Gedanken – „Ostertriduum – Karsamstag“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. April 2020

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche euch eine schöne Auferstehungsfeier. Bereits diese Vigilfeier sagt uns, was unsere Aufgabe ist: in der finsteren Nacht ist es unsere Aufgabe, das Licht in uns wahrzunehmen, das uns erweckt, das Licht unseres Glaubens, unserer Hoffnung und unserer Liebe; das Licht des Glaubens, der Hoffnung, der Nächstenliebe und der Liebe, die die Grundlagen unserer Seele sind, die sich mit dem Geist Christi vereint.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Lesungen, die uns dabei helfen, die Zeit, in der wir leben, zu verstehen. Im Beispiel von Abraham[1] ist es Gott, der den Gerechten auch durch den reinen Glauben führt und ihm nicht erlaubt, einen Fehler zu begehen. Er hindert ihn daran, einen falschen Schritt zu tun, wie im Fall seines Sohnes Isaak, den er aufopfern wollte, denn in jener Zeit opferten die Eltern noch den Göttern, und das hat uns erleuchtet. Aber Gott benötigte im Laufe der Heilsgeschichte zusätzlich zu den Einzelpersonen allmählich auch ein Volk. Im Volk sind nicht alle Riesen im Glauben wie Abraham. Es gibt dort Hinkende und Rebellen, die nicht weitergehen möchten, und so hat Gott eine Macht verwendet, um das Volk vorwärts zu bringen, auch all jene die schwach waren, und sie der Macht des Pharaos, der Reptilianer dieser Zeit entrissen.[2]

Gehen wir einen Schritt weiter: das israelitische Volk hatte verstanden und doch nicht verstanden. Es tat einige Schritte nach vorne, es gab wenig treue Menschen, und Gott ließ zu, dass sie sich den Kopf anstießen. Sie endeten in der syrischen Gefangenschaft. Danach verkündet der Prophet Ezechiel[3] die Rückkehr, aber es ist sehr wichtig, den Schritt Gottes zu verstehen. «Nicht für euch, sondern für meinen Namen, den ihr entweiht habt unter den heidnischen Völkern, die wussten, dass ihr den einzigen Gott anbetet, aber nicht treu seid. Ungeachtet dessen werde ich euch meinen Geist schenken. Ich werde Ihn in den Rest dieses Volkes einprägen und euch wiedererwecken.» Im darauffolgenden Kapitel des Propheten Ezechiel spricht er von den vertrockneten Knochen, die der Geist Gottes wiedererweckt.

Und wir sind beim Brief des Apostels Paulus an die Römer angelangt.[4] Ich weiß nicht, ob die Christen das verstanden haben: Gott hat durch Jesus Christus die Macht der Boshaftigkeit in uns ausgelöscht, die fleischlichen Wünsche, die verdorbenen Wünsche. Er hat jedem Menschen die Möglichkeit geschenkt, nach den Gesetzen des reinen Geistes zu leben, denn Jesus hat uns mit seinem Tod gereinigt und in die Gläubigen jene Macht des Heiligen Geistes eingeprägt, die Ihn auferweckt hat, wodurch die Gläubigen unverdorben weitergehen konnten. Hat die Kirche das eurer Meinung nach verstanden? Haben die Christen diese Macht verstanden? Sind sie zu dieser Macht erwacht?

Vor der Messe haben wir uns ein bisschen das Turiner Grabtuch angesehen, wo der Körper Christi abgezeichnet ist, aber es ist nicht nur ein Abdruck von etwas, das ein Material beschmutzt, sondern eine Energie, die dieses Tuch durchdrungen hat und unzerstört geblieben ist. Diese Energie des auferstandenen Christus wird den Menschen guten Willens mitgeteilt. Wir befinden uns jetzt in derselben Situation wie nach dem ersten Kommen Jesu, als die Christen ausgeschwenkt sind, Kriege geführt und geraubt haben wie die Heiden, sie haben alles Mögliche getan. Die Christen wissen heute nicht, wie sie diese Probleme, die es auf der Erde gibt, lösen können, haben aber diese Macht in sich, diese Macht, die ein Samen ist, der erweckt werden und dazu gebracht werden muss, Früchte zu tragen. Wer hilft uns also? Wisst ihr wer? Maria, denn im Unterschied zum Turiner Grabtuch hat Maria, haben ihr Geist, ihre Seele, ihr Körper eine machtvolle Prägung erhalten, die sie auf endgültige Weise mit Christus vereint hat.

Ich möchte euch einige Episoden erzählen, damit ihr besser verstehen könnt. Diese Prägung des Retters besteht in Maria bereits seit dem Augenblick der Empfängnis, da Sie zu Gott gesagt hat, Sie wolle Ihm vollkommen durch das Werk Christi angehören, sich vollkommen mit dem Erlöser vereinen. Was zum Zeitpunkt der Empfängnis geschehen ist, ist geheimnisvoll, aber ich möchte zu einer Periode im Leben von Maria weitergehen, und zwar als Sie den Sohn Gottes empfangen hat. Ihr wisst, welche Beziehung zwischen einer Mutter und dem ungeborenen Kind besteht. Maria ist, da Sie ihren Sohn Jesus neun Monate in ihrem Leib getragen hat, in völlige Harmonie mit Ihm eingetreten. Durch das Werk des Heiligen Geistes handelte die Allerheiligste Dreifaltigkeit machtvoll in Ihr, da Sie frei von Sünde war und bereit, durch jede Prüfung Gott treu hindurchzugehen, und diese Periode hat ihr Leben geprägt. Natürlich ist das den Theologen und Evangelisten entgangen, man weiß nicht warum, ob es gestrichen oder nicht weitergegeben wurde. Aufgrund dieser Erfahrung folgte Maria Jesus Schritt für Schritt und Jesus teilte Maria alles mit, was Ihn erwartete, denn auch Er benötigte die Mutter, um sich mit Ihr auszutauschen und seinen Ziehvater. Auf diese Weise hat sich alles in die Seele der Mutter eingeprägt.

Wir kommen zum Zeitpunkt des Todes und wir haben von der Allerheiligsten Jungfrau Maria gehört, dass Sie mit Christus gestorben ist, aber in Ihr ist die ganze Macht seines Lebens explodiert, alle Gaben und wir bleiben jetzt einen Augenblick beim Tod Jesu stehen, als Er ins Grab gelegt wurde. In vielen Kirchen wird traditionell das Grab geöffnet. In diesem Jahr nicht, da die Kirchen geschlossen sind. Was tat Jesus im Grab? Warum konnte Er nicht vor seinen Gegnern, seinen Peinigern auferstehen? Es wäre nutzlos gewesen, es wäre ein Zeichen unter vielen Zeichen gewesen, das die gläubigen Hebräer gesehen, ihr Leben aber nicht geändert haben. In den drei Tagen des Grabes wirkte der Heilige Geist mit aller Macht in Jesus Christus und Jesus Christus ist in der Macht des Heiligen Geistes in die Unterwelt hinabgestiegen und hat die Hölle vom Fegefeuer getrennt. Und wir gehen in dieser Zeit auf die Zeit zu, in der Jesus für immer jene, die der Hölle angehören, von denen trennen wird, die in die neue Schöpfung eintreten werden.

Wer kann uns dabei helfen? Niemand außer Maria, der Miterlöserin und Königin, denn nach dem Tod Jesu wurde auch Sie mit Ihm im Geist vereint. Auch jene an den Toren der Unterwelt benötigten die Mutter. Sie ist die Einzige, die die Prägung – nennen wir es Energie der Auferstehung – in ihrem Köper erhalten hat, Sie wurde in die Allerheiligste Dreifaltigkeit aufgenommen und hat den Weg zur völligen Vereinigung mit Jesus Christus geöffnet. Seht also, in dieser Zeit, in der wir auf eine ewige Spaltung zugehen, werden Satan und seine Anhänger die von Gott gesetzten Grenzen nicht mehr überschreiten können und auf der anderen Seite stehen die Kinder der neuen Schöpfung. Maria ist das einzige Mittel, das einzige, vollkommene Werkzeug, das uns zu Jesus Christus, zur mystischen Einheit mit Christus führt. Es gibt kein anderes Mittel. Das bezeugen auch die sieben großen Erzengel, die in Ihr die größte Macht des ganzen Mystischen Leibes Christi sehen. Sie, die aus Gott hervorgehen, nennen Sie Mutter. Warum nennen die reinen Geister Sie Mutter? Weil sie in Ihr Gott und sein Leben gesehen haben und mit der Auferstehung Christi, mit der Verherrlichung der Mutter haben sie die ganze Macht wieder aufgenommen und mit dieser Macht, gemeinsam mit der ganzen Kirche, mit dem Mystischen Leib Christi zieht der Heilige Michael an der Spitze der Kirche in diese Schlacht, die er angekündigt hat.[5]

Dieser Abend ist also der Abend von Maria, der Miterlöserin, die vollkommen mit Christus vereint ist und Sie wird uns den Weg zum auferstandenen Christus öffnen. Nicht dass Sie Gott ist, nicht dass Sie der Erlöser ist, Sie ist die Miterlöserin. Jemand der Menschheit musste sich vollkommen mit Christus vereinen und das war seine Mutter. Es ist recht so. Sie ist unsere Mutter geworden, die uns dieses Leben mitteilt.

In dieser Richtung können wir auch die Worte der Muttergottes verstehen, als Sie uns eingeladen hat, Ihr im Geist überall dorthin zu folgen, wo Jesus hingeht, um auch die letzte Seele im Universum zurückzubringen. Seien wir also stolz auf die Gnade, die Gott uns offenbart hat, aber wir müssen sie auch bewahren und Zeugen der Miterlösung sein, die durch die unbefleckte Mutter geht und dann können wir hoffen, dass wir eines Tages vollkommen in die neue Schöpfung miteingebunden werden.

Ich wünsche euch eine schöne Vigilfeier.

Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Gen 22,1-18

[2] Vgl. Ex 14,15-15,1

[3] Vgl. Ez 36,16-17a.18-28

[4] Vgl. Röm 6,3-11

[5] Vgl. Botschaft des Heiligen Erzengels Michael vom 2. April 2020 „Appell an die Menschheit der Erde“

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