Das Antlitz Gottes

4. Juli 2013

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Botschaft, die ich euch anbiete, lädt uns der Heilige Erzengel Raphael ein, das Antlitz Gottes zu betrachten, um Licht und Macht zu erhalten und sie allen zu offenbaren. Er erinnert uns daran, dass auch die Schöpfung die Offenbarung der Kinder Gottes erwartet, von der der Heilige Paulus im Brief an die Römer in Kapitel 8 spricht.

Ich wünsche euch, das Antlitz Gottes, das voller Liebe und Güte ist, zu suchen und zu finden, um selbst glücklich zu sein, all jene glücklich machen zu können, die ihr liebt, und um auch dieser Menschheit zu helfen, die so sehr nach der Liebe Gottes dürstet und so unfähig ist, sie zu suchen.

Ich grüße euch und segne euch in Christus. Möge Gott euch Frieden schenken.

Botschaft des Heiligen Erzengels Raphael vom 2. Juli 2013

„Liebe Schwestern und Brüder der Erde! Ihr befindet euch in einer Zeit der großen Verwirrung: Verwirrung in den Herzen, in den Familien, in den Völkern. Eure Menschheit ist auf einem schlüpfrigen und unsicheren Weg unterwegs. Trotz der vielen und wiederholten Einladungen des Himmels bekehren sich die Menschen nicht zu Gott, im Gegenteil, sie entfernen sich immer mehr von Ihm. Warum ist das so? Weil die meisten Menschen viele Dinge suchen, aber sie suchen nicht Gott, sie wollen sein Antlitz nicht betrachten.

Das Antlitz Gottes ist der einzige Spiegel, in dem sich der Mensch selbst sehen kann, denn ihr seid nach dem Abbild und Gleichnis Gottes geschaffen. Das Antlitz Gottes zu suchen bedeutet daher, das Bild zu vergessen, das ihr von euch selber habt oder das euch andere auf den Leib geschneidert haben, um das reine Bild eurer Selbst zu finden, wie es aus den Händen des Schöpfers hervorgegangen ist. Das kann euch nur dann gelingen, wenn ihr Gott von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, ohne euch zu verstecken, ohne etwas von dem hinzuzufügen oder wegzunehmen, wer ihr seid. Im Antlitz Gottes findet ihr eure wahre Identität und eure Einzigartigkeit. Wenn Gott euch betrachtet, tut Er das mit Liebe. Erinnert euch an die Episode des reichen Jünglings, der sich an Jesus wendet; im Evangelium heißt es: „Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte,…“ (Mt 10,21). Der Blick Gottes ist immer ein Blick der Liebe. Selbst wenn Er eure Armut offenbart, verletzt sein Blick nicht, er demütigt nicht, sondern lässt euch sehen, wer ihr seid und was ihr sein könntet. Das tut Er, weil Er euch zur Würde der Kinder Gottes erheben möchte.

Das Antlitz Gottes ist ein strahlendes Antlitz, auf dem das Licht der Wahrheit leuchtet. Deshalb will der, der in der Finsternis lebt, sich dem Antlitz Gottes nicht nähern. Der Mensch, der Gott nicht liebt, flieht vor der Wahrheit seines Antlitzes. Er will von Gott nicht betrachtet werden, er verschließt sich seiner Liebe. Das tat auch Luzifer, der Verführer und Fürst der Lüge: Er lehnte sich gegen Gott auf und wies seinen Blick zurück. Deshalb kann Luzifer das Antlitz Gottes nicht mehr sehen. Er hat keinen Zugang zur Dimension des reinen Geistes, er kann die Große Barriere des Himmels nicht überschreiten. Nach seinem verhängnisvollen Fall begegnete Luzifer dem Antlitz Gottes nur ein einziges Mal: im Antlitz von Jesus Christus. Er stand Ihm in der Wüste von Angesicht zu Angesicht gegenüber, um Ihn zu versuchen. Er beschimpfte Ihn während der Passion und glaubte, Ihn am Kreuz besiegt zu haben. Doch Jesus ist auferstanden und Luzifer wird Ihn erst am Ende der Zeiten wiedersehen, an dem Tag, an dem er Jesus Christus erneut von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen wird, um von Ihm gerichtet zu werden.

Das ist die größte Strafe für Luzifer: Das Antlitz Gottes nicht mehr sehen zu können, er, der zu Beginn ein mächtiger Engel des Lichts war, jener, der das Antlitz Gottes aus nächster Nähe betrachtete. Ebenso kann derjenige, der nicht bei Gott ist, sondern Luzifer folgt, das Antlitz Gottes nicht sehen, zunächst in sich selbst, weil er sein Abbild und sein Gleichnis mit Gott nicht mehr sieht, und dann auch nicht mehr in den anderen. Je mehr sich der Mensch weigert, Gott zu sehen, desto mehr hört er auf, Ihn zu suchen; und der Kreis schließt sich. Der Mensch wird zum Gefangenen des eigenen Egoismus und stellt sich unter den Blick des Bösen: Luzifer weiß, wie er den Hochmut und den Ehrgeiz aufblähen, wie er den egoistischen Menschen benutzen kann. Sucht Gott und betet zu Ihm, damit ihr nicht in die Hände des Feindes fallt!

Gott möchte, dass die Menschheit des ganzen Universums in Christus vereint wird. Das ist das Programm für diese Zeiten, die die letzten sind. Diese Zeiten gehen der glorreichen Wiederkehr Christi voraus. Davon wurde euch ausführlich erzählt. Niemand kann jedoch zu Christus zurückgeführt werden, wenn er nicht zuerst sein Antlitz sieht: Wer das Antlitz Christi nicht sehen will, wird nicht in die neue Schöpfung eintreten, die Gott am Ende der Zeiten verheißen hat. Das Antlitz Jesu ist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Gottes (Kol 1,15) und ist der Spiegel, in dem sich der Mensch widerspiegelt und sich selbst findet.

Auch die Schöpfung wartet auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes, wie euch der ruhmreiche Apostel Paulus in Erinnerung gerufen hat (Röm 8,19-23). Die Schöpfung hat es nötig, das Antlitz Gottes zu sehen, natürlich auf ihre eigene Art und Weise, da die Geschöpfe, die vom Menschen verschieden sind, keinen Geist, sondern nur den Lebensatem besitzen. Dieser ist zwar immer noch eine Ausstrahlung des Geistes Gottes, und deshalb verdienen die Geschöpfe Respekt; dennoch besitzen sie nicht das Abbild und Gleichnis mit Gott. Dessen ungeachtet sucht die Schöpfung das Antlitz Gottes, da es die Quelle des Lebens ist.

Das Antlitz Gottes zu betrachten, ist keine schöne Redensart, sondern ein tiefes Bedürfnis der gesamten Schöpfung. Die Schöpfung kann das Antlitz Gottes nur durch die Kinder Gottes sehen. Seht, was hingegen auf der Erde geschieht: Die meisten Menschen spiegeln nicht mehr das Antlitz Gottes wider, sondern jenes Satans. Das verdirbt die Schöpfung und führt zu Katastrophen, denn die Natur lehnt sich gegen den Menschen auf, weil sie in ihm das Antlitz Gottes, das die Quelle des Lebens ist, nicht wiedererkennt, sondern ein Antlitz, das den Tod hervorruft.

Was erwartet sich Gott von seinen Kindern? Er erwartet sich, dass sie sein Antlitz und sein Abbild vollkommen offenbaren, damit Er durch sie die gesamte Schöpfung berühren kann. Das ist die erste große Aufgabe und das erste große Zeugnis der Gläubigen: das Antlitz Gottes vollkommen zu offenbaren. Die neue Schöpfung wird nur von Menschen bewohnt werden, die fortwährend die Herrlichkeit, die Macht und die Schönheit des Antlitzes Gottes widerspiegeln. Die gesamte Schöpfung wird diese Macht aufnehmen und sie ihrerseits auf den Menschen zurückstrahlen; es wird ein ständiger gegenseitiger Austausch von Macht und Glanz sein.

Das Antlitz Christi ist das Antlitz Gottes, der Mensch wurde, nicht nur für die Menschheit der Erde, sondern für alle anderen Menschheiten des Universums. In seiner unendlichen Güte wollte Gott sein Antlitz in Christus verkörpern, es offenbaren, damit alle Völker es sehen können. In der neuen Schöpfung wird Jesus inmitten seines Volkes sein, und alle werden ständig sein Antlitz sehen. Die Schönheit und das Licht des Sohnes Gottes werden auf die Menschen und die Geschöpfe ausstrahlen, und Jesus wird dem Vater fortwährend den Glanz seines Volkes und der gesamten Schöpfung darbringen; es wird das ewige Opfer des Lobes sein.

Gott möchte, dass die Christen der Erde seine Macht ausstrahlen; auf diese Weise wird Er eure Menschheit heilen können. Leider ist das auf der Erde schwierig: Das Antlitz Gottes wird von den meisten Menschen weder geliebt noch gesucht, vielmehr wird es ständig entstellt wie am Kreuz, wo im Antlitz Christi das Antlitz Gottes entstellt wurde. Welch große Sünde lastet auf der Menschheit der Erde! Sie schlug, schmähte und befleckte das Antlitz Gottes mit Blut bis es entstellt war. Und nicht nur das, sie tut es auch weiterhin in den Kindern Gottes, die geschmäht und verachtet werden wie Christus. Das leidende Antlitz Jesu am Kreuz wurde jedoch in der Auferstehung verklärt, und sein Antlitz ist in voller Pracht auferstanden. Das Antlitz des Gekreuzigten und das Antlitz des Auferstandenen sind die beiden Antlitze Gottes, die sich ständig auf der Erde zeigen.

Auch die Schöpfung leidet, wenn sie das gekreuzigte und leidende Antlitz Christi in den Kindern Gottes sieht. Sie freut sich, wenn sie es auferstehen sieht. Ich lade euch ein, mehr und mehr die Macht des Antlitzes Christi zu offenbaren, auch, wenn ihr gekreuzigt seid, damit auch euer Antlitz wie in Jesus aufersteht und so strahlend wird wie das seine. Die Geschöpfe um euch herum werden es spüren. Sie nehmen an eurem Leiden teil und nehmen einen guten Teil davon in sich auf: In gewissem Sinne opfern sie sich selbst, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sein können. Das ist ein großes Geheimnis der Macht Gottes: Er erlaubt, dass ein Tier oder eine Pflanze das Leiden des Menschen spürt und es sich zumindest teilweise zu eigen macht. So wehren die Geschöpfe einen Teil des Leidens von euch ab. Sie sind oft wahre Schutzschilde, die den Hass des Bösen von euch abwenden und euch schützen. Denkt daran, wenn ihr euren Hund oder eure Katze anseht, wenn ihr durch einen Wald spazieren geht, wenn ihr die Schönheit der Natur betrachtet. Bringt dem Herrn das Leid der Geschöpfe dar und erbittet für sie seinen Schutz, damit auch ihr geschützt seid. Bittet Gott um Vergebung für die Grausamkeit, mit der der Mensch der Erde die Geschöpfe und die Umwelt verletzt. Denkt immer daran, dass der Mensch und die Schöpfung gemeinsam das wunderbare Werk Gottes bilden; gemeinsam werden sie in die neue Schöpfung eintreten.

Das Antlitz Gottes der ganzen Schöpfung zu offenbaren, ist eine Aufgabe, die ihr nicht vernachlässigen dürft. Es wird von euch nicht verlangt, Fanatiker zu werden, wie es auf der Erde oft gegenüber Tieren oder der Umwelt geschieht. Ihr seid aufgefordert, eure Verantwortung als Kinder Gottes gegenüber der Schöpfung in gerechter und ausgewogener Weise zu verstehen. Der Mensch ist dazu berufen, die Schöpfung zu regieren; das bedeutet, dass Gott euch die Geschöpfe anvertraut, damit ihr sie beschützt und sie, eingetaucht in die Herrlichkeit Gottes, leben lasst. Ihr seid dazu berufen; deshalb müssten die Orte, an denen ihr lebt und die Geschöpfe um euch herum, eure Schönheit als Kinder Gottes widerspiegeln und euren ständigen Segen spüren.

Ich sage euch abermals: Wer das Antlitz Gottes nicht sucht, kann weder den Geist Gottes empfangen noch ihn beherrschen. Der Geist Gottes lässt sich von niemandem besitzen, schon gar nicht von jenen, die Gott verachten. Der Geist des Herrn ist frei, Er kann nicht eingesperrt, instrumentalisiert oder mit Füßen getreten werden. Kann der Heilige Geist etwa dem Menschen gehorchen? Würde Er dem Menschen gehorchen, wäre Er nicht mehr Gott. Es wäre eine Katastrophe für die Menschheit, würde Gott dem Menschen gehorchen! Doch der Hochmut des Menschen kennt keine Grenzen und oft versucht er, Gott zu besitzen, um das zu bekommen, was ihm am meisten gefällt. Der Heilige Geist aber gehorcht den Menschen nicht, sondern weht, wo Er will. Er kommt dort herab, wo Ihn der Vater und der Sohn hinschicken und wo Er selbst es wünscht. Niemand kann dem Heiligen Geist Befehle erteilen, weder im Namen irgendeines Systems, einer Investitur noch einer Formel. Seid euch dessen bewusst, damit ihr nicht sündigt, wie Luzifer sündigte.

Wenn der Mensch im eigenen Egoismus verschlossen ist, kann Gott nicht in seinem Geist wirken. Nicht selten ist das geistige Niveau des Menschen so niedrig, dass er sich nicht wesentlich von einem Tier unterscheidet. In solchen Fällen bleiben das Abbild und das Gleichnis Gottes im Menschen untätig und bringen keine Frucht. Das Tier hat eine Grenze als Tier, es ist ohne Geist; deshalb kann der Heilige Geist im Tier nicht so wirken, wie Er es im Menschen tut. Der Mensch besitzt einen Geist, der keine Grenzen hat, denn der Heilige Geist kann unbegrenzt im menschlichen Geist wirken; aber es ist notwendig, dass der Mensch dies zulässt. Leider ist es der Mensch, der oft eine Grenze setzt, vor der Gott aufhört; Er hört nicht auf, wie beim Tier, aus Respekt vor einer objektiven Grenze, sondern aus Respekt vor der menschlichen Freiheit. Oft setzen die Menschen Gott eine Grenze, sie versperren Ihm den Weg; deshalb habe ich euch gesagt, dass sie auf einem so niedrigem Niveau bleiben, das sie nicht sehr von den Tieren unterscheidet. Das war die Erfahrung eurer Stammeltern nach der Erbsünde. Das Tier trägt keine Schuld für seine Begrenztheit, der Mensch schon, weil er sich bewusst entscheidet, Gott abzulehnen und sich seinem Wirken widersetzt. Der Mensch wird häufig schlimmer als Tiere, da er eine Schuld in sich trägt, die das Tier nicht hat.

Die Gott treuen Schwestern und Brüder des Universums offenbaren in vollkommener Weise das Antlitz Gottes, auch wenn sie durch die Sünde der übrigen Menschheit, die es ihnen nicht erlaubt, noch erhabenerer Ebenen zu erreichen, benachteiligt werden. Durch die göttliche Gerechtigkeit lastet die Grenze, die sich ein Teil der Menschheit selbst gesetzt hat, auch auf den treuen Menschheiten. Diese Menschheiten befinden sich jedoch auf geistigen Ebenen, die der euren um so vieles überlegen sind, dass ihre bloße Gegenwart das Antlitz Gottes offenbart. Das ist auch der Grund, warum die Natur ihrer Planeten anders ist und warum diese Kinder Gottes, wenn sie auf andere Planeten herunterkommen, eine solche Macht offenbaren, dass sogar die Geräte aufhören zu funktionieren. Deshalb hat Luzifer große Angst vor diesen Schwestern und Brüdern: nicht nur wegen ihres geistigen Niveaus und weil sie unbestechlich sind, sondern auch wegen ihrer Macht, die in der Lage ist, seine Kraft und die seiner Anhänger zu behindern.

Luzifer fürchtet, dass das Kommen der treuen Schwestern und Brüder die Gesetze verändern könnte, die er als Grundlage seines Reiches festgelegt hat. Das Reich Luzifers hat seine eigenen Gesetze, mit denen er den Menschen und die Natur versklavt. Vor allem auf der Erde, aber auch auf anderen Planeten des unteren Universums, versucht Luzifer, die göttliche Ordnung zu untergraben, indem er Gesetze aufzwingt, die dem Leben Gottes entgegenstehen: Täuschung, Angst, Missbrauch, Gewalt, Unterwürfigkeit, Betrug, Unehrlichkeit, usw., Gesetze, die ihr bis zur Perfektion in euren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und sogar religiösen Systemen wirken seht. Würden die Gott treuen Schwestern und Brüder auf die Erde kommen, würde das Reich der Finsternis ins Wanken geraten.

Auch das Gebet ist Betrachtung des Antlitzes Gottes. Ich frage euch: Betrachtet ihr das Antlitz Gottes, wenn ihr betet? Seid ihr in der Lage, seine Macht in euch aufzunehmen, um Ihm ähnlich zu werden und den anderen die göttliche Macht zu bringen? Wenn eure Antwort Nein lautet, bedeutet das, dass euer Gebet eine sterile Übung ist. Vielleicht hat euch das niemand erklärt. Für viele von euch ist die Betrachtung des Antlitzes Gottes eine romantische Phrase, weit weg von eurem alltäglichen Leben. Stattdessen sagte Jesus, dass jene, die reinen Herzens sind, Gott schauen werden (Mt 5,8). Ich sage euch, dass das nicht nur im Paradies, sondern bereits hier auf der Erde geschehen kann. Auch wenn es in der Tat stimmt, dass ihr Gott körperlich nicht seht, so bedeutet das nicht, dass ihr Ihn nicht in eurem Geist sehen könnt: Gott ist im Geist des Menschen, der Ihn sucht, sehr wohl gegenwärtig, und der Geist des Menschen kann und muss das Antlitz Gottes betrachten; aber es muss ein reiner Geist sein.

Die neue Schöpfung wird nicht auf magische Weise von oben herabkommen. Sie ist das Reich Gottes, das in euch wächst, ein Samen, der sich entwickelt und euch dazu bringt, die Schönheit und die Macht des Antlitzes Gottes mehr und mehr zu betrachten. Die neue Schöpfung wächst gemeinsam mit euch, sie wird vom Glauben des Volkes Gottes vorbereitet, von Männern und Frauen, die das göttliche Leben annehmen und, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit (2Kor 3,18), in jenes Abbild umgewandelt werden möchten, das im Antlitz Jesu leuchtet.

Im Lichte all dessen lade ich euch alle ein, vor dem Antlitz Gottes zu stehen. Ich lade vor allem die Eltern und Erzieher ein, damit die Kinder und Jugendlichen in euch das Abbild Gottes widergespiegelt sehen können und im Leben auf die rechte Weise ausgerichtet werden. Prägt in sie die Macht der göttlichen Liebe ein, lehrt sie, das Antlitz Gottes zu suchen, das vor den Wirren der Welt rettet und vor der Sünde bewahrt.

Ich rufe den Papst, alle Hirten und all jene auf, die in der Kirche Ämter mit Verantwortung tragen, das Antlitz Gottes zu betrachten und es dem Volk zu zeigen, nicht jenes einer Organisation, die sich Kirche nennt. Zeigt das barmherzige Antlitz Gottes, aber auch seine Macht, die nicht von eurer Kultur oder euren schönen Predigten stammt, sondern von eurer innigen und kindlichen Beziehung zu Gott, von dem Gebet, das euch oft fehlt. Tretet vor das Angesicht Gottes und lasst euch von Ihm betrachten, lasst Ihn euer Innerstes erforschen: Er wird euch zu verstehen geben, was ihr in euch verbessern müsst. Dann werdet ihr den Gläubigen helfen können und glaubwürdig sein; es soll nicht geschehen, dass ihr den Splitter im Auge des Bruders seht, bevor ihr den Balken im eigenen Auge gesehen habt (Mt 7,3-5).

Die Verwirrung auf der Erde wird in dem Maße zunehmen, in dem sich die Menschheit von Gott entfernt. Jetzt sind die Christen mehr denn je aufgerufen, Gott von Angesicht zu Angesicht zu betrachten, um das Licht seines Antlitzes zu erhalten und es auf eine Welt auszustrahlen, die mehr und mehr in der Finsternis versinkt. Ich werde für euch beten.

Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

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