niemand. Nur Jesus Christus schenkt uns die Gnade zu vergeben. Aber wir müssen an dieser Gnade teilnehmen und verstehen, dass es nicht, in erster Linie etwas ist, was wir dem anderen geben, sondern etwas, das in uns, in unserem Innersten entsteht, eine Frucht des Heiligen Geistes.

Alles, was wir in der ersten Lesung aus dem Buch Jesus Sirach gelesen haben, müssen wir verstehen: «Groll und Zorn, auch diese sind Gräuel und ein sündiger Mann hält an ihnen fest.», Groll und Zorn,… Wenn wir innerlich nicht vergeben, dann entfernen wir dieses Gift nicht, das in uns ist, wir befreien uns nicht davon. Die Vergebung, die Fähigkeit zu vergeben ist also eine Macht, ein machtvolles Wirken des Dreieinigen Gottes durch Jesus Christus im Heiligen Geist, um uns dazu zu bringen, aufzuerstehen, geheilt und fähig zu werden, gute Früchte zu tragen. Das ist die Mission der Kirche in diesen Zeiten und in diesen Zeiten, in denen wir so bedeutsame, eindrückliche Ereignisse sehen, sind wir aufgerufen mitzuwirken, diese Ereignisse mitzutragen und durch unsere eucharistische Teilnahme das Heil zu bringen.

In der Botschaft des Heiligen Apostels Johannes vom 11. Juni dieses Jahres[2] sagt der Apostel: In jeder Heiligen Messe opfert ihr die Ereignisse auf und nehmt sie vorweg, denn im Opfer Jesu wird alles, was war, was ist und was sein wird verzehrt. Das Böse wird verzehrt und dem Dämon die Kraft entzogen. Deshalb hasst Luzifer die Eucharistie und hat immer auf jede Weise versucht, sie zu entweihen.“ Das Christentum kennt theoretisch und auch rituell den Ursprung unseres Übels: die Erbsünde. Aber leider ist der Großteil der Christen oberflächlich geworden. Mit der Taufe des Kindes glauben sie, dass alles ausgelöscht ist. Es wurde die Gnade geschenkt, dass durch die lebendige Teilnahme an Christus, Er in unsere Tiefen hinabsteigt, alles, was krank ist, berührt und heilt und alles, was vergraben und nicht lebendig ist zur Auferstehung bringt. Jesus Christus ist es, der uns vom Tod befreit und die Ereignisse der Geschichte in uns tilgt.

Wir haben auf der Erde viel Erfahrung über die Erfolge der Zivilisationen. Alle gingen, als sie zum Gipfel gelangten, unter. Was lehrt uns diese Epidemie? Vor einigen Tagen sagte ein Arzt: „Was können wir Ärzte sagen? Wir müssen sagen, dass wir nichts wissen, dass wir aufpassen und das Beste tun müssen. Wir kennen uns hier nicht aus.“ Unabhängig davon, die Ursache dieser Epidemie zu suchen, kennen wir die Arznei: die Teilnahme am Werk Dessen, der den Tod besiegt hat, die Ursache der Verdorbenheit, der Luzifer besiegt hat, der die Dämonen verdammt und all jene, die Luzifer angehören, vom Volk getrennt hat. Und indem Er all jene, die auf lebendige Weise teilnehmen, befreit, öffnet Er der Menschheit die Zukunft. Würde die ganze Kirche, alle christlichen Konfessionen auf der Erde an der Eucharistie teilnehmen, wie Jesus Christus am Werk des Vaters als Mensch teilgenommen hat, dann würde sich die Erde schnell ändern.

Der Apostel Johannes sagt: „Er kennt die Macht dieses Sakramentes und die Kraft der Teilnahme des Volkes am eucharistischen Opfer. Eure Teilnahme ist die einzige Möglichkeit, die ihr habt, um das Böse zu besiegen. Ohne die Hilfe Jesu, der durch die Eucharistie physisch in euch eintritt, hättet ihr keine Möglichkeit, diese schreckliche, trockene Wüste voller Schlangen und Skorpione zu durchqueren, die das Leben auf der Erde ist. Welche Hilfe hättet ihr ohne die Eucharistie?“ Und er fügt hinzu: „Ohne die wahre Teilnahme des Priesters und des Volkes am Opfer Christi kann die Eucharistie ihre Wirkung nicht vollkommen entfalten“, was für jedes Sakrament gilt. Die Frage, die sich also jeder von uns stellen müsste: Jene, die an der sonntäglichen Eucharistie teilnehmen – sprechen wir von jenen Christen, die die Eucharistie zu sich nehmen – sind sie verändert, wenn sie nach Hause gehen? Sieht man die Pfarrmitglieder verändert nach Hause gehen? Fühlen sie sich fähig, siebzigmal siebenmal zu vergeben, das Böse zu besiegen, indem sie das Gute tun, Christus bis in den Tod treu zu sein, um immer in dem Geist zu sein, der sie mit Christus vereint und durch Ihn mit dem Vater, im allmächtigen Geist, der belebt?

Diese Frage stelle ich euch allen, die ihr zuhört. Ihr wollt verstehen, aber es reicht nicht nur zuzuhören, sondern ihr müsst euch in Bewegung setzen. Jeder von euch kann sich mit kleinen Schritten in Bewegung setzen, um umgewandelt zu werden, sonst ändert ihr euch nicht und ihr könnt nichts ändern, weil ihr nicht an der Allmacht Christi teilnehmt. Die Frage ist auch: habt ihr diesen Weg verstanden, über den wir gepredigt haben, dass die Kirche, die vom Himmel herabkommt, bis in die Unterwelt geht, um all jene zurückzuholen, die in Christus geheilt werden und auferstehen müssen? Jene Kirche, die an diesem Wirken nicht teilnimmt, bleibt ohne Gnade.

Wir haben euch das gesagt und bezeugt, was der Heilige Michael vor mittlerweile 10, 11 Jahren verkündete, die Zentrale Zelle[3]. Danach erklärte Er die außergewöhnlichen Werkzeuge. Diese außergewöhnlichen Werkzeuge sind zu einem Wirken berufen, das vom Thron Gottes bis in die Unterwelt geht, um all jene, die bereit sind, zurückzuholen, zu erheben und zu Gott zu bringen, Lebende und Verstorbene. Seid auch ihr euch dessen bewusst, dass ihr alle dazu aufgerufen seid, an diesem Werk der Kirche des ganzen Universum teilzunehmen, mit dem Heiligen Erzengel Michael an der Spitze und durch unsere Allerheiligste Mutter Maria?

Das ist das Neue an dieser Liturgie: am Werk Christi teilzunehmen, der die Gefangenen befreit und mit dem Wunsch zum Vater bringt, alles in Ihm zu vereinen und sie den Gesetzen des reinen Geistes zu unterwerfen, die in Gott Vater sind. Das ist die einzige Aussicht auf Heilung für die Erde und der Sieg über Satan. Ich bitte euch daran teilzunehmen, indem ihr in das Werk Christi eintaucht.

Heute Morgen in der Liturgie des Samstags haben wir im Evangelium nach Lukas[4] Jesus gehört, der von zwei Männern spricht. Der eine ist weise und erbaut sein Haus, indem er in die Tiefe gräbt, bis er den Felsen findet und sein Haus bleibt bestehen. In der Bibel ist der Felsen Christus, der Sohn Gottes, durch den alles erschaffen wurde und durch den alles geheilt wird und aufersteht. Und dann ist der andere, törichte Mann, der sein Haus ohne Fundament baut; ein Unwetter zerstört alles. Es ist Jesus Christus, der in uns gegraben hat, Er ist durch uns hindurchgegangen, aber wir müssen gemeinsam mit Ihm in uns graben und all das hinauswerfen, was nicht erlöst ist. Indem wir uns innerlich befreien, oder besser, Christus befreit durch uns die Menschheit, die in die neue Schöpfung eintreten möchte.

Wir werden während wir weitergehen über verschiedene Aspekte sprechen und sie vertiefen, aber ich bitte euch: taucht ein, findet einen Weg, auch wenn ihr nicht an der Eucharistie teilnehmen könnt, als lebendige Eucharistie teilzunehmen, vereint mit der Kirche des ganzen Universums, die sich mit der Messfeier vereint, die auf der Erde gefeiert wird. Dann werden wir weitere Themen vertiefen können und ihr werdet weitere Gnaden entdecken und euer Leben wird sich allmählich ändern.

Und ich segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. 1. Lesung: Sir 27,33-28,9; Psalm 103; 2. Lesung: Röm 14,7-9; Evangelium: Mt 18,21-35

[2] Vgl. Botschaft mit dem Titel „Das letzte Abendmahl des Herrn“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[3] Vgl. Botschaft des Heiligen Erzengels Michael vom 10. September 2010 „Die Zentrale Zelle“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[4] Vgl. Lk 6,43-49

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