Gedanken „Die Heilung der Wurzeln“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. März 2017

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, das letzte Mal haben wir über die Öffnung der Seele für den Geist Gottes gesprochen. Mit diesem Thema, das den Titel „Die Heilung der Wurzeln“ hat, müssen wir mit dieser Beziehung der Seele und ihrem Geist mit dem Heiligen Geist fortfahren.

Ein Baum, der kranke Wurzeln hat, kann keine gesunden Früchte hervorbringen. Es bringt nichts, bei den Früchten anzusetzen, zuerst müssen die Wurzeln geheilt werden, damit sich der Baum erholen und stärken kann und dann wird er Früchte tragen. Dieses Bild soll uns bei diesem Thema begleiten, damit wir die Haltung unserer Seele begreifen können, mit der wir uns im Heiligen Geist an Gott wenden.

Ich möchte darauf hinweisen, dass insbesondere im Buch „Über die Große Barriere hinaus“ ein Kapitel der Heilung der Wurzeln gewidmet ist, Kapitel 10; ich verweise auch auf Kapitel 14, in dem über die Verbindung zwischen der Krankheit und dem Tod und zwischen dem Tod und der Sünde gesprochen wird. Hören wir also zu.

Stefania Caterina: Hören wir uns einen Abschnitt aus dem Evangelium nach Johannes an, Kapitel 15, Vers 1-4: «Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.»

Pater Tomislav: Wir haben also verstanden, dass wir, wenn wir geheilte Seelen haben möchten, zur Wurzel unseres Lebens gehen müssen: Die Wurzel unseres Lebens ist in Gott, im Geist Gottes und ohne Gott können wir nicht leben. Wenn diese Lebensader zwischen Gott und uns nicht fließt, dann können wir nicht leben.

Wir sprechen also von der Heilung unserer Seele im Sinne ihrer Öffnung in uns für den Heiligen Geist, damit unsere Öffnung dem Dreifaltigen Gott erlaubt, in uns zu wirken, um uns allmählich zur Heilung der Seele, des Körpers und unseres ganzen Wesens zu führen. Hier gibt es eine Falle, die wir verstehen müssen: Die Menschen gehen in Heiligtümer, zu Magiern, sie gehen zu mächtigen Menschen, mit Charismen, um den Körper zu heilen. Das ist nicht richtig. Bei allen Heilungen, die Gott im Laufe der Heilsgeschichte gewirkt hat – erinnern wir uns insbesondere an die Heilungen im Laufe der Geschichte der Kirche – hat Gott auf den Geist des Menschen eingewirkt, indem Er den Geist des Menschen erweckt und versucht hat, den Menschen auferstehen zu lassen. Die Heilung war das Ergebnis jener tiefen, inneren Heilung.

Gott schenkt Zeichen, aber die Zeichen sind ein Aufruf an uns, eine Antwort zu geben und freiwillig mitzuwirken. Die Zeichen sind auch eine Bestätigung unseres Glaubens, aber die Zeichen alleine retten uns nicht, wenn wir nicht freiwillig an diesem, unserem Umwandlungsprozess, an unserer Auferstehung mitwirken. Was müssen wir also tun? Wir müssen uns bekehren.

Stefania Caterina: Was ist also unsere Bekehrung? Die Bekehrung an sich bezeichnet eine Umwandlung, eine tiefe, innerliche Veränderung, eine radikale Änderung unserer Wesensart und das geschieht, wenn wir uns aus freien Stücken Gott hingeben, wenn wir uns an Ihn wenden, um von Ihm das Heil zu erhalten. Die Bekehrung ist also gerade diese freiwillige, bewusste Teilnahme am Wirken Gottes, am Heilswerk Christi.

Die Bekehrung bringt uns also in dieser radikalen Änderung unseres ganzen Seins dazu, all das zu besiegen, was nicht von Gott kommt, all das, was gegen das Leben ist, einschließlich der Krankheit, auch der Krankheit des Körpers. Denkt an einen Menschen, der in der Sünde lebt, der ein ungeordnetes Leben lebt, voll von Lastern,… es ist klar, dass auch der Körper darunter leidet. Wenn ein Mensch auf radikale Weise seine Art zu leben ändert, spürt das auch der Körper, daher ist die wahre Medizin für den Menschen wirklich, sich an Gott zu wenden, sich insbesondere an das Werk Jesu Christi zu wenden, der der Retter, der Erlöser ist. Und mit diesem freiwilligen Schritt des Menschen wird auch dieser innere Tod besiegt, jener existenzielle, tiefe Tod, den viele Menschen in sich tragen; es werden auch unsere Wurzeln geheilt, denn mit der Bekehrung, mit der Änderung unseres Lebens beginnt ein richtiger Prozess in uns, der auch zurück in unsere Vergangenheit geht und daher auch viele Seelen befreien kann.

Pater Tomislav: Sprechen wir von der Bekehrung unseres Herzens und wir wissen, dass es die Bekehrung unseres Geistes ist, wenn sich unser Geist mit dem Geist Gottes verbindet. Im großen Ereignis, das die Kirche zu Beginn mit dem Pfingstfest erlebt hat, als der Heilige Geist in die Menschen herabgekommen ist, ist der Heilige Geist in die Gemeinschaft unter den Menschen herabgekommen, das bedeutet, wenn sich die Menschen innerlich bekehren, dann ändern sich die Beziehungen unter den Menschen, und der Heilige Lukas sagt in der Apostelgeschichte, dass sie ein Herz und eine Seele waren[1]. Ein Herz und eine Seele zu sein ist nur im dreifaltigen Leben möglich, im dreifaltigen Geist; im Geist dieser Welt kann man nicht ein Herz und eine Seele sein. Man kann ähnliche Emotionen, ähnliche, menschliche Vorlieben haben, aber man gelangt nicht zur Gemeinschaft, in der man ein Herz und eine Seele ist.

Stefania Caterina: Lesen wir einen Abschnitt aus einer Botschaft Jesu. Sie stammt aus dem Buch „Über die Große Barriere hinaus“[2], Seite 236: „Ich habe euch auch gesagt, dass die Seele ein Gedächtnis besitzt und die Erinnerungen aufbewahrt. Das erklärt, warum die Seele in vielen Situationen immer auf die gleiche Art und Weise reagiert. In einer Situation, die die Seele bereits erlebt hat und an die sie sich erinnert, handelt sie in der Tat gemäß ihrer Erinnerung. Wenn ein Schmerz, eine Verletzung oder eine Enttäuschung erneut erlebt wird und die Seele nicht fähig ist, jene Erfahrung zu überwinden, so ist das darauf zurückzuführen, dass sich die Seele an das erinnert, was sie bereits erlebt hat und entsprechend ihrer Erinnerung reagiert.

Wenn die Seele zu heilen beginnt, beginnen auch die Erinnerungen zu heilen und die Seele fängt an, sich zu reinigen. Die Liebe des Heiligen Geistes heilt die Erinnerungen der Seele, und so kann sie angesichts einer bereits erlebten Situation auf andere Weise reagieren. Sie kann das Erlebte aufopfern und lieben und dabei im Frieden bleiben.

Der Geist Gottes teilt dem Geist des Menschen seine Liebe mit, und die Liebe berührt durch den Geist das Gedächtnis der Seele. Der Geist Gottes wirkt in der Liebe und mit Liebe, denn Er ist die Liebe und all sein Wirken ist Liebe. Diese Liebe heilt, sie ist wie ein Filter, durch den alles hindurchgeht, auch die Erinnerungen. Wenn sich die Seele an eine unangenehme Situation erinnert und deshalb leidet, kommt der Heilige Geist, der Liebe ist, auf diese Verletzung und diese Erinnerung herab und hilft der Seele, alles aufzuopfern und zu vergeben. Opfer und Vergebung heilen die Seele.“

Pater Tomislav: Der Heilige Geist, der die Reine Liebe ist, vollbringt dieses Werk in uns, aber Er kann es nicht ohne uns tun. Er macht uns mit Liebe unsere Verletzungen und Sünden bewusst, weil Er sie heilen möchte. Die Seele muss sich öffnen, was allmählich geschieht. Es gibt keine magische, unmittelbare Heilung. Auch mit der Gnade der Taufe und der Gnade uns zu heiligen, die wir zu Beginn unseres Christ-Seins erhalten haben, ist es nicht zu Ende. Das ist die Gnade, aber wir müssen unseren Weg gehen, um zu heilen und nicht nur das, was wir im Laufe unseres Lebens auf der Erde getan haben, sondern in uns müssen auch die Wurzeln der Menschheit heilen, der wir angehören.

Was ist also wichtig? Wichtig ist, dass sich eine Seele in der Weise, in der Gott sie in ihrem Geist berührt, allmählich öffnet, denn Gott übt keine Gewalt aus, und dass die Seele mitwirkt. Wenn die Seele aus freien Stücken diesen Gast, den Heiligen Geist annimmt, beginnt sie sich zu öffnen. Auf welche Weise können wir reagieren, wenn uns der Heilige Geist eine Sünde, einen Fehler zeigt? Die Seele kann sich in ihrer Angst, in ihrem Groll verschließen, sie kann erschrecken, sich oder die anderen beschuldigen, sich auflehnen, sie kann schreckenerregend und für die anderen unerträglich werden, sie kann Gefühle des Grolls oder des Hasses entwickeln; verschließt sie sich darin, wird sie in ihrem Innersten, in ihren Tiefen, in ihrem Unterbewusstsein zu einer Bombe und entwickelt auf allen Ebenen Krankheitsbilder, auf der seelischen und auf der körperlichen Ebene. Nimmt die Seele hingegen an der Liebe Gottes teil und antwortet auf diese Liebe Gottes mit Liebe und Dankbarkeit, dann liebt sie diese Liebe und erwacht. An dieser Stelle berühren wir das, was für den Weg dieses Volkes grundlegend ist: In dieser Erinnerung erhebt sich die Seele und dankt dem Göttlichen Gast, sie dankt für diese Liebe und bittet diese Liebe darum, sie zu heilen. Die Seele opfert sich in dieser Erinnerung am Altar des Herzen auf, vergibt sich selbst und den anderen, dankt sich selbst und den anderen für all das Gute, das sie erlebt hat und alle negativen Gefühle werden vor den Altar Gottes getragen, um um Vergebung zu bitten.

Es kann vorkommen, dass sich die Seele an ein Ereignis erinnert und denkt, dass die ganze Welt schlecht ist und ihr nichts Gutes getan hat. Auf diese Weise heilt man nicht. Man heilt, indem man sich auch in den Gefühlen der Angst, des Grolls erhebt: ich möchte mich heilen, Herr, heile mich, damit ich vergeben kann, ohne die anderen oder sich selbst zu beschuldigen. Es ist also ein kreatives, positives Mitwirken jeder Seele, das allmählich in der Vollständigkeit der inneren Blumen mündet, von denen wir gesprochen haben, von den Früchten des Heiligen Geistes, der Tugenden, usw.

Stefania Caterina: Hören wir noch einmal Jesus zu, der in der Botschaft von vorhin fortfährt: „Der Geist des Menschen öffnet sich der Kommunikation mit dem Geist Gottes durch das Gebet und des Opfers seiner selbst. Das sind zwei sehr wichtige Kanäle, durch die die Liebe der Seele wächst und die Liebe die reine Liebe sucht. Ein anderes, sehr kraftvolles Mittel ist die Eucharistie. Ihr habt keine Vorstellung davon, was in der Seele geschieht, wenn sie die Eucharistie empfängt: Die Intelligenz, die Liebe und die Kraft der Seele wachsen.[3] Sie ist eine wahre und echte Nahrung. Das, was die stoffliche Speise für den Körper ist, ist die Eucharistie für die Seele, der es auf diese Weise gelingt, sich zu öffnen und das Wirken des Heiligen Geistes in sich eindringen zu lassen.

Das Leben Gott aufzuopfern ist unerlässlich, damit sein Abbild in euch zutage kommen kann. Gott opfert sich ununterbrochen auf. Seine Liebe gibt sich für euch hin. Würde sich die Liebe Gottes nicht hingeben, könnte das Universum nicht fortbestehen. Würde Gott euch seine Liebe nicht schenken, wäre Er gleich einem Idol ohne Leben. Das Gleiche gilt für euch: Wenn ihr euch nicht hingebt, könnt ihr nicht zum Abbild der Liebe werden, die ihr in euch tragt, ihr könnt das Abbild Gottes nicht offenbaren. Im Opfer seiner selbst verwirklicht sich der Mensch und wird fruchtbar, indem er seinem Schöpfer ähnlich wird.“

Wir haben also gesagt, dass viele Krankheiten der Seele, des Körpers gerade daher rühren, dass es uns nicht gelingt, aus unserer Vergangenheit uns selbst und jenen zu vergeben, die uns verletzt haben. Das Leben auf der Erde ist nun tatsächlich ein großer Kampf. Wir machen viele negative Erfahrungen und was ist es letztlich, was am Ende eines Lebens übrigbleibt? Es sind die Liebe und der Schmerz, diese beiden Merkmale des menschlichen Lebens: die Liebe, die wir gegeben, die wir erhalten haben oder die wir nicht gegeben und nicht erhalten haben, der ganze Schmerz. Manchmal entsteht dadurch in uns ein geschlossener Kreis, aus dem wir nicht herauskommen, weil es uns nicht gelingt, uns oder den anderen zu vergeben. Was können wir also tun? Wir können der Liebe Gottes durch das Gebet, das Opfer, durch die Eucharistie, die wir empfangen, erlauben, in uns einzutreten, uns zu berühren, uns zu heilen und die ganze Liebe, den ganzen Schmerz in Seine Liebe, in Seinen Schmerz umzuwandeln, die retten und erlösen; wenn wir wirklich dem Schöpfer ähnlich werden und nichts mehr für uns behalten möchten und all das, was wir getan oder nicht getan, was wir gegeben oder nicht gegeben haben, nicht mehr wichtig ist – vor Gott zählt die Liebe, mit der wir geben, jetzt auch für früher. Heute können wir das heilen, wozu wir damals nicht fähig waren, weil wir nicht wussten wie, weil wir nicht gewachsen, reif waren, weil wir es nicht erkannten. Wenn wir also Gott unsere ganze Liebe, unseren ganzen Schmerz unseres ganzen Lebens geben, dann nimmt Gott sie wie einen Schatz und wandelt sie in einen Schatz um, nicht nur um uns zu heilen, sondern um auch viele andere zu heilen.

Pater Tomislav: Wir Christen nehmen an sieben Sakramenten teil, die mehr oder weniger unser ganzes persönliches und gesellschaftliches Leben umfassen. Bitten wir also vor Gott, Er möge uns innerlich erwecken und erleuchten, um wahrhaftig mitzuwirken, und fragen wir uns: haben unsere Beichten diese Tiefen, die Wurzel berührt? Haben wir uns verändert? Wie viele Beichten haben wir wie Riten erlebt, ohne in eine Beziehung mit dem Heiligen Geist, mit dem Hohenpriester Jesus Christus einzutauchen, der unser Leben regiert? Wie erleben wir die Eucharistie? Nehmen wir am Leiden Christi, das wir jetzt in der Fastenzeit durchleben, an seinem Tod teil, um aufzuerstehen oder nicht? Die Heilung ist nichts Magisches, es ist ein Weg, um dem Bösen, das wir in uns berühren oder das uns von außen berührt, in mystischer Gemeinschaft mit Christus entgegenzutreten.

Betrachten wir die anderen Sakramente: was bedeutet es, wenn wir den Jahrestag der Priesterweihe, der Hochzeit, der Taufe feiern? Welches Fest ist das? Es erneuern sich in uns all jene Gnaden und verstärken sich. Denken wir alle darüber nach, denn das neue Volk muss neu sein in der Teilnahme an den Sakramenten, wenn es geheilt sein möchte und auferstehen will.

Stefania Caterina: Ich bringe euch eine Erfahrung, die ich vor einigen Jahren erlebt habe – ihr findet sie im Buch „Über die Große Barriere hinaus“[4] – als mir im Geist gezeigt wurde, wie die Gott treuen Menschheiten leben, insbesondere jene von Alpha Centauri. Auf ihrem Planeten gibt es nur einen Tempel. Es gibt nicht wie bei uns auf der Erde viele Kirchen oder viele Orte, an denen die Menschen beten: es gibt einen einzigen Tempel auf dem Planeten, aber aus beziehungsweise unter diesem Tempel quillt Wasser hervor, das den ganzen Planeten bewässert und alles fruchtbar macht. Daher regnet es auf diesem Planeten auch nicht. Der Regen ist nicht notwendig, da das Wasser, das aus dem Tempel quillt, alles bewässert, die Erde fruchtbar macht und reichlich Früchte wachsen lässt. Aber das Besondere ist, dass sich diese Quelle aus dem Gebet, aus dem Opfer des ganzen Volkes speist. Der Priester Aris sagte uns: „Wenn ich, der ich Priester bin, mit meiner Frau aufhören würde zu beten, uns aufzuopfern, dann würde dieses Wasser eintrocknen, diese Quelle würde versiegen.“

Ihr seht also, wie unser Gebet und unser Opfer dazu fähig sind, sogar einem Planeten Leben zu schenken. Wir befinden uns jetzt nicht in derselben Situation, aber wenn wir daran denken, dass jeder von uns ein Tempel Gottes ist und wenn wir Ihm hingegeben leben, wenn wir es verstehen, innerlich wachsam zu sein, dann kann auch aus unserem Tempel lebendiges Wasser hervorquellen. Jesus hat das gesagt: «Aus eurem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen »[5], die heilen können und die auch unsere Wurzeln heilen können.

Pater Tomislav: Schließen wir mit einer konkreten Sache für uns: Wir haben insbesondere 2012 und 2013 gepredigt, wir haben von den Zellen gesprochen und gesehen, wie schwierig es auf der Erde ist Zellen zu bilden. Dann haben wir einen weiteren Schritt gemacht, um ein Volk zu bilden, anschließend hat uns Gott im kosmischen Pfingsten in das neue Volk des ganzen Universums eingefügt. Auch diese großartige Gnade der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist nichts Magisches, sondern erfordert unsere Antwort, die Antwort jedes Einzelnen und von uns allen. Wenn wir die Aufgabe das Kreuz zu tragen lediglich an einen Priester oder an eine Seele, einen Menschen delegieren und nicht das tragen, was uns zum Zeitpunkt der Empfängnis anvertraut wurde, dann bürden wir unserer Gemeinschaft Lasten auf. Anstatt dass alles, was in einer Seele nicht aufgeopfert ist und nicht die Gemeinschaft mit dem Volk ausdrückt, verteilt wird, all das, worum nicht um Hilfe gebeten wird, um weitergehen zu können, all das belastet.

Wie wir also mit der Erfahrung von Alpha Centauri in Erinnerung gerufen haben, müssen wir uns jetzt darauf konzentrieren, unsere Sakramente mit lebendiger Teilnahme des Einzelnen und des ganzen Volkes zu feiern und das erhöht die Macht des Heiligen Geistes und führt uns wirklich zum kosmischen Pfingsten. Dabei helfen uns die treuen Schwestern und Brüder, dabei helfen uns die Engel und alle himmlischen Mächte, aber wir müssen beginnen, aus freien Stücken und mit Liebe mitzuwirken, das zu tragen, was Gott uns anvertraut hat, denn wir leben nicht nur für uns selbst auf der Erde, sondern unsere Aufgabe ist es, uns gegenseitig zu helfen, damit alle Kinder, die in das Haus des Vaters eintreten möchten, geheilt und in die neue Schöpfung gebracht werden. Das Ziel der Heilung der Wurzeln ist nicht eine Erleichterung, eine Entlastung, sondern ein freudiger Ausblick, der uns zur neuen Schöpfung bringt und uns ständig umformt. Daher bildet das ganze Volk – je mehr die Einzelne und alle gemeinsam mitwirken – diese Macht, die uns hilft, im Heiligen Geist ein Herz und eine Seele zu sein.

Und ich segne euch, damit euch diese Worte auf eurem Weg helfen mögen. Ich segne euch in diesen Tagen, in der zweiten Hälfte der Fastenzeit, wo wir in das Herz der Fastenzeit eintreten, in das Leiden, um zur Auferstehung zu gelangen, damit ihr freudig und aus freien Stücken mitwirken möget, damit ihr reichlich Früchte tragen könnt, die sich auf euch und das ganze Volk Gottes ergießen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Apg 4,32

[2] Verlag Luci dell’Esodo; verlag@lucidellesodo.com

[3] Vgl. Lk 24,31-33

[4] Vgl. S. 126

[5] Vgl. Joh 7,37-38

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