Gedanken – „Freut euch im Herrn“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. März 2019

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, das heutige Thema unserer Gedanken, das liturgische Thema ist „Freut euch im Herrn“, «Freue dich Jerusalem».[1] Den Lesungen dieses vierten Fastensonntags[2] folgend möchte die Kirche den Weg, die Punkte aufzeigen, um die Freude im Herrn zu erreichen. Wir fügen die Botschaft der Mutter der Menschheit vom 13. Juni 2017 hinzu, die uns den Weg öffnen wird und uns die Punkte aufzeigt, die zu gehen sind.

Ich nehme an und glaube, dass ihr euch alle in eurem Leben bemüht habt, euch zu bekehren, insbesondere in dieser Woche. Die Umkehr zu Gott bedeutet, auf den Ursprung des Lebens zuzugehen, sich dem Ursprung des Lebens zu nähern und das Leben erwacht. Wir begegnen dem lebendigen und wahren Gott. Und Gott, an den wir glauben, Gott von Jesus Christus hat den Plan für uns, für die gesamte Menschheit, uns allmählich zur neuen Schöpfung hinzuführen. In diesem Zusammenhang ist also unsere Umkehr zu sehen.

Der lebendige, wahre Gott ist keine Vorstellung, keine philosophische Idee und auch keine heidnische Vorstellung, ein Gott ohne Klarheit. Unser Gott ist Vater, unser Gott ist Sohn und der Heilige Geist und wir begegnen Ihm immer, wenn wir uns aufrichtig vor Ihn hinstellen. Hören wir zu.

„Meine lieben Kinder,

heute möchte ich euch sagen, dass GOTT FÜHRT UND BELEHRT. Er führt euer Leben auf vollkommene Weise, wenn ihr es Ihm erlaubt. Der Vater hat einen einzigartigen und unnachahmlichen Plan für jeden von euch und es ist immer ein Plan des Guten und des Glücks. Im selben Augenblick, in dem euch der Vater erschafft, vertraut Er euch eine Mission an und bittet euch, sie anzunehmen und mit den Mitteln und der Kraft auszuführen, die Er selbst euch geben wird. Die Entscheidung liegt bei euch und es ist eine freie Entscheidung. Entscheidet ihr euch dafür, nach den Gesetzen Gottes zu leben und seinen Willen zu tun, dann vertraut euch der Vater dem Sohn an und im Namen des Sohnes gibt Er euch den Heiligen Geist. Wenn ihr treu seid und euer Ja zu Gott in den kleinen wie in den großen Dingen fortwährend erneuert, dann nimmt eure Existenz eine ganz bestimmte Richtung an und wird vom Heiligen Geist geführt. Er ist es, der euch unablässig zu Jesus führt. Er lässt Ihn euch immer besser kennenlernen, Er erinnert euch an seine Lehre und schenkt euch die Gnade, den Verstand und die Kraft, um das zu tun, was meinem Sohn gefällt. Jesus nimmt euch im Heiligen Geist an, Er reinigt euch von jeder Sünde und gibt euch dem Vater hin. So wird euer Leben zum Wunder des Dreifaltigen Gottes, das sich mit jedem Atemzug, mit jedem Herzschlag erneuert.“

Wie wir im Evangelium in der Erfahrung des verlorenen Sohnes lesen, erlebte dieser eine Überraschung, die all seine Logik überstieg: er begegnete dem guten Vater. Wenn wir hinhören, dann spüren wir in diesem Abschnitt ein freudiges, schnelles und über die Grenzen gehendes Verhalten des Vaters. Der Vater wacht, hofft, wirft seinen Blick ab und zu auf die Wege, die zum Haus führen und in dem Augenblick, in dem er den Sohn in der Ferne sieht, läuft er zu ihm, umarmt ihn und sagt zu den Dienern: «Auf, bereitet sofort Essen zu, kleidet ihn», unabhängig davon, dass der Sohn sagt: «Ich bin nicht würdig, mich dein Sohn zu nennen, aber nimm mich als einer deiner Diener an». Der Vater hört diesen Worten nicht einmal zu und sagt: «Mein Sohn ist zurückgekehrt, er lebt». Während das das Bild ist, das Jesus überbringt, enthüllt es uns gleichzeitig das Angesicht des Vaters, das Angesicht Gottes, der nicht auf unsere Sünden sieht, sondern darauf wartet, dass wir zurückkehren, dass wir in das Erbe eintreten, das seit Ewigkeiten bereitet ist, weil Er gut ist. In unserer Offenheit fallen alle Sünden ab, alle Fehlentwicklungen richten sich aus und niemand, nicht einmal der ältere Sohn, kann diese Freude des Vaters und die Aufnahme des Sohnes verhindern.

Die Bekehrung setzt einen Weg, einen Prozess auf das Neue voraus. Gerade die Lesungen dieses Sonntags sprechen von der Neuheit. Die erste Lesung aus Josua sagt, dass dem Volk Israel die Schande Ägyptens weggenommen wurde. Das Volk trat in das verheißene Land ein, aß das Essen dieses Landes und am Tag danach gab es kein Manna mehr. Es ist alles neu, neu auch die Art zu verstehen und weiterzumachen. Gott möchte uns zur Fülle, zur Vollkommenheit führen, denn Gott ist vollkommen und erschafft auf vollkommene Art und Weise, und für jeden von uns, für die ganze Menschheit, die in Gott leben möchte, ist diese Vollkommenheit durch Jesus Christus vorgesehen.

In dieser Dynamik, die wir in der Episode um die Rückkehr des verlorenen Sohnes sehen, in dieser Erzählung fehlt eine Figur, es fehlt der dem Vater treue Sohn. Der dem Vater vollkommen treue Sohn ist Jesus Christus und Er war im verlorenen Sohn, als dieser verloren ging. Jesus Christus betete zum Vater, hat Ihn angefleht und in diesem Sohn mithilfe des Heiligen Geistes die Flammen wiedererweckt.

Für uns ist es wichtig, das zu verstehen, wenn der Heilige Paulus in der zweiten Lesung von der Neuheit spricht und uns anfleht, uns mit Christus zu versöhnen, denn nur in Christus und durch Christus sind wir, unabhängig von allen Schwierigkeiten im Leben, dazu bestimmt, die Vollkommenheit zu erreichen. Wir fragen uns, wie wir das schaffen können? Hören wir zu.

„Wisst, meine Kinder, wenn ihr Jesus liebt und euch Ihm hingebt, vertraut Er euch mir an. Ich bin eure Mutter, Jene, die jeden eurer Schritte zu Gott begleitet. Jedes Kind braucht die Stütze der Mutter, wenn es laufen lernt. Auch im geistigen Leben ist das so: Ihr braucht eine Mutter, die über euch wacht und euch stützt, damit ihr nicht fallt. Satan liegt auf der Lauer und möchte euch vom richtigen Weg abbringen, aber er kann nichts gegen mich und meine Kinder tun. Lasst also zu, dass ich euch begleite und seid keine starrköpfigen Kinder, die meine Hand zurückweisen und hinfallen. Ich liebe euch und wünsche mir nur euer Heil und euer Glück.“

Gott bringt uns im Schoß der Mutter durch den Heiligen Geist hervor. Wie der Heilige Geist auf Maria herabgekommen ist, so wird jeder von uns, wenn er sich dazu entscheidet, nach den Gesetzen Gottes zu leben, von der Mutter angenommen und durch ihre Unbeflecktheit, durch ihre Fürsprache – denn Sie ist die Mutter der Menschheit – kommt der Heilige Geist herab, um uns den Weg zu Jesus Christus zu zeigen.

An diesem Punkt ist es grundlegend, die Mutter nicht als Mütterchen für unsere Interessen zu verwenden. Sie bittet uns: „Lasst also zu, dass ich euch begleite“, wohin? Zum Sohn. Sie sagt auch: „Satan liegt auf der Lauer und möchte euch vom richtigen Weg abbringen, aber er kann nichts gegen mich und meine Kinder tun.“ Wer sich dem Unbefleckten Herzen Mariens anvertraut ist geschützt, denn Satan hat keine Möglichkeit in das Herz Mariens einzutreten. Um die Muttergottes herum sind die Kinder, die unbefleckt sein möchten und heute ist das ganze Universum mit uns auf dem Weg zur Unbeflecktheit. Eine Kirche ist dabei zu entstehen, mit der Gabe der Unbeflecktheit und Satan wird es in dieser Kirche nicht aushalten. Es liegt in unserer Verantwortung, Maria, unsere Mutter, den Heiligen Josef, unseren Vater anzunehmen, wie uns gesagt wurde: zwei Herzen wie zwei große Filter, durch die sich in uns alles filtert, was nicht von Gott ist. Wie in Maria möchte der Heilige Geist auch in uns wirken, um das Leben in uns zu erwecken. Hören wir zu.

„Gott belehrt euch auf viele Weisen. Vor allem schenkt Er euch die Erkenntnis, die ihr benötigt, um in Harmonie mit Ihm zu leben und seinen Willen zu tun. Euer Geist ist der Tempel Gottes und hier wirkt der Heilige Geist, um euch zu führen und zu unterweisen. Lernt auf das zu hören, was euch der Heilige Geist rät, denn Er wirkt unablässig in euch. Vor jeder Entscheidung, die ihr treffen müsst und bei jeder Situation, der ihr entgegentreten müsst, ist der Heilige Geist bereit, euch mit seinem Licht zu helfen. Leider sind es wenige, die Ihn suchen und auf Ihn hören. Macht es nicht auch so! Ihr seid fähig, auf die Bedürfnisse eures Körpers zu hören, wenn ihr Hunger habt, aber ihr versteht es nicht, auf die Bedürfnisse eurer Seele zu hören, wenn sie euch um geistige Nahrung bittet.

Versteht es, auf die göttlichen Impulse in euch zu hören und ihr werdet fähig sein, das Gute zu wählen und das Böse zu vermeiden. Es ist nicht schwer, es reicht, offen dafür zu sein, den Willen Gottes zu tun und besonnener und stiller zu sein. Das Leben auf der Erde ist zu einem ständigen Wettlauf mit unbestimmtem Ziel geworden. Alles scheint unentbehrlich zu sein, außer Gott, aber so ist es nicht. Dreht eure Werteskala um und setzt Gott an die erste Stelle. Dann bittet Ihn, Er möge euch helfen, ein auf allen Ebenen gesundes Leben zu leben und seid bereit das zu ändern, was euch daran hindert, vor Ihm zu stehen. Wartet mit Vertrauen und Gott wird euch zeigen, was zu tun ist. Er wird es euch auf unmissverständliche Weise zu verstehen geben. Gott antwortet immer; es ist der Mensch, der nicht bittet.“

Leider kennen viele den Geist nicht und auch nicht den Geist Gottes. Heute haben viele Angst davor, in der Stille zu sein, sie wissen nicht, was sie tun sollen und gerade in der existenziellen, jungfräulichen Stille offenbart sich die Stimme des Heiligen Geistes, jene Impulse, die unser Leben umwandeln.

Die Muttergottes spricht davon, die „Werteskala umzudrehen und Gott an die erste Stelle zu setzen“, an erster Stelle in unserem Innersten. Und was machen wir dann? Gott ist es, der uns hilft. Wenn wir Ihn lieben, an Ihn glauben, wenn wir Ihn in uns suchen, dann ist Er es, der uns aufweckt, der in uns aufersteht und uns auferstehen lässt.

„Gott belehrt euch auch, indem Er euch zu beten lehrt. Kinder, das Gebet ist eine ununterbrochene Beziehung mit Gott, eine Beziehung der Liebe, wo Gott euch und ihr Ihn sucht. Sucht Gott während eures Tages, sucht Ihn mit Liebe in euren Gedanken, übergebt Ihm eure Mühen und eure Freuden. Fühlt euch frei, euch so an Ihn zu wenden, wie ihr könnt und wie ihr es versteht; Gott zwingt euch nicht dazu, Formeln zu sprechen, die euch belasten. Gott liebt die Freiheit. Lasst euch vom Heiligen Geist führen und Er wird in euch das wahre Gebet hervorquellen lassen. Durch den Heiligen Geist wird Jesus selbst dem Willen des Vaters entsprechend in euch beten. Dann werdet ihr die Macht des Gebetes entdecken und nichts wird euch mehr unmöglich sein. Ich möchte euch dabei helfen, die Größe Gottes in euch zu entdecken, denn ich bin eure Mutter und habe keinen anderen Wunsch, als euch die Liebe zu offenbaren, die die Allerheiligste Dreifaltigkeit für jeden von euch hegt.

Ich bin in jedem Augenblick bei euch und segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

„Kinder, das Gebet ist eine ununterbrochene Beziehung mit Gott, eine Beziehung der Liebe, wo Gott euch und ihr Ihn sucht.“ Vom Heiligen Geist geführt sind wir immer auf den Sohn ausgerichtet, der uns zum Vater führt. Eines ist sicher, damit, etwas aufzusagen, treten wir nicht in das Reich Gottes ein. Es wäre absurd, in die neue Schöpfung einzutreten und dabei auswendig Sätze aufzusagen. Das versteht ihr. Auch hier müssen wir die Werte umdrehen und all das, was uns vorgeschlagen wird – Verzicht, Gebet – führen zum innerlichen Zuhören, damit wir uns durch die Wünsche des Heiligen Geistes, der uns immer mehr mit dem Sohn vereint, erheben. Aber unser Wunsch muss der sein, den Willen des Vaters zu erfüllen, den Er uns durch den Sohn offenbart. Wenn wir innerlich diese Haltung haben, dann leben wir wirklich, dann pulsieren wir innerlich, dann kommunizieren wir immer mehr mit Gott und das wird in der neuen Schöpfung vollkommen sein, ohne Aufsagen, ohne Manna, ohne bestimmte Formeln. Es wird alles neu sein.

Wir befinden uns in dem Jahr, in dem die Evangelisierung der Erde vonseiten der außergewöhnlichen Werkzeuge und der ganzen Kirche des Universums begonnen hat. Wenn wir an dieser Evangelisierung teilhaben möchten, müssen wir uns in diese Richtung bewegen, denn dieses Osterfest möchte uns auf besondere Weise nähren.

Gott Vater hat seinen Sohn gesandt, um uns mit seinem Wort zu nähren, aber auch mit der Eucharistie, um uns ständig mit Seinem Blut zu reinigen, uns ständig zu vergeben, ständig den Heiligen Geist auf uns auszugießen, wenn wir unsere Umwandlung ernst nehmen. Das ist die Einladung dieses Tages.

Wenn wir innerlich für den Heiligen Geist offen sind, dann beginnt in uns die Freude immer schöner und vollkommener hervorzuquellen, die Liebe immer reiner. In uns quillt die Fähigkeit hervor zu vergeben und es scheint normal: sich selbst zu vergeben, den anderen zu vergeben, es dem Sohn Gottes gleich zu tun. Das ist die Neuheit, die wir heute in die Kirche bringen, in die gesamte Menschheit.

Wir begleiten euch und bemühen uns, dem treu zu sein, worum wir gebeten wurden.

Wir segnen euch heute, damit in jeden von euch die Freude des Herrn eintreten möge, dass ihr Tag für Tag neue und immer reichlichere Früchte erfahren könnt, Früchte des Heiligen Geistes, alle Versprechen, die uns im Sohn gegeben wurden, damit wir uns jeden Tag dem Vater mehr annähern und das Leben ständig genießen können, das von Ihm durch den Sohn im Heiligen Geist herabkommt, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Eröffnungsvers des 5. Fastensonntags: Jes 66,10-11

[2] Vgl. erste Lesung: Jos 5,9a.10-12; zweite Lesung: 2Kor 5,17-21; Evangelium: Lk 15,1-3.11-32

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