Die Allerheiligste Jungfrau Maria, Miterlöserin der Menschheit

Maria SS, corredentrice dell'umanità

 

Im Buch „Über die große Barriere hinaus“ habe ich keine Reihe von Phänomenen und außergewöhnlichen Erfahrungen vorgestellt. Das war in der Tat nicht meine Absicht. Indem ich den Lesern meine Erfahrungen beschrieben habe, wollte ich vielmehr viele hilfreiche Elemente aufzeigen, um zu erklären, dass sich das ganze Universum auf Jesus Christus hin bewegt, in Erwartung, dass die ganze Schöpfung in ihm wieder vereint wird. Jene, die Christus angehören, wie die Erzengel, die Engel, die Heiligen, die Seelen im Fegefeuer und die Menschen, die Gott treu sind auf der Erde wie auf anderen Planeten, müssen notwendigerweise mit Christus vereint leben, um ihre Sendung zu Gunsten der ganzen Menschheit ausüben zu können. Wir alle erhalten gleichzeitig mit dem Leben, das wir empfangen, auch eine Sendung, die auszuüben ist. Das Sein und das Wirken bilden unsere Identität. Unsere Sendung kann sich aber nicht verwirklichen, wenn wir nicht mit Christus vereint sind. Getrennt von ihm, verlieren wir die Orientierung und finden uns nicht selten dabei wieder, leere Werke zu tun trotz guten Willens. Wir riskieren also, viele Werke im Namen Gottes zu tun, ohne jedoch das Werk Gottes zu vollbringen. Jesus selbst hat uns darauf hingewiesen, als er sagte:“Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15, 5).

Wir sind alle zur mystischen Vereinigung mit Christus berufen. Sie ist keine außergewöhnliche Erfahrung, die nur wenigen auserwählten Seelen vorbehalten ist sondern eine vorgeschriebene Etappe für jeden Christen, die gleichzeitig Ausgangs- und Zielpunkt unseres Weges ist. Die mystische Vereinigung mit Christus ist die völlige Vereinigung mit seinem Leben, das uns zur Wirklichkeit des Lebens Gottes führt. Vereint mit Jesus Christus erfahren wir, was es bedeutet, in Gott und mit Gott zu leben. Davon spricht der Hl. Paulus im Brief an die Galater, wo er behauptet:“Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2, 20). Die mystische Vereinigung wird nur erreicht durch die aufrichtige und freie Hingabe seiner Selbst an Gott in Christus, durch das Unbefleckte Herz Mariens.

Ich kann bezeugen, dass die Erzengel, viele Heiligen sowie die Brüder der anderen Planeten, die Gott treu geblieben sind und mit denen ich die Gnade hatte zu sprechen, mir immer diesen Punkt bekräftigt haben: dass nichts im Universum getrennt von Jesus Christus existieren kann. Die Macht seines Gedankens stützt das Universum. Satan selbst muss sich mit der unendlichen Macht Christi auseinander setzen, er kann sie zurückweisen aber nicht annullieren oder in Frage stellen, und von Christus wird er endgültig besiegt werden am Ende der Zeiten. Deshalb ist jedes Werkzeug Werkzeug Gottes, wenn es mit Jesus Christus vereint ist.

Im Universum gibt es ein Geschöpf, einzigartig in seinem Wesen und Wirken, dessen Rolle fundamental ist für die, die das Ziel einer tiefen und aufrichtigen Vereinigung mit Jesus Christus erreichen möchten. Dieses Geschöpf ist die Allerheiligste Jungfrau Maria, Mutter Jesu Christi und der Menschheit, Königin des Universums, als die sie nicht nur auf der Erde verehrt wird sondern auch auf den anderen Planeten, deren Menschheiten Gott treu geblieben sind. Ich habe über diese Menschheiten ausführlich im Buch „Über die große Barriere hinaus“ gesprochen.

Wenn die mystischen Vereinigung mit Christus durch die Allerheiligste Jungfrau Maria gelebt wird, werden die begründenden Werte des christlichen Lebens zur Gänze wiedererlangt, sowohl auf der Ebene des Einzelnen als auch der gemeinschaftlichen. Unter diesen Werten erhalten besonders zwei eine neue Bedeutung: das allgemeine Priestertum (das dem Volk Gottes eigen ist) und die Beziehung zwischen Mann und Frau, die in der Einheit und in der Unterschiedlichkeit harmonisch wird.

Um die Sendung der Allerheiligsten Jungfrau Maria besser verstehen zu können, schlage ich euch eine Botschaft vor, in der mir Jesus von seiner Mutter als der Miterlöserin der Menschheit gesprochen hat. Sie ist vom Karsamstag, dem 22. März 2008:

„An diesem Tag erinnert ihr euch an meine Grablegung, an meine Ruhe nach der Passion. Ich aber möchte eure Aufmerksamkeit auf die Figur meiner Mutter lenken, die in diesen Tagen als Schmerzensmutter angerufen wird. Es ist wahr, dass meine Mutter betrübt war – welche Mutter wäre es nicht in einer solchen Lage. Dieser menschliche Aspekt war in meiner Mutter gegenwärtig, so wie in mir als wahrem Gott und wahrem Menschen. Dennoch möchte ich euch einladen, über den menschlichen Aspekt des Schmerzes hinauszugehen, und heute meine und eure Mutter nicht als Schmerzensmutter zu verehren sondern als Miterlöserin der Menschheit, als jene, die im Universum den Weg zur mystischen Vereinigung mit mir zugänglich gemacht hat.

Als ich am Kreuz starb, war außer meiner Mutter niemand da, der sich mit meinem Opfer vereinte. Die Frauen und die Apostel liebten mich gewiss, aber sie hatten nicht verstanden, was sich vor ihren Augen vollzog. Sie hatten noch nicht die Salbung des Heiligen Geistes empfangen, um vollkommen verstehen zu können, was es bedeutet, sich dem Vater in Vereinigung mit mir aufzuopfern. Sie würden es später verstehen.

Meine Mutter hingegen war darauf vorbereitet. Sie musste es sein, weil ich nicht allein auf dem Kreuz sterben konnte. Ich musste mit meinem Opfer all jene vereinen, die sich mir die Jahrhunderte hindurch hingeben würden. Maria war das erste menschliche Wesen im Universum, das sich vollkommen mit meinem Opfer am Kreuz vereint und völlig an meiner Auferstehung teilgenommen hat. Meine Mutter war das erste lebendige Wesen, das mit mir den Osterdurchgang vollzogen hat. Alle anderen haben gemeinsam mit ihr, durch sie und nach ihr teilgenommen. Auch die Menschheiten der anderen Planeten, die Gott vom Augenblick der Schöpfung an treu geblieben sind und die mit ihrem Gebet meinen Weg auf Erden begleitet haben, haben sich mit Maria im Moment meines Opfers vereint. Deshalb kann sich die Menschheit nur durch Maria mit mir vereinen. Der Durchgang durch ihr Unbeflecktes Herz ist obligatorisch für alle, die zur mystischen Vereinigung mit mir gelangen wollen. Meine Mutter ist diejenige, die den Weg geöffnet hat, also das erste Geschöpf, das die völlige und vollkommene Vereinigung mit mir auf dem Kreuz, über das Kreuz hinaus, für die Ewigkeit erreicht hat. Deshalb ist sie die Miterlöserin der Menschheit und deshalb muss sich die Menschheit an sie wenden.

Dies wird auf der Erde nicht verstanden: Maria, die Miterlöserin, ist für viele ein Stein des Anstoßes. Mit großem Schmerz muss ich feststellen, dass ein Teil der Kirche sich Maria widersetzt, obwohl die Kirche sie dem Anschein nach anruft. Mit den Lippen ehrt sie Maria, im Herzen aber weist sie sie zurück. Sogar viele Hirten entfernen die Gläubigen von Maria mit den verschiedensten Rechtfertigungen. Ich aber sage euch, die Kleinen daran zu hindern, zu Maria zu kommen, bedeutet zu verhindern, dass sie zu mir kommen. Das ist eine große Sünde! Bei den Kleinen Anstoß zu erregen, indem man verhindert, dass sie zur Mutter gelangen, ist eine große Sünde! Ich wiederhole es euch: ihr könnt euch nicht völlig mit mir vereinen ohne Maria.

Sucht meine und eure Mutter, sprecht mit ihr und von ihr. Versucht sie im richtigen Licht zu sehen, im Licht des Heiligen Geistes, von dem sie durchdrungen ist. Betrachtet nicht mehr nur die Mutter, die über den Verlust des Sohnes betrübt ist, schaut auf sie als die Mutter Miterlöserin, ganz rein, ganz heilig und mächtig, vereint mit dem Sohn, jene, die der Menschheit auf dem Weg der Erlösung zur Seite steht, jedem einzelnen die richtige Richtung weisend.

Mein Osterdurchgang vom Tod zum Leben hat sich zuallererst in meiner Mutter verkörpert und ist sichtbar geworden. Ihre Gegenwart unter den Aposteln war wesentlich: nachdem sie den Heiligen Geist empfangen hatten, haben die Apostel und Jünger alles verstanden, doch durch Maria sind sie völlig in mein Opfer eingetreten und haben sich mit mir vereint.

Maria wurde unter dem Kreuz Mutter der Menschheit, in dem Augenblick, in dem sie sich mit meinem Opfer vereint hat. Sie hat der ganzen Menschheit den Weg zur Vereinigung mit mir zugänglich gemacht, da sie die neue Menschheit geboren hat, dessen Erstlingsfrucht das Priestertum ist, da das neue Volk ein priesterliches Volk ist. Ein Volk, das sich nach dem Beispiel Mariens, mit Maria und durch Maria, mit meinem Opfer vereint hat, um in meine Auferstehung einzutreten. Dann ist verständlich, dass ohne Maria sowohl das allgemeine Priestertum als auch das amtliche seine Fülle nicht erreichen kann.

Das Werk Gott Vaters durch mich ist ein Werk, das Fleisch wird. Der Vater hat mich auf die Erde gesandt, und hier habe ich Fleisch angenommen. Durch meine Fleischwerdung habe ich unter die Menschen den Willen des Vaters gebracht. Auch mein Werk bedarf der Fleischwerdung in der Menschheit. Und in wem sollte es vor allem Fleisch werden, wenn nicht in Maria, meiner Mutter, die meinem Körper das Leben weitergegeben hat? Und soll sie etwa nicht auch meinem mystischen Körper das Leben weitergeben?

Ich sage euch auch, dass wir in Zeiten eintreten, in denen die Gegenwart der Frau im Volk Gottes ihre richtige und würdige Stellung finden muss, denn die Frau ist diejenige, die gebiert und in sich das Prinzip des Lebens trägt. Der Mann kann nicht von der Frau getrennt existieren. Es kann keine Sendung eines einzelnen Mannes, einer einzelnen Frau mehr geben oder eines Mannes und einer Frau, die zusammen leben, jedoch innerlich voneinander getrennt sind, wie es leider in vielen Beziehungen geschieht. Die Frau auf der Erde lebt in einer schwierigen Situation: verkannt, ausgenützt und misshandelt, hat sie ihren Platz noch nicht gefunden, nicht einmal in der Kirche.

Im Gesetz des Lebens steht geschrieben, dass Gott den Mann und die Frau geschaffen und ihnen befohlen hat, zu wachsen und sich zu vermehren. Es handelte sich dabei nicht nur um die Einladung, sich zu vereinigen, um sich fortzupflanzen und so die menschliche Gattung aufrechtzuerhalten. Es war etwas viel Größeres: der Wunsch Gottes, dass Mann und Frau gemeinsam das Leben in all seinen Formen hüten und wachsen lassen und es an die ganze Schöpfung weitergeben würden. Das Leben ist das Fundament des Universums. Es stammt von Gott, als seine Gabe, und kann nur weitergegeben werden durch den Mann und die Frau, die mit mir vereint sind, vereint in mir im Herzen Mariens. Hier entspringt auch die Sendung der ganzen Menschheit, und zwar jene, die von Anfang an vorgesehen war und die die Erbsünde entstellt hat: das Universum an der Seite Gottes zu regieren, und dabei das göttliche Leben allen Geschöpfen zu geben. Männer und Frauen der Erde überlegt und seht, wie weit ihr von all dem entfernt seid und wie elend eure Lage ist!

Ich wünsche, dass ihr begreift, wie mein Herz und das Herz meiner Mutter eins sind. So wie wir auf der Erde vereint waren, so sind wir es im Himmel. Ich habe euch meine Mutter gegeben. Indem ich sie Johannes gab, habe ich sie jedem einzelnen von euch gegeben und der ganzen Menschheit, nicht nur der auf der Erde. Ich fahre fort, sie euch als Beispiel zu geben, als Schutz, als diejenige, die euch in allem beisteht, an die ihr euch so richten könnt, wie ihr euch an mich richtet. Sie liebt euch so, wie ich euch liebe. Gemeinsam mit ihr werdet ihr Wunder vollbringen! Und vergesst nicht den Heiligen Josef mit dem glühenden Herzen, meinen Nährvater auf Erden, den Gerechten schlechthin. Niemand war so gerecht wie er, seine Gerechtigkeit hat die vieler anderer übertroffen und die Macht seines Geistes ist gewaltig. Maria und Josef sind für euch eine Mutter und ein Vater auf eurem Weg, so wie sie es für mich waren, und ihnen möchte ich euch anvertrauen.

Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s