Gedanken – „Das Taufversprechen erneuern“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. Januar 2021

Pater Tomislav Vlašić: Liebe Schwestern und Brüder, wir feiern das Hochfest der Taufe des Herrn. Wie wissen alle, wie die Taufe abläuft, aber wann sind wir tatsächlich in die Taufe eingetreten? Das ist die Frage. Uns wurde vom Heiligen Geist gesagt, dass wir uns mit der Taufe an dem Punkt wiederfinden, an dem sich die Menschheiten des Universums zu Beginn befanden, als sie Ja sagten. Sie sind sehr schnell in allen Dimensionen gewachsen. Die Erneuerung unseres Taufversprechens kann also kein Ritus sein, es kann nicht einmal ein historisches Gedenken sein, sondern muss bedeuten, Jesus Christus, den König des Universums heute anzunehmen, der auch die Erde in Besitz nimmt mit der ganzen Macht des Heiligen Geistes. Er sammelt alles Gute aus allen Jahrtausenden zugunsten der Kinder Gottes, um am Schluss gerecht zu trennen. Es ist eine Gerechtigkeit, die durch das Innerste des Menschen geht, der sich entweder für das eine, für Gott, oder für Satan und das Verderben entschieden hat. Wir befinden uns in diesen Zeiten, wo jeder, im ganzen Universum und auf der Erde, zu einem Punkt geführt wird, an dem er sich entscheiden muss und dass wird in seinem Innersten geschehen.

In den liturgischen Texten[1] wird deutlich, dass sich Jesus, als Er getauft wurde, in den Willen Gott Vaters und des Heiligen Geistes einfügte. Alle Drei Personen legten also füreinander Zeugnis ab, es war ein einstimmiges Zeugnis. Wir befinden uns jetzt in Zeiten, in denen die Allerheiligste Dreifaltigkeit in jedem von uns einvernehmlich wirken möchte, um uns zur Fülle zu bringen.

Machen wir uns Gedanken zur Botschaft Jesu vom 5. Januar[2], aber aus einem anderen Blickwinkel: wir denken über unsere Taufe im Hinblick auf die Evangelisierung nach, die unsere Aufgabe ist. Jesus sagte, es wäre dasselbe Gebot, das Er seinen Aposteln gab, aber heute würde uns eine größere Macht zur Verfügung stehen. Er sagte, Er würde seine Wohnstatt unter uns aufschlagen, um einen Weg zu beginnen, der uns zur Fülle führt. In diesem Zusammenhang entscheiden wir uns also für Christus, der in der Macht des Heiligen Geistes unter uns ist, damit Er machtvoll in jedem von uns und unter uns wirken kann.

Jesus sagt: „Jetzt muss meine wahre Kirche auf der Erde und im gesamten Universum in ihrer Macht ans Licht kommen. Deshalb komme ich unter euch, um euch mit meiner Gnade zu erfüllen. Auf diese Weise bereite ich euch auf mein glorreiches Kommen vor, das letzte und endgültige Kommen auf die Erde, bei dem ich mich offen der ganzen Menschheit des Universums zeigen und sie mit der Macht richten werde, die ich von meinem Vater erhalten habe.“ Ich möchte diesen Punkt weiter ausführen, insbesondere dahingehend, dass es sich um einen Weg der Gnade in uns handelt, wenn wir das Werk Christi annehmen und daran teilnehmen und durch Christus im Heiligen Geist an der Macht des Vaters teilnehmen. Viele von euch, die das Buch „Das Universum und seine Bewohner“[3] haben, haben über den Weg dieser Gnade gelesen, die der Heilige Geist sehr gut auf den Seiten 262 bis 265 erklärt. Ich werde euch erneut die Punkte erklären.

Gott wirkt im Heiligen Geist immer zu unseren Gunsten. Auch wenn der Mensch nur einen Funken guten Willens hat, findet ihn der Heilige Geist. Und wir, die wir unsere Taufe mit Jesus im Heiligen Geist erneuern möchten, um den Willen des Vaters zu tun, müssen unseren innerlichen, konkreten Weg kennen, das, was wir tun müssen, damit die Allerheiligste Dreifaltigkeit einvernehmlich in uns wirken und uns zur Vollkommenheit führen kann. Der Heilige Geist erklärt, dass, wenn Gott einen Plan für eine Seele, eine Gruppe oder ein Volk hat, dann sendet Er den Heiligen Geist, um die Menschen sozusagen zu berufen, ihnen die Mission, die Berufung zu zeigen. Wenn ein Mensch oder ein Volk im Heiligen Geist Ja zu Gott sagt, führt dieses Ja dazu, dass sich diese Person, dieses Volk heiligen und weihen muss, es muss sich entscheiden, in Gott ein heiliges, unversehrtes Leben zu leben. Sagt diese Person Ja und nimmt am Plan Gottes teil, dann führt der Heilige Geist diese Person zu Jesus Christus, dem Hohenpriester, dem Retter und erklärt ihr, dass Jesus rettet. Diese Erklärung ist keine schulische, rationale Erklärung, sondern sie schenkt die Erkenntnis, dass Jesus befreit. Das Werk Jesu Christi ist vor allem, völlig zu vergeben, zu reinigen und zu heilen. Ihr seht ein großes Werk in jeden von uns, in einem Volk, wenn es sich befreien möchte. Erst dann, wenn ein Mensch sich Jesus Christus im Heiligen Geist hingibt und sich reinigen und heilen lässt, kann ihn der Hohepriester Jesus Christus dem Vater darbringen. Er gibt ihn dem Vater hin und tritt dafür ein, dass der Vater diesem Menschen, dieser Seele, diesem Volk die Fülle des Lebens schenken möge und der Vater schenkt diese Gnade. Dann wirkt die Allerheiligste Dreifaltigkeit einvernehmlich in dieser Seele, in diesem Menschen, schenkt die Fülle und führt zur Fülle. Natürlich geschieht das nicht in einem Augenblick, in einem schnellen Gebet, sondern es ist ein Weg, den Jesus in diesem Jahr in jedem von uns und in diesem Volk entfalten möchte; in diesem Volk, das sich dafür entschieden hat, der Kirche Jesus Christi des ganzen Universums anzugehören. Und Er wird es zur Vollkommenheit führen, wenn wir daran teilnehmen möchten.

An diesem Punkt müssen wir uns auch über etwas anderes im Klaren sein: alleine können wir es nicht schaffen, weil wir mit allen Kindern Gottes verbunden sind, deshalb beendet Jesus seine Botschaft mit den Worten: „Bleibt mit Gott und allen außergewöhnlichen Werkzeugen vereint, die es nicht daran fehlen lassen werden, euch zu beschützen und euch bei eurem großen Werk der Evangelisierung der Erde zu helfen. Die sieben großen Erzengel mit dem Heiligen Michael an der Spitze werden alle Wege öffnen, die ihr gehen müsst. Fürchtet euch nicht und geht in meinem Namen, um jenen das Heil zu bringen, die es möchten, um die eingeschlafenen Gewissen zu wecken und den Leidenden Erleichterung zu verschaffen. Offenbart endlich die Macht und das Werk meiner Kirche des ganzen Universums.“ Warum mit den Werkzeugen? Denken wir vor allem an die Worte, die der Heilige Johannes im Namen Jesu sagte, und zwar dass alle, die aus Gott gezeugt sind, die Welt besiegen, dass seine Gebote nicht schwer sind. Dann schreibt er über Jesus Christus als Zeugen mit Wasser, mit Blut und mit dem Geist[4]. Er schenkte uns das Sakrament der Taufe mit Wasser und reinigt uns, aber Er bringt in uns ständig Sein Opfer, Sein Blut dar, um unsere Freiheit zu erhalten und um uns zu beschützen. Überlegt, welches Werk Jesu Christi sich in uns vollzieht.

Dann legt Er mit dem Heiligen Geist Zeugnis in uns ab, in unseren Tiefen, wo keine menschliche Wissenschaft, keine menschliche Weisheit eindringen. Der Heilige Geist lässt uns durch Jesus Christus innerlich auferstehen. Dann können wir sagen, dass auch aus unserem Geist das Leben Gottes entspringen kann, dass ein neues, auferstandenes Leben fließen kann. Dieses Zeugnis ist kein schulisches Zeugnis, kein Zeugnis aus dem Fernsehen, sondern ein pulsierendes Zeugnis in unserem Geist, in unserer Seele und in unserem ganzen Sein und es wird in all jenen pulsieren, die am Wirken Gottes teilnehmen möchten und sich auf den Weg machen.

Zusätzlich zu seinem Zeugnis hat uns Gott die Allerheiligste Mutter und Miterlöserin geschenkt, und wir haben Folgendes verstanden: Sie ist aus Gnade allmächtig, weil Sie als Mutter, die ein Kind beschützt und nährt, von Gott alle Gnaden erhalten hat. Aus diesem Grund unsere Weihe an Sie. Er hat uns die Heiligen Erzengel und Engel geschenkt. Sie hören sofort den Willen Gottes und setzen ihn um. So wie Gott gleichzeitig denkt und handelt, so sind auch die Engel sehr schnell, um uns zu helfen; und schnell sind auch unsere Heiligen. Für unsere Gott treuen Schwestern und Brüder gibt es keine Hindernisse und sie können uns helfen, wenn wir offen dafür sind, uns mit ihnen zu vereinen. Alle außergewöhnlichen Werkzeuge handeln im Einklang in der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zugunsten jeder Seele und des ganzen Volkes und dieses Wirken wird keine menschliche Wissenschaft sein, sondern sich in jenen offenbaren, die daran teilnehmen und in diese Richtung unterwegs sind.

Es besteht eine Gefahr, wie der Heilige Geist erklärt: der Mensch der Erde hat Angst vor Gott und verschließt sich wie Adam. Diese Verschlossenheit bringt verschiedene Früchte hervor. Könnte sich ein Mensch vollkommen verschließen, würde er sterben, weil ein Mensch nicht alleine leben kann, da er mit den anderen lebt. Der Großteil der Menschen verschließt sich, um selbst entscheiden zu können, um zu überleben. Sie treffen aus sich selbst heraus Entscheidungen und stützen sich auf den menschlichen Geist anderer, sie werden zu Komplizen des Bösen und stützen sich auf menschliche Dinge. Sie verschließen sich in sich selbst und lassen sich nicht vom Heiligen Geist durchdringen. Je mehr wir uns in diesem Wirken, in dieser Evangelisierung weiterentwickeln, wie Jesus es vorsieht, je mehr werden diese Menschen vom Heiligen Geist, von der dreifaltigen Macht berührt, um aufzuwachen und sich auf die Kirche des ganzen Universums auszurichten. Aber heute leben viele in der Sünde des Heiligen Geistes und hören nicht mehr hin, sie wollen nicht mehr hinhören. Am Ende wird niemand mehr in der Mitte übrigbleiben, weil sich das Wirken des Heiligen Geistes weiterentwickeln wird, um alle zu berühren und jeder wird eine Entscheidung treffen müssen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Menschen unbesorgt entscheiden, mit Luzifer zu gehen. Wenn sie das Grauen in sich entdecken, lehnen sie Gott ab und empfinden eine zerstörerische Wut gegen die Kinder Gottes. Das erleben wir jetzt, aber Jesus garantiert uns Schutz und Sicherheit. Er wird uns zur Vollendung führen.

Wir sind also am Schluss angelangt. Wir können nichts alleine erreichen. An diesem Fest der Taufe sind wird aufgerufen, mit allen Werkzeugen Gottes, die Er zur Verfügung gestellt hat, zusammenzuarbeiten, um der Allerheiligsten Dreifaltigkeit eine vollständige Antwort zu geben, damit Sie uns an sich ziehen und zur Vollkommenheit führen möge. Je mehr die Kirche Jesu Christi auf der Erde und im Universum in diesem Sinn fortschreitet, umso mehr ist sie geschützt und offenbart das Leben Gottes, das den rettet, der guten Willens ist und jene außer Acht lässt, die sich für Luzifer entschieden haben.

Leben wir also diesen historischen Augenblick gemäß den Worten der Muttergottes: „Wunderbare Zeiten für die Kinder Gottes, furchtbare Zeiten für den, der Gott ablehnt“. Das lädt uns gleichzeitig dazu ein, unsere Gemeinschaft im Heiligen Geist hier auf der Erde zu vertiefen; als Teil der Kirche, die dem ganzen Universum angehört zu erbauen und zu leben. Ich sagte, dass sich niemand alleine aufrecht halten kann. Entweder ist er im Geist Gottes dafür offen, im Geist mit der ganzen Kirche des ganzen Universums vereint zu werden oder er hat die Möglichkeit, um sich eine Zelle zu gründen. Wir sprachen von den natürlichen, spontanen Zellen, wie den Verlobten, den Familien, den Freunden; mögen sie sich dazu entschließen, eine Zelle zu bilden. Nur Mut! Ich weiß, dass es schwierig ist, mit jenen zu sprechen, die uns nahe stehen, aber habt Mut im Heiligen Geist und ihr werdet sehen, dass euch viele Personen dankbar sein werden, die sich nicht getraut haben, euch um Gebete, um eine Botschaft oder etwas anderen zu bitten. Sie werden euch sehr dankbar sein, wenn ihr beginnt, dieses Volk zu nähren, das nicht genährt, nicht erleuchtet und nicht geliebt ist.

Ich segne euch, damit euch diese Taufe in die dreifaltige Macht bringen möge, damit ihr sie erfahren könnt, damit ihr das Wirken des Heiligen Geistes in euch spüren könnt, der still in eurem Innersten wirkt ungeachtet aller menschlicher Möglichkeiten. Ich segne euch mit der Macht des Christus, der fortwährend rettet, der fortwährend Seinen Körper und Sein Blut, Seine Leiden für euch hingibt, euch reinigt und euch schützt. Er schenkt euch wie den Aposteln den Heiligen Geist, damit ihr evangelisieren könnt. Und ich segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. 1. Lesung: Jes 55,1-11; 2. Lesung: 1Joh 5,1-9; Evangelium: Mk 1,7-11

[2] Vgl. Botschaft mit dem Titel „In meinem Namen werdet ihr siegen“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[3] Verlag Luci dell’Esodo; 4.Teil, Kapitel 2 „Die vielfältige Gnade Gottes“

[4] Siehe Fußnote 1, 2. Lesung