Gedanken „Das Offenbarwerden der Kinder Gottes im ganzen Universum“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. Dezember 2016

 

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, ich begrüße euch und kündige das Thema dieses Tages an, und zwar „Das Offenbarwerden der Kinder Gottes im ganzen Universum“. Warum dieses Thema? Wir haben von den Zeiten des Antichristen gesprochen, von den Zeiten des Triumphes des Unbefleckten Herzens Mariens. Wir haben vom kosmischen Pfingsten gesprochen, das alle Kinder Gottes in derselben Kirche Christi vereint. Wir haben auch vom glorreichen Offenbarwerden Christi und vom Offenbarwerden der Mutter und Königin des Universums gesprochen. Es ist nur natürlich, vom Offenbarwerden der Kinder Gottes im ganzen Universum zu sprechen.

In diesen Tagen haben wir im Eröffnungsvers der Heiligen Messe die Worte gehört, die dem Propheten Sacharja in den Mund gelegt wurden: «Der Herr kommt und mit ihm alle Heiligen.»[1] Der Heilige Paulus sagt im Brief an die Römer, dass alle Geschöpfe im ganzen Universum seufzen und mit großer Sehnsucht das wahre Antlitz der Kinder Gottes erwarten[2]. Das bedeutet, dass das Erwachen der Kinder Gottes und ihr Offenbarwerden auch für die Schöpfung, auch für die Materie entscheidend sind. Der ganze Mystische Leib Christi wird sich offenbaren, all jene, die den lebendigen Jesus Christus annehmen und das Leben Jesu Christi vollkommen leben, werden sich offenbaren.

Dieses Offenbarwerden hat auch gewisse Aspekte, die wir hervorheben müssen: Die Heiligen und die Engel bewegen sich in der Sphäre, in der Dimension des reinen Geistes, begleitet von den treuen Schwestern und Brüdern und sie begleiten ihrerseits die Zentrale Zelle. Es ist nunmehr ein Jahr vergangen, seit die Evangelisierung des unteren Universums begonnen hat. Verschiedene Planeten wurden evangelisiert, haben das Evangelium und die Taufe erhalten und christliche Gemeinden haben sich gebildet. In diesem Jahr hat Gott all jene der Erde, die sich durch das Unbefleckte Herz Mariens in diesem Programm vereint haben, in demselben Geist, im Geist Christi mit der Kirche des ganzen Universums vereint.

Die Allerheiligste Jungfrau Maria, die Mutter und Königin, das Mitglied schlechthin der Kirche Gottes ist bei allen Kindern Gottes. Bei Ihr ist auch der Heilige Josef und gerade Sie hat uns für das Volk der Stiftung „Festung der Unbefleckten“[3] am 8. Dezember durch Stefania eine Botschaft gegeben, und diese Botschaft zeigt den Weg des Triumphes des Unbefleckten Herzens Mariens auf, den Triumph also der Kinder Mariens, den Triumph Gottes in unseren Seelen, also das Offenbarwerden Gottes in unseren Seelen. Sie ist also auch für euch und ihr seht das Programm, wie ihr am Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens teilnehmen könnt.

Wir haben die Botschaft in zwei Abschnitte unterteilt, um ihr besser folgen und sie besser kommentieren und verstehen zu können und damit auch ihr der Botschaft folgen könnt.

Die Muttergottes sagt:

„Meine lieben Kinder,

mein Herz freut sich heute, euch hier im Namen meines Sohnes vereint zu sehen, um das Geschenk meiner Unbeflecktheit zu feiern. Meine Unbeflecktheit ist kein Privileg, das ich für mich behalte, sondern es ist ein Geschenk Gottes, das ich für euch aufopfere und mit euch teile. Ich möchte unbefleckt sein in einem unbefleckten Volk, das mich als Unbefleckte Mutter annimmt.

Meine Kinder, wir sind in diesem Jahr, das zu Ende geht, gemeinsam unterwegs gewesen. Wir treten in das Jahr 2017 ein, dem hundertsten Jahrestag meiner Erscheinungen in Fatima, hundert Jahre der langen und schmerzvollen Geschichte des Volkes Gottes auf der Erde und im unteren Universum. Jetzt möchte der Allmächtige Gott aber all das erfüllen, was Er in Fatima versprochen hat: Der Triumph meines Herzens muss in meinen Kindern, im Volk und in der gesamten Menschheit erfolgen. Ihr seid der Sauerteig, der das ganze Volk Gottes auf der Erde und im Universum zum Wachsen bringen muss. Ihr seid Teil dieses großen Volkes, das im Universum gegenwärtig ist.

Daher, meine Kinder, erwartet uns ein Jahr des gemeinsamen Wegs, um uns auf all das vorzubereiten, was der Herr vorgesehen hat. Der Herr hat für seine Kinder nur das Gute vorgesehen. Er möchte das Gute und die Fülle für die ganze Menschheit. Mein und euer Herr sieht nicht auf die Unterschiedlichkeit der Völker, der Sprachen und der Planeten, denn Er hat euch alle mit unendlicher Liebe erschaffen; mit dieser grenzenlosen Liebe möchte Er euch alle durch mein Mutterherz in Seinem Herzen vereinen.

Kinder, die Zeit ist gekommen, in der dieses Volk reif ist, das Kreuz meines Sohnes mit Liebe anzunehmen und zu tragen. Ich möchte euch helfen, zwischen den Prüfungen und dem Kreuz zu unterscheiden. Ihr alle durchlebt Prüfungen, denn das Leben auf diesem Planeten ist schwer, weil die Menschheit fern von Gott ist; daher habt ihr Bedrängnisse, wie euch mein Sohn gesagt hat. Es sind die Prüfungen eures Lebens, durch die euch Gott wachsen lässt. Kein Kind lernt zu gehen, wenn es nicht vorher hinfällt und lernt, wieder aufzustehen. Das geschieht auch im Leben des Geistes. Die Bedrängnisse eures Lebens sind Prüfungen, die Gott euch gibt, um zu sehen, ob ihr Ihm treu seid und in dieser Treue verwirklicht Er Schritt für Schritt seine Versprechen für euch. Dennoch wählt der Herr eure Seelen auch dafür aus, um ihnen Sein Kreuz anzuvertrauen, ein Kreuz, das unabhängig ist von euren Bedrängnissen, euren Prüfungen, von dem, was ihr erlebt oder von euren Sünden. Es ist ein Kreuz, das die Menschheit erlöst. Wenn ihr es annehmt, nehmt ihr völlig am Werk der Erlösung teil.

Wenn ihr genauer betrachtet, was in eurem Leben, aber auch in euren Familien oder in euren Völkern geschieht, wird euch auffallen, dass es Leiden gibt, die sich ständig wiederholen, ohne dass ihr wisst weshalb. Ihr versteht weder woher sie kommen, noch wohin sie euch führen, da sie euch übersteigen. In eurem Sein ist kein Grund für sie zu finden, wohl aber in eurer Zugehörigkeit zu Gott. Wenn ihr nämlich Christus gehört, dann tragt ihr Sein Kreuz, nicht irgendein Kreuz, sondern das Kreuz meines Sohnes, jenes Kreuz, das euch gerettet hat.

Jesus lebt nunmehr in der Herrlichkeit, der Tod berührt Ihn nicht mehr, das Kreuz berührt Ihn nicht mehr, aber das Leiden meines Sohnes erneuert sich fortwährend in seinem Volk bis zum Ende der Zeiten, solange es noch einen Menschen gibt, der gerettet werden muss. Im Volk Gottes, in jedem von euch und in allen, lebt die Menschwerdung, das Leiden, der Tod und die Auferstehung meines Sohnes. Jetzt möchte Gott jedem von euch und diesem ganzen Volk einen Teil Seines Kreuzes anvertrauen. Er vertraut euch nicht Sein ganzes Kreuz an, denn ihr würdet sterben, sondern einen Teil, ein Stückchen Seines Kreuzes und ihr sollt es mit Liebe annehmen.

Ihr könnt meinen Sohn nicht annehmen, wenn ihr Sein Kreuz nicht wollt. Viele Christen hätten Jesus gerne, aber nicht Sein Kreuz. Sie ertragen murrend die Prüfungen. Es gelingt ihnen nicht, sie aufzuopfern und das ruft im Volk Gottes Bitterkeit, Enttäuschung und Passivität hervor: Daher kann Jesus Sein Kreuz nicht demjenigen anvertrauen, dem es nicht gelingt, auch nur eine kleine Prüfung zu ertragen“.

Wenn vom Kreuz gesprochen wird, entrüstet sich leider auch der Großteil der Christen, obwohl sie sich in der Taufe dazu entschieden haben, sich selbst und der Sünde abzusterben und für Christus zu leben. Die Muttergottes spricht also ein grundsätzliches Problem an, damit das christliche Volk in sich geht, damit alle Kinder Gottes, die das Heil noch nicht erfahren haben, in sich gehen. Unversehrt zu sein bedeutet, völlig am Leben Christi teilzunehmen, von seiner Empfängnis, über seine Geburt, seine Lehren zum Leiden, dem Tod, der Auferstehung und auch zu seiner Herrlichkeit hin. Wenn nicht dieser ganze Weg betrachtet wird, dann erkennt der Christ seine Unversehrtheit, seine Vollständigkeit nicht, er erkennt nicht, was er tun muss. Er kann sich der Psychologie, der Soziologie oder der Anthropologie entsprechend formen, gemäß dem Verständnis des Menschen der Erde, aber er kann seine Unversehrtheit, seine Vollständigkeit als Kind Gottes nicht sehen. Der Christ kann nicht verlangen gerettet zu werden, wenn er nicht die anderen retten will. Jedes Lebewesen bringt Leben hervor, sonst stirbt die Art. Der Christ, der das Heil, das Paradies anstrebt und nicht an der Erlösung der anderen teilnimmt, bringt kein Leben hervor. Er kann eine Kultur, eine Theorie vermitteln, aber nicht das Leben.

Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass das bedeutet, dem Weg der Apostel zu folgen. Sie alle mussten am Leiden Christi teilnehmen, mit Ausnahmen von Judas, der sich dem entzog und sich umbrachte. Und die Apostel, indem sie am Leiden Christi teilnahmen, erhoben sich in der Macht der Auferstehung und nahmen bereits hier auf der Erde an seiner Herrlichkeit im Himmel teil, da sich ihre Horizonte öffneten und das Ziel in ihren Seelen die neue Schöpfung war. Und genau dieser Aspekt fehlt heute: Der Mensch ist auf die Erde konzentriert, auf das Überleben. Wer also bereit sein möchte, am Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens, am glorreichen Offenbarwerden des Herrn teilzunehmen, wer mit Ihm in die neue Schöpfung eintreten möchte, muss sich auf die Gesetze des reinen Geistes ausrichten, die jede Anfeindung besiegen und uns über jede Barriere hinausbringen, auch über jedes Leiden und den Tod. Dann erringen wir innerlich den ersten Sieg, der uns in die Auferstehung Christi einpflanzt und wo sich die Horizonte für die Herrlichkeit des Herrn öffnen. Jesus ist Der Weg, Die Wahrheit und Das Leben[4], es gibt keinen anderen Weg.

„In diesen Jahren seid ihr durch viele Prüfungen hindurchgegangen, aber jetzt müsst ihr Das Kreuz auf euch nehmen, jenes mit großem Anfangsbuchstaben. Tut ihr das nicht, könnt ihr den Triumph meines Herzens nicht leben. Mein Herz hat zu Füßen des Kreuzes triumphiert, es fährt fort zu Füßen des Kreuzes jedes Menschen und des ganzen Volkes zu triumphieren bis es endgültig in der neuen Schöpfung triumphiert. Das müssen wir erreichen, Kinder, noch haben wir es nicht erreicht.

Ich bin unter euch, ich bin euch in euren Prüfungen nahe und ich werde euch umso näher sein, wenn ihr jenes Kreuz tragt, das euch Gott anvertraut. Fürchtet euch nicht, es wird euch nichts gegeben werden, das ihr nicht tragen könnt. Alles wird der Struktur eurer Seele, euren Fähigkeiten und eurer Einzigartigkeit angepasst sein. Nichts wird eure Kräfte übersteigen und nichts wird euch fehlen. Ihr müsst allerdings den Versprechen treu bleiben, die ihr gegeben habt. Mit dem Zeichen, das ihr in Medjugorje genommen habt und das ihr auf der Brust tragt, habt ihr ein Kreuz genommen, vergesst das nicht. Das Kreuz ist Zeichen der Rettung, nicht der Bedrängnis; das Kreuz ist Zeichen des Sieges, nicht der Niederlage.

Jedes Kreuz, das euch Gott anvertraut, ist zugunsten der ganzen Menschheit und zugunsten all jener, die es nicht tragen können oder nicht wissen, wie sie es tragen sollen, weil sie nicht die Gnaden erhalten haben, die ihr erhalten habt. Jedes Kreuz, das mit Liebe getragen wird, öffnet für euch und für das ganze Volk Gottes die Türen zur neuen Schöpfung.

Meine Kinder, ich bitte euch, ich flehe euch an: akzeptiert das Kreuz meines Sohnes, sonst werde ich euch nicht helfen können! Verschließt euch nicht in euren Prüfungen, in eurer Bedrängnis, in den täglichen Dingen. Wenn ihr das Kreuz meines Sohnes auf euch nehmt, besiegt ihr in ihm all eure Prüfungen, Bedrängnisse, Zweifel und Ängste. Das Kreuz Christi vernichtet den Feind und ist ein Zeichen der Rettung, das im ganzen Universum anerkannt ist.

Ich bin bei euch, wie ich bei meinem Sohn war, als Er sein Kreuz trug. Im Kreuzweg gedenkt ihr der Begegnung, die ich mit Jesus auf dem Weg zum Kalvarienberg hatte und das ist richtig, denn ich bin Jesus nicht nur zu Füßen des Kreuzes begegnet, sondern ich habe Ihn zum Kreuz hin begleitet. Entlang des schmerzvollen Wegs begegneten sich unsere Blicke im rettenden Schmerz, der uns einte. Zu jeder Zeit und an jedem Ort begleitet der Schmerz meines Sohnes vereint mit meinem Schmerz jeden Menschen, der seinen Kalvarienberg hinaufgeht und das Kreuz Christi trägt.

Meine Kinder, ich verspreche euch, dass, wenn ihr bereit seid, das Kreuz, das euch mein Sohn anvertrauen wird, mit Liebe zu tragen, sich das Kreuz in Süße, in Stärke, in Freude verwandeln wird. Gott bittet seine Kinder nie um etwas, das nicht für die Herrlichkeit und das Gute ist. Macht diesen Schritt mit mir. Begnügt euch nicht mehr damit, euch nur mit den alltäglichen kleinen Widrigkeiten zu messen, mit euren persönlichen Problemen, euren Depressionen, euren Ängsten und euren Konflikten. Umarmt großmütig das Kreuz meines Sohnes und in ihm werdet ihr die Erlösung für euch, eure Familien und für die ganze Menschheit finden.

Heute lege ich in eure Herzen meinen Wunsch, dass dieses Volk ein Volk von Miterlösern sei, die großmütig meinem Sohn helfen, sein Kreuz zu tragen; nicht wie der Cyrener, der murrte und fluchte, sondern wie geliebte Kinder, die lieben und mit Liebe all das tragen, was ihnen der Herr anvertraut.

Ich segne euch, meine lieben Kinder, und bin euch nahe. Ich danke euch für jedes auch noch so kleine Opfer, das ihr in eurem Leben aus Liebe zu meinem Sohn und zu mir erbracht habt. Keines davon wird verloren gehen, denn mein Mutterherz vergisst nichts, außer eurer Sünde. Ich vergesse eure Sünde, denn meine Liebe übersteigt alles, auch eure Sünde. Und von jetzt an, meine Kinder, wenn ihr im Leben zu leiden habt, und ich weiß, was das Leben auf der Erde bedeutet, dann gebt mir eure Mühsal, legt sie in mein Herz, vertraut sie meinen Händen an. Ich werde sie zu Gott bringen und ihr werdet frei sein, eurem Herrn in der Fülle zu dienen, indem ihr sein Kreuz tragt, das erlöst.

Ich segne euch mit unendlicher Liebe, ich beschütze und begleite euch, im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

In diesem Abschnitt zeigt die Muttergottes den Weg der Umwandlung auf, der zum Triumph ihres Herzens führt und der Triumph des Lebens Gottes in jedem von uns ist. Das ist der einzige Weg, der von uns allen verlangt, uns nicht in unseren Problemen zu verschließen, in unseren Bedrängnissen, unserer negativen Dynamik, den Auseinandersetzungen, dem auf menschliche Weise immer wieder Über-Etwas-Nachdenken, denn das bewirkt keine Umwandlung, sondern hinterlässt im Inneren Leere und Bitterkeit.

Die Muttergottes verweist auf das Kreuz Christi. Wer großmütig das Kreuz Christi umarmt, wird nicht ein Stück Holz finden, sondern den lebendigen Jesus, der den ganzen Sieg in das Kreuz eingeprägt hat, und indem Er das Kreuz einer Seele anvertraut, vertraut Er sich selbst an und Er ist es, der in einer Seele das Kreuz trägt. In dem, der großmütig das Kreuz annimmt, macht es keinen Sinn mehr, sich in den Bedrängnissen, den Streitereien, den Überlegungen zu verschließen und dann beginnt die innere Heilung, es verwandelt sich innerlich in Süße. Wir haben oft einen Heiligen zitiert, der uns nahe ist, den Heiligen Franz von Assisi. Als er einen Aussätzigen küsste, änderte sich alles in ihm. Anstatt Abscheu zu empfinden, empfand er Süße und als er den gekreuzigten Jesus umarmte, der in ihm die Wundmale einprägte, empfand der Heilige Franziskus die ganze Süße. Das ist der Schritt, der zu tun ist, damit in uns das Unbefleckte Herz Mariens triumphieren kann, damit das Leben triumphiert und damit wir das Leben für die anderen hervorbringen, die schwach, verführt oder ausgegrenzt sind, die Jesus Christus nicht gekannt haben. Das ist der Weg, es gibt keinen anderen.

Indem wir also das Kreuz umarmen, das uns Jesus anvertraut – und Er vertraut es nur den Menschen an, die Ihn lieben, die die Erlösung der anderen lieben und nicht auf die eigenen Interessen schauen – dann werden wir erhoben, öffnen uns immer mehr für die Gesetze des reinen Geistes und entwickeln uns weiter in der Herrlichkeit, wir gehen auf die neue Schöpfung zu und das ist der Weg der Umwandlung des Universums.

Stefania Caterina: Liebe Schwestern und Brüder, ich begrüße euch und werde von meiner Erfahrung sprechen, und zwar gerade von der Erfahrung über die Teilnahme am Kreuz Christi. Ich muss sagen, dass mich das Kreuz des Herrn von Anfang an, seit meiner Kindheit in den Visionen, in den Worten Jesu begleitet hat, bis mich der Herr ausdrücklich gefragt hat, ob ich bereit sei, sein Kreuz mit Ihm zu tragen, mit Ihm auch zu leiden zum Heil der ganzen Welt. Das wurde ich sehr, sehr oft gefragt und immer vor den Offenbarungen, die mir dann geschenkt wurden. Je intensiver diese Offenbarungen wurden, umso mehr war Jesus gegenwärtig und fragte immer vorher, ob ich bereit sei, sein Kreuz zu tragen. Ich muss sagen, dass Jesus oft, während Er mich dies fragte, weinte und sagte, Er würde keine Seelen finden, die bereit seien, dieses Kreuz zu tragen. Aber das, was für mich von Anfang an klar war, ist, dass die Liebe Christi das größte Geschenk ist, das wir offenbaren können; wenn wir selbst durch Botschaften, Offenbarungen oder Predigten nicht die Liebe Christi überbringen, ist alles nutzlos, aber die Liebe Christi hat sich in ihrer Fülle, in ihrer Tiefe auf dem Kreuz gezeigt, denn auf dem Kreuz hat uns Jesus gerettet. Wer auch immer Botschaften erhält oder als Gabe gewisse Vorzüge erhalten hat, muss also unweigerlich am Kreuz Christi teilnehmen, jenen Teil des Kreuzes übernehmen, der für jeden von uns vorgesehen ist, und so war es auch bei mir.

Das zu akzeptieren hat zur Umwandlung meiner Person geführt. Langsam habe ich viele Dinge losgelassen, andere habe ich in mir gefunden, aber gleichzeitig konnte Gott verschiedene Dinge entfalten, auch zugunsten seines Volkes. Ich glaube, dass dieses Volk über die Jahre hinweg durch mich viele Worte erhalten hat, aber all das war möglich, nicht, weil ich tüchtig oder vollkommen bin, wie viele Menschen denken, dass ein Seher, ein Mystiker vollkommen sein müsste, nein, sondern weil ich am Leben Christi teilgenommen habe, weil ich auch an seinem Weg des Kreuzes teilgenommen habe und das hat in mir alles geweitet. Das gilt für jeden von uns, für jeden von euch. Wenn ihr auf diesem Weg der Kenntnis Gottes vorwärtsgehen wollt, dann könnt ihr die Teilnahme am Leidensweg des Kalvarienbergs nicht überspringen, denn ihr werdet die Liebe Jesu entdecken, wenn ihr sie auf dem Kreuz entdeckt. Jesus ist auf all unseren Kreuzen, Er folgt und liebt uns, aber indem Er uns einen Teil seines Leidens auf dem Kreuz mitteilt, teilt Er uns sich selbst mit, Er teilt uns sein tiefstes Innerstes mit, jenen erlösenden Teil.

Man kann sagen, dass meiner Erfahrung nach alle Worte, die mir Jesus anvertraut hat, durch das Kreuz gingen. Sonst wäre ich nichts anderes als jemand, der Botschaften wiederholt, etwas Mechanisches, wie oft leider geglaubt wird, dass ein Seher eine Art Papagei sei, der die Worte wiederholt – so ist das nicht. Jedes Wort muss verkörpert und gelebt werden; ich hätte als Erste versagt, würde ich die Dinge nicht leben, die ich sage. Daher möchte ich euch ermutigen und euch auch sagen, dass, wenn der Herr das Kreuz übergibt, dann verwandelt sich dieses Kreuz tatsächlich in Süße. Man erreicht den Punkt, an dem man glücklich ist, auch mit Jesus zu leiden, weil man versteht, dass sich in diesem Kreuz, in diesem Leiden seine ganze Sanftheit, seine ganze Liebe befindet, und es gibt niemals eine Niederlage. Das Kreuz, das uns Gott gibt, ist nicht das Kreuz, dass uns der Mensch aufbürdet. Wenn uns die Menschen ein Kreuz aufbürden, so erdrückt einen dieses Kreuz oft, aber der Herr hat gesagt: «Mein Last ist leicht, mein Joch drückt nicht.»[5] Sein Kreuz drückt nicht, es ist leicht, es macht das Leben niemals schwer, im Gegenteil, es öffnet einen immer neuen Weg vor uns und dieser Weg führt uns allmählich in die neue Schöpfung, und ich wünsche euch und hoffe, dass ihr antworten könnt, indem ihr das Kreuz des Herrn akzeptiert, damit sich vor euch, vor dem Volk ein immer neuer Weg öffnet.

Pater Tomislav: Ich wünsche euch Frohe Weihnachten, frohe Feste, einen guten Beginn des neuen Jahres. Ich wünsche mir insbesondere zwei Dinge für euch, das erste ist: Nehmt Weihnachten als Wirklichkeit an. Das Hochfest von Weihnachten ist kein kitschiges Hochfest. Leider spricht man heute von der Faszination des Zaubers von Weihnachten, aber Weihnachten bezeichnet unser Leben vom Beginn bis zum Ende in der harten Realität auf der Erde. In dieser Realität ist der Sohn Gottes Mensch geworden. Wer also dem Sohn Gottes folgen möchte, muss Ihm von Anfang an folgen. Wer sich dem Kreuz des Herrn widersetzt, wird in sich Wunden davontragen; wer sich von Christus, seinem Kreuz entfernt, bleibt mit dem Kreuz alleine. Es wird die Kreuze der Einzelnen, der Menschheit und die Prüfungen geben und sie werden groß sein, weil der Herr sein Volk reinigen muss. Nehmt also Weihnachten auf realistische Weise und in eurem Leben an, so wie es ist, widmet Jesus Zeit. Er wurde geboren, um das Leben mit euch zu teilen, mit euren Problemen, und auch wenn Er euch einen Teil seines Kreuzes, einen kleinen Teil anvertraut, so vertraut Er euch ein großes Geschenk an, um die Menschheit umzuformen.

Mein zweiter Wunsch ist, dass das neue Volk des ganzen Universums eine lebendige Krippe werde, damit die Geburt Jesu Christi im ganzen Universum sichtbar wird, damit auch die Erde von sich aus dieses Zeugnis ablegt, denn in diesem Augenblick betrachtet das ganze Universum dieses kleine Volk, das diese Programme akzeptiert hat und sieht in diesem Volk den Mut, sich mit der Kirche des ganzen Universum zu vereinen. Natürlich, auf unsere Art und Weise erheben wir in den Prüfungen unser Haupt, loben Gott und gehen durch die Prüfungen hindurch, durch das Leben so wie es ist, auf Gott vertrauend und Gott liebend und erheben uns und vereinen uns immer mehr mit der einzigen Kirche Christi im ganzen Universum.

Und ich segne euch, damit der Heilige Geist auf euch herabkomme, in euch wirke, euch auf die Hochfeste vorbereite, die vor uns liegen, damit ihr diese wertvolle Perle entdecken könnt, die ihr in der Taufe, in den Sakramenten erhalten habt, damit sich eure Horizonte nicht nur als Einzelne weiten, sondern als Volk, das versteht, im Geist Christi zu sein und sich wünscht, dass sich das Pfingstfest erneuert, das die Apostel mit der Unbefleckten Mutter erlebt haben; damit auch ihr am Geist Christi teilnehmen und euch mit allen Kindern Gottes vereinen könnt, damit wir ein einziger Leib Christi sind, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Sach 14,5

[2] Vgl. Röm 8,19-22

[3] Fondazione „Fortezza dell’Immacolata“

[4] Vgl. Joh 14,6

[5] Vgl. Mt 11,30

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