Vereint in Christus – Überlegungen und Gebete – Folge 9

von Tomislav Vlašić

Möchtet ihr geheilt werden oder auferstehen?

Liebe Brüder, liebe Schwestern, heute möchten wir ein sehr, sehr heikles Thema berühren, das unsere ganze Aufmerksamkeit verlangt, und zwar eine Aufmerksamkeit dem gegenüber, was wir euch erklärt haben, damit in euch jene Dynamik der Gnade wirksam werden kann, die Gott euch gewährt, wenn ihr bereit seid, dieses Thema zu betrachten. Ich schlage euch das Thema, über das ich sprechen werde, als Frage vor: Möchtet ihr geheilt werden oder auferstehen? Beten wir dafür: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wir segnen dich, Gott Vater. Du hast deinen Sohn unter uns gesandt als dein vollkommenes Abbild, das Abbild, das unser Spiegelbild ist, das Spiegelbild der erlösten Menschheit, der Zukunft der Menschheit. Er ist bis in die Tiefen unseres Elends hinabgestiegen, hat die Ursachen unseres Leids berührt und vergeben und hat uns den Weg geöffnet. Aber als freie Wesen müssen wir ihn aus freien Stücken wählen und ihm folgen.

In deinem Namen hat Er uns den Heiligen Geist gesandt, der mit ihm sein ganzes Heilswerk in die Tat umsetzt. Wir bitten dich, uns die sieben Gaben des Heiligen Geistes zu schenken, um den Retter der Welt verstehen zu können, um den Heilsplan des ganzen Universums verstehen zu können. Durch Christus unseren Herrn. Amen.

Zu Beginn möchte ich erklären, worüber ich sprechen werde. Ich möchte nicht über die Medizin sprechen und auch den Wert der Medizin auf der Erde nicht verleugnen. Es gibt auf diesem Gebiet tüchtige Menschen, es gibt viele anerkannte Entdeckungen, aber im Hinblick auf die Gott treuen Menschheiten können sie nicht einmal verglichen werden; sie sind sehr beschränkt. Einerseits sind sie förderlich, andererseits sind sie schädlich, und wie dem auch sei, keiner Medizin der Erde gelingt es, über den Tod hinauszugehen, es gelingt ihr nicht, Menschen auferstehen zu lassen. Ich möchte über die grundlegende Haltung des Christen sprechen, ob er Heilung will oder die Auferstehung. Wenn er Heilung will, wird er einen Heiler suchen, jene Heiler, die wir kennen, die uns die Massenmedien vorstellen, zum Teil aus dem esoterischen Umfeld, zum Teil Heiler, die beten; aber der, der auferstehen will, muss den Retter der Welt suchen: Jesus Christus in seiner ganzen Dynamik der Liebe uns gegenüber, der das Zeugnis gegeben hat, dass Er uns liebt, der heilte und auferweckte, aber mit diesen Zeichen wollte Er uns auf seinen Weg führen, der im österlichen Durchgang endet. Indem Er dem Bösen gegenübergetreten ist, dem Tod, durch seine Auferstehung ist Er in seiner Herrlichkeit erschienen, und wir glauben, dass Er heute zur Rechten des Vaters sitzt. Mit ihm ist die menschliche Natur aufgenommen worden. Und vor unseren Augen haben wir das Bild, das Beispiel, die Wirklichkeit der Zukunft der Menschheit, die sich dem Retter der Welt anschließt. Auf diesem Weg der Vereinigung aller Dinge in Christus, auf diesem Weg hin zur neuen Schöpfung müssen wir uns also mit diesem Thema auseinandersetzen. Ich bitte all jene Zuhörer um Vergebung, die anderen Religionen angehören oder Atheisten sind. Mit unserem Zeugnis möchten wir niemanden verletzen. Jesus Christus heilte die Menschen anderer Religionen, Nicht-Gläubige. Er steht über allen Strukturen der Mentalität dieser Welt. Er ist jedem Menschen guten Willens nahe. Unsere Aufgabe ist es, diese Wahrheit zu offenbaren. In dieser Zeit wird sich diese Wahrheit mit der ganzen Macht des Lebens Gottes denen, die die Wahrheit kennen wollen, die der Wahrheit angehören wollen, offenbaren. Das ist kein Gegensatz zu den Menschen anderer Religionen, nicht einmal mit den Atheisten, aber die Pflicht der gläubigen Christen ist es, Werkzeug des Heils zu sein, die Offenbarung des Lebens zu sein, wie es in Gott ist, wie es unter uns verkörpert werden kann. Wir möchten niemanden mit Worten überzeugen, aber wir wünschen uns, dass alle an diesem Weg teilnehmen, dass sie ausgerichtet werden, das Leben Gottes zu offenbaren, Menschen zu sein, die gerettet, auferstanden sind. Der grundlegende Unterschied zwischen Heilung und Auferstehung ist, wie ich gesagt habe, dass die Menschen, die die Auferstehung Christi nicht annehmen, Heiler suchen. Heute spricht man von 12 Millionen Italienern, die verschiedenen Heilern folgen und sich dabei nicht fragen, was diese Heilung hervorruft. Aber ich sage euch: Seid vorsichtig, denn wir treten in Zeiten ein, in denen Satan und der Antichrist alle esoterischen Kräfte und all das aufblasen werden, was dem Egoismus, dem Egozentrismus angehört. Ihr werdet in die Falle gehen, wenn ihr diese Heiler sucht, und nicht nur, wenn ihr jene Heiler sucht, auch dann, wenn ihr in Jesus Christus nur einen Heiler seht, wenn ihr im Priester einen Heiler seht, in der Gebetsgruppe einen Ort, an dem Heilungen geschehen, wenn ihr für die Heilung eurer Wurzeln betet, Charismatiker und Gebetsgruppen sucht, um eure eigene Lage zu verbessern, aber nicht um euer Vorfahren bemüht seid, darum, der gefallenen Menschheit zu helfen, die noch die Offenbarung des Sohnes Gottes durch die Kinder erwarten, die Jesus Christus angenommen haben. Also, hier möchte ich mich in besonderer Weise aufhalten und die subtilen Punkte ansprechen, die die Menschen auch auf dem geistigen Weg begleiten.

Wer nicht akzeptiert, in Christus aufzuerstehen – wir sprechen hier vom ersten Sieg über den Tod, dem geistigen Tod in unserem Geist, in unserer Seele – wer diese Auferstehung nicht akzeptiert, ist automatisch auf das Überleben auf der Erde ausgerichtet, darauf, ein Gewand zu flicken, das dazu bestimmt ist, mit dem Tod zu vermodern. Stefania Caterina veröffentlichte im Buch „Über die Große Barriere hinaus“ zwei Kapitel, die dieses Thema genauer berühren: das Kapitel über die Heilung der Wurzeln und jenes über den Tod. Aus unseren Erfahrungen im Kontakt mit den Lesern wissen wir, dass ein Großteil der Leser Angst davor hat, dieses Kapitel zu lesen, sie haben Angst, an den Tod zu denken. Der Tod ist dort als Bruder vorgestellt, Bruder Tod, wie eine Tür, ein Durchgang zur Ewigkeit, zur Fülle. Würden die Menschen diesen Hinweisen entsprechend leben, würden sie innerlich heilen. Warum? Weil der Tod in sich selbst die grundlegende Angst trägt, und diese erdrückt und bindet uns an die Erde. Indem wir den Tod nicht besiegen, haben wir auch die Ursache unseres Leidens nicht besiegt. Indem wir die Horizonte nicht auf jene ausweiten, die uns Jesus Christus mit seiner Auferstehung gebracht hat, sind wir zu sehr in uns selbst verschlossen, in einer Sorge über die Auswirkungen der Sünden, über die Auswirkungen der kollektiven Sünde; und wir ziehen uns auf uns selbst zurück. So könnt ihr also die Verbindung zwischen Auferstehung und Heilung sehen. Wer die Auferstehung annimmt, wer die Auferstehung in sich entwickelt, wer dafür offen ist, diese verwandelnde Macht der Menschheit anzunehmen, der ist auf dem Weg der Heilung, der wird geheilt. Alles kommt an den richtigen Platz, auch die Dinge unserer Vergangenheit, unserer Wurzeln. Es gibt eine Auffassung, dass sich auch der Tod Jesu Christi vom Anfang der Schöpfung an in den Heilsplan einfügt, denn Jesus Christus verherrlichte sich auf diese Weise. Auch sein Leiden, sein Tod sind Teil der unendlichen Güte Gottes. Und das tritt in unser Leben ein, wenn wir daran glauben; Jesus Christus tritt mit dieser Liebe in unser Leben ein, die Gott von Anfang gehabt hat in der Voraussicht, dass sich gewisse Menschen von ihm entfernen werden. Ich möchte also, dass wir versuchen, die Punkte zu verstehen, die wir in uns besiegen müssen: die Punkte, die wir in uns besiegen müssen sind der erste Tod. Der erste Tod ist die Sklaverei unseres Egoismus. Wir müssen uns von der Sklaverei unseres Egoismus befreien. Hier gibt es sehr viele Nuancen. Betrachten wir nicht die Menschen um uns herum, die dem Geld nachlaufen, die sich um dieses oder jenes Sorgen machen, sondern betrachten wir uns selbst. In Anbetracht der Tatsache, dass wir hier zu Menschen sprechen, die einen geistigen Weg gehen möchten, möge jeder sich selbst betrachten, dort, wo Hindernisse sind. Es gibt einen geistigen Egoismus, wie ich vorhin sagte, wenn der Mensch Jesus Christus nicht als den Retter der Welt annimmt, wenn er die Auferstehung nicht annimmt, sich nicht dafür entscheidet, zur Auferstehung hinzugehen; automatisch bleibt die Wurzel des Egoismus, der Angst vor dem Tod und die Verschlossenheit in sich selbst. Gott gibt uns also die Möglichkeit, diese Angst zu entfernen. Nehmen wir als Beispiel den Heiligen Franz von Assisi, der Angst davor hatte, einen Leprakranken zu umarmen. Vom Impuls des Heiligen Geistes angetrieben lief er, als er einem Leprakranken begegnete, auf diesen zu und umarmte ihn und bezeugt, dass sich in ihm in diesem Augenblick die ganze Bitterkeit in eine Süße umgewandelt hat. Das bedeutet, die Dynamik des Lebens des Erlösers in den eigenen Durchgängen anzunehmen. Ihr wisst, dass die Geburt eine Krise ist, eine große Krise: aus dem Leib der Mutter herauszukommen, mit den Schmerzen der Mutter geboren zu werden, dem Leben entgegenzutreten. Man kann nicht neu geboren werden, ohne dieser Wachstumskrise entgegenzutreten, die der Tod ist.

Ich möchte einige Elemente ansprechen, die euch helfen können, denn im geistigen Leben kann der Egoismus, der Egozentrismus sehr subtil und sehr gefährlich, sehr versteckt sein: sich im eigenen, geistigen Leben zu gefallen, die anderen zu verachten, die Habgier, die Eifersucht, der Neid. Überlegt, wie viel Neid und Eifersucht in Luzifer sind, wenn er jetzt das Volk Gottes zur neuen Schöpfung voranschreiten sieht. Alles geht vom Egoismus, vom Egozentrismus aus.

Es gibt eine Form der Anhänglichkeit an Charismen: Charismen wie eine Verzierung zu betrachten, ein Prestige, eine Größe. Das ist gefährlich. Ein Charisma wie zum Beispiel die Art, wie eine Person heilt: nein, nein! Jesus Christus heilt, wenn es Heilung gibt. Und die Heilung, die Jesus Christus bewirkt –  erinnert euch an die großen Heilungen in den Heiligtümern der Muttergottes – heilt einen Menschen im Geist auf vollkommene Weise, die Person ändert sich. Es gibt ein anderes gefährliches Element: sich auf die Krankheiten, die Probleme zu konzentrieren, eine Art geistige Psychoanalyse. Das ist sehr gefährlich. Es wäre normal, wenn man das Böse spürt, um Hilfe zu rufen, sich an den zu wenden, der helfen kann. Die ganze Aufmerksamkeit müsste auf den Retter der Welt gerichtet sein, eine Aufmerksamkeit voller Vertrauen, erfüllt von Hoffnung, von Liebe. An diesem Punkt verweise ich auf das Kapitel, das im Buch von Stefania Caterina „Über die Große Barriere hinaus“ den Tod behandelt. Dort wird unterstrichen, dass das authentische Gebet die Macht gegen den ersten Tod ist. Die wahre Bekehrung verjagt das Böse, hält das Böse fern. Indem wir in Gott eintauchen wie die Allerheiligste Jungfrau Maria, sehen wir das Böse nicht an, wir gehen hindurch und das Böse lässt von uns ab, es entfernt sich. Je mehr Jesus Christus, der Sieger, der Auferstandene das Zentrum unserer geistigen Aufmerksamkeit ist und wir ihm nachfolgen, je mehr befreien wir uns von unserem Egozentrismus.

Auf dem geistigen Weg gibt es auch den starken Wunsch der Neugierde nach außergewöhnlichen Dingen und den Wunsch, sich auf diesem Niveau der außergewöhnlichen Dinge zu bewegen. Am Ende der Zeiten werden wir eine einzige, außergewöhnliche Sache haben: die reine Liebe, die Liebe Gottes, die wir in uns und mit unseren Brüdern und Schwestern leben. Wenn jemand Bücher über außergewöhnliche Heilungen oder außergewöhnliche Wunder liest, so sage ich euch, wenn ihr mit Christus auf mystische Weise vereint lebt und die ganze Dynamik seines Heilswirkens annehmt, die Dynamik seines Geistes, die gerade von seiner Erlösung ausgeht, dann könnt ihr in jedem Augenblick ein Wunder erleben. Bei jedem Kontakt mit Jesus, dem Retter, dem lebendigen Gott könnt ihr das Leben vibrieren spüren, das das Böse von euch entfernt, euch auferweckt und umwandelt. Wie oberflächlich wir Christen sind. Würden wir unsere Beichte mit der Offenheit Jesus gegenüber tun, dass Er uns ändern möge, mit dem Wunsch, umgewandelt zu werden, die Beichte würde Wunder vollbringen, große Wunder. Würden wir in jeder Messe Jesus, dem Sieger, dem Auferstandenen begegnen, würden wir an seinem Sieg teilnehmen, wären wir durch ein Wunder geheilt und von dieser Kraft angezogen, von dieser Kraft berührt. Würden wir beten, wie wir es euch gelehrt haben, würde sich unser Leben ändern.

Ich lese euch zwei kurze Texte aus dem Neuen Testament, aus dem zweiten Kapitel der Apostelgeschichte vor, die erste Predigt des Heiligen Petrus[1]: „Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“ Das ist die Verkündigung, die erlöst, und das müssen wir akzeptieren. Der Text geht weiter: „Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus antwortete ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Betrachten wir hier zwei Stellen: die Worte des Heiligen Petrus trafen sie mitten ins Herz. Was soll das heißen? Wenn ein Dieb entdeckt wird, dann trifft ihn die Wahrheit im Augenblick der Entdeckung. Er hat zwei Möglichkeiten: eine Möglichkeit ist, nicht zu bereuen, sich in sich selbst, in der Lüge zu verschließen, alles zu tun, um sich auf unrechte Weise zu verteidigen und in sich die Sünde zu verstärken. Wir können uns so verhalten. Wir können uns aber auch so verhalten, dass wir der Wahrheit erlauben, die Dunkelheit in uns zu erleuchten und zu durchbohren. Das ist die Macht des Wortes Jesu: es tötet den Tod in uns, denn die tödliche Sünde ist der Tod in einer Seele. Sie lebt nicht. Im mystischen Leben haben wir in diesen Tagen der Wundmale des Heiligen Franz von Assisi gedacht. Er fühlte sich durchbohrt, und wie der Heilige Bonaventura bezeugt, kam er vom Berg La Verna als neuer Mensch zurück. Die Gnade hatte etwas Verdorbenes durchbohrt; er war verändert, er war auferstanden. Vom Leben des Heiligen Pater Pio wissen wir alle, dass er von einer Lanze durchbohrt wurde, von einer Gnade, die sein Herz durchdrungen hat, um ihn zu verwandeln. Wenn wir uns in einer ehrlichen, demütigen, fügsamen Haltung befinden, in der uns die Augen Gottes betrachten, in der das Wort Jesu Christi zu uns spricht oder in der er durch einen Bruder oder einer Schwester zu uns spricht, wenn wir offen sind, diese Vibration der Wahrheit der Liebe anzunehmen, dann heilen wir. Wenn wir bereit sind, ganz und gar zu heilen, dann müssen auch wir um die Gnade bitten, die unsere Sünde, den alten Menschen durchbohrt, damit er in uns abstirbt. Es ist kein grausamer Tod. Auch der Heilige Franziskus fühlte im Schmerz eine Süße, ein Wohlergehen, eine Freude – es ist ein neues Leben. Aber der Christ muss verstehen, dass er in sich diese österlichen Durchgänge durchlaufen muss. Und wenn er völlig umgewandelt werden möchte, wenn er wirklich an diesem Plan, in Christus vereint zu sein, die anderen in Christus zu vereinen teilnehmen und zur neuen Schöpfung hingehen will, dann sind das, wie wir gesagt haben, die verpflichtenden Schritte: Opfer des Lebens, Ehrlichkeit, Unbeflecktheit, Transparenz, Rechtschaffenheit vor Gott und die Gemeinschaft mit den Brüdern und Schwestern. Der Heilige Petrus sagt: „Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Wenn wir wirklich unsere Taufe leben, aufrichtig in die Gnade eintauchen, damit die Allerheiligste Dreifaltigkeit ihre Gegenwart und ihr Wirken in uns offenbaren kann, dann fließt in uns das Leben und der Heilige Geist.

Ich zitiere einen anderen Text aus dem Evangelium nach Johannes, Kapitel 15: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“[2] Was bedeutet, in Jesus zu bleiben? Er erklärt: „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“[3] Was bedeutet, in seiner Liebe zu bleiben? Ihn zu lieben, über allem. Für den Heiligen Franz von Assisi war Gott ALLES, Gott gab ihm alles. In seinen Geist ergoss sich alles, das Leben der Dreifaltigkeit. Der Text sagt weiter: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander!“[4] Gott hat uns erwählt. Überlegt einmal, dass Gott euch seit Ewigkeiten her liebt. Er hat euch in Adam, in Eva geliebt. Er hat euch in allen Generationen geliebt. Er hat alle geliebt. Jetzt seid ihr dazu aufgerufen, diese Liebe zu leben und sie auf die ganze Geschichte der Menschheit auszugießen, diese Liebe allen Vorfahren mitzuteilen. Wenn ihr so lebt, erlaubt ihr, dass Jesus in euch bis zu den Pforten der Unterwelt hinabsteigt, um die Gefangenen zu befreien. Hier fügt sich die Heilung der Wurzeln ein, hier fügt sich auch die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer ein. Wenn ihr nicht erlaubt, dass euch diese Liebe Christi liebt, wenn ihr nicht glaubt, dass diese Liebe euch von eurer Empfängnis an geliebt hat, werdet ihr in eurem Leben schwarze Löcher, Wunden finden, ihr werdet eure Eltern beschuldigen und jene, die euch begleitet haben, aber die Schuld ist in euch. Wenn ihr euch Jesus Christus aufopfert und ihn in euren Wunden liebt, wenn ihr vergebt, versteht, wenn ihr glaubt, dass Gott euch als Werkzeug auch für die Bösen verwenden möchte, für die Menschen, die euch nicht verstanden haben, dann werdet ihr innerlich heil. Solange ihr euch nicht von diesen Kreuzen erhebt, die euch diese Wunden zugefügt haben, wenn ihr euch nicht in Christus zu Gott Vater erhebt, werdet ihr immer in eurem Loch bleiben und um dieses Loch herumkreisen; dieses Loch in euch ist etwas Verfaultes, das Krankheiten, Missmut, Groll, Eifersucht, Kriege, usw. verursacht. Ihr könnt nicht heilen, wenn ihr innerlich nicht aufersteht.

Wenn wir kurz bei den Worten Jesu im Evangelium nach Johannes stehenbleiben, wenn ihr die Liebe Gottes über allem wählt, wenn ihr euch aufopfert, um diese Liebe zu lieben, wenn ihr alles hingebt, dann kommt alles in euch in Ordnung. Ihr werdet verstehen, warum ihr im Leben gelitten habt, denn Gott hat euch verwendet, um zu retten. Alles in eurem Leben wird in Ordnung kommen. In dieser Offenheit der reinen Liebe Gottes gegenüber fließt in euch die Salbung des Heiligen Geistes, eine ständige Heilung, es fließt und vibriert das Leben der Dreifaltigkeit in euch. Dann seid ihr fähig, das Leben den Lebenden und den Verstorbenen mitzuteilen. Dann schockiert ihr die Atheisten, die Menschen anderer Religionen nicht: Ihr gebt Leben weiter nicht leere Worte. Und die Menschen guten Willens werden sich dessen bewusst. Entscheidet euch dafür, euer Leben in dem Sinne zu ändern, dass euer Leben bedeutet, Christus zu leben. Dann geht ihr aus euch selbst heraus, aus eurem Egozentrismus, der bis zu einem bestimmten Punkt auf dieser Erde bleiben wird, wo wir aus allen Richtungen vom Bösen bombardiert werden, aber wir müssen uns ständig bewusst mit unserem Gebet erheben. Und je mehr wir uns erheben, umso mehr lebt Jesus, der Sieger in uns und handelt in uns und durch uns.

Wie ich schon sagte, ist die Aufgabe des christlichen Volkes, das Leben des Dreifaltigen Gottes zu offenbaren, das ewige Leben mit der Macht des Heiligen Geistes. Ich sage euch, dass wir bald in Zeiten eintreten werden, in denen die Menschen guten Willens, die diesen Weg gewählt haben, den wir euch gezeigt haben, also das Leben Jesus durch Maria aufzuopfern und aufrichtig das Leben Christi leben, aufrichtig im Leben Christi eingebunden sind und am Leben in seiner Dynamik teilhaben, diese Menschen werden von der Macht, die durch die außergewöhnlichen Werkzeuge vom Himmel herabkommen wird, sehr verstärkt und sich schnell zur neuen Schöpfung hinbewegen werden.

Kehren wir zu den Worten der Apostelgeschichte zurück: das Volk fühlte sich ins Herz getroffen. Aber jener, der Jesus Christus nicht will, wird, wenn er diese Worte hören, diese Macht spüren wird, das Gefühl haben, dass ihn etwas durchbohrt, und wenn er böse bleiben möchte, wird er sich in sein Schneckenhaus verkriechen, aber er wird sich im Leiden verschließen, nicht in der Erlösung. Dazwischen wird keiner mehr bleiben können. Der, der in seinem ganzen Leben Jesus Christus gegenüber gleichgültig gewesen ist und so weitermachen möchte, wird die ganze Last dieser Zeiten spüren. Ich lade also euch alle, die ihr verstanden habt ein, euch auf den Weg zu machen, euch daran zu machen zu leben und zu handeln, um aufzuerstehen. Es ist gut für euch. In der Auferstehung werdet ihr auch geheilt sein und werdet diese Macht der Auferstehung den anderen mitteilen können. Dann wird das Christentum die Wahrheit sein, die rettet, nicht eine Religion, die für sich selbst kämpft.

Das ist meine Einladung. Ich werde beten, mich aufopfern und danach trachten, innerlich als Auferstandener zu euren Gunsten zu leben. Wenn ihr zahlreich sein werdet, werden wir stärker sein. Das Volk Gottes der Erde wird stärker sein. Das ist die Einladung Jesu. Darin fügen sich auch, wie ich sagte, die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer und die Heilung der Wurzeln ein.

Beten wir jetzt:

O Herr Jesus, ich bitte dich für jeden Bruder, für jede Schwester, die diesen Überlegungen zugehört hat, die diese Botschaften gelesen hat, dass sie den Mut haben mögen, deinem Wort gegenüber demütig, fügsam und aufgeschlossen zu sein, dem Wort, das uns befreit, heilt und auferstehen lässt, das uns zu einem würdigen Leben erhebt, das unseren Geist mit der Freude der Hoffnung erfüllt, dass wir umgewandelt, neue Geschöpfe sein werden, dass wir für immer leben.

Die Macht deines Geistes, o Herr, umfange jeden und präge sich in jeden ein, damit er diese Macht durch sein Leben mitteilen kann, vor allem, indem er mehr lebt als predigt, dass jeder lernen möge, ein fortwährendes Wunder im Leben zu leben, indem er dir begegnet.

Ich segne euch, ich segne all jene, die krank sind, dass ihr euch dem auferstandenen Christus hingeben könnt, dass ihr ihn in den Mittelpunkt stellt und nicht eure Krankheit, dass ihr euren Geist erheben könnt. Ich segne all jene, die ihr in euren Leiden, in euren Freuden tragt. Ich segne all eure Arbeit, all das, was ihr benötigt, damit ihr die Gegenwart des Hirten Jesus Christus spüren könnt, der immer gegenwärtig ist, und damit ihr diese Gegenwart in euch zu bewahren wisst, die Gegenwart dessen, der euch führt, euch beschützt, euch liebt, euch vergibt, euch im Innersten heilt, dann wird euer Leben gesunde Menschen hervorbringen und den anderen Heil bringen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Bis zum nächsten Mal.


[1] Vgl. Apg 2, 36-38

[2] Vgl. Joh 15,5

[3] Vgl. Joh 15,9

[4] Vgl. Joh 15,16-17

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s