Gedanken zum Buch „Das Universum und seine Bewohner” Die Erde und das untere Universum – Zwei Phasen / Die Kirche der Erde

von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić

Liebe Schwestern und Brüder, mit den heutigen Gedanken beginnen wir den vierten Teil des Buches mit dem Titel «Vom Kommen Jesu bis zum dritten Jahrtausend». Diese erste Folge ist in Wirklichkeit eine Einführung zum vierten und fünften Teil des Buches. Es ist eine Zusammenfassung der Geschichte der Kirche, durch die sich die Menschheit der Erde auf erhabene Weise ausdrückt, denn der Herr Jesus Christus hat der Kirche sein Leben eingeprägt. In dieser Geschichte der Kirche hat sich das Wirken des Herrn Jesus Christus geoffenbart, aber auch das Wirken Luzifers hat sich geoffenbart.

Diese heutigen Gedanken sind der Auftakt für unsere folgenden Überlegungen, in denen die Dynamik des Wirkens Luzifers zu sehen sein wird, insbesondere im unteren Universum und auf der Erde und andererseits die Dynamik der Gnade des Herrn. Deshalb habe ich das letzte Mal gesagt, dass wir an einem Punkt angelangt sind, wo wir nicht mehr gleichgültig bleiben können. Gott erlaubt es nicht. Hören wir also zu.

Lesen wir den Abschnitt auf Seite 213:

Die Erde und das untere Universum – Zwei Phasen

Seit dem Kommen Jesu bis heute hat sich vieles im Universum verändert. Die erste Phase reicht von Pfingsten bis zum Großen Jubiläum, das die katholische Kirche im Jahr 2000 ausgerufen hat und mit dem das dritte Jahrtausend eurer Geschichte gemäß des Kalenders der Erde begonnen hat. In dieser Phase hat eine Festigung der Kirche der Erde und der Verbreitung des Christentums auf eurem Planeten stattgefunden.

Die zweite Phase ist noch immer im Gange. Sie hat im Jahr 2000 der Erde begonnen und wird mit der glorreichen Wiederkehr Christi und dem Eintritt des Volkes Gottes in die neue Schöpfung enden. In dieser Phase hat Gott seinem Wirken einen immer stärkeren Impuls eingeprägt und tut dies auch weiterhin. Das gesamte Universum geht auf das Ereignis zu, das das Ende der Zeiten und den Beginn der neuen Schöpfung bezeichnen wird: die glorreiche Wiederkehr Christi.

Sehen wir uns also die wesentlichen Punkte der ersten Phase an beginnend mit der Erde.

Die Kirche der Erde

Seit dem Kommen Christi ist die Erde im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestanden; vor allem die Kirche. Ich beziehe mich hauptsächlich auf die katholische Kirche, die den Großteil der Christen vertritt, aber diese Schilderung betrifft die Kirche im weiteren Sinn als Volk Gottes, gegenwärtig und wirksam in den verschiedenen Konfessionen, die sich im Laufe der Geschichte des Christentums gebildet haben.

Die Abfolge der wichtigsten Ereignisse des Lebens im Universum ist dem Kalender der Erde gefolgt, genauer gesagt dem liturgischen Kalender der katholischen Kirche. Das ist sehr wichtig: das bedeutet, dass sich das Universum an die Zeit der Erde angepasst hat, so, wie sie bei euch gemessen wird, sei es auf physischer wie geistiger Ebene. Es hat vor allem auf die Antwort auf die Gnade vonseiten der katholischen Kirche und der Christen im Allgemeinen gewartet. Dem Kalender der Kirche hat sich auch Luzifer angeschlossen mit dem Ziel, dem Werk Gottes entgegenzuwirken. Das Gute und das Böse des Universums endeten darin, um die Rhythmen der Erde und die Antwort der Christen zu kreisen.

In dieser ersten Phase der Geschichte des Universums nach Christus haben die treuen Menschheiten darauf gewartet, mit der Kirche in Gemeinschaft eintreten und gemeinsam die von Jesus gewünschte universale Sendung beginnen zu können. Die Menschheiten des mittleren Universums sind hingegen isoliert und all dem gegenüber gleichgültig geblieben. Die rebellischen Menschheiten des unteren Universums haben schließlich ihren Blick der Erde zugewandt, angezogen nicht vom Christentum, sondern vielmehr von der esoterischen Macht, die auf eurem Planeten gegenwärtig ist. Das deshalb, weil Luzifer dank des Blutpaktes mit euren Stammeltern seinen Anhängern der Erde die Macht über das ganze Universum versprochen hat. Deshalb haben sich verschiedene rebellische Menschheiten der Erde genähert, um mit den Anhängern Luzifers in Kontakt zu treten mit dem Ziel, eines Tages die vom Dämon versprochene Macht mit ihnen zu teilen.

Diese erste Phase hat mit dem eindrucksvollen Ereignis des Herabkommens des Heiligen Geistes auf die Kirche zu Pfingsten und mit dem Besuch der treuen Schwestern und Brüder bei den Aposteln begonnen. Anschließend ist die Bekehrung des Heiligen Paulus geschehen, der vom Herrn ausgewählt worden war, um den Heiden das Evangelium zu verkünden und in besonderer Weise auf die universale Sendung der Kirche vorbereitet worden war. Seine Lehre hat die Grundlagen für eine umfangreichere Sicht des Christentums gelegt, nicht nur auf die Erde beschränkt, sondern bezogen auf den größeren Plan, in Christus alles zu vereinen was im Himmel und auf der Erde ist (Eph 1,8-12).

Die Kirche hatte, wie wir gesehen haben, nicht den Mut, die Hilfe der treuen Schwestern und Brüder anzunehmen und der Heilige Paulus selbst fand sich in nicht wenigen Schwierigkeiten wieder. Jesus ließ seiner Kirche Zeit, auf ihrem Weg zu reifen.

In der Zwischenzeit begann die Kirche sich zu einer gut organisierten Struktur auszuweiten und zu festigen. Sie erlangte Ansehen in den Augen der Welt und der Mächtigen, angezogen vor allem durch die außergewöhnlichen Gaben der Gnade und der Wunder, die unter den ersten Christen geschahen. So traten viele der Kirche nicht aus Glauben, sondern auch aus Interesse bei in der Hoffnung, Ehrenplätze zu erlangen, indem sie sich der christlichen Religion bedienten. Luzifer begann in der Zwischenzeit, in der Kirche zu wirken, indem er beim Ehrgeiz der schwachen Menschen ansetzte.

Die Kirche hat seit damals viel Weg zurückgelegt, einen Weg der Heiligkeit aber auch der Finsternis, denn Luzifer hat niemals aufgehört, sie von außen und innen anzugreifen. Von außen durch die Verfolgungen, die die Kirche erlitten hat und vonseiten jener erleidet, die dem Feind angehören. Von innen durch die Einschleusung von Massen an verdorbenen Menschen, die in der Kirche Machtpositionen erworben und den Weg des Volkes Gottes beeinflusst haben. Hieraus sind die Auseinandersetzungen und Trennungen entstanden, die die Kirche geschwächt haben; hier hat ein allmählicher aber unaufhaltsamer Prozess begonnen, durch den der Geist des Bösen in seinen vielfältigen Formen die Kirche durchdrungen hat bis zum gegenwärtigen Niveau, das wirklich besorgniserregend ist.

All das zwang den Herrn dazu, viele außergewöhnliche Gnaden zurückzuziehen, die Er seiner Kirche gewährt hatte, um zu verhindern, dass sie von Luzifer und den Seinen ausgenutzt werden würden. Die Kirche erfuhr die Macht der Wunder der Heilungen und der Weissagungen nicht mehr, die in der entstehenden Kirche gängig waren und den ersten Christen erlaubten, mit großer Macht Jesus Christus zu bezeugen: „Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.“ (Mk 16,20).

Von Beginn an hat die Kirche in ihrem Inneren einen furchtbaren Kampf zwischen Licht und Finsternis geführt und wurde zum Spiegel dessen, was im Universum geschieht, wo sich Licht und Finsternis ohne Unterlass gegenübertreten. So setzte Luzifer den Propheten und Heiligen, die Jesus in der Kirche erweckte, schlechte und verdorbene Menschen gegenüber, die sich in die Kirche einschleusten mit der Aufgabe, Heilige und Propheten zu beseitigen. Viele Heilige und Propheten, von Jesus gesandt, um die Kirche zu bereichern, wurden im Namen Jesu von dem verdorbenen Teil der Kirche ausgeschaltet. All das verursachte eine starke Schwächung des Volkes Gottes, zu der mit der Zeit Schismen, Spaltungen, Häresien und Machtkämpfe hinzukamen bis in die heutige Zeit, wo Freimaurertum, Satanismus und okkulte Mächte immer offensichtlicher auf allen Ebenen der Kirche wirken und nicht nur in jener katholischen. Hinzu kam die Teilung zwischen Klerus und dem Volk und zwischen Geweihten und Laien, die die geschwisterliche Gemeinschaft schwächte.

Das ganze Volk Gottes hat im Laufe der Geschichte unter dem heftigen Angriff Luzifers gelitten; nichtsdestotrotz hat aber der Glaube der Kleinen und Demütigen immer überwogen, der die Heiligkeit der Kirche nährte, die in den großen Heiligen, die unter euch gelebt haben und noch unter euch leben, höchste Höhen berührt hat. Der Großteil von ihnen ist der Menschheit unbekannt, aber eines Tages werden sie im Volk Gottes leuchten: „Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand […]Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.“ (Weish 3, 1.7-8)

Der heikelste Punkt dieses Kampfes zwischen Gut und Böse im Inneren der Kirche hat das Priestertum betroffen. Von Anfang an hat Luzifer seine krankhafte Aufmerksamkeit auf die Macht der Priester im Sinne von Werkzeugen Gottes gelenkt, dazu fähig, Brot und Wein in den Leib und das But des Herrn Jesus Christus zu verwandeln. Sofort war es Luzifers Ziel, die Priester zu verderben, um in Besitz der geweihten Hostie zu gelangen, in der der Leib, das Blut, die Seele und die Göttlichkeit Jesu Christi gegenwärtig sind. Für Luzifer bedeutete das, den Retter noch einmal verletzen und beleidigen zu können wie auf dem Kreuzweg, Ihn vollkommen in seiner Macht zu haben. Er erhoffte sich, so in Besitz der Macht zu kommen, die Jesus den Priester gegeben hatte und sie für seine Zwecke zu verwenden. Leider ließen sich viele Priester im Tausch gegen Privilegien und Macht im Laufe der Geschichte der Kirche von Luzifer verderben. Sie stellten sich in den Dienst Luzifers und lieferten ihm den Herrn aus, wie es zu seiner Zeit auch Judas Iskariot, der Stammvater der verdorbenen Priester, getan hatte. In den Augen Gottes war dies fürchterlich und verursachte der Kirche und der Erde selbst viel Leid.

Das Volk der Erde ist heute schwach trotz der unbestrittenen Heiligkeit sehr vieler Christen. Der rationale Gedanken, der sich in viele Christen und in die Theologie eingeschlichen hat, die Suche nach dem Vergnügen, der vorherrschende Egoismus und Atheismus haben die christliche Lebensanschauung immer mehr an den Rand gedrängt. Viele Gläubige benehmen sich in der Tat wie Nicht-Gläubige. Die Erde ist von einem Nebel eingehüllt, der den Gedanken und das Leben der Menschen trübt.

Dennoch ist der größte Schaden, den das Volk Gottes erlitten hat, die Abwendung von der ursprünglichen universalen Sendung: die kirchlichen Hierarchien ließen schuldhaft das Thema über das Leben im Universum versanden mit der Folge, dass die Gemeinschaft mit den Schwestern und Brüdern des Universums nicht zustandekam. Das hat die Kirche einer großen Hilfe beraubt und den Christen nicht ermöglicht, sich in eine höhere spirituelle Dimension zu erheben als jene der Erde. Die Auswirkungen auf die Menschheit und die Geschichte eures Planeten ebenso wie auf das gesamte Universum sind schwerwiegend gewesen.

Die Kirche der Erde, von Jesus Christus gegründet, hat die Fülle der Offenbarung erhalten; sie bewahrt und überliefert das Zeugnis der großen Ereignisse des Heils: die Menschwerdung, den Tod und die Auferstehung, die Himmelfahrt Jesu Christi. Das Evangelium Jesu ist die vollkommene Zusammenfassung des Gesetzes Gottes, das Eines ist im ganzen Universum. Die Kirche hat von ihrem Herrn die Sendung erhalten, das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen; dafür wurde sie von ihrem Meister vorbereitet und unterwiesen. Deshalb durfte sie nicht Unwissenheit darüber vortäuschen, dass andere Menschen im Universum existieren, wie sie es leider bis jetzt getan hat.

Die Gott treuen Menschheiten haben umsonst darauf gewartet, mit der Kirche der Erde in Gemeinschaft einzutreten, um das Gesetz Gottes im ganzen Universum zu verbreiten. Aufgrund des schuldigen Schweigens der Kirche wird Gott auf andere Weise vorsorgen müssen und Er wird es tun. Er wird unmissverständliche Zeichen von der Gegenwart vieler seiner Kinder im Universum geben, aber die Erde wird warten müssen. Die Blindheit der kirchlichen Hierarchien, die Passivität der Gläubigen und die Feindseligkeit jener, die nicht glauben, haben dazu geführt, dass die Erde unvermeidbar zurückgelassen wurde: sie wird der letzte Planet sein, der die Zeichen sehen wird, die Gott dem gesamten Universum geben wird, und für viele wird es zu spät sein.

In diesem Bericht gibt es viele wichtige Abschnitte, die wir eurer Verantwortung überlassen. Wir möchten wiederholen, dass diese Worte nicht unsere sind: es sind die Worte des Geistes des Dreifaltigen Gottes und wir überbringen sie im Bewusstsein, dass es unsere Pflicht ist sie zu bezeugen. Wir haben die Aufgabe, euch die Dinge zu erklären, wie sie sind. Wir glauben, dass ihr erwachsene Christen seid. Von einer erwachsenen Person erwartet man sich die Fähigkeit zu unterscheiden, zu sehen, zu verstehen, um in den Ereignissen eine Haltung einnehmen zu können, und wir sind schon in die Ereignisse eingetreten. Die Dynamik zwischen dem Werk Jesu Christi und dem Werk Luzifers wird immer deutlicher hervortreten. In diesem Abschnitt wurde die Heiligkeit vieler Christen hervorgehoben und gleichzeitig ein Scheitern der Kirche. Wir sind nicht hier, um jemanden zu kritisieren, sondern um den Dingen ins Auge zu sehen und zu antworten, während wir Jesus Christus bezeugen, sein erstes Kommen, seine Menschwerdung, sein Leiden, seinen Tod, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt; während wir unseren Glauben bezeugen in Erwartung der Erfüllung aller Verheißungen des Herrn. Nur so werden wir aus der Passivität heraustreten.

Im Laufe der Geschichte der Kirche wartete Gott auf eine Antwort. Erinnert euch an das Jahr 2012 und unser Buch „2012 – Die entscheidende Wahl der Menschheit“[1]. Auch danach wartet Gott auf die Antwort der Kirche der Erde, des Volkes Gottes, das Zeugnis ablegt nicht nur über den Schulkatechismus: ein Zeugnis über die Gnaden, die Gott in dieser Zeit anbietet, um das ganze Universums in einer Familie zu vereinen, in einer universalen Kirche, um die Zeiten der neuen Schöpfung zu beschleunigen, die auf das zweite Kommen Jesu Christi folgen wird. Ich lade euch also ein und wir laden euch ein, es ernst zu nehmen, eure Antwort Gott zu geben, nicht hergesagt, sondern mit dem Bemühen, Ihm euer Leben durch die Allerheiligste Jungfrau Maria aufzuopfern. Das ist der Weg, den wir euch in diesen Zeiten, in diesen Gedanken zeigen, die noch folgen werden, denn Gott möchte sich seines Volkes bedienen.

Ich segne euch im Namen Gottes. Ich segne euch im Namen aller Heiligen, aller Gerechten, insbesondere im Namen der Allerheiligsten Jungfrau Maria, des Heiligen Josefs, im Namen aller Erzengel, der Engel, im Namen der universalen Kirche des ganzen Universums, damit euch die dreifaltige Macht mitgeteilt werde, damit sich in eurem Leben die Gnaden, die Gott der Kirche beim ersten Pfingstfest gegeben hat, erneut offenbaren mögen und dass so allmählich das ganze Volk im ganzen Universum in das kosmische Pfingsten eintreten möge, um dahin zu gelangen, den Gesetzen des reinen Geistes unterworfen zu sein, die das ganze Universum regieren, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Der italienische Originaltitel lautet: „2012 – La scelta decisiva dell‘umanità”, Ed. Luci dell’Esodo

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