Ostersonntag, Auferstehung Christi

Kirche Jesu Christi des Universums

von Mauro

(übersetztes Audio)

31.3.2024

Apg 10, 34. 37-43; Ps 118(117); Kol 3, 1-4; Joh 20, 1-9

Frohe Ostern euch alle!

Mit diesem Sonntag, dem Ostersonntag, beginnt die Osterzeit; eine Woche lang ist Ostern und dann ist vierzig Tage lang die Osterzeit. An diesem Beginn sehen wir, wie die erste Kirche – alle waren sie weggelaufen, sie waren erschrocken und verängstigt – den auferstandenen Christus annimmt und mit großem Mut die Verkündigung aufnimmt. Wir sehen die Kirche, die vierzig Tage lang von Jesus vorbereitet und für ihre Mission geformt wird und dann aufbricht.

Für diese Menschen, für die Kirche, ist ab heute nichts mehr wie zuvor. Sie verändern ihr ganzes Leben, wirklich in jeder Hinsicht. Sie sind durch die Auferstehung völlig umgewandelt. Wenn wir vom neuen Leben hören, vom alten Menschen, der stirbt, und vom neuen Menschen, der geboren wird, dann seht euch diese erste Kirche an: Sie waren nicht mehr dieselben wie vorher. Indem sie die Vergebung annahmen, weil sie geflohen waren, indem sie Das Leben annahmen, das den Tod besiegt hat, begann das Leben in ihnen. Das war der erste Tag ihres Lebens.

Wir wissen, dass die Allerheiligste Jungfrau Maria und Jesus die neue Eva und der neue Adam sind. Mit der Erlösung, die durch beide gemeinsam in Gang gesetzt wurde, leiteten sie eine neue Ära ein. Das, was die Erbsünde verursacht hatte, den Zustand, den wir durch die Erbsünde angenommen haben, gibt es nicht mehr. Es gibt wieder die Möglichkeit, vollständig in das Reich Gottes einzutreten. Sie haben den neuen Bund geschlossen, eine neue Zeit begonnen. Ich weiß, dass wir das wissen, aber versucht, in eurem Inneren darüber nachzudenken.

Sie brachen als Kirche auf und hatten nur eines zu tun: zu verkünden: „Christus ist auferstanden!“ Sie hörten auf, sich Sorgen zu machen, die einen über das Fischen, die anderen über dies, die anderen über jenes. Sie mussten nur sagen: „Christus ist auferstanden!“ Denn letztendlich war das die Verkündigung der Apostel, ganz einfach. Worin lag der Unterschied, abgesehen von dieser Verkündigung? Sie lebten beieinander, sie liebten einander, sie hatten alles gemeinsam, sie lebten als ein Herz und eine Seele1. Und warum ließen sich die Menschen massenhaft taufen? Es wird von fünftausend, sechstausend, siebentausend Männern berichtet.2 Weil sie sahen, wie sehr sie einander liebten.

Sagt mir, dass sich das Leben für sie nicht verändert hat, und was das für ein Zeugnis war, das sie gaben. Sie waren keine Theologen, sie waren nicht auf dem Priesterseminar, sie hatten nicht studiert, niemand, vielleicht einige der Zwölf – Simon, der Zelot und Bartholomäus –, aber alle anderen waren wirklich einfach. Die am meisten getan hatten, waren die Hirten, die bei den Juden als die Letzten galten. Sie hatten sich alle um die Allerheiligste Jungfrau Maria versammelt, wurden vierzig Tage lang von Jesus unterwiesen, in denen Er ihnen das erzählte, was Er auch uns erzählt hat (lest das Buch „Das Universum und seine Bewohner“3). Sie warteten auf Pfingsten, dann brachen sie auf. Sie gingen zu zweit, schließlich waren die Zeiten auch anders, wahrscheinlich sahen sie einander nie wieder. Und dank ihnen sind wir hier.

Jetzt werden wir, wie sie, darum gebeten, all jene, die zum Zeitpunkt der Empfängnis Ja zu Gott gesagt haben, alle Menschen guten Willens aufzuwecken. Seht, diejenigen, die sich taufen ließen, weil sie sahen, wie sie sich liebten, waren einfach jene, die zum Zeitpunkt der Empfängnis Ja zu Gott gesagt hatten. Das Gleiche wird von uns verlangt, selbst die gleiche Art und Weise zu leben. Denkt aber an die Gnade, die wir haben: Sie ist, verglichen mit ihrer, mehr geworden, sie ist mehr geworden, weil die Zeiten der Erfüllung immer näher rücken, weil das Himmlische Jerusalem immer näher rückt, weil Jesus in seinem zweiten Kommen gegenwärtig ist. Die Schwingungen wurden höher. Erschreckt nicht vor dem Bösen, das zunimmt. Auch das ist ein Zeichen für die lebendige Gegenwart der Gnade, denn alles kommt ans Licht.

Was ist unsere Aufgabe? Unsere Aufgabe ist es zu glauben. Jede Zelle unseres Körpers muss es zur nächsten sagen und es ihr zurufen: „Christus ist auferstanden und hat die Welt besiegt!“ Es ist an uns, an all das zu glauben, was wir gesehen und gehört haben. Wir müssen es uns genauso zurufen wie unsere Zellen, wir müssen es jeder unserer Angst verkünden: „Christus ist auferstanden. Warum hast du Angst?“ Wir müssen es den anderen verkünden: „Christus ist auferstanden!“; wir müssen es jeder Prüfung, die wir haben, verkünden. Anstatt durch die Prüfung hindurchzugehen und nicht zu wissen, was wir tun sollen, sagen wir: „Christus ist auferstanden“, und gehen mit Ihm durch die Prüfung hindurch.

Warum haben wir Angst? Es ist die Prüfung, die fliehen muss, nicht wir. Wenn die Prüfung Krankheit heißt, verkünden wir der Krankheit: „Christus ist auferstanden! Du hast nicht das letzte Wort über mich. Du wirst mich dazu bringen zu sterben? Amen. Auch ich werde auferstehen. Christus ist auferstanden, ich habe mit ihm die Welt besiegt.“ Putin oder nicht Putin, das ist alles kein Problem, ich habe die Welt besiegt. Ich sage es ihm, ich sage es seinem ‚Kyrill‘, all seinen Fanatikern: „Christus ist auferstanden! Und ihr alle werdet früher oder später Rechenschaft ablegen müssen, jedes Knie wird sich vor Ihm beugen4.“

Was hilft uns, dies zu verkünden? Wir haben die Eucharistie, wir haben die Allerheiligste Jungfrau Maria, die in die Dreifaltigkeit eingegangen ist. Wir haben eine Mutter im Himmel, die beschlossen hat, hier unter uns zu sein, aber Sie ist in der Dreifaltigkeit; eine Mutter, die eine unendliche Anzahl von Versprechen gemacht hat, eine Mutter, die uns sagt, dass Sie vor Gott alles bekommen wird, was wir brauchen. Sie hat uns auch ein Versprechen gegeben: „Wenn ihr es möchtet, werde ich kommen und euch holen“5, für diejenigen, die dieses Zeichen6 tragen. Was wollt ihr noch mehr? Sagt es euren Ängsten!

Wenn ich sage, dass jede Zelle es verkünden muss, bedeutet das, dass jede Zelle sich dieser Angst stellen muss. Ihr müsst es ihr sagen, glaubt mir, dann wird das Leben beginnen, das Leben des Auferstandenen. Wir haben die außergewöhnlichen Werkzeuge7: Wenn wir an sie glauben, tun sie ihre Arbeit; nicht dass sie magisch wären, aber sie halten Fürsprache, sie beten. Lassen wir sie ihre Arbeit tun, und wir rufen: „Christus hat die Welt besiegt!“

Aber seht, der Schritt, den jeder von uns machen muss, wenn wir so leben möchten, ist jener der ersten Christen: Nichts ist mehr so wie zuvor. In dem Maße, in dem sich unsere Zellen bewusst werden, dass Christus auferstanden ist, werden sie es sein, die uns nicht mehr erlauben, so zu leben wie bisher. Euer eigener Körper wird es sein, der euch nicht mehr so leben lässt wie bisher, euer Gedanke, euer Geist, denn er wird beginnen, sich auf das auszurichten, was oben ist, wie wir vom Heiligen Paulus gehört haben8: Er wird sein Leben suchen, und sein Leben ist Christus, denn unser Leben ist begraben, es ist tot. Er wird nicht nur auf einen Samstagabend warten, sondern auf das Leben, auf Christus und dessen Wiederkunft, denn wenn Er wiederkommt, wird auch unser Leben offenbart werden. Das sind die Christen. Ich habe es gestern gesagt: Es ist keine Religion, es ist eine Art zu Leben.9 Wenn wir uns dafür entscheiden, ist das der Weg, um zu leben: wie Christus, wie Maria. Wenn wir glauben, das Christ-Sein, das Kinder-Gottes-Sein an diese Welt anpassen zu können, dann ist das lediglich anstrengend. Es wird uns nicht gelingen und uns wird es dabei nur schlecht gehen.

Der auferstandene Christus verändert unseren Gedanken, unsere Art zu sein, unsere Art zu leben. Dann ändern wir die Art und Weise, wie wir die Familie sehen, wie wir arbeiten, wie wir reden,… wir ändern alles. Es geht nicht unbedingt darum, dass wir alle beisammen sind wie die ersten Christen, sondern jeder dort, wo er ist, aber auferstanden, verändert, umgewandelt.

Wenn sein Leben als Auferstandener in mich, in uns eindringt, dann gibt es einen zwingenden Schritt, denn das ist ein Gesetz des Geistes: Dieses Leben muss überfließen, denn niemand von uns kann das Leben Christi vollständig enthalten. Dieses Leben wird uns zur Fülle bringen, aber es wird uns dazu zwingen, überzufließen, jeden in seiner Einzigartigkeit, denn es ist zu gewaltig, dieses Leben. Wenn wir versuchen würden, es in uns zu fassen, würden wir explodieren. Wir würden sterben und unser Herz würde zerspringen. Wir müssen es also weitergeben, wir müssen leben, und auf diese Weise werden wir zu Zeugen, auf diese Weise berühren wir die Menschheit, auf diese Weise erreichen wir alle. Wir erreichen sie und so werden auch wir zu Stolpersteinen. Wir werden auch jene sehen, die sich von uns trennen, von uns entfernen, und jene, die sich nähern. Das ist normal, das ist Teil des Christ-Seins.

Es ist nicht wahr, dass es uns gelingen muss, uns mit jedem zu verstehen. Ich verstehe mich mit allen, weil ich niemandem etwas übelnehme, weil ich alle liebe; aber leider gibt es Menschen, die nicht mit uns auskommen, die uns nicht wollen, so wie sie Christus nicht gewollt haben. Das ist die Aufgabe, die wir haben: dieses Leben überfließen zu lassen, seine Hände, seine Füße, seine Augen zu sein. Und Er wird alles neu machen. Aber ruft es zuerst euch selbst zu: „Christus ist auferstanden!“ Macht diese Übung wirklich wenn ihr ein Problem habt oder durch eine Prüfung hindurchgehen müsst. Lauft nicht vor den Prüfungen weg, sondern geht auf diese Weise durch sie hindurch. Gehen wir gemeinsam zum Herrn, um zu sehen, worum es geht: Er ist auferstanden, Er hat die Welt besiegt, Er wird auch diese Prüfung besiegen.

Der Wunsch, den ich an euch und an mich selbst richte, ist folgender: Mein Leben ist in Christus begraben, ich liebe Ihn, ich gehöre Christus und gemeinsam mit Ihm möchte ich für Christus, mit Christus und in Christus leben, und ich kann es, weil ich Sein bin, sonst kann ich es nicht. Ich kann Ihn nicht ausnutzen. Ich möchte, dass Er mich verwendet. Ich gehöre Christus, ich bin sein Eigentum, Er hat mich erobert und ich habe mich erobern lassen. Jetzt erlaubt Ihm, es zu tun. Legt davon Zeugnis ab. Ich wiederhole: Ich habe die Welt besiegt, nicht nur Christus, auch ich habe die Welt besiegt, mit Ihm. Ich habe den alten Menschen besiegt und warte nun auf die Neue Schöpfung. Ich warte darauf, mit Ihm verherrlicht zu werden, ich warte darauf, gemeinsam mit den Kindern Gottes zu leben, die sich wie ich für Ihn entschieden haben.

Frohe Ostern!

1 Vgl. Apg 4, 32-35

2 Vgl. Apg 2, 14-41; Apg 4, 1-4

3 Verlag Luci dell’Esodo; verlag@lucidellesodo.com

4 Vgl. Phil 2, 9-10

5 Vgl. Botschaft der Allerheiligsten Jungfrau Maria vom 31. Dezember 2019 „Feierliche Weihe an die Allerheiligste Jungfrau Maria für das Jahr 2020“, veröffentlicht im Buch „Unterwegs zur Neuen Schöpfung – Band 7, Jahr 2020“ und in der Rubrik „Botschaften – 2020“ auf dieser Webseite.

6 Siehe Rubrik „Das Zeichen ist ein Kreuz…“ auf unserer Webseite https://unterwegszurneuenschoepfung.org

7 Siehe Rubrik „Die außergewöhnlichen Werkzeuge“ auf unserer Webseite.

8 Vgl. Kol 3, 1-4

9 Vgl. Gedanken von Mauro vom 30. März 2024 „Das Fest der Heiligen Osternacht“, veröffentlicht auf unserer Webseite.