Gedanken zur Botschaft der Mutter der Menschheit

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. September 2017

Pater Tomislav: Liebe Schwestern, liebe Brüder, heute feiern wir die Erhöhung des Heiligen Kreuzes. In der Kirche ist diese Feste üblicherweise der Eintritt in die intensive Zeit des liturgischen Jahres.

Ich möchte, dass wir heute gemeinsam über die Botschaft der Muttergottes nachdenken, die der ganzen Menschheit gestern durch Stefania geschenkt wurde[1]. Das heutige Fest lädt alle Gläubigen ein, ihren Blick in die Dimensionen zu erheben, die über unsere Wahrnehmung hinausgehen. Gott wollte Israel in die Novität führen, in eine Beziehung mit dem lebendigen Gott, dem einzigen Gott, dem Gott des Himmels, der Erde und des Universums. Jesus Christus hat uns den Weg geöffnet, aber durch die Gnaden öffnet Er ihn fortwährend.

Wir befinden uns in einer Phase der Menschheit, in der wir durch verschiedene Ereignisse hindurchgehen und andere Ereignisse auf uns warten. Wir sind das Volk, das an die neue Schöpfung glaubt, das sich zur neuen Schöpfung, zur Vereinigung des ganzen Universums in Christus aufgemacht hat, daher müssen wir diese Botschaft in diesem Zusammenhang lesen, im Zusammenhang all dessen, was uns als Schritte in der Dimension des Triumphes des Unbefleckten Herzens Mariens, der der Triumph Gottes in der Menschheit ist, aufgezeigt wurde.

Ich möchte, dass wir diese Botschaften immer öfter anlässlich der Feste lesen, denn wir sind ein Volk, das die Ereignisse der Gnade feiert, die unter uns stattfinden und an denen wir teilnehmen; und es ist sehr wichtig, dass wir diese Botschaften nicht wie Informationen im Internet verstehen, sondern dass wir im Geist offen sind, den Heiligen Geist anrufen, damit dieser uns zu Christus führt und in Christus, durch Christus im Heiligen Geist zum Vater. Dort erreichen wir die neue Schöpfung.

Die Botschaft der Muttergottes trägt sozusagen den Titel GOTT RETTET VON DER SÜNDE UND DEM TOD; und ich möchte hier innehalten: Ist sich die Menschheit bewusst, was die Sünde ist, nimmt sie die Sünde in ihrer gesamten Dimension wahr, kennt sie die Sünde, die den Tod des Menschen, eine Katastrophe der Menschheit hervorgerufen hat, kennt sie den Weg, der zu gehen ist, um den Tod zu beseitigen? Das ist also der Weg des Glaubens, es ist keine Information über das Universum, über die Bewohner des Universum, sondern eine Information des Glaubens, die uns dahin führt, Jesus Christus zu erreichen und in die neue Schöpfung einzutreten.

Die Botschaft der Muttergottes spricht zu den Menschen von heute und es ist sehr wichtig, dass wir verstehen, was Sie erklärt. Der Tod ist in unser Leben eingetreten und wirkt mit all seiner Macht. Niemand kann dem Tod entrinnen, denn der Mensch hat die Gesetze des Lebens, des ewigen Lebens übertreten; und wir halten gewisse zivile Gesetze ein, befolgen gewisse religiöse Gesetze, aber das reicht nicht: Wir müssen uns zur neuen Schöpfung erheben, um jene Dimension zu erreichen, in der wir gemäß der Gesetze des reinen Geistes leben. Wir werden die neue Schöpfung sehen, wenn wir eine neue Menschheit werden. Wenn wir nicht in der Novität unterwegs sind, werden wir nicht zu neuen Männern und Frauen werden; wenn wir nicht lebendige Hoffnung für die Menschheit sind, leben wir weder unsere wahre Identität, noch unsere Mission. Die Muttergottes bezieht sich auf jene Erbsünde, die in uns wie Sauerteig zurückgeblieben ist und betont, dass die Erlösung durch Jesus Christus erfolgt ist, es gibt keinen anderen Erlöser. Und Jesus Christus ist weder ein Held, noch ein Träumer und auch nicht einer der Religionsführer oder eine mythische Gestalt: Er ist Gott, der in unser Leben eingetreten ist und der Einzige ist, der fähig ist, die Sünde zu beseitigen. Und Sie sagt: „Indem Jesus für euch gestorben und auferstanden ist, hat Er euch die Möglichkeit gegeben, neue Geschöpfe zu werden.“

Ich möchte hier innehalten, die Muttergottes sagt: „… Er hat euch die Möglichkeit gegeben …“, aber was soll das bedeuten? Wenn ein Christ getauft ist, die Erstkommunion erhalten hat, in der Kirche geheiratet hat, aber nicht daran denkt, nicht teilnimmt, nicht mitwirkt,… die Sakramente sind keine Wundermittel, sie sind Gaben Gottes, Werkzeuge, die jene, die mitwirken zur Begegnung mit dem lebendigen Gott führen, damit die Gläubigen das Leben finden.

Heute feiern wir das Kreuz des Herrn Jesus Christus und beten dieses Kreuz an. Ich hätte gerne, dass wir verstehen, mit WEM wir uns heute vereinen. Mit Jesus von Nazareth? Mit dem blutenden Jesus? Mit dem auferstehenden Jesus? Nein. Wir müssen uns zu Christus erheben, der zur Rechten des Vaters sitzt und das Universum regiert. In Ihm wirken alle Gesetze des Geistes auf vollkommene Weise. Dieser Jesus, der in der Eucharistie bei uns geblieben ist, ruft uns zu einem Schritt auf, um zu einer Beziehung mit Dem zu gelangen, der das Universum regiert und der natürlich durch die Kirche, die durch den Glauben mitwirkt, die sich im Glauben zu Seinem Königtum, zu seinem Priestertum erhebt, der Menschheit, die guten Willens ist, das Leben schenken möchte. Es ist also eine unverrückbare Tatsache, dass Jesus Christus kein leidendender Mensch mehr ist und in Ihm ist die Menschheit, jene, die sich mit Ihm vereint, nicht mehr leidend; wenn sie sich erhebt, nimmt sie durch den Glauben an Seinem Priestertum, an seinem Königtum teil und von hier aus müssen wir den Schritt zur neuen Schöpfung sehen.

„Meine Kinder, täuscht euch nicht zu glauben, euch ohne Jesus Christus vom Bösen und von der Sünde befreien zu können!“ Heute ist aufgrund eines falschen Dialogs ein Relativismus auch unter den Christen zu finden, der die Christen oberflächlich werden lässt; sie kennen den Weg zur neuen Schöpfung nicht, deshalb ist es einfach, einer anderen Religion, einer Methode, einer orientalischen Bewegung, der Esoterik beizutreten, bis hin zur Teilnahme an satanischen Gruppen. Das neue Volk muss wissen und bekennen, dass Jesus Christus der Einzige Mittler ist, dass Er Sohn Gottes ist, der Einzige Retter.

Ich möchte konkret sein: Das Evangelium[2] spricht von der Befreiung eines Menschen von Dämonen, er hat einen Dämon. Der befreite Mensch wird daraufhin versucht, weil der Dämon, der sich von dieser Seele entfernt hat, sieben stärkere Dämonen mitgenommen hat und in diese Seele eingetreten ist. Täuschen wir uns nicht: der Herr hat uns Gnaden geschenkt und wir haben sie verraten, wir sind offen für das Böse, für das Wirken des Bösen, da sich der Menschen von sich aus, ohne Gott, als Geschöpf, auf einen stärkeren Geist stützt und Bündnisse eingeht. Ohne Treue zu Gott in Jesus Christus können wir also auf dem Weg nicht sicher sein.

Es gibt einen weiteren Aspekt, und zwar in Bezug auf die Dynamik der Gnade, wie zum Beispiel heute die dreifaltige Macht, die im ganzen Universum wirkt. Wenn ein Mensch nicht mit dieser Gnade Schritt hält, verschließt er sich auf einer bestimmten Ebene dieser Gnade gegenüber und in ihm bildet sich eine Leere, eine existenzielle Leere und diese Leere füllt sich mit Ersatzmitteln, mit falschen Göttern, falschen Mitteln der Erlösung. Wir sind in dieser Zeit und müssen diese Dinge mit Klarheit sehen und dem helfen, der das Heil sucht und in diesen stürmischen Zeiten darauf hoffen möchte, den Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens, den Triumph Gottes zu sehen. Daher sagt die Muttergottes: „Kinder, die Welt ist voll von falschen Göttern und viele sind bereit sie anzubeten.“

Heute wird in der Kirche von Spaltung gesprochen; dann wird die Kirche in Traditionalisten und Progressisten eingeteilt. Auf welcher Seite steht ihr? Wir hier sind weder Progressisten noch Traditionalisten, wir folgen Jesus Christus nach und sind unterwegs, um uns mystisch mit Ihm zu vereinen und mit Ihm in die neue Schöpfung einzutreten. Die Bezeichnungen Traditionalisten, Progressisten sind menschlich, sie sagen gar nichts; es sind menschliche Auseinandersetzungen, Auseinandersetzungen auf Religionsebene, aber Jesus Christus, die Zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist Der, der uns gerufen hat und wir folgen Ihm.

Der Mensch fragt sich, warum es Unordnung gibt. Es gibt Unordnung, weil der Mensch von den Gesetzen des reinen Geistes losgelöst ist. Der Mensch als Geschöpf kann nicht ohne den Schöpfer sein, denn der Schöpfer ist die Quelle des Lebens. Unsere Begrenztheit als Geschöpf ist unser Schutz, wenn wir Gott akzeptieren. In dieser Begrenztheit liegen unsere Grenzen, ist unsere Originalität, unsere Einzigartigkeit im ganzen Universum enthalten. Wenn wir die Gesetze des reinen Geistes annehmen, gehen wir auf die Fülle zu, denn Gott, die Quelle des Lebens, teilt sie uns in dem Ausmaß mit, in dem wir uns für Ihn öffnen und mit Ihm vereint sein möchten. Das ist der einzige Weg, der Weg zur Fülle. Wenn sich der Mensch von Gott, von seinen Gesetzen löst, artet er aus. Luzifer wollte wie Gott sein und von Gott losgelöst ist er natürlich gefallen; er ist ins Nichts gefallen, denn als Geschöpf kann er nicht ohne den Schöpfer leben. Er hat auch den Erlöser abgelehnt; natürlich ist der Geist Gottes nicht in ihm, in ihm ist der Lebensatem, den Gott jedem Geschöpf gewährt hat. Wenn sich der Mensch von Gott, von seinen Gesetzen löst, stützt er sich unweigerlich auf jemanden, er flieht und geht von seinem Egoismus aus. Hier liegt die Verdorbenheit, hier liegt die Sünde. Der Ursprung der Sünde ist dieses von Gott losgelöste Leben.

Wir Christen, die wir bekennen, dass Jesus Christus der Erlöser ist, können alle leicht auf einem bestimmten Niveau stehenbleiben, auf dem Niveau, wo das Evangelium unsere Art zu leben angepasst wird, aber wir können keinen Schritt auf das erfüllte Leben zumachen, ohne durch das Kreuz zu gehen. Nicht weil Gott das Kreuz gegeben hat: die Kreuze als Ausdruck der Verdorbenheit sind der Sünde entsprungen und die Gesetze der Verdorbenheit wirken in uns. Wir können uns von der Verdorbenheit nur befreien, wenn wir uns erheben, wenn wir dem Vater treu sind, seinem Plan für uns, einem Plan, der die Fülle für jeden von uns und für uns alle ist. In diesem Sinn erinnern wir daran, dass die Muttergottes 2012 gerade für diesen Tag eine Botschaft gegeben hat, „Die Macht des Kreuzes“[3], in der Sie sagt, dass unter dem Kreuz, als Sie auf besondere Weise mit dem gekreuzigten Christus vereint war, in Ihr alle Gnaden in Ihrer Mutterschaft explodierten, die Sie zum Zeitpunkt der Empfängnis erhalten hatte. Und Sie sagt uns, dass alle Gnaden unserer Empfängnis, unserer Taufe, fügen wir die Sakramente, all unsere Versprechen hinzu, in uns nur dann explodieren können, wenn wir bereit sind, unsere Pläne aufzugeben und den Plänen Gottes zu folgen, wenn wir bereit sind, den verdorbenen Menschen sterben zu lassen, der von Gott unabhängig und nicht den Gesetzen des reinen Geistes unterworfen sein möchte. Wenn wir nicht dazu bereit sind, können wir nicht an dieser Macht teilnehmen, die Jesus, vom Vater beauftragt, heute auf besondere Weise in das ganze Universum bringt. Ihm wurde die ganze Macht, die dreifaltige Macht gegeben, um in uns zu wirken.

Daher sind wir heute mehr denn je dazu aufgerufen, unseren Blick zum Dreifaltigen Gott zu erheben. Gott hat uns Gläubigen in seiner Güte durch Jesus Christus den Heiligen Geist gesandt und der Heilige Geist führt uns dahin, die Person Jesus Christus vollkommen zu begreifen, mit seinem Durchgang und in seiner Herrlichkeit; und der Heilige Geist führt uns durch Jesus Christus zum Vater, der der Ursprung ist. Es gibt keinen anderen Weg.

Von diesem Aspekt ausgehend sind die Worte, die die Muttergottes sagt, bedeutsam: Ihr werdet erneuert sein“, Sie spricht von der Eucharistie, vom Österlichen Durchgang, einem ständigen Durchgang von der Verdorbenheit zum neuen Leben, und wir sind dazu aufgerufen, in diese Gesetze einzutreten, in denen wir ständig erneuert werden. Der Antichrist, der Falsche Prophet, Luzifer sind dazu bestimmt zu fallen, ihre Kräfte zu verlieren. Die Kinder Gottes, die in die neue Schöpfung eintreten wollen, sind dazu aufgerufen, durch Jesus Christus in eine göttliche Kreativität einzutreten, die in uns keine Bitterkeit, keine Krankhaftigkeit zurücklässt. Obwohl wir jetzt diesen Pilgerweg mit Prüfungen, mit Schwierigkeiten gehen, sind wir dazu bestimmt zu siegen. Für uns bedeutet mit Gott auf unseren täglichen Kreuzen mitzuwirken nicht zu leiden, sondern erhoben teilzunehmen an der Macht, die uns und die Menschheit heilt. In diesem Sinne finden wir unsere Identität und in diesem Sinne finden wir unsere Mission. Ansonsten bleiben wir auf einem Niveau der Menschen, die nicht an Gott glauben. Es gibt gewisse Personen, die sagen: „Ich kämpfe im Leben, um gut leben zu können, aber ob es nach dem Tod noch etwas gibt…?“. Das ist schon der Tod, das ist schon der Tod! Daher lädt uns die Muttergottes ein: „Das Leben auf der Erde ist kurz. Es ist nur ein Hauch verglichen mit der Ewigkeit.“

Für das Volk, das in Christus vereint sein möchte, öffnen sich weite Horizonte in dieser Zeit und es sind die Gnaden, die uns dieses tiefe Durchatmen schenken und wir können die Ereignisse unterscheiden und den Ereignissen entgegentreten. Und wir müssen uns auf die Ereignisse, die folgen, vorbereiten – es werden sehr heftige Ereignisse folgen – und wir können alles verstehen und eine lebendige Hoffnung für die anderen sein, ansonsten sind unsere Katechesen schulmäßig, ohne dreifaltige Macht.

An diesem Fest also, an dem wir die intensivere Zeit beginnen, entscheiden wir uns mit noch größerem Verantwortungsbewusstsein dafür, am Werk Christi teilzunehmen, der dabei ist, das ganze Universum zu vereinen und in die Gesetze des reinen Geistes einzuführen, wo unser Leben ewig und auch unser Körper umgewandelt sein wird.

Und ich segne euch, damit der Heilige Geist in euch wirken möge, damit eure Seelen bereit seien, auf die Impulse des Heiligen Geistes zu hören, zu verstehen, was der Heilige Geist euren Seelen erklärt, um die Herrlichkeit und die Macht Christi in eurem Alltag zu erreichen. Ich segne euch, damit der Heilige Geist euch mit Frieden, lebendigem Glauben, lebendiger Hoffnung, mit Liebe, der reinen Liebe erfüllen möge, damit ihr ein in Christus erhobenes Leben leben könnt, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Botschaft der Mutter der Menschheit vom 13. September 2017 an Stefania Caterina, veröffentlicht auf http://unterwegszurneuenschoepfung.org

[2] Vgl. Mt 12, 34-45; Lk 11, 24-26

[3] Diese Botschaft wurde am 29. Oktober 2012 auf http://unterwegszurneuenschoepfung.org veröffentlicht.

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