Gedanken – „In der Kirche Jesu Christi des Universums leben“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. Juli 2019

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, fahren wir fort, die Botschaft der Muttergottes vom 24. Juni[1] dieses Jahres zu vertiefen, um die Kirche Jesu Christi des Universums besser verstehen zu können.

Der Titel unserer heutigen Gedanken ist „In der Kirche Jesu Christi des Universums leben“ und es stellt sich sofort die Frage: Welche Kirche ist das? Die Antwort ist die einzige, die existiert, die einzige Kirche Jesu Christi. Wie kann man daran teilnehmen? Wir versuchen also, Hinweise zu geben, um in der Kirche Jesu Christi des Universums zu leben.

Zuerst hören wir uns an, was uns der Heilige Geist im Buch „Das Universum und seine Bewohner“[2] mitgeteilt hat. Was ist die Kirche? Was bewegt die Kirche? Was bewegt sich in der Kirche? Was bewegt uns? Hören wir zu.

„Das, was die Kirche bewegt, ist das Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, ein Leben, das ihr ständig durch den Heiligen Geist vermittelt wird und in den Sakramenten gegenwärtig ist. Wenn die Versammlung der an Christus Glaubenden aus diesem Leben schöpft, kann sie sich als Kirche bezeichnen; sonst bleibt sie eine Vereinigung unter vielen, die zugunsten der Menschheit handelt. Aber die Kirche ist nicht eine Ansammlung von Menschen, die sich vereinen, um ein nützliches Ziel zu verfolgen; sie ist auch keine noble Stiftung, die die Erinnerung an ihren Gründer Jesus Christus durch tugendhafte Werke lebendig hält. Und noch weniger ist die Kirche ein Machtzentrum, als das sie sich leider in vielen Fällen ausgibt. Die einzige Macht, die der Kirche innewohnt, ist jene der Gnade, die weder Apparate noch Hierarchien schafft, sondern sich gleichsam auf alle Mitglieder aufteilt, je nach Einzigartigkeit des Einzelnen, zur Erbauung aller.

Die Kirche ist kein Volk von Untergebenen eines Monarchen. Sie ist das heilige Volk Gottes, gezeugt aus dem Opfer des Kreuzes, genährt durch das Opfer des Altares und geheiligt durch das Wirken des Heiligen Geistes. Alles Übrige kann schön und nützlich sein, aber nicht unbedingt heilig und göttlich. Nicht alles, was im Namen der Kirche gemacht wird, kann sich Kirche nennen.“

Dieser Text zeigt uns die Essenz unserer Teilnahme in der Kirche am Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und unsere Teilnahme ist notwendig. Hier kann man die ganze Theologie der Kirche weiter ausführen, aber ich bleibe bei folgenden Worten stehen: Die einzige Macht, die der Kirche innewohnt, ist jene der Gnade, die weder Apparate noch Hierarchien schafft, sondern sich gleichsam auf alle Mitglieder aufteilt, je nach Einzigartigkeit des Einzelnen, zur Erbauung aller.“

Das verlangt unsere individuelle Teilnahme, es verlangt neue Beziehungen in der Kirche Jesu Christi des Universums, die dahin gehen, dass jeder von uns die Fülle seiner Identität, die Fülle seiner Mission erreicht und wo sich die Einzigartigkeit eines jeden von uns ausdrückt, damit wir einander das Leben Gottes mitteilen.

Hier ist der Aspekt unserer Teilnahme am dreifaltigen Wirken in uns hervorgehoben. Leider gewöhnt man sich im täglichen Leben daran, an einem Ritus, an einer Gebetsformel, an den Dingen teilzunehmen, wie sie immer gewesen sind, es wird nichts geändert. Aber alles, was Gott uns geschenkt hat, tendiert dahin, uns ständig zu ändern, uns umzuwandeln und uns in die neue Schöpfung zu bringen.

In diesem Sinn hören wir den Worten der Muttergottes in der Botschaft zu, die wir zitiert haben.

„Jetzt ist es Zeit, dass diese Kirche, vereint mit jener, die im Universum ist, mit ihrem Leben ihre Verkündigung bringt; mit der eigenen Doktrin, der eigenen Liturgie und den eigenen Sakramenten, mit allem, was sie in diesen Jahren erhalten hat. All das bildet ein wirklich großes Depot an Glaube, Hoffnung und Liebe.

Ich sage euch nicht, dass ihr keine Auseinandersetzungen haben werdet, denn der Hass Luzifers auf die Kirche Jesu Christi des Universums ist groß, aber die Liebe Gottes für euch ist größer. Auch meine Liebe für euch ist größer und ich bin euch dankbar für alles, was ihr in diesen Jahren getan habt.“

Auf den ersten Blick können uns die Worte „die eigene Doktrin, die eigene Liturgie und die eigenen Sakramente, mit allem, was sie in diesen Jahren erhalten hat“ stören. Versuchen wir zu verstehen. Während ich über diese Worte nachdenke, kehre ich Jahrzehnte zurück, als die Muttergottes in Medjugorje erschienen ist, wie die Menschen an der Messe, an der Beichte, an der Anbetung teilgenommen haben – nichts Neues und alles neu. Alles neu, hätten wir die Worte der Muttergottes ernst genommen, die uns ständig für eine innerliche Neuheit öffnen würde, für eine Teilnahme an einem Weg, der unausweichlich zur Verwirklichung der Verheißungen der Propheten, der Apostel und Jesu Christi führt, der unter uns gekommen ist.

Es handelt sich also nicht um neue Doktrinen, neue Sakramente, sondern es handelt sich um eine neue Teilnahme, die ständig neu wird. So wie es zu Beginn der Erscheinungen der Muttergottes in Medjugorje geschehen ist, so ist es auch zu Beginn der Bekehrung des Heiligen Franz von Assisi mit jenen geschehen, die an seinem Leben, die am Leben jedes großen Heiligen teilgenommen haben; so wie es mit Abraham geschehen ist, als er aus seinem Land wegziehen musste – eine ständige Veränderung.

In der Lesung der Genesis, Kapitel 46 hören wir die Worte: Gott erschien Jakob in Beerscheba und sagte: «“Jakob, Jakob!“. „Hier bin ich!“, antwortete er. Gott sprach: „Ich bin Gott, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen; denn zu einem großen Volk mache ich dich dort. Ich selbst ziehe mit dir hinunter nach Ägypten und ich führe dich auch selbst wieder herauf. Josef wird dir die Augen zudrücken.“» Es ist paradox. Gott, der den Patriarchen das verheißene Land gezeigt hat, bringt Israel vom verheißenen Land in das Land der Sklaverei. Und hier wird Er ein Volk bilden. Das Volk musste den Weg wieder aufnehmen, um wieder in das verheißene Land einzutreten, aber gemäß den Verheißungen Gottes. Und ihr wisst, was geschehen ist. Es war eine langsame Entwicklung, wie viele Veränderungen, wie viele Zeichen wurden geschenkt und das Volk fiel immer wieder.

Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir unweigerlich das Wirken der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die Menschheit aus der Sklaverei des ganzen Universums zu führen, spüren müssen, denn die Erde ist in Gefahr, das untere Universum ist in Gefahr. Der Herr möchte uns dahin führen, alle Verheißungen, die Er gegeben hat, zu verwirklichen, aber wann, wie? Niemand wird uns das erklären und nichts werden wir wissen, wenn wir uns nicht innerlich auf den Weg machen, denn Gott führt uns Schritt für Schritt zur Umwandlung, um eine Kirche zu sein, die fähig ist, den Menschen dieser Zeit, den Menschen aller Zeiten eine Antwort zu geben und den der Kirche Jesu Christi entgegengesetzten Kräften die Stirn zu bieten. Diese Kräfte wollen die Kirche, die an die Erde angeklammert ist, flach machen, unfähig, das Leben ihrer eigenen Mitglieder zu ändern und insbesondere unfähig, auf die vielen Fragen, die die Wissenschaft und die Menschheit stellen, eine Antwort zu geben.

Die Sakramente feiern, was bedeutet das für uns? Es bedeutet, das dreifaltige Leben in uns zu feiern. Es bedeutet gleichzeitig, unser Leben in Gott zu feiern, denn indem wir die Allerheiligste Dreifaltigkeit feiern, tauchen wir in jenen Ursprung, in jene Quelle ein und leben wieder auf. Unser Leben wird dann zu einer Feier. Alle sieben Sakramente beinhalten sieben grundlegende Aspekte unseres Lebens, aber wenn sie zu Ritualen werden, bleibt wenig vom Leben Gottes in uns übrig. Es bleiben menschliche Apparate.

Unsere Teilnahme an diesem Leben ist die Teilnahme durch das Unbefleckte Herz Mariens, die Einzige, die fähig ist, uns für die Gabe des Heiligen Geistes vorzubereiten, der uns zu Jesus Christus, dem Retter bringt; die Einzige, die zu Füßen des Kreuzes stand und mit dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe darüber hinaus sah. Das macht uns fähig, den Weg der Umwandlung, des kosmischen Durchgangs des ganzen Universums zu gehen.

Die Teilnahme am dreifaltigen Wirken, die sich mit ganzer Macht ausdrückt, bedeutet Teilnahme an den Werkzeugen Gottes in dieser Zeit. Wenn Gott uns zur Fülle führt, dann führt Er uns zu den Werkzeugen, die fähig sind, uns zur Fülle zu führen: die Allerheiligste Mutter, die erhabenen, außergewöhnlichen und gewöhnlichen Werkzeuge – so wie Gott sie für uns vorgesehen hat. Es braucht eine neue Teilnahme an den Sakramenten, woher auch eine neue Erkenntnis kommt, nennen wir sie neue Doktrin, denn wie die Muttergottes sagte: „Alles ist offenbart, aber alles ist noch nicht verkörpert, noch nicht verwirklicht“. Unterwegs verwirklicht sich alles, verkörpert sich alles.

Unsere Teilnahme an den Sakramenten ist in erster Linie die Teilnahme an der Himmlischen Liturgie, mit jenen, die den lebendigen Gott betrachten: Erzengel, Engel, treue Schwestern und Brüder, Heilige, alle Heiligen. Durch unsere lebendige Teilnahme an der himmlischen Liturgie ändert sich unsere ganze Liturgie, unsere ganze Liturgie wandelt sich ständig um und wir können ein neues Licht auf die Gläubigen, auf die Menschheit der Erde und des ganzen Universums ausstrahlen.

Unsere Regel, wer ist Verantwortlicher, wer hat Autorität, wer übt diesen Dienst, wer jenen Dienst aus, gilt nicht nur unter uns. Unser Begegnen ist ein Begegnen im kosmischen Pfingsten, das heute pulsiert, ein Begegnen mit dem Heiligen Erzengel Michael, mit den Erzengeln, mit den treuen Schwestern und Brüdern, mit jener Kirche, die unmittelbar das Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit betrachtet. Nicht durch Zufall ist der Vorläufer des zweiten Kommens Jesu Christi der Heilige Erzengel Michael, dessen Aufgabe es ist, jeden von uns für den Moment vorzubereiten, wenn wir Christus begegnen wie Er ist. Wir können nicht weitergehen, ohne an der Kirche Jesu Christi des Universums teilzunehmen.

Nicht durch Zufall erschienen den heiligen Patriarchen Engel, es erschienen auch Menschen, obwohl nicht sicher ist, ob es Gott oder Menschen waren, das wurde nicht erklärt. Uns wurde erklärt, dass es Gott treue Menschen waren. Für die Patriarchen was es notwendig, mit der universalen Kirche in Beziehung einzutreten. Dasselbe galt auch für den Heiligen Petrus. Nach Pfingsten, als der Heilige Petrus im Gefängnis war, wusste er nicht weiter. Ein mächtiger Engel musste ins Gefängnis kommen, um ihn zu befreien. Diese Begegnung mit den Werkzeugen Gottes gilt für uns alle, denn der Allmächtige Gott wirkt durch seine Werkzeuge.

Diese Teilnahme erfolgt in uns immer durch den österlichen Durchgang, an dem wir teilnehmen, wo wir uns selbst absterben und uns für das Neue öffnen. Wie ihr wisst, bereitete Jesus auch die Apostel vor. Sie hatten viele Schwierigkeiten damit, jene Neuheit anzunehmen, als sie den auferstandenen Christus sahen. Unser Durchgang ist hier, in uns. Die universale Kirche ist jetzt mit uns vereint, sie pulsiert und unsere Offenheit durch die Teilnahme an der Liturgie, an den Sakramenten macht uns fähig, diesen kosmischen Durchgang in diesen Zeiten zu gehen, der für die ganze Menschheit und für alle Geschöpfe zwingend ist. Das glauben wir. Wir können keinen Daten, Arten und Weisen angeben, wie Gott handeln wird, aber wir wissen, dass das der Weg ist und das erfahren wir in uns.

Die Kirche Jesu Christi des Universums sammelt alles, was es in der Heilsgeschichte Gutes gibt, den ganzen Reichtum der Kirche, den sie uns übermittelt hat, aber sie ist entschlossen, vorwärts zu gehen, hin zur Vollendung. Alle Probleme des Wegs der Kirche als Kollektivität sind Probleme, weil sie auf einem Niveau stehen geblieben ist. Die großen Heiligen waren Zeichen des Widerspruchs, aber sie scheinen Provokateure auf dem Weg zur Vollendung gewesen zu sein. Die große Offenbarung der Mutter Gottes, Königin des Friedens ist für die Amtskirche ein unangenehmes Ereignis geblieben. Manch ein Bischof bezeichnete sie als satanisch. Manch ein Bischof sagte, diese Muttergottes hätte den Krieg am Balkan hervorgerufen. Also, diese Kirche Jesu Christi des Universums ist entschlossen weiterzugehen.

Kehren wir zur Feier des Lebens unter uns zurück. Wir feiern das Leben ab der Empfängnis und wir möchten unserem Leben bis zu dem Schritt folgen, an dem wir uns auch unseres Todes entledigen, denn unser ganzes Leben muss ein lebendiges Sakrament sein. So werden wir in die Ewigkeit eintreten können, so werden wir in die neue Schöpfung eintreten können. Die Neuheit ist, dass man an dieser Kirche nicht mit Ja und Nein, mit Kaltherzigkeit, aus Gewohnheit und auf oberflächliche Weise teilnehmen kann. Die Teilnahme am Opfer Christi ist die Teilnahme am Opfer Christi, wo all unsere Opfer, all unsere Schmerzen, alles, was nicht erlöst ist, hineinkommt, sich reinigt und sich erhebt, um erneuert zu werden. Wenn wir auferstanden sind, dann sind wir fähig, die Auferstehung Christi weiterzugeben und zu bezeugen.

Ich lade euch ein, über diese Worte nachzudenken und weiterzugehen, indem wir uns für alle Werkzeuge öffnen, die Gott uns zur Verfügung stellt, um uns zu führen. Gott lässt nichts unvollendet in uns. Wie ich sagte, führte Er den Patriarchen Jakob in jeder Phase seines Lebens. Auf diese Weise führt Gott jeden von uns, wenn er in jeder Phase seines Lebens offen ist. Gott bereitet alles vor, dann kommt die Gnade und wir können, von Ihm geführt, auch in jene Episoden unserer Sklaverei der Vergangenheit zurückkehren und auferstehen, neu werden.

Was ist unsere Mission? Unsere Mission in der Kirche Jesu Christi des Universums ist, mit dem ganzen Universum zu kommunizieren und all jene mit der Gnade zu begleiten, die in diesem Moment empfangen wurden und jene zu taufen, die bereit sind, getauft zu werden. Es ist ein Wirken im Heiligen Geist, das keine Grenzen kennt, aber je mehr wir erlauben, dass uns Gott durch die Unbefleckte Mutter Maria unbefleckt macht, umso mehr kann Gott uns entsprechend unserer Berufung, unserer Einzigartigkeit und unserer Mission verwenden.

Wir fahren fort, zu euch zu sprechen, für euch zu beten und euch mit unserem Segen zu begleiten und auch an diesem Tag segne ich euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Botschaft mit dem Titel „Ich bin die Mutter der Kirche“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[2] Vgl. S. 296; Verlag Luci dell‘Esodo; verlag@lucidellesodo.com

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