Die universale Sendung der Kirche

Liebe Leser,

ich biete euch eine Botschaft des Hl. Apostels Petrus vom 21. August 2012 an. Viele von euch kennen sie schon, da sie aus dem Buch „2012 Die entscheidende Wahl der Menschheit“ entnommen ist, das ich gemeinsam mit Tomislav Vlašić geschrieben habe und das kürzlich vom Verlag „Luci dell’Esodo“ veröffentlicht wurde.

Wir überlegten uns, diese Botschaft auch auf der Webseite zu veröffentlichen, um auch jenen, die das angeführte Buch nicht gelesen haben, die Möglichkeit zu geben, die Inhalte dieser Botschaft kennenzulernen, die ich als äußerst wichtig erachte. In der Tat geben die Worte des Hl. Petrus endlich eine Antwort auf eine Frage, die mir unendlich oft gestellt wurde: „Warum sprach die Kirche nie vom Leben auf anderen Planeten?“. Ich denke, mit dieser Botschaft werdet ihr viele Dinge verstehen können, über die ihr in der Freiheit eures Gewissens nachdenken könnt.

Ich grüße und segne euch in Christus. Gott möge euch Frieden schenken.

Stefania Caterina

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Botschaft des Hl. Apostels Petrus vom 21. August 2012
Die universale Sendung
der Kirche

„Von Beginn an sprach Jesus zu uns über das Leben im Universum. Uns, seinen Aposteln, hatte Er die zukünftige Sendung angekündigt, seine Botschaft des Heils nicht nur zu den heidnischen Völkern der Erde sondern auch zu den anderen Völkern des Universums zu bringen, von denen viele nicht einmal von der Existenz des wahren Gottes wussten. Das waren keine vollkommenen Neuigkeiten, denn das auserwählte Volk hatte schon seit langem die Existenz anderer Menschen im Universum erahnt. Diese Ahnung war auf verschiedene Weisen bestätigt worden, sei es durch die Worte der Propheten, sei es durch die Erfahrung des Volkes selbst anlässlich außergewöhnlicher Ereignisse, denen es im Laufe seiner Geschichte beigewohnt hatte. Diese Ereignisse bezeugten unmissverständlich das Eingreifen von Wesen, die sich eindeutig von den Engeln unterschieden, machtvolle und gute Wesen, die mehrfach dem auserwählten Volk auf seinem langen Weg der Vorbereitung auf das Kommen des Messias geholfen hatten. Obwohl es sich um ein noch primitives Volk gehandelt hatte, so war es dennoch vom Geist Gottes vorbereitet worden. Heute habt ihr mehr wissenschaftliche Erkenntnisse, aber ihr seid weniger bereit zu glauben, denn ihr vertraut zu sehr auf eure Erkenntnis. Zu meiner Zeit geschah das Gegenteil: Da die Menschen wenige Erkenntnisse hatten, waren sie eher bereit zu glauben, und Gott lehrte viele Dinge im Verborgenen der Herzen. Vergesst nicht, dass der wahre Glaube auch Erkenntnis der Gesetze Gottes ist, und die Gesetze Gottes sind nicht nur moralische Vorschriften; es sind auch geistige und physische Gesetze, die die ganze Schöpfung regieren.

Ich kann sagen, dass wir auf die Idee, nicht alleine im Universum zu sein, vorbereitet waren. Die Lehre Jesu bestätigte die Existenz anderer Schwestern und Brüder; Er ermöglichte es uns, endlich zu verstehen, was der Vater geschaffen hatte, was durch die Erbsünde geschehen war und was der Vater durch seinen Christus zu tun wünschte, um seine Kinder zu ihm zurückzubringen, indem Er sie seines Reiches würdig machen würde.

Die Lehre Jesus über das Universum war Teil jener Dinge, die Er uns abseits erklärte, wenn wir mit ihm alleine waren; denn es war notwendig, dass wir diese delikate Wirklichkeit gut verstehen würden, um eines Tages darüber sprechen zu können. Das Predigen Jesu zur Menge war hingegen anders, denn die Menschen, die Jesus zuhörten, baten um Licht und Trost für die Schwierigkeiten des Lebens, sie benötigten seine Barmherzigkeit. Jesus war so verschieden von den Schriftgelehrten und Pharisäern, den kalten und unnachsichtigen Hütern des Gesetzes.

Wir hüteten die Dinge, die Jesus uns offenbarte; wir öffneten uns allmählich der großen Wirklichkeit der Schöpfung im Bewusstsein der Tragweite dieser Offenbarungen. Wir waren einfache Menschen und glaubten Jesus, wir waren nicht beunruhigt. Nur Judas Iskariot fühlte sich oft in Verlegenheit anlässlich der Worte Jesu; er fürchtete die Reaktion der Pharisäer, da er ehrgeizig war und das Reich Gottes als menschliches Reich betrachtete, wo er einen Ehrenplatz hätte haben können. Deshalb fühlte er sich von der Gegenwart anderer Menschen bedroht. Er lehnte die Idee ab, seine zukünftigen Privilegien mit ihnen zu teilen.

Nach seinem Tod und seiner Auferstehung hielt sich Jesus noch lange bei uns auf und offenbarte uns Dinge, die wir vorher nicht hätten verstehen können.[1] Daraufhin wurden wir durch das Herabkommen des Heiligen Geistes zu Pfingsten in allem, was Jesus uns gelehrt hatte, innerlich bestätigt. Der Heilige Geist machte uns stark und prägte auf endgültige Weise die Worte und den Gedanken Christi in unserem Geist ein.[2]

Wie vorherzusehen war, entfesselte sich schon zu Beginn unserer Predigttätigkeit der Hass Luzifers gegen uns; aber wir waren untereinander geeint und das Gebet Mariens, der Mutter Jesu, unterstütze uns auf besondere Weise. Ich möchte, dass ihr gut versteht, was das Gebet der Mutter für uns bedeutete und was es für euch bedeutet: durch Sie fließen das Licht und die Macht Gottes. Ohne Sie hätten wir kaum der furchtbaren Reaktion der Priester, der Ältesten, der Schriftgelehrten und der Pharisäer entgegentreten können, die ihre Macht bedroht und ihre Lehre erschüttert sahen. Sie stellten uns dem Volk als ungelehrte Personen dar, die das Gesetz nicht kannten, als Gotteslästerer und Anhänger einer Lehre, die im Gegensatz zu Gott und dem Glauben des Volkes Israel steht.

Das, wovon wir sprachen, war wirklich aufrüttelnd, und nicht nur für die Juden. Wir predigten von einem Gott, der auf die Erde herabgekommen, gestorben und auferstanden war. Wir sprachen von der Erlösung, die Jesus bewirkt hatte, wie von einer unermesslichen Wirklichkeit, die die Grenzen der Erde überstieg. Jesus war deutlich zu uns gewesen: Die Christen der Erde würden die Verkündigung des Heils in das ganze Universum bringen müssen in ihrer Eigenschaft als Zeugen des Todes und der Auferstehung Christi. Jesus selbst hätte sie dazu fähig gemacht, diese Sendung auszuführen, indem Er sich anderer, Gott treuer Völker des Universums bedient hätte, die der Kirche der Erde zu Hilfe gekommen wären; sie wären ihnen bei der Verkündigung zur Seite gestanden indem sie ihre Mittel und Erkenntnisse zur Verfügung gestellt hätten, um das Universum zu durchqueren, was sie seit jeher tun. Die Gemeinschaft mit den Gott treuen Völkern und die gemeinsam ausgeführte Sendung hätte es dem Reich Gottes ermöglicht, sich schnell im Universum auszubreiten und hätte der Menschheit der Erde einen großen Fortschritt, einen wahren Zivilisationssprung garantiert. All das war uns klar und wir versuchten, es dem Volk so mitzuteilen, wie es uns möglich war ohne diese armen und einfachen Menschen zu sehr einzuschüchtern.

Jesus kam uns auf jede Art und Weise entgegen; gemäß dessen, was Er uns versprochen hatte, war Er im Geist mit uns und führte uns. Viele Wunder geschahen durch uns, und wir selbst wurden Tag für Tag mehr gestärkt. Dann geschahen zwei, nicht nur für uns sehr wichtige Ereignisse, sondern für die gesamte Kirche. Das erste war der Besuch einiger Gott treuer Schwestern und Brüder des Universums, das andere war die Bekehrung des Hl. Paulus. Das erste Ereignis war euch nie berichtet worden, das andere schon. Diese beiden Ereignisse bezeichneten eine Wende im Leben der Kirche.

Nicht lange nach Pfingsten, während wir im Gebet vereint waren, erschienen einige Schwestern und Brüder, die von verschiedenen, Gott treuen Planeten kamen. Neben uns Aposteln waren auch die Mutter Jesu und andere Jünger und Jüngerinnen gegenwärtig. Die Frauen und Männer jener Planeten stellten sich uns als unsere Schwestern und Brüder vor, die von Jesus den Auftrag erhalten hatten, uns in allem zu helfen und uns in der delikaten Sendung der Evangelisierung des Universums beizustehen. Sie waren uns ähnlich, jedoch besaß ihr Körper uns unbekannte Eigenschaften; wir waren beeindruckt von der Tatsache, dass sie durch geschlossene Türen zu uns kamen, wie es Jesus getan hatte. Zuallererst knieten sie vor Maria, der Mutter des Herrn, nieder und dankten ihr im Namen der treuen Menschheiten, dann baten sie sie um den Segen.

Sie umarmten uns und richteten sich in besonderer Weise an mich als den Ältesten der Kirche, der von Jesus selbst den Auftrag erhalten hatte, dessen Herde zu versammeln. Sie wussten alles, was Jesus uns gesagt hatte. Sie erzählten uns vom Leben auf ihren Planeten, von ihren Erfahrungen, von dem, was sie für uns würden tun können. Sie stellten sich mir vollkommen zur Verfügung, um von mir Anweisungen darüber zu erhalten, was zu tun sei. Ich war von ihrer Demut tief beeindruckt: Jene Menschen, die machtvoll wie Engel erschienen, fragten mich, demütigen Fischer aus Galiläa, was zu tun sei. Ich fühlte mich unvorbereitet und sagte es ihnen; sie antworteten mir, ich solle mich nicht fürchten, Jesus hätte mich für diese Aufgabe ausgewählt und mir jede Gnade gegeben; sie wären hier, um vollkommen mit dem Wirken Gottes in mir und durch mich zusammenzuarbeiten. Sie stellten sich dem Volk Gottes auf der Erde zur Verfügung, um es der entstehenden Kirche zu ermöglichen, die Botschaft des Evangeliums dem ganzen Universum zu verkünden der Sendung entsprechend, die ihr von Gott anvertraut wurde. Sie würden uns auf geistiger und körperlicher Ebene geholfen, um auch unsere Körper darauf vorzubereiten, sich im Universum zu bewegen; unter ihnen waren Priester, Wissenschaftler und Ärzte.

Wir waren alle von der Macht des Heiligen Geistes umfangen: Es war die Begegnung von Geschwistern, die sich liebten, Kinder desselben Vaters, untereinander in Christus vereint unter dem Blick der Allerheiligsten Jungfrau Maria. Ich nahm sie an und erklärte mich persönlich dazu bereit das zu tun, worum mich der Herr gebeten hatte. Mit Dankbarkeit nahm ich ihre Zusammenarbeit an. Das Gleiche taten auch die anderen Apostel und Jünger; wir waren ein Herz und eine Seele. Ich erinnere mich gut, dass die Mutter Jesu lächelte, glücklich über dieses Treffen. Wir waren sicher, dass dieser unvergessliche Tag den Beginn eines Weges der Umwandlung und des Sich-Erhebens nicht nur für die Kirche, sondern für die ganze Menschheit der Erde bezeichnen würde. Der Samen der neuen Schöpfung war ausgesät worden, auch wenn wir uns der Gewaltigkeit dessen bewusst waren, was sich vor uns auftat.

Die Schwestern und Brüder des Universums, die uns besucht hatten, dankten uns für unsere Teilnahme und segneten uns; sie sagten uns aber, dass unser persönliches Ja nicht ausreichend sei: Es sei notwendig, dass das ganze Volk der Gläubigen über ihren Besuch informiert würde und ihre Mitarbeit annehmen müsse. Der Herr wünschte, dass die Kirche einstimmig und frei in ihren Entscheidungen sein würde. Unsere Schwestern und Brüder würden auf eine Antwort warten und den Willen der Kirche annehmen, wie dieser auch immer sein würde. Wir bemühten uns, die Gläubigen über all das zu informieren.

Die Bekehrung des Hl. Paulus bezeichnete eine weitere Etappe. Der Herr hatte ihn berufen, das Evangelium den Heiden zu verkünden, nicht nur denen der Erde, sondern des ganzen Universums. Dem Hl. Paulus war der Plan Gottes völlig klar, er war auf besondere Weise vom Heiligen Geist über die Wirklichkeiten des Kosmos belehrt worden und hatte viele außergewöhnliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht. Er war bereit, alle Völker des Universums zu evangelisieren. Der Tiefgang seines Geistes und die Macht seines Gedankens machten sein Predigen unentbehrlich, um den Gläubigen und den Nicht-Gläubigen das durch Jesus vollbrachte Werk vorzustellen.

Der Apostel Paulus besaß eine starke Persönlichkeit und duldete kein Zögern, wenn Dinge in Angriff zu nehmen waren: Er betete, dachte nach und handelte schnell. Deshalb wünschte er, so schnell als möglich mit den Gläubigen über das Leben im Universum und von der Sendung der Kirche zu sprechen und sie vor die Wahl zu stellen, diesen Aspekt anzunehmen oder nicht, um so schnell als möglich mit der Sendung zu beginnen, die uns erwartete. Ich war vorsichtiger: Ich dachte, es sei gut, zuerst die Kirche in ihrer Sendung auf der Erde zu festigen und in der Zwischenzeit die Gläubigen über die größere Wirklichkeit des Universums zu unterrichten; ich wollte weder Panik auslösen noch die Zeiten zu sehr beschleunigen. Ich wusste, dass viele es nicht verstehen würden.

Zwischen dem Hl. Paulus und mir gab es niemals Unstimmigkeiten, sondern nur unterschiedliche Sichtweisen; er war der in den Dingen Gottes Unterrichtete, ganz auf den Himmel ausgerichtet, fähig, sich bis zu den höchsten Gipfeln des Geistes zu erheben.[3] Ich war der Fischer von Galiläa, der Konkrete und Hirte einer unterschiedlichen und noch schwachen Herde. Wir entschieden, die Entscheidung dem Kollegium der Apostel zu überlassen. Es überwog eine Linie der Vorsicht: zuerst jene zu informieren, die im Glauben am stärksten waren und eine offenere Mentalität besaßen und dann den Rest des Volkes. In der Zwischenzeit würden wir die Entwicklung der Kirche beobachten, um das weitere Vorgehen verstehen zu können. Der Hl. Paulus, als Mann Gottes, der er war, unterwarf sich unserer Entscheidung und bat lediglich, sich in besonderer Weise um die Heiden der Erde kümmern zu dürfen, um auch sie belehren und den fruchtbaren Boden für die zukünftige Sendung vorbereiten zu können.

Abgesehen von den unterschiedlichen Meinungen war uns Aposteln klar, dass die Sendung der Kirche zugunsten des ganzen Universums ein grundlegender Aspekt des Wirkens des Volkes Gottes war. Ein Wirken, das ansonsten Gefahr lief, auf die Erde beschränkt zu bleiben mit schwerwiegenden Konsequenzen für den geistigen und materiellen Fortschritt der Menschheit. Also begannen wir allmählich jenen von der Wirklichkeit des Universums zu erzählen, die wir als offener und bereit einschätzten. Viele nahmen an, viele andere weigerten sich, an eine derartige Wirklichkeit zu glauben und sie anzunehmen. Sie widersetzten sich auf entschiedene Weise während sie unser Predigen in Zweifel zogen und begannen, Verleumdungen jeder Art in Umlauf zu bringen unter anderem jene, Dinge erfunden zu haben, die uns Jesus niemals gesagt hatte. Wir fanden uns sehr schnell in einer wirklich schwierigen Situation wieder, die  Gefahr lief, das Leben der Kirche selbst zu gefährden. Um keinen Skandal hervorzurufen, berührten wir das Thema des Universums nicht mehr in Erwartung besserer Zeiten.[4]

Unsere Schwestern und Brüder des Universums besuchten uns erneut; mit großem Schmerz berichteten wir ihnen, dass das Volk für eine Sendung dieses Ausmaßes noch nicht bereit sei und dass die Kirche noch Zeit zur Reife benötigte. Unsere Brüder und Schwestern verstanden und verabschiedeten sich von uns, während sie uns ermutigten und uns ihre Gebete versprachen. Solange ich lebte, sah ich sie nicht mehr wieder.

Inzwischen wuchs die Kirche; unterschiedliche Kategorien von Personen traten ihr bei: Priester, Adelige, gewöhnliches Volk und dann die bekehrten Heiden. Die Kirche begann sich auszubreiten und sichtbar zu werden. Dieser Tatsache wurden sich auch viele Mächtige, Ehrgeizige und jene bewusst, die den Wunsch hatten, in der, was sich als zukünftige und einzige Religion der Welt abzuzeichnen begann, emporzukommen. Juden, Griechen, Römer und noch viele andere traten dem Volk Gottes bei, während sie ihre Ideen mitbrachten, wie die Kirche zu organisieren sei. Es handelte sich nicht immer um vornehme und uneigennützige Ideen: Die vorgeschlagene Organisation diente häufig dazu, „Machtpositionen“ zugunsten des einen oder des anderen zu schaffen.

Wir Apostel sahen in all dem eine ernsthafte Bedrohung: Die Kirche begann Gefahr zu laufen, eine menschliche Organisation zu werden, die auf juristischen Normen basierte, von einer starren Hierarchie geführt, dominiert von Gelehrten gemäß den Gesetzmäßigkeiten der Welt und nicht jenen Gottes, durchtränkt von menschlichen Interessen. Der Hl. Paulus trat sehr schnell in Widerspruch mit bestimmten Persönlichkeiten, die in den christlichen Gemeinschaften emporzukommen begannen. Seine Stimme erhob sich oft, aber vergeblich. Er erlitt schwere Verfolgungen vonseiten der neuen „Häupter“ der Kirche. Auch wir Apostel wurden allmählich ausgegrenzt. Unsere Augen hatten die Kirche wachsen sehen, aber nicht so, wie wir es gedacht und erhofft hatten; vor allem nicht so, wie sie Jesus gesehen hatte: ein lebendiges Volk, demütig, mit Christus vereint, ausgerichtet auf eine nicht nur irdische sondern kosmische Wirklichkeit, die erste Zelle des Reiches Gottes, das sich eines Tages auf das ganze Universum ausbreiten würde. Die Kirche, die wir vor unseren Augen hatten, schien trotz der vielen Heiligen und Märtyrer, die Teil von ihr waren, immer mehr einem der vielen Reiche der Erde ähnlich zu werden, das aus Herrschern und Untergebenen bestand.

Nach dem Tod von uns Aposteln änderten sich viele Dinge in der Kirche. Sie wurde riesengroß bis sie zur „Staatsreligion“ wurde. Ihr Weg verflocht sich auf gefährliche Weise mit jenem der Mächtigen der Erde. Der Rest ist Geschichte und die kennt ihr. Es wurde nicht mehr vom Universum gesprochen noch wurde etwas von dem, was Jesus uns diesbezüglich gelehrt hatte, an die zukünftigen Generationen weitergegeben. Die „Häupter“ der Kirche zogen nur mehr das Predigen Jesu an die Menge in Betracht, das selbstverständlich keinerlei Hinweise auf das Leben im Universum enthielt. Alles Übrige wurde verworfen. Es wurde versucht, auf jede Art und Weise auch die Erinnerung an dieses Thema auszulöschen. Um dies zu erreichen, arbeiteten die politische und religiöse Macht zusammen, nachdem dies im gemeinsamen Interesse lag. Die Mächtigen, die sich durch die Gegenwart anderer Menschheiten in ihren Interessen bedroht fühlten, taten, was sie noch heute tun: sie verheimlichten jede Nachricht und erstickten jeden Versuch, die Rede auf das Universum zu bringen, im Keim. Die Kirche ihrerseits schwieg und störte die Mächtigen in keiner Weise, deren Freundin sie in der Zwischenzeit geworden war. Der Meister hatte gesagt, dass man nicht zwei Herren dienen kann, und Er hatte Recht, das zu sagen: Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Kirche Freundin der Mächtigen wird, muss sie darauf verzichten, die Wahrheit zu sagen. Das ist ein trauriges Gesetz, das heute noch gilt. Betrachtet gut, was auch heute geschieht. Ihr werdet überraschende Ähnlichkeiten mit dem finden, was sich zu unseren Zeiten ereignete.

Meine Worte schockieren euch? Erscheinen sie euch etwa zu hart? So ist es nicht. Es gibt keinen Zweifel darüber, dass aus dem Schoß der Kirche der Erde trotz ihrer Schwäche über die Jahrhunderte hinweg eine große Quelle der Heiligkeit hervorgekommen ist. Die Heiligkeit eines Teils der Kirche heilte viele Mängel. Übrigens ist das Leben des Menschen auf der Erde von der Sünde und der Verdorbenheit gezeichnet, die seit jeher Teil der irdischen Erfahrung sind. Dennoch ist die Kirche, das heilige Volk Gottes dazu aufgerufen, die Sünde und die Verdorbenheit durch die tiefe Vereinigung mit Jesus Christus zu überwinden, jenem, der die Sünde, die Verdorbenheit und den Tod besiegte.

Die Vereinigung des Volkes mit dem Opfer Christi ist die einzige Möglichkeit, die der gesamten Menschheit gegeben ist, um in sich selbst das Böse auszurotten. Der Kirche obliegt die Aufgabe, den Weg des Heils für jeden Menschen guten Willens zu öffnen durch die Macht der Gnade, die ihr geschenkt wurde. Deshalb ist jedes Mitglied des Volkes Gottes, das die Kirche ist, dazu aufgerufen, sich selbst durch Jesus Christus als lebendiges Opfer Gott darzubringen in Gemeinschaft mit dem gesamten Mystischen Leib. Nur indem die Kirche den österlichen Durchgang vom Tod zum Leben auf den Spuren des Herrn Jesus Christus vollzieht, nicht mit Worten sondern mit Taten, wird sie ihre Schlacht gegen Luzifer und seine Scharen gewinnen.

Zusammenfassend sage ich euch, dass die Sendung der Kirche das gesamte Universum zu evangelisieren im Plan Gottes immer noch aufrecht ist. Er respektierte in seiner Güte die Freiheit der Christen der Erde. Er klammerte das Thema des Lebens im Universum aus, was aber nicht bedeutet, dass Er es gestrichen hätte. Im Laufe der Geschichte der Kirche hatte Gott niemals aufgehört, die Gott treuen Schwestern und Brüder zu jenen zu senden, die bereit waren, Er offenbarte vielen diese Wirklichkeit im Verborgenen der Herzen, Er erinnerte sein Volk daran durch viele Propheten.

Die Sendung der Kirche ist und bleibt „universal“ im wahrsten Sinn des Wortes, denn sie muss das gesamte Universum miteinbeziehen. Der Egoismus der Menschheit der Erde kann nicht für immer das Wirken des Heiligen Geistes beeinflussen. Die Zeit des Wartens ist vorüber. Gott wird der Kirche der Erde eindeutige Zeichen der Gegenwart des Lebens im Universum geben. Es wird sich ein kleiner Rest bilden, der diese Zeichen annehmen und verstehen wird. Wenn die Mächtigen der Erde trotz dieser Zeichen fortfahren sich zu widersetzen oder wenn der Großteil der Christen sich widersetzt, wird Gott trotzdem weitermachen. Er wird keine weiteren Verzögerungen erlauben.

Wenn die Anzahl der Christen ausreichend sein wird, um die Sendung auszuführen, die der Kirche seit Anbeginn an obliegt, dann werden die Gott treuen Schwestern und Brüder wieder kommen und ihren Teil erfüllen, was sie mit uns nicht tun konnten. Wenn die Anzahl der Christen der Erde nicht ausreichend sein wird, wenn nur ein kleiner Rest übrigbleiben wird, wird Gott den Brüdern und Schwestern anderer, treuer Menschheiten den Auftrag übergeben, das Universum zu evangelisieren. Der kleine Rest der Erde wird sich mit ihnen vereinen.

Betet und bereitet euch vor, um bereit und würdig zu sein, Teil eines treuen Volkes zu sein.

Mein Segen und jener der Apostel Christi sei mit euch allen und begleite euch. Nur Mut!“

[1] Vgl. Apg 1,2-3

[2] Vgl. Apg 2,1-13

[3] Vgl. 2 Kor 12,1-10

[4] Vgl. 1 Kor 4,9-13; 9,1-2; 2 Kor 11