In Gemeinschaft leben ohne zu murren und ohne Neid

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Ich grüße euch, liebe Leser!

Ich hoffe, es geht euch gut und ihr könnt ein wenig sommerliche Erholung genießen. Die Botschaft des Heiligen Geistes, die ich euch in diesem Monat zur Verfügung stelle, spricht von der brüderlichen Gemeinschaft, die ihre Quelle und Kraft in der Gemeinschaft findet, die unter den Drei Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit herrscht.

Es ist nicht immer leicht in Gemeinschaft mit unserem Nächsten zu leben auf Grund unserer Schwäche und der der anderen, die wir gut kennen. Trotzdem können wir alle Grenzen überwinden, wenn wir uns Jesu durch das Unbefleckte Herz Mariens aufopfern. Denn durch den Akt des Opfers vereinen wir uns mit Jesus und so sind nicht mehr wir diejenigen, die lieben und wahre Gemeinschaft mit den anderen schaffen, sondern Jesus.

Auf diese Weise erheben sich unsere Beziehungen über die kleinen menschlichen Berechnungen hinweg. Aus uns selbst heraus sind wir nicht fähig dem anderen zu begegnen. Der Mensch schafft von sich aus Beziehungen aus Interesse, so sehr es auch in gutem Glauben oder aus edlen Motivationen geschehen mag jedoch nicht aus authentischer brüderlicher Gemeinschaft. Der Mensch, der von Gott getrennt ist, wird zum Egoisten, und auch seine Liebe wird egoistisch. Sie wird zu einer besitzergreifenden Liebe, die erdrückend und manchmal auch gewalttätig sein kann. Das können wir täglich in den traurigen Ereignissen der Nachrichten beobachten.

Der Mensch, der sich nicht hingibt, ist nicht nur dem Nächsten gegenüber egoistisch sondern auch in seiner Beziehung zu Gott. Er verlangt immer etwas vom Herrn und murrt, wenn er es nicht erhält. Dafür beneidet er den, der von Gott Gnaden bekommt. Das ist eine giftige Wurzel, die wir in uns tragen und die nur durch das Opfer unseres Lebens an Gott ausgerottet werden kann. Fürchten und zittern wir deshalb nicht! Der Glaube an Jesus Christus ist die siegreiche Waffe, die uns fähig macht, alles Böse in uns und um uns herum zu besiegen.

Ich überlasse euch also den Worten des Heiligen Geistes und wünsche euch von Herzen alles Gute.

Botschaft des Heiligen Geistes vom 19.5.1999

„Ich möchte von der brüderlichen Gemeinschaft sprechen, die der nächste Schritt nach der Weihe ist. Denn die Weihe in der Wahrheit führt zur Gemeinschaft. Jesus hätte sich nicht in der Wahrheit heiligen können, wenn er nicht in Gemeinschaft mit dem Vater und mir gewesen wäre. Gott ist nie allein, denn in ihm lebt und wirkt die Gemeinschaft zwischen den drei Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Es ist eine vollkommene Gemeinschaft, da die Liebe, die zwischen den Personen fließt und sich hingibt, vollkommen ist.

Auch ihr seid dazu berufen, die Gemeinschaft in der Weihe und in der Wahrheit zu verwirklichen. Wenn die brüderliche Gemeinschaft fehlt, wenn es keine Gemeinschaft unter den Gläubigen, in einer Gemeinschaft oder in einer Familie gibt, so bedeutet das, dass es keine Wahrheit gibt oder dass diese in den Seelen erstickt wird. Wenn allerdings die Wahrheit Gottes in euch gegenwärtig ist, führt sie euch in die göttliche Liebe ein, die somit Hingabe und Gemeinschaft nach dem Vorbild der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist, wo sich die drei göttlichen Personen einander und sich gemeinsam jedem von euch hingeben.

Das sollte auch unter euch geschehen: die Gemeinschaft sollte der Spiegel der Wahrheit sein, die sich in jedem von euch befindet. Wo Anmaßung, Lüge und Egoismus sind, gibt es keine Gemeinschaft. Wo es Interessen gibt, die sich von jenen Gottes unterscheiden gibt es keine Gemeinschaft, so wie es leider heute auch unter den Christen der Fall ist. Nicht wenige Personen wachsen alleine, fast verwildert auf. Sie treten nie in den Garten ihrer Seele ein um ihn vom Unkraut zu reinigen, und es wird ihnen auch nicht geholfen in ihr Inneres zu sehen. In diesen Fällen kann man nicht von Gemeinschaft sprechen sondern eher von einem mehr oder weniger friedlichem Zusammenleben.

Ihr seid hingegen zur wahren Gemeinschaft berufen, denn die drei Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit beschränken sich nicht darauf miteinander nur zusammenzuleben, sondern leben in vollkommener Gemeinschaft, sie lieben sich und lieben. Auch im Himmel wird in vollkommener Gemeinschaft gelebt, da die Seelen in die Wahrheit und in die Weihe ihrer Selbst in der Wahrheit eingetreten sind. Diese hat sie dazu veranlasst jeden Egoismus zurückzuweisen, um in die wahre Liebe einzutreten, die sich dem anderen und  gegenseitig hingibt. Das ist die wahre Gemeinschaft.

Ohne authentische Gemeinschaft könnt ihr nicht zum wahren Opfer eurer Selbst gelangen. Wer nicht fähig ist in Gemeinschaft zu leben, ist auch nicht fähig sich aufzuopfern, denn diese Unfähigkeit ist Zeichen von Egoismus, Individualismus und Egozentrismus.

Ich lade euch ein in euer Innerstes zu sehen und zu entdecken, was euch noch fehlt um in die vollkommene Gemeinschaft zuallererst mit Gott und dann miteinander einzutreten. Das ist das Kennzeichen der wahren Christen: untereinander eins zu sein in Gott.

Ich helfe euch zur wahren Gemeinschaft zu gelangen, denn ich bin die Liebe. Und noch etwas will ich euch sagen: in die Gemeinschaft mit den anderen bringt ihr das als Gabe ein, was schon in euch ist. Deshalb ist es wichtig in der Wahrheit zu leben, damit ihr den anderen in der Liebe, im Gebet und im Opfer die Wahrheit geben könnt. Ohne diese Wahrheit kann es keine Gemeinschaft geben.

Ich bitte euch auch, euch von jeglichem Anspruch gegenüber Gott zu entledigen, denn dieser behindert die Gemeinschaft mit ihm. Im Menschen gibt es nämlich eine sehr gefährliche Wurzel des Bösen, die ihn dazu bringt von Gott eine Belohnung, etwas im Gegenzug für das Opfer oder das Gebet zu erwarten. Damit ist noch ein anderer Aspekt verbunden, über den Jesus gesprochen hat (vgl. Mt. 20, 1-16), und zwar über das Murren gegen Gott, ihn für sein Werk zu kritisieren und ihm die Schuld dafür zu geben.

Sicherlich belohnt Gott die Gerechten, daran dürft ihr nicht zweifeln. Deshalb ist es nichts Schlechtes sich von Gott etwas zu erwarten, denn Er ist der Einzig Gute und Er versäumt es nicht, den mit dem Guten zu belohnen, der ihn mit aufrichtiger Liebe anruft. Das tut Er immer, aber zu seiner Zeit und auf seine Weise. Schlecht ist es sich ihm nur zu nähern, um etwas zu erhalten. Das ist nicht Glaube sondern Egoismus. Den Wunsch nach Belohnung als alleiniges Ziel zu haben ist eine kranke Haltung so wie das Murren. Beide sind Ausdruck derselben Wurzel der Auflehnung des Menschen, die in ihm als Folge der Erbsünde und der fehlenden Unbeflecktheit gegenwärtig sind.

Die gelassene Annahme des Willen Gottes auch in den Prüfungen ist ein Aspekt der Unbeflecktheit: wer Gott liebt und sich ihm aufopfert hat kein Murren in sich. Wer vollkommen am Opfer Christi teilnimmt, überlässt sich der Güte des Vaters wie es Jesus getan hat. Er weiß, dass ihm nichts Schlechtes zustoßen kann, denn der Vater kann niemals Böses für seine Kinder wollen sondern nur Gutes. Er weiß auch, dass die Prüfung, die der Vater zulässt, zur Verwirklichung eines größeren Nutzen dient, so wie es für Jesus war und jeder Tod verwandelt sich in Auferstehung.

Die Seele, die schmutzig, rebellisch und böse ist, versteht dies hingegen nicht und beginnt zu murren und sich gegen die freundschaftliche Hand, die sie nährt, aufzulehnen. So hat Judas gehandelt und so handelt jeder Verräter. Tiefe Auflehnung ist typisch für jene, die sich nicht aufopfern, die die Güte Gottes nicht verstehen können, weil sie sich selbst nichts Gutes tun wollen. Ihr seid jedoch berufen Gottes Güte zu sein. Das könnt ihr aber nur dann, wenn ihr euch als Opfer in Vereinigung mit Christus aufopfert, sonst verbleibt eure Güte auf der Ebene menschlichen Mitgefühls.

Güte, die nicht als Fundament das Opfer Christi hat, ist menschliches Mitgefühl und davon ist die Erde voll. Es handelt sich dabei aber nicht um die Güte Gottes, deshalb hungert die Erde nach Liebe.

Das Murren kann sich auch in Neid denen gegenüber verwandeln, die Gnaden erhalten. Das könnt ihr im Evangelium in dem Abschnitt über die Arbeiter lesen, die murrten, weil die zuletzt Gekommenen genauso viel erhielten wie die Ersten (Mt. 20, 1-16). Wer am Opfer Christi teilnimmt und sich zur Güte Gottes machen lässt, kann nicht neidisch sein da er weiß, dass jeder seinen Platz im Plan Gottes hat. Vor Gott sind die Ersten und die Letzten gleich. In Gott gibt es keine Karrieren oder Kategorien. Vor Gott gilt nur der aufrichtige Wunsch des einzelnen, ein Teil des Planes Gottes zu sein. So findet jeder seinen Platz, seine Verwirklichung und sein Glück. Die Gnade, die dem einem und dem anderen gegeben wird, hilft jedem sich zu erheben, deshalb ist kein Platz für Neid. Solange ihr neidisch seid, werdet ihr keinen Frieden finden und noch weniger das Glück. Ihr werdet nicht vollkommen sein können in Gott.

Auch der Neid kommt von fehlender Unbeflecktheit. Deshalb lade ich euch ein auf dem Weg der Unbeflecktheit weiterzugehen und dabei Maria zu betrachten, die sich in keiner einzigen Prüfung Gott gegenüber je aufgelehnt hat. Sie hat niemanden beneidet, im Gegenteil sie hat es verstanden sich mit Elisabeth und an der Güte Gottes zu freuen ohne jemanden zu beneiden, während sie demütig blieb trotz ihrer Größe, die nicht ihresgleichen hat.

Ich unterstütze euch auf eurem Weg und segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

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