Die Allerheiligste Jungfrau Maria, Miterlöserin der Menschheit

2. Februar 2010

Im Buch „Über die große Barriere hinaus“ habe ich keine Reihe von Phänomenen und außergewöhnlichen Erfahrungen vorgestellt. Das war in der Tat nicht meine Absicht. Indem ich den Leserinnen und Lesern meine Erfahrungen beschrieben habe, wollte ich vielmehr viele hilfreiche Elemente aufzeigen, um zu erklären, dass sich das ganze Universum auf Jesus Christus hinbewegt in der Erwartung, dass die ganze Schöpfung in Ihm wieder vereint wird. Jene, die Christus angehören, wie die Erzengel, die Engel, die Heiligen, die Seelen im Fegefeuer und die Menschen, die Gott treu sind, auf der Erde wie auf anderen Planeten, müssen zwangsläufig mit Christus vereint leben, um ihre Mission zugunsten der ganzen Menschheit ausüben zu können. Gemeinsam mit dem Leben, das wir empfangen, erhalten wir alle auch eine Mission. Das Sein und das Handeln bilden unsere Identität. Unsere Mission kann sich aber nicht verwirklichen, wenn wir nicht mit Christus vereint sind. Getrennt von Ihm verlieren wir die Orientierung und nicht selten finden wir uns wieder leere Werke zu tun, ungeachtet unseres guten Willens. Wir laufen also Gefahr, viele Werke im Namen Gottes zu tun, ohne jedoch das Werk Gottes zu vollbringen. Jesus selbst wies uns darauf hin, als Er sagte: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15, 5).

Wir sind alle zur mystischen Vereinigung mit Christus berufen. Sie ist keine außergewöhnliche Erfahrung, die nur wenigen, auserwählten Seelen vorbehalten ist, sondern eine verpflichtende Etappe für jeden Christen, die gleichzeitig Ausgangs- und Zielpunkt unseres Weges ist. Die mystische Vereinigung mit Christus ist die völlige Vereinigung mit seinem Leben, das uns zur Wirklichkeit des Lebens Gottes führt. Vereint mit Jesus Christus erfahren wir, was es bedeutet, in Gott und mit Gott zu leben. Davon spricht der Heilige Paulus im Brief an die Galater, wo er betont: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2, 20). Zur mystischen Vereinigung gelangen wir nur durch die aufrichtige und freiwillige Hingabe von uns selbst an Gott in Christus, durch das Unbefleckte Herz Mariens.

Ich kann bezeugen, dass die Erzengel, viele Heilige sowie die Schwestern und Brüder der anderen Planeten, die Gott treu geblieben sind und mit denen ich die Gnade hatte zu sprechen, diesen Punkt immer betont haben: dass nichts im Universum getrennt von Jesus Christus existieren kann.

Die Macht seines Gedankens stützt das Universum. Satan selbst muss sich mit der unendlichen Macht Christi auseinandersetzen, und von Christus wird er endgültig besiegt werden am Ende der Zeiten. Deshalb ist jedes Werkzeug ein Werkzeug Gottes, wenn es mit Jesus Christus vereint ist.

Im Universum gibt es ein Geschöpf, einzigartig in seinem Wesen und Wirken, dessen Rolle grundlegend ist für die, die das Ziel einer tiefen und aufrichtigen Vereinigung mit Jesus Christus erreichen möchten. Dieses Geschöpf ist die Allerheiligste Jungfrau Maria, Mutter Jesu Christi und der Menschheit, Königin des Universums, als die Sie nicht nur auf der Erde verehrt wird, sondern auch auf den anderen Planeten, deren Menschheiten Gott treu geblieben sind. Ich habe über diese Menschheiten ausführlich im Buch „Über die große Barriere hinaus“ gesprochen.

Wird die mystischen Vereinigung mit Christus durch die Allerheiligste Jungfrau Maria gelebt, werden die Grundwerte des christlichen Lebens zur Gänze wiedererlangt, sowohl auf individueller als auch auf gemeinschaftlicher Ebene. Unter diesen Werten erhalten besonders zwei eine neue Tragweite: das allgemeine Priestertum (das Priestertum des Volkes Gottes) und die Beziehung zwischen Mann und Frau, die in der Einheit und der Unterschiedlichkeit harmonisch wird.

Um die Mission der Allerheiligsten Jungfrau Maria besser verstehen zu können, schlage ich euch eine Botschaft vor, in der Jesus von seiner Mutter als der Miterlöserin der Menschheit gesprochen hat. Sie ist vom Karsamstag, dem 22. März 2008:

Botschaft Jesu vom 22. März 2008, Karsamstag

„An diesem Tag erinnert ihr euch an meine Grablegung, an meine Ruhe nach der Passion. Ich aber möchte eure Aufmerksamkeit auf die Figur meiner Mutter lenken, die in diesen Tagen als Schmerzensmutter angerufen wird. Es ist wahr, dass meine Mutter betrübt war – welche Mutter wäre es nicht in einer solchen Lage. Dieser menschliche Aspekt war in meiner Mutter gegenwärtig, so wie in mir, wahrem Gott und wahrem Menschen. Dennoch möchte ich euch einladen, über den menschlichen Aspekt des Schmerzes hinauszugehen und heute meine und eure Mutter nicht als Schmerzensmutter zu verehren, sondern als Miterlöserin der Menschheit, als jene, die im Universum den Weg zur mystischen Vereinigung mit mir zugänglich gemacht hat.

Als ich am Kreuz starb, war außer meiner Mutter niemand da, der sich mit meinem Opfer vereinte. Die Frauen und die Apostel liebten mich gewiss, aber sie hatten nicht verstanden, was sich vor ihren Augen vollzog. Sie hatten die Salbung des Heiligen Geistes noch nicht empfangen, um vollkommen verstehen zu können was es bedeutet, sich dem Vater in Vereinigung mit mir hinzugeben. Sie würden es später verstehen.

Meine Mutter hingegen war darauf vorbereitet. Sie musste es sein, weil ich nicht allein auf dem Kreuz sterben konnte. Ich musste mit meinem Opfer all jene vereinen, die sich mir über die Jahrhunderte hinweg hingeben würden. Maria war das erste menschliche Wesen im Universum, das sich vollkommen mit meinem Opfer am Kreuz vereint und völlig an meiner Auferstehung teilgenommen hat. Meine Mutter war das erste lebendige Wesen, das mit mir den Osterdurchgang vollzogen hat. Alle anderen haben gemeinsam mit Ihr, durch Sie und nach Ihr teilgenommen. Auch die Menschheiten der anderen Planeten, die Gott vom Augenblick der Schöpfung an treu geblieben sind und die mit ihrem Gebet meinen Weg auf der Erde begleiteten, vereinten sich mit Maria im Moment meines Opfers. Deshalb kann sich die Menschheit nur durch Maria mit mir vereinen. Der Durchgang durch Ihr Unbeflecktes Herz ist obligatorisch für alle, die zur mystischen Vereinigung mit mir gelangen wollen. Meine Mutter ist diejenige, die den Weg geöffnet hat, also das erste Geschöpf, das die völlige und vollkommene Vereinigung mit mir auf dem Kreuz, über das Kreuz hinaus, für die Ewigkeit erreicht hat. Deshalb ist Sie die Miterlöserin der Menschheit und deshalb muss sich die Menschheit an Sie wenden.

Dies wird auf der Erde nicht verstanden: Maria, die Miterlöserin, ist für viele ein Stein des Anstoßes. Mit großem Schmerz muss ich feststellen, dass ein Teil der Kirche sich Maria widersetzt, obwohl die Kirche Sie dem Anschein nach anruft. Mit den Lippen ehrt sie Maria, im Herzen aber weist sie Sie zurück. Sogar viele Hirten entfernen die Gläubigen von Maria mit den verschiedensten Rechtfertigungen. Ich aber sage euch, die Kleinen daran zu hindern zu Maria zu kommen, bedeutet zu verhindern, dass sie zu mir kommen. Das ist eine große Sünde! Die Kleinen vor den Kopf zu stoßen und daran zu hindern, zur Mutter zu gelangen, ist eine große Sünde! Ich wiederhole: ihr könnt euch ohne Maria nicht völlig mit mir vereinen.

Sucht meine und eure Mutter, sprecht mit Ihr und von Ihr. Versucht, Sie im richtigen Licht zu sehen, im Licht des Heiligen Geistes, von dem Sie durchdrungen ist. Betrachtet Sie nicht nur als Mutter, die über den Verlust des Sohnes betrübt ist. Seht zur Ihr auf als die Mutter und Mitterlöserin, ganz rein, ganz heilig und mächtig, vereint mit dem Sohn, Jene, die der Menschheit auf dem Weg der Erlösung zur Seite steht und dabei jedem Einzelnen die richtige Richtung weist.

Mein Osterdurchgang vom Tod zum Leben hat sich zuallererst in meiner Mutter verkörpert und ist sichtbar geworden. Ihre Gegenwart unter den Aposteln war entscheidend: nachdem sie den Heiligen Geist empfangen hatten, verstanden die Apostel und Jünger alles, doch durch Maria traten sie völlig in mein Opfer ein und vereinten sich mit mir.

Maria wurde unter dem Kreuz Mutter der Menschheit, in dem Augenblick, in dem Sie sich mit meinem Opfer vereint hat. Sie hat der ganzen Menschheit den Weg zur Vereinigung mit mir zugänglich gemacht, da Sie die neue Menschheit geboren hat, dessen Erstlingsfrucht das Priestertum ist, da das neue Volk ein priesterliches Volk ist. Ein Volk, das sich nach dem Beispiel Marias, mit Maria und durch Maria, mit meinem Opfer vereint hat, um an meiner Auferstehung teilzuhaben. Dann ist verständlich, dass sowohl das allgemeine Priestertum als auch das ministerielle Priestertum ohne Maria seine Fülle nicht erreichen kann.

Das Werk Gott Vaters durch mich ist ein Werk, das sich verkörpert. Der Vater hat mich auf die Erde gesandt und hier bin ich Mensch geworden. Durch meine Menschwerdung habe ich unter die Menschen den Willen des Vaters gebracht. Auch mein Werk bedarf der Verkörperung in der Menschheit. Und in wem sollte es sich vor allem verkörpern, wenn nicht in Maria, meiner Mutter, die an meinen Körper das Leben weitergegeben hat? Und soll Sie etwa nicht auch an meinen Mystischen Leib das Leben weitergeben?

Ich sage euch auch, dass wir in Zeiten eintreten, in denen die Gegenwart der Frau im Volk Gottes die richtige und ihrer würdige Stellung finden muss, denn die Frau ist diejenige, die Leben hervorbringt und in sich den Beginn des Lebens trägt. Der Mann kann getrennt von der Frau nicht existieren. Es kann keine Mission eines einzelnen Mannes, einer einzelnen Frau mehr geben oder eines Mannes und einer Frau, die zusammen leben, sich innerlich jedoch voneinander abgewandt haben, wie es leider in vielen Beziehungen geschieht. Die Frau auf der Erde lebt in einer schwierigen Situation: Verkannt, ausgenützt und misshandelt, hat sie ihren Platz noch nicht gefunden, nicht einmal in der Kirche.

Im Gesetz des Lebens steht geschrieben, dass Gott den Mann und die Frau erschaffen und ihnen aufgetragen hat, zu wachsen und sich zu vermehren. Es handelte sich dabei nicht nur um die Einladung sich zu vereinigen, um sich fortzupflanzen und so die menschliche Art zu erhalten. Es war etwas viel Größeres: der Wunsch Gottes, dass Mann und Frau gemeinsam das Leben in all seinen Formen hüten und wachsen lassen und es an die ganze Schöpfung weitergeben würden. Das Leben ist die Grundlage des Universums. Es stammt von Gott als sein Geschenk und kann nur weitergegeben werden durch den Mann und die Frau, die mit mir vereint sind, vereint in mir im Herzen Mariens. Hier entspringt auch die Mission der ganzen Menschheit und zwar jene, die von Anfang an vorgesehen war und von der Erbsünde verfälscht wurde: das Universum an der Seite Gottes zu regieren, und dabei allen Geschöpfen das göttliche Leben weiterzugeben. Frauen und Männer der Erde, denkt nach und seht, wie weit ihr von all dem entfernt seid und wie elend eure Lage ist!

Ich möchte, dass ihr begreift, auf welche Weise mein Herz und das Herz meiner Mutter eins sind. So wie wir auf der Erde vereint waren, so sind wir es im Himmel. Ich habe euch meine Mutter gegeben. Indem ich Sie Johannes gab, habe ich Sie jedem Einzelnen von euch und der ganzen Menschheit gegeben, nicht nur der Menschheit der Erde. Ich gebe Sie euch weiterhin als Beispiel, als Schutz, als Die, die euch in allem beisteht, an die ihr euch so wenden könnt, wie ihr euch an mich wendet. Sie liebt euch so, wie ich euch liebe. Gemeinsam mit Ihr werdet ihr Wunder vollbringen! Und vergesst nicht den Heiligen Josef mit dem glühenden Herzen, meinen Nährvater auf der Erde, den Gerechten schlechthin. Niemand war so gerecht wie er, seine Gerechtigkeit übertraf die Gerechtigkeit vieler anderer und die Macht seines Geistes ist gewaltig. Maria und Josef sind für euch eine Mutter und ein Vater auf eurem Weg, so wie sie es für mich waren, und ihnen möchte ich euch anvertrauen.

Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

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