Liebe Leser,

ich habe einige E-Mails erhalten, in denen ich gebeten wurde, einen Abschnitt der letzten Botschaft des Heiligen Geistes, die im August veröffentlich wurde, genauer zu erklären.

Der Abschnitt ist folgender:

Ich kann euch nur den Weg zeigen, aber ich kann nicht an eurer Stelle entscheiden. Deshalb irren sich Personen, die Gott bitten, Seelen zu bekehren. Hieraus entstehen auch viele Lästerungen, denen man in der Welt begegnet: Gott bekehrt die Bösen nicht und ändert auch dieses und jenes nicht. Gott könnte all dies tun, da Er allmächtig ist, aber Er lässt euch eure Freiheit, damit ihr frei euren Weg im Guten oder im Bösen wählen könnt…usw.“

Ich bedanke mich bei allen, die mir geschrieben und mich um Erklärungen gebeten haben. Ich halte das für sehr hilfreich, um die Themen, die wir auf der Homepage behandeln, zu vertiefen. Diese Themen sind vielschichtig und verlangen häufig weitere Erklärungen, da die menschlichen Worte angesichts des Mysteriums unzureichend sind. Ich halte es auch für sehr dienlich, dass ein Dialog zwischen euch und mir entsteht, wenn auch über die Entfernung hinweg. Auch das trägt dazu bei, die Gemeinschaft zwischen uns zu bilden und die Homepage lebendiger zu machen.

Dies vorausgeschickt versuche ich, den obigen Abschnitt so gut ich kann zu erklären, indem ich auch auf viele andere Erklärungen zurückgreife, die ich diesbezüglich erhalten habe. Jene Personen, die mir geschrieben haben, waren beunruhigt und haben befürchtet, es sei falsch, für die Bekehrung anderer zu beten. In Wirklichkeit ist es nicht so.

Wir sind dazu angehalten, für die Bekehrung anderer zu beten. Das ist eine Pflicht jedes Christen, und die Muttergottes hat es nie daran fehlen lassen, es in jeder ihrer Erscheinungen zu betonen. Wir dürfen nicht verlangen, dass Gott die Menschen ändert, ohne dass diese etwas zu ihrer Bekehrung beitragen müssen. Es wäre ein Gewaltakt von Seiten Gottes, der hingegen immer unsere Freiheit respektiert. Wir beten, damit sich die Personen zu Gott bekehren und nicht, dass Gott sie bekehrt. Gott zwingt niemals seine Geschöpfe. Er schenkt vielmehr Gnaden, um eine Änderung des Lebens zu erleichtern, das ja. Er verwendet auch unsere Gebete, um den Weg der Bekehrung zu ebnen. Aber das wird nicht ausreichen, wenn die fragliche Person sich nicht ändern will. Deshalb bleibt die Bekehrung ein Schritt, den die Person freiwillig und bewusst macht. Weder Gott noch wir mit unseren Gebeten können die Bekehrung anderer erzwingen. Wäre dem nicht so, wären wir nicht mehr frei, während wir vor Gott frei sind. Unsere Freiheit ist gleichzeitig eine große Verantwortung.

Das berechtigt uns allerdings nicht dazu, aufzuhören für die Bekehrung vor allem der Sünder zu beten. Unser Gebet wiegt häufig den Mangel an Gebeten von vielen auf und trägt dazu bei, dass Gott die Gnaden zugunsten der Menschheit vervielfacht. Aber auch wir sind wie Gott gezwungen, uns vor der Freiheit jener, für die wir beten, zu beugen. Häufig verursacht uns das Schmerz und Enttäuschung. Mir wurde dennoch wiederholt erklärt, dass Gott niemals die Gnaden vergeudet, so wie wir es oft tun, und dass unser Gebet trotz allem von Gott verwendet wird zugunsten vieler anderer, die bereit sind, ihm ihr Herz zu öffnen.

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