Gedanken – „Ostern mit der Zwischenzeitlichen Gegenwart Jesu“

von Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. April 2021

Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche euch allen Frohe Ostern!

Ich möchte, dass wir alle dieses Ereignis, das wir durchlebt haben und in diesen Zeiten durchleben, völlig durchdringen. Ich möchte, dass wir die Gesetze, die uns innerlich auf konkrete Weise regieren, entdecken. Ich möchte, dass ihr alle, die ihr euch für Jesus Christus entschieden habt, Ihn lebendig findet und dass ihr alle, die ihr euch für Jesus Christus entscheiden werdet, erfahren könnt, das Er wahrhaftig auferstanden ist.

In diesem Jahr feiern wir mit dem Auferstandenen Christus seine besondere, zwischenzeitliche Gegenwart unter uns. Wir müssen davor verstehen, was in den Aposteln geschehen ist. Sie sahen den Auferstandenen Jesus, und das war alles? Ihr täuscht euch. Sie berührten Jesus, sahen Ihn essen und aßen mit Ihm, und das war alles? Ihr täuscht euch. Aber was ist geschehen? Das ist geschehen, dass die Menschen, die sich für Jesus Christus entschieden hatten, die Quelle des Lebens berührt hatten, was durch nichts mehr verhindert werden kann, weder durch den Tod noch die Sünde, durch keine Macht. Sie traten mit der Quelle des Lebens in Beziehung und entdeckten das, was der Heilige Paulus sagt, dass unser von der Sünde beherrschter Leib gestorben ist, mitgekreuzigt wurde.[1] Wisst ihr, was das bedeuten soll? Es bedeutet, dass wir zuvor unbeweglich waren, dass Gott nichts tun konnte, nicht über uns regieren und uns nichts schenken konnte, es war nutzlos, aber in uns ist eine Macht erwacht, um uns von jenem Leben zu befreien und das neue Leben zu leben und in das neue Leben einzutauchen. Wer sich am alten Leben festklammern möchte, fügt sich lediglich Schaden zu, er kann nur schwächer, enttäuscht und verzweifelt werden. Hier liegt die Entscheidung: durch Jesus Christus im Heiligen Geist in die Quelle des Lebens einzutauchen und zu leben zu beginnen, allmählich die Fülle des Lebens zu erreichen.

Hier fügt sich auch das Zeugnis ein: wer diese Erfahrung macht, spürt in sich eine Explosion des Lebens, weil die Vergangenheit erleuchtet wird, wie der Heilige Petrus sagt[2]. Alle Propheten bezeugten dieses Heil und bereiteten es vor. Die Zukunft hatte sich aufgetan. Was ist die Zukunft? Dass der Auferstandene Jesus Christus die Fähigkeit hat, alles dem Willen des Vaters zu unterwerfen. Vor allem in jenen, die Ihn annehmen und eine Haltung der Disziplin einnehmen, mit Ihm zu leben. Und niemand kann ihnen mehr im Wege stehen, vielmehr können sie dieses Zeugnis, dieses Leben an jene weitergeben, die guten Willens sind. Also ihr aus Galiläa, aus Judäa, die ihr von Jesus sprechen gehört und Wunder gesehen habt, ihr Christen von heute, ihr Menschen mit Kultur, die ihr euch mit Archäologie auskennt, alte Dokumente kennt und studiert, ihr alle, die ihr heute im Mutterleib empfangen werdet, könnt dieses Leben spüren. Die Menschheit wird diese Wahrheit spüren können. Die Quelle wird jedem Menschen guten Willens nahe sein, wenn er sich für den Auferstandenen Jesus Christus entscheiden und gemäß den Gesetzen leben möchte, die uns das ewige Leben schenken. Das ist die Auferstehung! Aber es ist unsere Auferstehung, wenn wir in dieses Leben eintauchen und dann sind wir aufgerufen, Zeugnis für dieses Leben abzugeben. Welches Zeugnis? Dass Ostern nicht mit heute zu Ende ist. Es beginnt die Aufgabe des ganzen Volkes, mit der Allerheiligsten Jungfrau Maria, Miterlöserin, Mutter und Königin, dem Auferstandenen Christus zu folgen, um das ganze Universum gemeinsam mit Ihm dem Leben zu unterwerfen, wie es beim Vater ist.

Unsere Aufgabe und die Aufgabe der ganzen Kirche Jesu Christi ist jetzt, allmählich zu den Toren der Unterwelt hinabzusteigen, wie Jesus bei seinem ersten Kommen. Nach seinem Tod stieg Er in die Unterwelt hinab und trennte die Hölle vom Fegefeuer, und wir schließen jetzt, mit dem Heiligen Erzengel Michael an der Spitze, und gemeinsam mit Ihm für immer die Hölle und befreien die Kinder Gottes für immer vom Einfluss des Dämons. Das ist die Aufgabe, der sich niemand entziehen kann. Wir geben niemandem den Tag an, ein Datum, aber wir zeigen den Weg auf und bezeugen ihn und der, der guten Willens ist, der möchte, möge an diesem Leben teilnehmen und sich bemühen, die Zeiten zu beschleunigen, damit alles gemäß dem Plan Gottes verwirklicht wird.

Was ist unser Zeugnis, das Zeugnis dieser Kirche, dieses Volkes, das uns in diesen Jahren zur Seite gestanden ist? Die Aufgabe ist dieselbe wie die der Apostel, sie ist lediglich viel umfangreicher als das, was die Apostel erhalten haben. Die Apostel wurden von den Engeln, dann von Jesus Christus aufgeweckt. Wir wurden auf diesem Weg sehr umfassend von den Erzengeln, den Heiligen und den Gott treuen Schwestern und Brüdern des ganzen Universums vorbereitet. Schwestern und Brüder aus dem Fegefeuer sprachen zu uns über ihr Leben. Wir haben die heutige Menschheit und die Menschheit des Universums beobachtet, um zu sehen, wo sie jetzt steht. Alles liegt klar vor uns. Wir haben unser Zeugnis vor euch abgelegt. Zuletzt hat sich das Bild der Unbefleckten Mutter und Königin mit ihrer besonderen Eigenschaft als Miterlöserin vervollständigt. Sie ist es, der wir das Leben geschenkt haben und durch Sie Jesus. Wir haben erfahren, was es bedeutet, eine Mutter zu haben, die uns hervorbringt, die Miterlöserin, die uns beschützt, die uns dazu fähig macht, den alten, gekreuzigten Menschen von uns fernzuhalten und ein neues Leben zu leben.

Das Antlitz Gottes hat sich vor uns offenbart, das Antlitz des Sohnes, das Antlitz des Vaters, die Stimme des Heiligen Geistes. Das sagen wir euch, weil sich dieses Antlitz allen offenbaren wird, Guten und Bösen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Jetzt drückt sich die Kirche Jesu Christi mit ganzer Macht, mit der ganzen Heiligkeit Gottes aller Zeiten aus. Der Heilige Paulus sagt: «Wenn Christus offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden.»[3], aber Er ist uns bereits als der Auferstandene erschienen, Er hat unser Wesen durchdrungen und das hat uns verändert. Wir bezeugen dieses Leben. Jetzt muss die Kirche Jesu Christi damit weitermachen, bis Satan über die Pforten der Hölle hinaus vertrieben und in den Schwefelsee geworfen wird. Das ist das Werk des Auferstandenen Christus in seinem Volk, in seiner Kirche. Wir können also nicht auf halbem Weg stehen bleiben, wir können nicht mehr abwarten und die Entscheidung verschieben, denn die Prüfungen der Menschheit schnüren uns ein und das wird zunehmen, wenn die Kraft der Kirche Jesu Christi fehlt, des Gekreuzigten und Auferstandenen Christus.

Unsere Einladung geht also an euch alle: tretet in die Freude der Auferstehung ein, tretet in die Freude darüber ein, dass euer verdorbener Mensch gekreuzigt ist. Mittlerweile spricht der Tod nicht mehr, er hat keine Kraft mehr, weil euer neues Leben so stark ist, die ganze Verdorbenheit des Universums in die Hölle, in den Schwefelsee zu schleudern. Die Zeiten werden umso schneller sein, je entschiedener die an Jesus Christus Glaubenden sind und je mehr sie sich bemühen, das Werk Gottes zur Vollendung zu bringen.

Das ist der Weg der Königin des Friedens in diesen vierzig Jahren, um uns zur inneren Quelle zu bringen. Visionen und Lokutionen reichen nicht aus. Wie viele Zeugen sahen den Auferstandenen Christus: die Frauen liefen davon und sagten nichts zu niemandem, weil sie Angst hatten; die Apostel, die den Auferstandenen Christus berührten und nicht glaubten. Jetzt wirken die Gesetze des Auferstandenen Christus in unseren Tiefen, in unserem Innersten. Wer sie annimmt, wird mit Ihm auf seine glorreiche Offenbarung und auf das Ende der Zeiten zugehen. Wir setzen unseren Dienst fort, beten für euch und opfern uns für euch auf, und bezeugen euch das, was uns der Herr offenbart.

Und wir begleiten euch mit unserem Segen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Röm 6,3-11

[2] Vgl. Apg 10,34a.37-43

[3] Vgl. Kol 3,1-4