Werdet eurer Aufgabe gerecht

Geliebte Schwestern und Brüder,

wir überbringen euch die Botschaft des Heiligen Franz von Assisi, in der er Zeugnis über sein Leben abgibt, uns neue Anregungen liefert, um es besser verstehen zu können und die gegenwärtige Zeit erleuchtet.

Die Menschen haben uns ein Zeugnis über das Leben des Heiligen Franziskus übermittelt entsprechend ihrer Auslegung. Wir befinden uns hingegen in der Zeit, in der die Kirche vom Himmel herabkommt, um uns dabei zu helfen, in die völlige Wahrheit einzutreten.

Diese Botschaft fügt sich dem hinzu, was uns der Heilige Franziskus in verschiedenen Gelegenheiten offenbart hat und was wir in den Büchern und in anderen Botschaften weitergegeben haben[1].

Während wir euch eine gute und fruchtbringende Lektüre wünschen, segnen wir euch und begleiten euch wie immer mit unserem Gebet.

4. Oktober 2020

Stefania Caterina und Tomislav Vlašić


[1] Vgl. „Die Geschichte neu schreiben – Band I – Im Gedanken Gottes“, S. 116 (italienische Ausgabe); Botschaft vom 17. September 2012 „Die reine Liebe Gottes“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

4. Oktober 2020 – Hochfest des Heiligen Franz von Assisi

Botschaft des Heiligen Franz von Assisi

Werdet eurer Aufgabe gerecht

„Geliebte Schwestern und Brüder in Christus, der Friede sei mit euch! Wie ein Vater und ein Bruder möchte ich euch zur neuen Schöpfung begleiten. Euch wurde gesagt, dass euer Weg marianisch und franziskanisch ist, und diese beiden Aspekte können voneinander nicht getrennt werden.[1]

Die Liebe zur Mutter Gottes hat meinen ganzen Weg ausgerichtet. Ich war völlig in das Unbefleckte Herz Mariens eingetaucht.

Kein spiritueller Weg kann aus dem Willen eines Menschen entspringen, so tugendhaft er auch sein mag, sondern es ist immer eine Initiative Gottes, der ruft und der Mensch antwortet. Dennoch macht die Schwäche des Menschen ihn bei der Antwort oft unsicher und ängstlich und gerade dann handelt die himmlische Mutter. Ihre reine und unbefleckte Liebe umgibt jene, die von Gott ausgewählt wurden und hilft ihnen zu antworten; ihre Hand stützt sie und zeigt ihnen die richtigen Schritte; Sie hält Fürsprache, tröstet, ermutigt und segnet. Jede authentische Berufung entspringt dem Ruf Gottes und dem Schoß der Mutter, sie verkörpert sich in jenen, die antworten und wird zu einem, für die Augen des Menschen sichtbaren Werk Gottes.

Auf diese Weise ist die franziskanische Bewegung entstanden: aus dem Ruf Gottes, aus dem Herzen der Allerheiligsten Jungfrau Maria und aus meiner Antwort. Ich war der Geringste unter den Menschen, ich hatte keinerlei Verdienst daran, aber Gott hat mich gerufen und ich habe Ihm erlaubt, meinen Gedanken und mein Leben zu ändern. Das war meine Bekehrung.

Nach meiner Bekehrung verbrachte ich viel Zeit alleine und im Gebet, um zu verstehen, was der Wille Gottes sei. Keiner der Wege, die bereits existierten, schien für mich der richtige zu sein: ich hatte weder Absicht Priester noch Mönch zu werden, geschweige denn einen neuen religiösen Orden zu gründen. Ich wollte nur Christus angehören, durch die Mutter Gottes und ein einfaches Leben als Kind Gottes leben gemäß dem Evangelium und in Harmonie mit der Schöpfung. Ich war kein sonderbarer Träumer, wie viele glaubten; im Gegenteil, ich wollte ein konkreter Mensch sein, fähig, seine Berufung zu verwirklichen. Ich erahnte, dass ich einen neuen Weg öffnen musste, einfach und zugleich anspruchsvoll.

Der Herr kam mir entgegen und zeigte mir seinen Willen. In dieser Zeit der Einsamkeit wurde ich von den Erzengeln besucht, insbesondere vom Heiligen Michael, von denen ich große Offenbarungen über das Leben des Universums und über die Mission der Kirche erhielt. Auf diese Weise erfuhr ich, auch auf anderen Planeten Schwestern und Brüder zu haben. Ich glaubte an ihre Existenz, nahm sie in meinem Herzen an und liebte sie.

Nach den Erklärungen, die ich von den Erzengeln erhielt, wurde ich von den Gott treuen Schwestern und Brüdern des Universums besucht, sowohl im Körper als auch im Geist. Sie erklärten mir viele Dinge über ihr Leben, über ihren Dienst für Gott und über die Beziehung mit den vom Menschen verschiedenen Geschöpfen. Die Gemeinschaft mit ihnen dauerte mein ganzes irdisches Leben an und war für mich Quelle unsagbarer Freude zusätzlich zum geistigen Fortschritt. Über all das habe ich nie ein Wort an irgendjemanden verloren, nicht einmal an meine Brüder. Ich wartete darauf, dass die Zeit reif würde, um all das offenbaren zu können.

Um mir auf dem Weg zu helfen, gab mir Gott eine außergewöhnliche Frau zur Seite: die Heilige Klara, mit der ich über alles sprach. Auch sie wurde wie ich besucht und belehrt, da wir gemeinsam das Werk ausführen sollten, der Kirche, aufgrund der erhaltenen Offenbarungen, den großen, von Gott von Ewigkeiten an vorgesehenen Plan zu verkünden: das gesamte Universum in Christus zu vereinen, einen Plan, den ihr gut kennt.

Um das alles auszuführen, wollte der Herr durch uns beide eine große spirituelle Familie gründen, demütig aber machtvoll im Geist, bestehend aus Schwestern und Brüdern, die miteinander hätten leben sollen, um die verlorene Harmonie zwischen Mann und Frau wieder hervorzubringen und um ein neuer Sauerteig in der Christenheit zu sein. Sie hätte der Kirche der Erde geholfen, sich den Realitäten des Universums zu öffnen und die Gegenwart anderer Schwestern und Brüder zu akzeptieren. Dazu dienten die Offenbarungen, die wir erhalten hatten.

Die franziskanische Familie war das von Gott für jene Zeit erwählte Werkzeug, zu Diensten der Kirche. Leider waren weder die damalige Menschheit noch die Kirche bereit, den franziskanischen Geist so anzunehmen, wie er im göttlichen Gedanken war. Klara und ich hatten das von Anfang an verstanden. Mit Schmerz akzeptierten wir, voneinander getrennt zu werden. Deshalb hat die franziskanische Bewegung, ungeachtet der Heiligkeit vieler Franziskanerinnen und Franziskaner im Laufe der Jahrhunderte, ihr ganzes gewaltiges Potenzial nicht zum Ausdruck bringen können und hat sich an die Realität der Erde angepasst. Ich sage das nicht, um zu kritisieren, denn viel wurde durch die franziskanische Bewegung getan, aber vieles ist verschleiert geblieben.

Der Herr verstand meinen und Klaras Schmerz, einen großen Schmerz, den wir Gott aufopferten. Und Er versprach uns in seiner Güte, dass unser Opfer den Weg für künftige Generationen öffnen würde, die eines Tages den Plan Gottes, in Christus die ganze Schöpfung zu vereinen, verstehen und annehmen würden.

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ein gewaltiges Volk von Gott aus jedem Teil des Universums versammelt wurde, um die einzige Kirche in Jesus Christus zu bilden, die auf der Erde gegründet wurde, aber im ganzen Universum lebendig und wirksam ist. Auch ihr seid Teil von ihr und wollt auf der Erde das Antlitz dieser Kirche offenbaren und den Plan Gottes verkünden. Auch für euch habe ich, gemeinsam mit Klara, gebetet und gelitten und aus diesem Grund sind wir ein Vater und eine Mutter für euch.

Die Heilsgeschichte hat ein ständiges Kommen und Gehen von Zeugen gesehen, von einer Generation zur nächsten, von einem Volk zum nächsten, aber der Plan Gott Vaters ist immer derselbe geblieben: alle Menschen und alle Geschöpfe durch Jesus Christus im Heiligen Geist an sich zu ziehen, um die gesamte Schöpfung in Einklang mit ihrem Schöpfer zurückzubringen.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Kinder, seid euch bewusst, dass ihr in einer außergewöhnlichen Zeit lebt, in der Gott seinen Plan der Liebe und des Heils zur Vollendung bringt. Luzifer, Mörder und Usurpator, hat einen großen Teil der Menschheit verdorben und die Schöpfung entweiht. Jetzt muss er hinausgeworfen und in die Finsternis geworfen werden, für die er sich entschieden hat, „wo sie heulen und mit den Zähnen knirschen“ (Mt 8,12), gemeinsam mit all jenen, die ihn angebetet und ihm gedient haben.

Ihr, gemeinsam mit jenen, die diesen Weg eingeschlagen haben, gehört der „Kirche Jesu Christi des Universums“ an, die das letzte und endgültige, von Gott ausgewählte Werkzeug ist, um sein Werk zur Vollendung zu bringen. Alles, was über die Jahrhunderte unvollendet geblieben ist, wird jetzt von Gott mithilfe seiner Kirche des ganzen Universums verwirklicht.

Denkt daran, dass ihr diese Kirche auf der Erde repräsentiert und eurer Aufgabe gerecht werden müsst. Seid daher demütig und einfach, aber entschlossen. Erlaubt niemandem, eure Schritte aufzuhalten, aber behandelt niemanden mit Schroffheit. Zeigt allen das barmherzige Antlitz des Retters und die zärtliche Liebe der himmlischen Mutter. Erhebt die wunde Menschheit aus dem Staub, die Gott sucht, aber nicht weiß, wie sie Ihn findet. Mit eurem Gebet und eurem Opfer helft den Sündern zu bereuen, den Kranken zu heilen, den Lahmen zu gehen. Es gibt viele Kranke und Lahme auch im Geist, arme Kinder Gottes, um die sich niemand kümmert![2]

Es ist Zeit, dass die Liebe Gottes in euch allen den Hass der Hölle überwindet, dass das Leben Gottes den Tod vertreibt und der Balsam des Gebets die Wunden der Menschheit heilt. Viele werden euch zurückweisen, aber viele werden euch zuhören. Gott erwartet sich von seiner Kirche, dass sie in der Liebe und in den Werken aufblüht. Niemand wird die Pläne Gottes aufhalten können: alles, was versuchen wird, diese Kirche zu behindern, wird wie eine Scherbe an ihren Mauern zerbrechen.

Ich empfehle euch, sehr auf eure innere und äußere Disziplin zu achten. Euer ganzes Wesen, Geist, Seele und Körper geben Zeugnis vom Werk Gottes in euch und durch euch. Kümmert euch um euren Körper genau so wie um eure Seele und euren Geist.

Während meines irdischen Lebens vernachlässigte und züchtigte ich meinen Körper und zerrte an ihm wie an einem Esel. Dann verstand ich meinen Fehler: der Körper der Heiligen, die für den Herrn leben, ist kein Esel, sondern der heilige Tempel Gottes. Sorgt dafür, dass euer Tempel erstrahlt. Seid achtsam und schlicht in der Sprache und der Kleidung. Nährt und pflegt euren Körper ohne zu übertreiben, aber in dem Bewusstsein, dass er ein unentbehrliches Werkzeug eurer Mission auf der Erde ist.

Gott möchte, dass ihr gesund und glücklich seid; Er will die Krankheiten nicht, die von der Verdorbenheit des Menschen stammen und von der Bosheit genährt werden. Manchmal erlaubt der Vater die Krankheit als eine Prüfung, um den Glauben seiner Kinder zu stärken, um deren Verhalten zu korrigieren oder um sie mit dem Geheimnis des erlösenden Leidens des Sohnes zu vereinen. Welchen Grund auch immer die Krankheit haben möge, wenn ihr sie Gott durch die Allerheiligste Jungfrau Maria aufopfert, werdet ihr der Krankheit mit der Kraft des Glaubens entgegentreten können. Selig seid ihr, wenn ihr es versteht, mit Christus zu leiden, weil ihr Werkzeuge des Heils sein werdet.

Seid freundlich und großzügig, Freunde Gottes und der Menschheit. Dann wird Gott euch jene schicken, die das wahre Leben suchen und die Kirche wird in Heiligkeit und Gerechtigkeit wachsen.

Entflieht dem Ehrgeiz und versucht nie, euch zur Schau zu stellen. Führt jeden Dienst, der euch anvertraut wird, mit Liebe und Ernsthaftigkeit aus, wisst aber, dass euch nicht das, was ihr tut, groß macht, sondern das, was ihr in den Augen Gottes seid, der auf eure Demut sieht. Die Einzigartigkeit und die Heiligkeit sind wichtiger als jeder Dienst, denn die Werke sind nichts anderes als die Frucht eures Baumes, der seine Wurzeln in der Heiligkeit Gottes hat.

Ich bin euch nahe gemeinsam mit der Heiligen Klara. Unsere Gebete werden euch immer begleiten. Ich segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“


[1] Vgl. Botschaft der Allerheiligsten Jungfrau Maria vom 14. August 2020: „Die lebendige Liturgie“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[2] Vgl. Is 61,1-4; Lk 4,18-21

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s