Frohe Ostern

Kirche Jesu Christi des Universums

von Mauro

(übersetztes Audio)

03.04.2021

 

Ich wünsche euch eine Frohe Ostervigil, Frohe Ostern und insbesondere eine Frohe Osterzeit!

Alle Lesungen, die wir in dieser Nacht gehört haben, ausgehend vom Exsultet[1], entfachen in uns die Freude dieses Wegs, den Gott geöffnet hat, die Freude über diesen Durchgang vom Tod zum Leben, der sich nicht nur dann ereignet, wenn wir körperlich sterben, sondern jedes Mal, wenn wir von der Last unseres Gedankens und all unserer Überlegungen befreit werden.

Alle Lesungen, vom Alten Testament bis zum Heiligen Paulus[2] und dem Evangelium[3], geben einen Weg der Menschheit an, den sie in jeder Zeit zurückgelegt hat; sie zeigen insbesondere den Weg des israelitischen Volkes und für alle bedeutet es aufbrechen, losgehen, das Alte zurücklassen. Auch das Evangelium endet auf die gleiche Weise, wenn wir es genauer betrachten: «Geht und sagt ihnen… »[4]. Die Frauen hatten Angst, sie sagten niemandem etwas, aber auch mit der Auferstehung beginnt ein Weg: „Geht“. Es ist immer ein aufbrechen, losgehen.

Wenn wir sagen, dass wir das Alte zurücklassen, was meinen wir damit? Der Heilige Paulus sagt: «Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt mit Christus»[5]. Alles, was nicht in den Geist Gottes eingetaucht ist, ist alt. Alles, was nicht für das Neue bereit ist, ist alt, aber das darf keine Last für uns sein, denn wenn wir bereit sind, Christus und Seinem Weg zu folgen, Ihm in dieser Zeit zu folgen, in der Er lebendig und unter uns gegenwärtig ist, dann gehen wir vom Alten aus, um in das Neue einzutreten. Es ist kein Problem, wie ich bin, von wo aus ich beginne, es reicht der Wunsch aufzubrechen. Es ist wichtig, den Wunsch zu haben, in dieses Neue des Lebens in Gott einzutreten; den Wunsch zu haben, den Gedanken Gottes zu kennen. Dann stirbt das Alte von selbst.

Wir haben gehört, dass Gott in jeder Zeit einen Vorläufer verwendet hat, ein Werkzeug, um aus dem Alten hinauszuführen. Als Er Israel aus Ägypten führte, war es Mose. Wir wissen, dass in all diesen Jahren der Heilige Erzengel Michael der Vorläufer ist. Wir haben die drei außergewöhnlichen Werkzeuge, wir haben die Allerheiligste Jungfrau Maria und den Heiligen Josef, die erhabenen Werkzeuge. Jetzt haben wir auch Jesus Christus. Der Schritt aller, in jeder Zeit, erfolgte im Glauben: Abraham, Israel, immer im Glauben. Israel musste Mose vertrauen, Abraham musste dem vertrauen, was er fühlte und was ihm der Heilige Erzengel Michael sagte. Wir müssen den Versprechen Gottes vertrauen, seiner lebendigen Gegenwart. Wir müssen der Allerheiligsten Mutter vertrauen, die in Medjugorje das letzte Mal und unter uns, ihrem Volk gegenwärtig ist.

In gewissem Sinne hatten alle, in jeder Zeit, Licht. Wir können sagen, dass dieses Licht gewaltig ist. All das, was alle Heiligen vor uns geöffnet haben und das, was wir jetzt haben. Das Licht ist gewaltig und leuchtet auf eine neue Welt, auf eine neue Schöpfung, auf seine glorreiche Wiederkehr, die immer näher kommt. Wie ich aber gesagt habe, ist alles ein Weg des Glaubens. Unsere Aufgabe ist es zu glauben, all das zu glauben und uns führen zu lassen. Häufig versuchen wir zu verstehen, was wir tun müssen und wie. Es ist einfach: glaube!

Ich möchte mit euch aber in dieser Nacht noch einmal die Allerheiligste Jungfrau Maria betrachten, denn noch einmal ist Sie das perfekte Beispiel des Glaubens, dessen, was wir tun müssen. Auch Sie wusste nicht alles, aber Sie glaubte. Der Glaube an die Worte des Engels öffnete Sie für den nächsten Schritt. Der Glaube bei jedem Schritt, öffnete Sie für den nächsten – ich wiederhole jetzt nicht alle Schritte, verzeiht – aber macht einen schnellen Durchlauf durch das, was wir von Maria aus dem Evangelium wissen. Jedes „Ja“ brachte Sie weiter.

Ich habe gestern gesagt: Sie und Jesus haben den ewigen Bund erneuert und uns hervorgebracht. Sie hat uns hervorgebracht, im Glauben. Im selben Glauben brachte Sie die Apostel in jenen drei Tagen – Freitag, Samstag und Sonntag – hervor, die Apostel, die Jesus liebten, aber sie liebten Ihn auf menschliche Weise. Sie war die Einzige auf der ganzen Welt, die glaubte. Sie glaubte den Worten, die Jesus Ihr gesagt hatte. Der Heilige Josef hat uns das in seiner Botschaft gesagt: „Wir wussten, was geschehen musste.“[6] Sie glaubte daran. Alles war gegen Sie: die menschliche Logik, das, was sich vor ihren Augen zutrug, alles stellte sich gegen diesen Glauben. Sie hatte gesehen, dass Jesus tot war, wie Er behandelt wurde. Sie hatte den Schmerz gesehen, den Er gelitten hatte, aber Sie glaubte.

Die Jünger, die Apostel, die Frauen, die Jesus liebten, liebten auch Maria und versuchten, Sie zu trösten. Es gibt eine Stelle in der Valtorta[7], wo Sie diese menschliche Liebe ablehnt, dieses Mitleid, diesen Trost. Sie lehnte sie ab, weil sie Sie daran hinderte zu glauben: Jesus wird auferstehen, Jesus hat den Tod besiegt. In gewissem Sinne sagte Sie: „Lasst mich. Ich brauche den menschlichen Trost nicht. Ihr müsst mit mir glauben. Ihr müsst mit mir das Licht der Welt erwarten, das in die Welt zurückkehren wird, weil es den Tod besiegt.“ Sie war alleine. Ich sage das, um damit auszudrücken, dass, so wie die Apostel auf menschliche Weise versuchten, Jesus aufzuhalten und Jesus ihnen sagte: «Weiche von mir, Satan»[8], «Drei Mal wirst du mich verraten»[9], und alle fliehen, so durchlebte auch die Allerheiligste Jungfrau Maria diese Situationen, während sie Sie trösten wollten.

Ich möchte also und bete dafür, dass wir diese Nacht wie Maria durchleben, indem wir fest an seine glorreiche Wiederkehr glauben und dass wir in dieser Nacht fest an seine lebendige Gegenwart hier glauben, ungeachtet all der Anzeichen, die dagegen sprechen. Glauben wir fest daran, dass wir uns in epochalen Durchgängen befinden, in denen Gott die Geschichte neu schreibt. Glauben wir fest daran, dass niemand dieses Programm aufhalten wird. Glauben wir fest daran, dass Gott die Welt besiegt hat. Lassen wir uns nicht von unseren Grenzen hereinlegen, von der Tatsache, dass wir wenige sind, dass wir nichts wissen, weil wir begrenzt sind: Gott ist es, der gesiegt hat. Glauben wir daran, weil Er es versprochen hat. Er hat für seine Kirche Versprechen gemacht, Er hat sie dem ganzen Universum verkündet, Er hat den Heiligen Michael ausgesandt, es der Hölle zu sagen, dass die Kirche auf der Erde existiert und dass die Zeit knapp ist.

Wir glauben daran, ungeachtet aller Dinge. Wir müssen ohne Kompromisse glauben, nicht als Fanatiker, aber glauben. Dann wird unser Leben ein Leben der Evangelisierung werden, ein Leben der Umwandlung. Es wird unser Leben sein, das alles weiterbringt, das zum Licht für diese Erde und für diese Menschheit wird. Unser Glaube. Verbringen wir diese Nacht auf diese Weise, mit Glauben, mit Freude, mit Gewissheit. Treten wir mit Jesus in jedes unserer Gräber ein, in jede Prüfung, in jeden Schmerz, in alles, was euch einfällt. Lasst uns das Leben annehmen und mit Ihm auferstehen.

Ich grüße euch alle noch einmal, ich umarme euch und segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Osterlob (Anm.d.Ü.)

[2] Vgl. Röm 6,3-11

[3] Vgl. Mk 16,1-7

[4] Vgl. Mk 16,7

[5] Vgl. Röm 6,6

[6] Vgl. Botschaft des Heiligen Josef vom 18. März 2021 „Maria, die Neue Frau“, veröffentlicht auf unserer Webseite

[7] Es bezieht sich auf die Buchreihe von Maria Valtorta mit dem Titel „Der Gottmensch – Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus“, Parvis-Verlag (Anm.d.Ü.)

[8] Vgl. Mk 8,33; Mt 16,23

[9] Vgl. Mt 26,34; Mk 14,30; Lk 22,34; Joh 13,38