Gedanken „Das neue Priestertum“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. April 2018

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, heute sprechen wir über das „neue Priestertum“. Wir haben über das neue Priestertum gesprochen, haben euch auch Botschaften aus den Jahren 2011, 2012 angegeben, als Jesus durch Stefania erklärte, was das neue Priestertum ist. Jetzt betrachten wir das neue Priestertum, während wir die Kirche Jesu Christi des Universums vor Augen haben und uns in den Zeiten des Triumphs des Unbefleckten Herzens Mariens befinden. All das gibt diesem Thema neue Akzente. Wir möchten all das gemeinsam mit euch betrachten, uns auch jene Dinge ansehen, die Jesus gesagt hat und die richtigen Akzente in dieser Zeit setzen, damit sich jeder von euch besser orientieren kann.

Wenn wir vom neuen Priestertum sprechen, so ist es das einzige Priestertum, das den Aposteln übergeben und über die Jahrtausende in der Kirche gelebt wurde. Die Neuheit liegt darin, dass wir uns in einer neuen Zeit befinden, in der wir neue Antworten geben müssen und das Volk Gottes, das ganze Volk Gottes muss einen Qualitätssprung machen, um auf die glorreiche Begegnung hinzugehen.

Das neue Priestertum geht aus dem neuen Volk hervor, aus den Christen, die ernsthaft und auf bedingungslose Weise Jesus Christus angehören möchten, damit sich seine Verheißungen in uns allen verwirklichen. Hören wir zu.

„In Wahrheit ist jeder Gläubige Priester, der sich selbst dem Vater aufopfert, indem er sich mit meinem Opfer vereint. Indem er das tut, führt er alles, was er erlebt und was ihn umgibt, zu mir zurück; er vereint die gesamte Schöpfung in mir. Mein Volk wird ein priesterliches Volk sein, denn jedes Mitglied wird sein Priestertum vollkommen leben. Es wird das Priestertum auf neue Art und Weise leben, offen für meinen Geist wie noch nie zuvor, denn ich werde alle Dinge neu machen.“[1]

Was ist das grundlegend Neue am neuen Priestertum? Die neuen Priester und das ganze neue Volk sind dazu berufen, in die mystische Vereinigung mit Christus einzutreten. Nur auf diese Weise kann es sich mit Ihm, dem Verherrlichten vereinen, der sich der Menschheit offenbart.

Eine Charakteristik des neuen Priestertums ist auch eine neue Qualität. In der Kirche wird richtigerweise gesagt, dass der Priester in der Person Christi handelt, aber das kann keine leere Phrase mehr sein. Jeder Priester macht mit einer neuen Qualität, mit einer mystischen Vereinigung mit Christus einen Qualitätssprung. Er kann sich nicht einfach durch Formeln und Riten retten. Er muss als Person völlig Christus angehören und das Volk muss es ihm gleichtun. Das Neue, das, was zusätzlich neu ist, ist, dass die Priester und das ganze Volk zur neuen Schöpfung unterwegs sind und neu sein müssen.

„Jene, die bevorzugen, passiv zu bleiben, jene, die Angst haben, die Neuheit dieser Zeiten anzunehmen und sich an das festklammern, was alt ist und dazu bestimmt, zu Ende zu gehen, jene, die ihre egoistischen Interessen nicht loszulassen verstehen, werden beiseitegelassen werden. Das „alte“ Volk wird vom neuen Volk getrennt werden. Kein „alter“ Priester wird dem neuen Volk dienen, das seinerseits keine „alten“ Priester mehr akzeptieren wird. Der neue Wein wird endlich in neue Schläuche gefüllt werden.“[2]

Welche Methode wendet der Herr an, um das alte Volk vom neuen Volk zu trennen? Wir Christen müssen Folgendes verstehen: all das, was verdorben ist, muss ein Ende haben. Das neue Volk ist jenes Volk, das umgewandelt werden möchte und indem es seine Taufe lebt, sich selbst abstirbt und all das loslässt, was nach der Erbsünde über die Jahrtausende hinweg Spuren und Hindernisse in uns hinterlassen hat, bereit ist, sich wie die Hebräer von Ägypten aus zum gelobten Land aufzumachen. Das neue Volk besteht aus Menschen, die neu sein und diese Neuheit dem ganzen Universum offenbaren möchten. Diese Neuheit wird in dieser Zeit verlangt und keiner, der in die neue Schöpfung eintreten möchten, kann sich ihr entziehen.

„Der neue Priester wird aus dem Volk hervorgehen und vom Volk erkannt werden. Es wird ein Priester sein, der von mir zum Zeitpunkt der Empfängnis gesalbt wurde. Der Vater hat mir aufgetragen, die Priester zu salben, denn ich bin der Hohepriester. Ab dem Augenblick der Salbung tritt der Heilige Geist ein, der beginnt in dem zu handeln, der gesalbt wurde: Er führt und unterweist ihn und gleichzeitig führt und unterweist er das Volk, in dem der Priester wirken wird. So wird sich die priesterliche Salbung mit all ihrer Macht in dem offenbaren, der ausgewählt worden ist, wenn dieser die Gabe des Priestertums angenommen und sich dazu entschieden hat, mir sein Leben für das Volk hinzugeben. Das Volk wird seinerseits den zukünftigen Priester in seinem Wachstum mit dem Gebet und dem Opfer begleiten. Zum richtigen Zeitpunkt wird der Heilige Geist sein Werk in dieser Person zu erkennen geben; das Volk wird den Priester erkennen, es wird ihn bestätigen und den neuen Priester zum Dienst zulassen. So werden der Priester und das Volk im Einklang den Willen Gottes verstehen. Das neue Priestertum wird also Frucht des Wirkens Gottes und der Antwort des Priesters und des Volkes sein. Alles wird vom Heiligen Geist geführt sein.“[3]

In diesen Worten Jesu befinden sich einige neue Elemente. Vor allem, niemand hat uns erklärt, was zum Zeitpunkt der Empfängnis geschieht. Wir kennen lediglich sieben Sakramente, wissen, dass wir an ihnen teilnehmen sollen, aber der Augenblick der Empfängnis, wie wir im Buch „Über die Große Barriere hinaus“[4] erklärt haben, ist der Zeitpunkt des Lichts, in dem sich jeder von uns entscheidet, Gott in seinem Plan, in seinem Gedanken zu dienen und jene Einzigartigkeit zu leben oder Luzifer anzugehören.

Gott hat für das Volk verschiedene Werkzeuge vorgesehen, unter anderem die Priester für diese Zeit und Jesus hat uns alle zum Zeitpunkt der Empfängnis gesalbt, nicht nur die Priester, sondern alle, die wir uns dafür entschieden haben, gemäß seinem Gedanken zu leben und unsere Einzigartigkeit und unsere Mission zu leben. Das ist die große Neuheit. Wenn wir diese Neuheit nicht begreifen, können wir nicht vorwärts gehen und gewisse Dinge überwinden, die wir auf rationaler Ebene erhalten haben, aber nicht jene Dynamik in uns eingeprägt haben wie die Salbung zum Zeitpunkt der Empfängnis; und mehr noch, sie machen uns nicht dazu fähig, auf die Neuheit hinzugehen, die sich zum Zeitpunkt der glorreichen Offenbarung des Herrn manifestieren wird. Ihr seht also, dass das ganze Volk, jeder Einzelne und die Priester in ihrer Einzigartigkeit gesalbt sind. Das ganze Volk entwickelt sich in diesem Weg auf harmonische Weise; es entwickeln sich die neuen Priester, aber es entwickelt sich auch das neue Volk und beide erkennen einander im Heiligen Geist.

„Der neue Priester wird keine hierarchische Amtseinführung benötigen, denn die Anerkennung wird von unten erfolgen, vom Volk selbst. Übrigens müsste der Bischof, der einem Kandidaten zum Zeitpunkt der Weihe die Hände auflegt, dies im Namen der Kirche, das heißt im Namen des Volkes tun. Leider tut er es häufig im Namen einer Struktur, die sich Kirche nennt. Der neue Priester wird Ausdruck eines lebendigen Volkes sein, nicht einer Struktur.“[5]

Es ist wichtig, auch diesen Punkt zu verstehen. Wer feiert die Heilige Messe, wer feiert die Sakramente? Das Volk! Der Priester steht der Feier vor. Das ganze Volk muss gemeinsam mit dem Priester im Heiligen Geist wiedergeboren werden. Der zelebrierende Priester steht der Feier vor, aber das ganze Volk feiert die Messe und verkündet den Tod des Herrn und seinen Sieg, seine Auferstehung. Das ist die Dynamik des Glaubens, die sowohl den Priester als auch das Volk umfassen muss. Hierbei zeigt sich der Priester als einer des Volkes und die Barrieren zwischen Klerikern und Laien werden niedergerissen. Wir sind alle in Christus. Das ist Voraussetzung dafür, dass wir alle auf die Fülle zugehen, wenn sich der einzige Priester Jesus Christus offenbaren wird.

„Auf diese Weise wird das neue Volk unterwegs sein zur neuen Schöpfung. Am Ende der Zeiten wird mein Priestertum als einziges im ganzen Universum übrig bleiben. Ich werde der einzige Hirte eines einzigen und gewaltigen Volkes sein, das sich aus allen Teilen des Universums versammeln wird. Vorerst ist noch die Gegenwart der Priester unter euch notwendig. Ich wiederhole: Es werden neue Zeiten anbrechen, die für ein neues Volk bereitet wurden, das in Freiheit atmet und aus dem neue und im Heiligen Geist machtvolle Priester hervorgehen werden.“[6]

Das Volk, das sich für den neuen Priester hingibt, gießt den Heiligen Geist über ihn aus, so wie der neue Priester seinerseits den Heiligen Geist über das neue Volk ausgießt. Am Ende wird der einzige Priester Jesus Christus übrig bleiben, aber das gesamte Volk tritt in seine Einzigartigkeit und seine ursprüngliche Mission ein: jeder von uns wird durch Jesus Christus im Heiligen Geist Mitarbeiter des Schöpfers, um das Universum, die ganze Schöpfung zu regieren. Hier wird durch Jesus Christus eine Vollkommenheit des Mystischen Leibes Christi frei, der sich mit Ihm vereint.

Betrachten wir diese Dinge, so können wir die Großartigkeit des Gedanken Gottes und seines Plans wahrnehmen. Jede Formalität verschwindet und das Leben kommt in all dem zum Vorschein, was wir erleben und tun. Die Macht des neuen Priestertums wird gesteigert, weil es in der neuen Kirche vollkommen mit dem Priestertum der sieben großen Erzengel und der Engel, mit den Priestern der treuen Schwestern und Brüder vereint sein wird, und der Priester der Erde, der den Tod und die Auferstehung Christi mit ihnen vereint feiert, wird jene Macht mit sich bringen, die den Antichristen und seinen Falschen Propheten besiegen wird. Hier wird sich die Macht des Volkes offenbaren und in Gemeinschaft wird das ganze Volk der ganzen Menschheit Hoffnung schenken und einen neuen Weg öffnen. Solange sich diese Gemeinschaft nicht bildet, in der wir zum Mystischen Leib Christi werden, der unter uns gelebt wird, ohne uns magische Lösungen zu erwarten, können wir dieser Menschheit keine kraftvolle Antwort geben. Lediglich durch eine völlige Gemeinschaft in Jesus Christus im Heiligen Geist werden wir die Herrlichkeit Gottes offenbaren können.

Die Dinge hinsichtlich der Priesterweihe sollen euch nicht überraschen. Wir haben euch erklärt, dass die Zentrale Zelle das vervollständigt, was dem Kollegium der Apostel fehlte und den Weg der apostolischen Nachfolge im neuen Volk fortsetzt. Das neue Volk muss sich dessen bewusst werden. Durch die Gemeinschaft mit dem neuen Priestertum tritt das neue Volk in die Fülle ein.

Nach diesen Gedanken wird jetzt von allen eine konkrete Antwort verlangt: neues Volk zu sein, auf die neue Schöpfung zuzugehen, bereits jetzt die Früchte zu kosten, die Gott schenkt und die Er den Hebräern auf dem Weg in der Wüste geschenkt hat. Er hat Zeichen geschenkt, den Propheten Moses, Er hat im Laufe der Geschichte Propheten geschenkt und dem Volk wird alles zur Verfügung stehen, aber es ist aufgerufen, durch die Offenbarung, durch das Offenbarwerden des verherrlichten Herrn auf die neue Schöpfung zuzugehen.

Ich segne euch bei diesem Anlass, bei dem die ganze Kirche den Guten Hirten feiert[7] und für ihre Priester betet. Ich segne das ganze Volk, zu dem ich weiterhin hinsichtlich seiner Mission sprechen werde. Ich segne alle neuen Priester, die sich innerlich bewusst sind, an dieser Neuheit teilnehmen und ihr dienen zu wollen. Ich segne all jene, die sich aufwecken lassen, um in die Neuheit einzutreten, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Botschaft Jesu vom 8. September 2011 „Die Zukunft meines Volkes“, die am 7. Oktober 2011 auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org veröffentlicht wurde.

[2] Vgl. Botschaft Jesu vom 5. April 2012 „Neue Priester für ein neues Volk“, das am 9. März 2013 auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org veröffentlicht wurde.

[3] Siehe Fußnote 2

[4] Vgl. Kapitel 13 „Der Mikrokosmos“, Seite 227; Verlag Luci dell’Esodo, verlag@lucidellesodo.com

[5] Siehe Fußnote 2

[6] Siehe Fußnote 2

[7] 4. Sonntag der Osterzeit – Lesejahr B, Evangelium des Guten Hirten: Joh 10,11-18

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