Die Entscheidung der Seele

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Liebe Leser,

ich bin glücklich, wieder mit euch hier zusammen sein zu können. Setzen wir unseren Weg, der dazu führen soll, das Leben Gottes in uns immer besser verstehen zu können, gemeinsam fort. In diesem Monat möchte ich euch eine Botschaft des Heiligen Geistes zur Verfügung stellen, die davon spricht, dass es notwendig ist, sich für die Wahrheit zu entscheiden und von den Konsequenzen, die diese fehlende Entscheidung mit sich bringt. Ich glaube, dass diese Worte uns alle betreffen, denn jeden Tag müssen wir zwischen dem Guten und dem Bösen, zwischen der Wahrheit und der Lüge wählen. Es scheint fast, dass uns das Leben dazu zwingt, eine endlose Partie Schach zu spielen, in der es lebensnotwendig ist, die richtige Schachfigur zu ziehen und zu entscheiden, welchen Weg wir einschlagen sollen, entweder den Weg Gottes oder jenen, den wir für den besten halten oder schlimmer noch jenen, den uns Satan vorschlägt und zu dem er uns auf tausend Weisen zu verführen versucht. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als unser Leben Gott durch das Unbefleckte Herz Mariens aufzuopfern, damit wir Schritt für Schritt zur richtigen Entscheidung geführt werden, die uns auch zur Umwandlung unseres Lebens führt.

Ich möchte mich nicht zu lange bei diesen Argumenten aufhalten, die ich übrigens in meinen Büchern „Über die große Barriere hinaus“ und „Die Geschichte neu schreiben – Band 1: „Im Gedanken Gottes“ ausführlich behandelt habe. Ich überlasse euch also den Worten des Heiligen Geistes, der wahrhaftig unser Leben führt.

Ich grüße euch herzlich und bleibe mit euch im Gebet verbunden.

Botschaft des Heiligen Geistes vom 23. Mai 1999

„Ich habe zu euch über die Intimität eurer Seele gesprochen, die Gott respektiert. Es gibt eine Intimität im Guten und eine Intimität im Bösen, die von eurer Entscheidung abhängt. Ihr müsst wissen, dass Gott beide respektiert und euch niemals zu etwas zwingt. Ich erleuchte die Intimität eurer Seele, diesen tiefsten Raum in euch, damit ihr euch bewusst werdet, was in euch nicht so läuft, wie es soll. Es gibt viele Mechanismen, die euch entgehen, die ich euch aber zeigen kann, wenn ihr euch mir anvertraut. Es ist für euch ein Augenblick großer Gnade, wenn ihr euer Elend sehen und gleichzeitig verstehen könnt, was ihr tun müsst, um die Sünde, das Elend und die Dunkelheit zu überwinden.

Doch gerade hier entstehen auch eure Leiden. Wenn ich euch die Wahrheit zeige leidet ihr, weil ihr euch bewusst werdet, dass ihr euch selbst und eurem Egoismus absterben müsst. Hier scheiden sich die Wege: das Leiden derer, die sich für Gott entscheiden, wirkt reinigend, bringt Frucht und führt zu Wiedergeburt bis hin zur Umwandlung in neue Geschöpfe. Jene, die Gott zurückweisen, leiden in gleicher Weise wenn sie vor der Wahrheit stehen, dennoch wirkt ihr Leiden nicht reinigend sondern ist voller Zorn, Ablehnung und Aggressivität. Obwohl sie leiden wie die anderen, leiden sie nicht für das Gute sondern für das Böse, weil sie Feinde Gottes geworden sind. All jene, die gegen Gott kämpfen, leiden. Aber es ist nicht Gott, der sie leiden lässt sondern die Wahrheit, die sie zurückweisen und die in ihnen schreit.

Wenn ihr nur wüsstet, wie viel jene leiden, die Gott bewusst zurückweisen! Ihre Seele schreit, da sie in der Wahrheit, die sie in sich erahnt, leben möchte, es aber nicht kann. Ihr müsst verstehen, dass Gott in euch den Samen der Wahrheit gelegt hat, da ihr Kinder Gottes seid, von ihm erschaffen, erlöst und geheiligt. Dieser Samen kann niemals endgültig erstickt werden. Soviel es der Mensch auch versuchen mag, der Same wird wieder aufkeimen. Ihr seid dazu erschaffen worden, in der Wahrheit zu leben. Aus diesem Grund leiden jene, die Gott zurückweisen und gleichzeitig behindern sie sich selbst, auf ihrem Weg weiterzugehen. Sie lehnen es ab, ihren Lebenswandel zu ändern, sich selbst abzusterben, mit  einem Wort, sie lehnen das Kreuz ab.

Ich kann euch nur den Weg zeigen, aber ich kann nicht an eurer Stelle entscheiden. Deshalb irren sich Personen, die Gott bitten, Seelen zu bekehren. Hieraus entstehen auch viele Lästerungen, denen man in der Welt begegnet: Gott bekehrt die Bösen nicht und ändert auch dieses und jenes nicht. Gott könnte all dies tun, da Er allmächtig ist, aber Er lässt euch eure Freiheit, damit ihr frei euren Weg im Guten oder im Bösen wählen könnt, mit allen Konsequenzen, die eine solche Wahl mit sich bringt. Und zwar nicht nur für euch selbst, denn alles, was ihr sagt, tut und denkt wirkt sich auf die ganze Menschheit aus.

Der Mensch ist vom Augenblick der Empfängnis an bis zum letzten Tag seines Lebens frei und nicht nur das. Gott respektiert diese Freiheit auch nach dem Tod. Die Seele nimmt in das Fegefeuer jede Verschlossenheit und Unentschlossenheit mit sich, die sie auf der Erde erlebt hat und erlebt diese noch einmal, so wie die Seelen in die Hölle ihre völlige Ablehnung Gottes mitnehmen und diese wieder durchleben.

Der Mensch lehnt die Wahrheit ab, weil sie Opfer verlangt. Die Wahrheit, wenn sie gelebt wird, lässt den Menschen niemals gleichgültig und lässt ihn nie in dem Zustand, in dem er sich gerade befindet. Denn in der Wahrheit zu leben bedeutet, jeden Tag, in jedem Augenblick zu Veränderungen bereit zu sein, die oft schmerzlich sind, vor allem, wenn wir uns von falscher Zuneigung, Entscheidungen aus Bequemlichkeit, Kompromissen, Verrat, usw. befreien müssen. All das ist mühsam und ist gleichzeitig der Grund, warum die Wahrheit abgelehnt wird. Und trotzdem sucht derjenige, der die Wahrheit ablehnt, immer Rechtfertigungen für sein Verhalten, um diesen inneren Schrei, der für die Ewigkeit und selbst in den Verdammten bleibt, zum Schweigen zu bringen. Dieses tiefe Verlangen nach der Wahrheit bleibt bestehen, weil es in euer Sein eingeprägt ist, das nach dem Abbild Gottes, der Wahrheit ist, geschaffen ist. Deshalb sucht der Mensch Rechtfertigungen, um seine eigene Seele zum Schweigen zu bringen.

Die Rechtfertigungen führen immer unumgänglich dazu, den anderen die Schuld zu geben. Die extremste Rechtfertigung führt dazu, Gott die Schuld zu geben, Gott für das Leiden, das aus der Zurückweisung der Wahrheit kommt, anzuklagen. So behaupten jene, die sich für Satan entschieden und sich ihm geweiht haben (und das sind nicht wenige), oft, dass sie Gott zurückgewiesen haben, weil Gott nichts für sie getan hat. Niemand von ihnen wird euch sagen, dass er die Wahrheit aus freien Stücken abgelehnt hat. Diese Behauptungen könnt ihr leider nicht selten auch aus dem Mund vieler Christen hören, die sich als gläubig bezeichnen und große Werke der Barmherzigkeit tun. Wenn sie jedoch irgendein Unglück trifft, geben sie Gott dafür die Schuld und halten Ihm auch noch die Werke vor, die sie in seinem Namen getan haben. Die größte menschliche Rechtfertigung besteht letzten Endes darin, Gott die Schuld zu geben.

Ich sage euch, dass es eine schwere Sünde gegen den Heiligen Geist ist, beharrlich die Wahrheit zu behindern, sie zu verzerren und vorzutäuschen, sie nicht zu sehen, während man die Schuld Gott gibt.

Ich wirke in jedem von euch, um ihn zu erleuchten, um ihn auf Jesus Christus hin auszurichten, der Weg, Wahrheit und Leben ist, und um euch seine Lehre in Erinnerung zu rufen. Wenn ihr euch mir öffnet und völlig anvertraut, werdet ihr in der Lage sein, zu verstehen und euch für die Wahrheit zu entscheiden, immer und in jeder Situation. Deshalb gibt es keine Rechtfertigung für den, der Gott zurückweist, da ich jedem die Gnade gebe, die er braucht, um die richtigen Schritte tun zu können, je nach Struktur, Fähigkeit und Sendung der Seele. Ich lasse keine Seele ohne meine Hilfe, ohne Klarheit, ohne Impuls; wenn ich dies tun würde, würde ich selbst meinem Werk zuwider handeln.

Die Wahrheit anzunehmen führt euch zur vollkommenen Verwirklichung, da jeder Impuls, den ich eurer Seele gebe, euch immer dazu verhilft, Fortschritte machen zu können. In dem Maß, indem ihr Fortschritte macht, werden meine Impulse stärker und klarer, sie nehmen im Verhältnis zu eurer Antwort zu. Wenn ihr hingegen nicht bereit seid, Fortschritte zu machen, wenn ihr geistig träge seid, dann legt ihr euch selber Steine in den Weg, weil ihr nicht zulasst, dass ich euch vorwärts bringe und meine Impulse in euch verstärke.

Eure mangelhafte Entscheidung, in der Wahrheit zu leben, lässt auch jene leiden, die ernsthaft auf dem Weg Gottes gehen möchten. Denn ihr seid miteinander in Gemeinschaft, so wie auch alle Menschen miteinander verbunden sind, sodass die Unentschlossenheit eines Einzelnen auch in den anderen Unbeweglichkeit oder die Schwierigkeit voranzukommen verursacht. Wenn alle auf meine Impulse antworten würden, würde sich die Menschheit auf einer ganz anderen Ebene befinden.

Ich verlasse euch nicht, ich folge euch in jedem Augenblick und rechne mit euch. Ich möchte euch den Weg zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit zeigen, in deren Leben sich das Geheimnis der Liebe völlig verwirklicht.

Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

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