Gedanken „Seid ein barmherziges und gerechtes Volk“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. April 2017

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, alles Gute für euren weiteren Weg mit dem auferstandenen Christus.

Wir haben euch darüber informiert, dass der auferstandene Jesus Christus die Planeten des oberen Universums besucht. Warum besucht Er sie? Weil sie Gott und seinem Christus von Anbeginn an treu geblieben sind. Alles ist durch Jesus Christus erschaffen worden und sie haben sich diese Treue bewahrt, sie tragen einen Teil der Folgen der Erbsünde, aber mit lebendigem Glauben warteten sie auf die Menschwerdung Jesu Christi und auf die durch Ihn erwirkte Erlösung. Sie nahmen Ihn an, als Er geboren wurde, folgten Ihm im Geist auf seinem Weg auf der Erde, blieben während seines Leidens und seiner Auferstehung mit Ihm vereint und erfreuen sich jetzt des Besuchs des verherrlichten Herrn.

Die Bevölkerung des mittleren Universums empfängt nach ihrer Bekehrung den verherrlichten Herrn, da sie sich von ihrer Gleichgültigkeit, ihrer Unentschlossenheit sowohl Christus als auch Luzifer gegenüber bekehrt hat. Jetzt evangelisieren sie gemeinsam mit den Schwestern und Brüdern des oberen Universums das untere Universum.

Es stellt sich die Frage: Warum werden wir der Erde, wo Jesus Christus gelebt hat, gestorben und auferstanden ist, nicht von Ihm besucht? Die Frage hat eine einfache Antwort: Weil wir uns von Ihm und seiner glorreichen Auferstehung und Himmelfahrt entfernt haben. Wer lebt jeden Sonntag die Auferstehung des Herrn? Wie viele Christen begegnen dem auferstandenen Christus jeden Sonntag? Wie viele leben mit Ihm, dem Auferstandenen, in jeder Messe, an der sie teilnehmen? Die Antwort muss jeder für sich geben.

Wie wir wissen, ist Jesus, von den Toten auferstanden, den Frauen und den Aposteln erschienen. Vergangene Woche haben wir in der Heiligen Messe das Evangelium, Teile des Evangeliums gehört, die Zeugnis davon geben, dass der auferstandenen Christus die Apostel und Jünger besuchte[1]. Und was ist in dieser Zeit und danach bis zu Pfingsten geschehen, während der fünfzig Tage? Vierzig Tage war der auferstandene Jesus Christus bei den Aposteln und Jüngern. Er hat sie von ihren Zweifeln, ihren Ängsten und ihrer Verwirrung geheilt und ihnen ihre Sünde genommen. Welche Sünden? Möglicherweise scheint uns die Verleugnung Jesu durch die Apostel während seines Leidens als etwas Selbstverständliches, Einfaches, so als wäre es nichts, aber es ist eine schwere Sünde. Jesus Christus hat die Apostel auferweckt und als sie innerlich befreit waren und Ihn, den Auferstandenen, vollkommen angenommen hatten, kam der Heilige Geist auf sie herab, um die lebendige Gegenwart des auferstandenen Christus im Heiligen Geist, im Glauben leben zu können.

Jesus hatte die Absicht, mit der ersten christlichen Gemeinschaft fortzufahren und wir sehen in der Apostelgeschichte, dass in den christlichen Gemeinschaften eine lebendige Gegenwart des Heiligen Geistes zu finden war. Aber allmählich hat sich Satan in die Gemeinschaften eingeschlichen, jene, die auf oberflächliche Weise, aufgrund von Ambitionen eingetreten sind; so wie der Heilige Johannes sagt, dass viele Antichristen eingetreten sind[2]. Man fragt sich also – auch in der Theologie – warum die Apostel die glorreiche Wiederkehr des auferstandenen Herrn bald erwarteten. Weil sie den lebendigen Wunsch danach hatten. Und Jesus Christus wäre tatsächlich glorreich zurückgekehrt, hätten die christlichen Gemeinschaften den Plan angenommen, sich mit den treuen Schwestern und Brüdern zu vereinen und das Universum zu evangelisieren, worauf der Heilige Paulus ständig drängte; so wie die Schwestern und Brüder des mittleren Universums, die sich durch die Annahme des Plans der Vereinigung aller Dinge in Christus mit den Schwestern und Brüdern des oberen Universums vereint haben und den glorreichen Herrn empfangen. Wir haben eine gewaltige Lücke verursacht, einen tiefen Graben zwischen uns und dem auferstandenen Jesus Christus. Aber das neue Volk ist dazu aufgerufen, mit dem auferstandenen Herrn zu leben, zuallererst im Glauben, mit seiner Gegenwart im Glauben innerlich aufzuerstehen.

An dieser Stelle haben wir am Tag der Göttlichen Barmherzigkeit die lebendige Gegenwart Jesu Christi unter uns erlebt und sein Wort, das Er an uns gerichtet hat. Dieses Wort teilen wir euch mit und nicht nur das Wort alleine, sondern der auferstandenen Jesus Christus möchte bei uns sein, möchte einen Weg beginnen und möchte, dass das neue Volk der Erde, des unteren Universums vereint mit dem ganzen restlichen Universum, mit den Schwestern und Brüdern dazu bereit wird, den verherrlichten Christus anzunehmen.

Stefania Caterina: Die Botschaft Jesu ist vom 23. April 2017, dem Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit[3]:

 

„Liebe Kinder, mein Volk, der Friede sei mit euch!

Ich überbringe euch die Freude der Auferstehung, wie ich sie den Aposteln überbracht habe. Es ist dieselbe Freude, heute wie damals. Es ist die Freude, die bis zum Ende der Zeiten und über die Zeiten hinaus andauern wird, denn in der neuen Schöpfung werdet ihr mit mir die vollkommene Freude der Auferstehung auskosten.

Heute gedenkt ihr der Göttlichen Barmherzigkeit. Ich bin die Barmherzigkeit des Vaters, die Mensch geworden und auf die Erde gekommen ist.

Kinder, ich möchte, dass jeder von euch und dieses ganze Volk ein barmherziges Volk ist, eine Quelle der Barmherzigkeit für die gesamte Menschheit. Die Barmherzigkeit entspringt der Gerechtigkeit. Von welcher Gerechtigkeit spreche ich? Nicht von der Gerechtigkeit, wie sie die Menschen verstehen, die häufig Vergeltung ist, Auge um Auge, Zahn um Zahn; das ist nicht die göttliche Barmherzigkeit. Im Gedanken Gottes bedeutet Gerechtigkeit als Gerechte zu leben, das heißt nach den Gesetzen Gottes und der Wahrheit. Ich bin die Wahrheit. Wenn ihr mit mir vereint bleibt, dann lebt ihr in Der Wahrheit; in dieser Gerechtigkeit werdet ihr fähig, barmherzig zu sein.

Wenn der Mensch nicht als Gerechter lebt, dann kann er die Barmherzigkeit weder weitergeben noch empfangen, weil sein Herz verschlossen ist. Ich habe euch gelehrt zu verzeihen. Die Vergebung ist ein großer Teil der Barmherzigkeit, denn Barmherzigkeit bedeutet auch, sich über die Leidenden zu beugen: der gerechte und barmherzige Mensch rechtfertigt die Sünde nicht, sondern beugt sich über den Sünder, er reicht ihm eine Hand, wie ich es oft bei euch mache. Ich bitte euch, ein gerechtes Volk zu sein, das also gemäß der Gerechtigkeit lebt und in der Wahrheit seinen Weg geht, das sich über die Leidenden und die Sünder beugt, mein Wort überbringt und innig mit mir verbunden ist. Auf diese Weise werdet ihr ein barmherziges Volk.

Viele sprechen heute von Barmherzigkeit, aber häufig handelt es sich um eine Barmherzigkeit, die von der Gerechtigkeit getrennt und der Wahrheit fern ist. Das ist nicht Barmherzigkeit, es ist eine Art menschlicher Erlass, ein Flicken, den man hier und dort anbringt. Nein, ich wiederhole, dass das nicht Barmherzigkeit ist. Nur der gerechte Mensch, der in der Wahrheit lebt, bringt um sich Barmherzigkeit hervor. In seiner Barmherzigkeit bringt er wiederum Gerechtigkeit und Wahrheit hervor, die ihrerseits Barmherzigkeit hervorbringen und so fort, in einem fortwährenden Kreislauf der Liebe. Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sind daher miteinander verbunden und unterstützen einander. Gemeinsam bilden sie jenes wunderbare Mosaik, das das Leben Gottes ist, das die Verletzungen vergibt und niemanden verletzt.

Kinder, die Erde braucht Barmherzigkeit; auch die Christen und auch die Priester brauchen sie! Die Erde hat äußersten Bedarf an Barmherzigkeit, aber an einer gerechten Barmherzigkeit, die nicht oberflächlich über die Ungerechtigkeiten hinwegwischt, sondern eine wahre Auferstehung in der Gerechtigkeit ist. Ich liebe eure Sünde nicht, aber ich liebe euch. Wegen der Liebe, die ich für euch hege, vergebe ich euch. Das müsst auch ihr tun: ihr müsst Gott und die Brüder und Schwestern lieben, um ein gerechtes Volk zu werden. Wenn ihr diese Liebe in euch habt, werdet ihr eine Quelle der Barmherzigkeit sein. Vergebt die Verletzungen, vergesst die Ungerechtigkeiten, rechtfertigt das Böse nicht, sondern löscht die Zwietracht aus; streitet nicht, überlasst es Gott, eure Meinungsverschiedenheiten zu schlichten. Lasst eure Gerechtigkeit sterben und tretet in die wahre Gerechtigkeit ein, die Wahrheit ist und die bedeutet, so zu leben, wie ich es euch gelehrt habe.

In dieser Gerechtigkeit werdet ihr Barmherzigkeit erlangen und Barmherzigkeit weitergeben. Auf diese Weise werden auch eure Probleme und Krankheiten weniger werden. Viele eurer Krankheiten entstehen aus dem Mangel an Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in euch. Ihr erkrankt, wenn ihr die Wahrheit nicht akzeptiert und euch nicht so seht, wie ihr seid, wenn ihr nicht liebt und nicht verzeiht, wenn ihr eure Entscheidung, nach den Gesetzen Gottes zu leben, auf morgen verschiebt.

Daher, mein Volk, bitte ich euch um einen großen Schritt: ich bitte euch darum zu leben. Lebt all das, was ich euch gelehrt habe, setzt es in die Tat um und werdet gerechte Männer und Frauen, ein gerechtes Volk. Seid eine Quelle an gerechter Barmherzigkeit und barmherziger Gerechtigkeit. Auf diese Weise kann ich euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe senden. Wisst aber, Kinder, dass das Lamm niemals schwach ist. Das Lamm ist viel stärker als der Wolf, immer, auch wenn es stirbt, denn das Lamm trägt die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit Gottes in sich, die es viel stärker machen als den Feind, als jeden Feind.

Dazu rufe ich euch auf und segne euch. Ich möchte, dass ihr einen Augenblick in der Stille verweilt, und ich werde unter euch durchgehen und jedem von euch die Hände auflegen. Gebt mir all eure Krankheiten, eure Schwächen, eure Schmerzen und eure Sünden. Lasst zu, dass ich euch mit meiner Barmherzigkeit umfange, lasst euch erneuern und entscheidet euch dafür, neue Männer und Frauen zu sein.

Ich segne und beschütze euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

 

Pater Tomislav: Und auch ich segne euch, damit diese Botschaft, diese Worte, die wir gesagt haben, nicht nur eine rationale Information für euch seien. Jesus Christus möchte bei jedem von euch sein, eure Tiefen berühren, die Wurzeln eures Unbehagens, eures Unglaubens, eurer Trennung von Ihm heilen, woher die Ängste und die Unfähigkeit rühren, sein Wort in die Tat umzusetzen. Ich segne euch, damit in euch die Stille all dessen herrsche, was euch daran hindert, die Gegenwart des auferstandenen Christus wahrzunehmen. Ich segne euch, damit euch die Macht des auferstandenen Christus, die vor allem in den Schwestern und Brüdern des oberen und mittleren Universums und in den Heiligen gegenwärtig ist, umfange und in euch den Wunsch eines ständigen Kontakts mit dem auferstandenen Jesus Christus erwecke, der der Herr und König des Universums ist, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Mt 28,8-15; Joh 20,11-18; Lk 24,13-35; Lk 24,35-48; Joh 21,1-14; Mk 16,9-15

[2] Vgl. 1Joh 2,18-19

[3] Der Titel der Botschaft ist: „Seid ein barmherziges und gerechtes Volk“.

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