Vereint in Christus Überlegungen und Gebete – Folge 4

von Tomislav Vlašić

Licht und Finsternis

 

20. Juli 2013

Liebe Zuhörer, setzen wir unseren Weg zum Thema „Vereint in Christus“ fort. Das Thema dieser Folge ist: Licht und Finsternis. Ich setze voraus, dass ihr euch alle, die ihr euch diese Überlegungen anhört und am Gebet teilnehmt, bemüht habt zu beten und voranzuschreiten, deshalb werde ich euch nicht mehr liebe Zuhörer sondern Brüder und Schwestern nennen, denn wir machen uns gemeinsam auf den Weg, und mit der Folge der kommenden Woche möchte ich verschiedene Aspekte des Opfers des Lebens herausarbeiten und sie eurem Leben näherbringen, damit ihr verstehen könnt, dass jeder es in jeder Situation leben kann, wenn er dafür offen ist, Jesus Christus anzunehmen. Also, liebe Brüder und Schwestern, beginnen wir diese Überlegung mit dem Gebet: im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ich segne dich, allmächtiger Gott, der du uns auf diesem Weg begleitest. Nichts entgeht deinen Augen, dein Blick ist liebevoll, voller Licht. Erleuchte unser Leben, unsere Vergangenheit, unsere Zukunft. Erleuchte unser Leben in dieser Zeit, damit wir verstehen können, was du in all diesen Botschaften die letzten Zeiten, die letzte Etappe der Menschheit genannt hast, die sich auf das Kommen Christi, auf die Wiederkehr Christi vorbereitet. Schenke uns die Gnade, in dein Licht eingetaucht zu sein, um die grundlegenden Themen unseres Lebens verstehen zu können, die Bekehrung, im Geist Gottes zu sein, vereint im Geist Gottes zu sein, Jesus Christus im Geist Gottes anzubeten und anzunehmen. Amen.

Der Menschheit steht die Zeit des Lichts und der Finsternis bevor, und wir stehen dazwischen. Diese beiden Elemente drücken sich immer im Gegensatz zueinander aus, gerade deshalb, weil Gott durch Jesus Christus die Menschheit des Universums und die ganze Menschheit der Erde zur Bekehrung drängen möchte. Wir werden zu den Zeiten gelangen, in denen Gott stillschweigt, in der die Stimme Gottes und jene seiner Propheten schweigen werden, denn nur in der Stille können die Menschen bis in die Tiefen ihres Selbst gehen. In der Stille müssen sie ihre Tiefen erreichen, ihre Wurzeln, in sich all das entwickeln, was Gott im Laufe ihres Lebens gesät hat. Oft werden die Predigten, die Lehren, die wunderbaren Botschaften, die Gegenwart der Muttergottes unter uns nur oberflächlich aufgenommen. Es ist notwendig, dass die Menschheit der Erde in die Stille Gottes eintritt. Auf der anderen Seite sind die Stimmen Satans, die Stimmen des Geistes dieser Welt immer lauter hörbar und der, der nicht in Gott verwurzelt ist, wird von diesen Stimmen auf verschiedene Arten und Weisen eingefangen werden. Wenn ich von der Zeit des Lichts und der Finsternis spreche, habe ich nicht die Absicht auf die Art zu sprechen wie gewisse falsche Prophezeiungen: Kerzen für die drei Tage der Finsternis vorzubereiten. Die Finsternis wird im Menschen sein, im Geist des Menschen, der sich nicht vom Heiligen Geist bekehren, erleuchten hat lassen. Jene, die sich im Geist bekehren lassen, werden vom Heiligen Geist erfüllt und Kinder des Lichts sein. Dann wird ihnen nichts geschehen können, was sie überrascht, sie werden die Dinge unterscheiden und an die ihnen gebührende Stelle legen können. Genau dafür dienen diese Überlegung und diese Gebete.

Jesus sagt im 9. Kapitel nach Johannes: „Um zu richten bin ich in diese Welt gekommen: Damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden.“[1] Das Licht Gottes stellt den Menschen vor die Wahl. Gott wird die Unentschlossenheit des Menschen von jetzt an nicht mehr bis in Ewigkeit tolerieren. Der Mensch, der Jesus Christus begegnet, das Licht der Welt, ist automatisch zur Bekehrung aufgerufen, dazu, Kind Gottes zu werden. In das Licht Christi einzutreten bedeutet gleichzeitig die Fähigkeit sich zu bekehren, umgewandelt zu werden, zur neuen Schöpfung voranzuschreiten. Gott bediente sich immer der Menschen und handelte durch die Menschen. Er möchte das ganze Universum mit den Menschen regieren. Zu jeder Zeit sandte Er auch zu uns auf die Erde tugendhafte, ihm treue Menschen. Jetzt, wo sich alles für das ganze Universum öffnet, wo alles darauf hinstrebt, in Christus vereint zu werden, alle Universen, alle Menschen, um eine einzige Familie Gottes zu werden, wo die ganze Schöpfung aufgerufen ist, in Christus vereint, umgewandelt und neues Geschöpf zu sein, hat uns Gott, wie wir euch bereits mitgeteilt haben, drei große Werkzeuge geben: die Engel, den Zentralen Nukleus, die Gott treuen Brüder und Schwestern. Sie handeln, wie wir euch bereits sagten. Aufgrund der Tatsache, dass die Erde nicht darauf geantwortet hat, an der Sendung, das Universum gemeinsam mit den Gott treuen Brüdern und Schwestern zu evangelisieren, teilzunehmen und die Sendung zu führen, vertraute Gott ihnen diese Sendung an; und sie setzen sich dafür ein und die Sendung geht vorwärts. Das enthebt uns nicht unserer Verantwortung, um passiv zu sein sondern verlangt Verantwortungsbewusstsein von uns. Das, was wir gestern nicht gemacht haben, ist heute schwieriger, morgen wird es noch schwieriger sein. Es besteht die Dringlichkeit dazu, dass wir zu einer wahren Bekehrung erwachen. Durch die Gott treuen Brüder und Schwestern, durch die Engel, durch den Zentralen Nukleus schreitet das Licht im ganzen Universum fort und versetzt die Finsternis in Krise, aber wenn wir die Finsternis in uns behalten wollen, geraten wir selbst automatisch in Krise. Betrachtet man die Erde, die Menschheit der Erde mit den Augen der Gott treuen Brüder und Schwestern, mit den Augen dieser großen Werkzeuge, die Gott gewählt hat: Sie sehen die Erde, die Menschen der Erde als Egoisten, als Egozentriker. Die Wissenschaft, der Fortschritt der Wissenschaft hat immer ein ganz bestimmtes Ziel und jeder Erfolg wird von den Mächtigen der Erde eingesammelt und von ihnen beansprucht. Sie erlauben keine anderen Veränderungen als jene, die ihnen dienen. Das sehen unsere Gott treuen Brüder und Schwestern nur zu gut. Der Mensch der Erde ist der Einzige, der die Existenz der Menschen auf anderen Planeten im Universum verleugnet. So wie es die Werkzeuge des Lichts sehen, hält sich der Mensch der Erde vielmehr für den Besten von allen. Er hat sogar Jesus Christus vereinnahmt. Jesus Christus gab der Erde, was Er den anderen Planeten nicht gegeben hat; und die Christen der Erde hätten aufbrechen müssen, um diesen Reichtum den anderen Brüdern und Schwestern mitzuteilen, aber in gewisser Weise behalten sie ihn für sich indem sie glauben, sie wären an der Spitze. Aber das, was Jesus Christus uns geschenkt hat, die Gaben wie die Eucharistie, Er hat sie uns geschenkt, weil wir die Schwächsten, Zerbrechlichsten, weil wir die Letzten sind, weil wir ein Bündnis mit Satan abgeschlossen haben. Anstatt demütig zu sein, verstecken wir in uns einen Stolz und verleugnen die Menschen im Universum, die uns im Fortschritt und in der Treue Gott gegenüber voraus sind. Der Mensch der Erde verallgemeinert alles und legt es in das eigene Ich. Auf diese Weise wird auch die Gemeinschaft zwischen den Menschen der Erde schwierig, das sehen wir jeden Tag in den politischen, wirtschaftlichen, usw. Organisationen. Der Mensch der Erde ist eingetaucht ins Überleben, und es wird immer schwieriger, auf der Erde zu leben. Die ganze Erde ist, wie man sagt, zum Dorf geworden und der Raum ist eng für die großen Wünsche des Menschen der Erde, Wünsche, die die Sterne erreichen. Und die Erde, die in sich selbst verschlossen ist, kann diese Wünsche des Menschen nicht verwirklichen. Also sehen wir in diesen Spannungen, in der Krise, in der wir uns befinden, dass gewisse Werte, die „heilig“ sind wie die Gerechtigkeit, die Rechte, wenn sie im Menschen von ihrer Wurzel in Gott getrennt sind, zu verrückt gewordenen Splittern werden, die stören, zur Verwirrung, zum Kampf, zu einer sozialen Explosion führen. Sie machen den Menschen unfähig, sich mit dem anderen zu einigen und mit ihm das zu teilen, was dem Menschen dient. Und auch der Mensch auf der Erde könnte sehr gut leben, wäre er mit Gott vereint, und Gott würde jeden einzelnen und alle gemeinsam segnen, um immer mehr fortzuschreiten. Wir sind uns alle bewusst, dass die Verdorbenheit, die Mode, die Verführung voranschreiten. Die Christen tauchen in diesen Geist ein und dieser Geist umhüllt die Christen. Wie viele Christen sind dazu fähig, sich über diesen Geist zu erheben? Wie viele sind dazu fähig, gegen den Strom zu schwimmen, der alles mit sich zieht und den Menschen in sich selbst zersetzt? Der Mensch der Erde, wenn er Gnaden erhält, verhält er sich oft wie jener, der diese Gnaden besitzt, der darüber verfügen kann, wie er will, um sie dann auf das Maß zu reduzieren, das er möchte und es fällt ihm nicht auf, wie er die Gnaden verloren hat. Die Christen und die Menschen der Erde können nicht isoliert bleiben, vor allem die Christen, die sich dessen bewusst sind, dass jeder Christ dem Mystischen Leib Christi angehört. Er vereint sich also mit all jenen, die in Christus sind und kann nicht in sich selbst verschlossen leben, genauso wenig wie die Menschheit der Erde.

Wir fragen uns also, was zu tun ist. Wie können wir aus all dem heraustreten? Ich möchte einige Punkte hervorheben, die für die Veränderung unserer inneren Haltung notwendig sind, aber jetzt bitten wir um die Gnade Gottes:

Herr, unser Gott, schenke uns die Demut, das innerliche Zuhören, das Licht, um unsere falschen Haltungen verstehen zu können. Wir können die Impulse deines Geistes hören, der uns führt und uns auf dich hin ausrichtet. Wir können von dir die Gnade einer tiefen, ehrlichen Bekehrung erhalten, in der unser ganzes Wesen dir angehört, mit dir in Gemeinschaft ist durch Jesus Christus im Heiligen Geist, und damit wir unter uns im Heiligen Geist vereint sind. Amen.

Ich möchte einige Punkte anführen, die wir für unsere Umwandlung beachten müssen. Der erste Punkt ist: mit den außergewöhnlichen Werkzeugen Gottes in Gemeinschaft eintreten. Es sich aufrichtig wünschen, sie im Heiligen Geist kennenzulernen, nicht aus Neugierde; sich informieren, nachfragen, ein tiefes Bedürfnis empfinden, mit ihnen eine universale Gemeinschaft zu bilden. Das Gleiche gilt für die Engel, den Zentralen Nukleus, für die Heiligen, für alle, die Jesus Christus im Heiligen Geist annehmen. Gott darum bitten, dass Er sie offenbaren möge, dass Er sie mit uns in Gemeinschaft bringen möge, dass Er über unsere Herzen verfügen möge, damit wir ihnen als Brüder und Schwestern begegnen können, indem Er jede Art von Vorurteil entfernt. Er möge uns vorbereiten, damit wir ihre Hilfe annehmen können, so wie sie sie in Gott erkennen. Wir durchlaufen eine Krise, eine Krise aller Strukturen auch jener religiösen. Die Krise verläuft quer durch alle Bereiche, wir können nicht mit dem Finger zeigen und sagen: Die müssen sich bekehren. Es betrifft alle, die Ersten und die Letzten, die Letzten wie die Ersten. Die Veränderung, die Gott wünscht und die sich diese außergewöhnlichen Werkzeuge wünschen, ist eine Veränderung im Geist, die Umwandlung unseres Geistes. Im Geist des Menschen, der mit dem Geist Gottes vereint ist, geschieht die Erneuerung. Der Mensch, wenn er sich vom Geist Gottes abtrennt, kann nicht mehr gleichgültig bleiben, er kann herumirren oder einen anderen Geist suchen. So bildet sich dann eine große Verwirrung, und schon jetzt sehen wir eine große Verwirrung auf der Erde. Wenn wir von der Bekehrung im Geist sprechen, fallen mir die Worte von Papst Franziskus ein: Das Evangelium ist zu leben nicht zu interpretieren. Das Evangelium, die Heilige Schrift zu leben bedeutet gemäß dessen, was uns die Apostel überliefert haben, gerade in den Heiligen Geist eingetaucht zu sein, am Leben Gottes durch Jesus Christus teilnehmen und dieses Leben im Geist den anderen zu offenbaren; hier beginnt die Gemeinschaft unter uns, hier beginnt unser Leben, unsere Macht.

Ich wende mich jetzt insbesondere an die Gläubigen, an jene, die manchmal aktiver im Gebet sind, darin, Gaben zu erbitten, besondere Erfahrungen zu bitten und zu suchen: nehmt euch vor dem geistigen Hochmut in Acht. Er ist subtil und Satan versucht, sich durch subtile Wege in eine Seele einzuschleichen, die ihren Weg mit Gott begonnen hat und bestimmte Erfahrungen hat. Ich erkläre einiges: Sehr viele Menschen, sehr viele Christen, auch jene, die sich als Bekehrte bezeichnen, leben ihre Bekehrung in der Seele mit vielen Gefühlen, mit viel Enthusiasmus, mit vielen Charismen, mit vielen Erfahrungen dieser oder jener Art. Aus diesen Erfahrungen, auch außergewöhnlichen, wenn sie in der Seele gelebt werden, die vor allem in bestimmten Menschen sehr machtvoll ist, entsteht eine Rationalisierung und eine Verallgemeinerung der Erfahrungen dieser Menschen, sie werden zu einer Theorie. Es besteht die Gefahr, sich selbst im Angesicht Gottes zu suchen anstelle Gott zu suchen. Viele Menschen projizieren die eigenen Wünsche auf Gott und suchen sie, während sie Gott suchen. Das, was sie im Leben nicht verwirklicht haben, wünschen sie zu verwirklichen manchmal mit dem großen Bedürfnis, Charismen zu erhalten, Erfahrungen zu machen, die größer sind als jene von anderen. Das führt euch zur geistigen Überheblichkeit. Der ehrliche Mensch sucht Gott, weil Er Gott ist, er sucht sein Angesicht, damit ihn sein Angesicht erforscht und während es ihn erforscht, formt es ihn, wandelt es ihn um und führt ihn zur neuen Schöpfung. Hingegen klammert sich der Mensch, der die außergewöhnlichen Dinge für sich behalten will und nicht auf dem Weg der Veränderung voranschreiten möchte, an diesen Gaben fest und besitzt sie; sie werden zu einem Hindernis für das Wachsen der Person selbst und der anderen. Heute gibt es viel Verwirrung auf diesem Gebiet. Gaben, Charismen, unsere Fähigkeiten und unsere Dienste müssen Gott aufgeopfert werden, damit Gott sich unserer und all unserer Veranlagungen aus der Erschaffung unseres Lebens bedienen möge. Die Gott treuen Brüder und Schwestern heben eine Person hervor, die Allerheiligste Jungfrau Maria, die in sich alle Fähigkeiten der Seele entwickelt hatte und sich aus Demut niemals außergewöhnlicher Dinge bediente; sie glaubte, hoffte und liebte, und Gott vollbrachte in ihr und durch sie großartige Dinge und Er ist dabei, großartige Dinge in jenen zu tun, die sich öffnen und sich ihrem Herzen weihen. Ähnlich handeln die Engeln, die Gott treuen Brüder und Schwestern. Sie nehmen eine Haltung ein, in der sie das Leben, das von Gott ausströmt, betrachten und annehmen und stellen sich in den Dienst dieses Lebens. Sie behalten keine besonderen Eigenschaften für sich ansonsten wären sie von Gott abgetrennt, insbesondere wenn es sich um reine Geister handelt; es würde das geschehen, was mit Luzifer am Beginn der Schöpfung geschehen ist. Jesus spricht im Brief an die Philipper davon, dass Er sich auch seiner göttlichen Natur entäußerte, sich erniedrigte bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz, darum wurde Er erhöht[2]. Der Brief an die Hebräer unterstreicht, dass Er im Leiden gelernt hatte zu gehorchen. Was bedeutet zu gehorchen? Es bedeutet, die menschliche Natur in Harmonie mit Gott Vater im Heiligen Geist zu bringen, dieser dreifaltigen Schwingung treu bleiben, in der der Sohn Gottes immer mit dem Vater ist, der unsere menschliche Natur getragen hat; und wir sind dazu aufgerufen, diese Haltung von Maria, von Jesus einzunehmen, während wir durch alle Erfahrungen hindurchgehen. Die Erfahrung von Jesus ist die Erfahrung von Jesus, es ist nicht Jesus. Auf der Erde wird die Erfahrung von Jesus mit Jesus gleichgesetzt und verallgemeinert und dem anderen aufgedrängt; und der, der sie aufdrängt, wird unfähig, den anderen zu sehen, dem anderen zu begegnen. Auch der, der von Gott außergewöhnliche Gaben erhalten hat, ist lediglich „ein anderer“, einer, der von uns verschieden ist, der seinen Dienst versieht, deshalb lade ich euch alle zur Demut, zur Fügsamkeit ein, Gott in den Mittelpunkt zu stellen, damit Er unser Leben regieren möge. Trachtet nicht danach, außergewöhnliche Dinge zu erhalten, die ihr festhaltet, damit ihr regieren könnt. Nein, es ist Gott, der immer regiert. Wenn ihr euch nicht von dieser Haltung trennt, seid ihr schon auf dem Weg der Gefahr. Genau heute feiert die Kirche das Gedenken an den Heiligen Elija, einem großen Propheten, deshalb möchte ich unsere Überlegungen mit seiner Erfahrung schließen. Möge uns sein Leben zeigen, wie wir uns zu verhalten haben, und dann enden wir mit dem Gebet.

Wie ihr aus der Heiligen Schrift wisst, war der Heilige Elija ein großer, machtvoller Prophet. Er vollbrachte viele Zeichen und Wunder. Am Ende, als er verfolgt wurde, verfiel er in Depression und machte sich auf durch die Wüste, um den Berg Horeb zu erreichen. Er erwartete sich, dass Gott wie bei Mose mit großen Zeichen, Erdbeben, dem Feuer, dem Wind fortfahren würde, Israel aufzurütteln. Lesen wir: „Der Herr antwortete ihm: Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle. Da vernahm er eine Stimme, die ihm zurief: Was willst du hier, Elija? Er antwortete ihm: Mit Leidenschaft bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin übriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.“[3] Die Antwort Gottes ist, dass Er Elija aufträgt, einige Menschen zu Königen, Elischa zu seinem Nachfolger zu salben und bittet Elija darum, sich zurückzuziehen. Gott ist Gott. Elija ist das Geschöpf wie alle Menschen, das Gott unterworfen sein muss. Gott ist größer als alle Gaben, Er handelt über jedes Charisma hinweg, Er handelt über alle großen Predigten hinweg, über unsere Vorstellungen, Ideen hinweg.

Oh Herr, wir sind durch unsere Ideen von dir aufgeblasen, von dem, was wir tun, von dem was wir tun können. Mach uns klein wie Kinder, schenke uns die Fähigkeit, in die Tiefe unseres Geistes einzutreten, in diese Stille. Möge uns diese göttliche Stille des Heiligen Geistes einhüllen, damit wir nur deine Impulse hören können und uns auf den Weg aufmachen, den du wünschst. Wir beten dich an, du bist der Herr des Universums. Du begleitest uns mit so viel Liebe, mit so viel Aufmerksamkeit. Es mangelt uns an nichts, und wir wünschen, diese Woche zu durchlaufen, indem wir vor dir stehen, damit du uns erforschen kannst. Erforsche die Menschheit und verwandle all jene, die wünschen, verwandelt zu werden.

Und ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


[1] Vgl. Joh 9,39

[2] Vgl. Phil 2,6-9

[3] Vgl. 1Kö 19,11-14

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s