Gedanken – Unsere Berufung im Christentum

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. Oktober 2018

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, in diesen Monaten befinden wir uns in einer intensiven Vorbereitung auf die Evangelisierung der Erde, die im Gange ist, die aber, wie ich glaube, im nächsten Jahr an Intensität zunehmen wird, und es ist wichtig, unsere Berufung und das Besondere unsere Berufung im Christentum zu betrachten.

Der Vers vor dem heutigen Evangelium beschreibt diese Antwort: «Jesus Christus ist gekommen, um zu dienen und sein Leben für das Heil vieler zu geben.»[1]

Die vorhergehenden Lesungen des Propheten Jesaia beschreiben auf allgemeine Weise einen Gerechten, den Diener des Herrn und der Prophet sagt: «Vor seinen Augen wuchs er auf wie ein junger Spross, wie ein Wurzeltrieb aus trockenem Boden». Wir haben hier zwei Aspekte: vor dem Herrn stehen, und der andere Aspekt: auf trockenem Boden. Der Diener des Herrn hat die Mission erhalten. «Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen Knecht, er rettete den, der sein Leben als Sühnopfer hingab. Er wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen.»

Die Christen haben sofort verstanden, dass sich diese Prophezeiung in besonderer Weise auf Jesus Christus bezieht, der der Hohepriester ist, der den Weg durch die Himmel geöffnet hat, der Mitleid mit uns gehabt hat, der in allem auf die Probe gestellt wurde, der gesiegt hat und jetzt können wir uns „mit völligem Vertrauen dem Thron der Gnade nähern, um Erbarmen zu erhalten und Gnade zu finden und im rechten Moment Hilfe zu erlagen.»

Und das Evangelium spricht vom Dienst am Leben, vom Dienst in der Menschheit der Erde … jemandem zu dienen, auf sozialer, psychologischer, medizinischer Ebene, es gibt verschiedene Dienste. Hier handelt es sich um einen besonderen Dienst: an der Taufe Jesu teilzunehmen, den Kelch Jesu zu trinken, ihn mit Jesus zu trinken und diesen Dienst zu leisten.

Auf unserer Berufung wird nicht gehört, unseren Predigten wird nicht zugehört nicht weil wir von der Existenz der Menschen im Universum sprechen oder weil wir von neuen Dingen sprechen. Die Verschlossenheit unseren Predigten gegenüber liegt darin, dass sich die Menschen nicht für die völlige Wahrheit, für das völlige Leben öffnen möchten, weil sie automatisch dazu gezwungen werden, ihr Leben zu ändern, ein Leben loszulassen, in das sie eingetaucht sind, in dem sie Wurzeln geschlagen und den Sinn ihres Lebens gelegt haben. Unsere Predigten ändern die Richtung, sie provoziert bis ins Letzte. Andererseits ist es unsere Berufung eine Antwort zu geben, in alle Schattierungen dieser Berufung einzutreten. Nur wenn wir in alle Schattierungen dieser Berufung eintreten, wird das Licht in uns und durch uns erstrahlen und es wird ein Licht sein, das fähig ist, die Finsternis zurückzuweisen und jene anzuziehen, die das Licht lieben.

An diesem Punkt muss ich sagen, dass wir als Menschheit immer mehr in eine Verwirrung eintreten. In diesen Tagen hat uns die Muttergottes gesagt: „Die Menschheit wird ins Chaos eintreten“, und wir sehen bereits chaotische Erscheinungen. Wo reiht sich also unsere Evangelisierung ein? Sie reiht sich ein, diese Verwirrung aufzudecken, durch diese Verwirrung hindurchzugehen, sich in einer Wahrheit zu verwurzeln, weshalb uns keine Verwirrung verunsichern kann. Sie führt uns dazu, alle Antworten über den Sinn unseres Lebens in uns zu haben. Dann finden wir entsprechend der letzten Botschaft der Muttergottes vom 13. Oktober unsere Identität. Unsere Identität ist in Christus, aber nicht auf allgemeine Weise, sondern auf einzigartige Weise. So wie jeder von uns einzigartig ist im Universum, so folgt auch die Einzigartigkeit unserer Berufung der Einzigartigkeit eines jeden von uns. Darin müssen wir eintauchen, um eine Antwort geben zu können und es wird uns klar werden, dass Gott alles ist in uns.

Ich möchte mich einer Botschaft bedienen, die wir am 6. Januar 2017[2] auf der Webseite veröffentlicht haben, in der die Muttergottes sagt: „Ich offenbare euch Jesus, damit ihr Ihn anderen offenbart.“ Und Sie fährt fort: „Das größte Geschenk, das sich Jesus von euch erwartet, ist euer Leben. Euer Leben enthält alles: den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gott erwartet sich das von euch und auch ich erwarte mir das. Und in dieser ganzen Hingabe des Lebens an Gott ist das Licht, das Sie schenkt. Was bedeutet das, das Leben hinzugeben? Weil Sie damit endet, dass Sie wünscht, bei uns zu sein, dass Sie für uns das Leben mit uns hingeben wird und sich erwartet, dass wir das Leben mit Ihr aufopfern. Das sind nicht einfach nur Worte. In diesen Worten ist die ganze Dreifaltigkeit um uns, wir befinden uns in der Gemeinschaft der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, weil wir in unserer Identität durch die Unbefleckte zu Christus gelangen und dann sind wir im Heiligen Geist mit dem Vater vereint. Aber das Licht, das durch uns geht, ist die reine Liebe. „Wisst, Kinder, dass kein Geschöpf in sich die reine Liebe hat, wenn es sie nicht von Gott geschenkt bekommt. Ihr müsst Jesus darum bitten, dass Er euch die wahre Liebe schenkt.“ Wie können wir darum bitten? Wir müssen sie uns mit ganzem Herzen wünschen. Und wie können wir diesen Wunsch in uns wachsen lassen? Indem wir ein hingegebenes Leben leben wie Jesus. Wie viele Christen sind sich bewusst, möchten sich dessen bewusst sein, dass das der Sinn ihres Lebens ist? Miterlöser zu sein. Auch diese Worte: „Das größte Geschenk, das sich Jesus von euch erwartet, ist euer Leben.“ … die Hingabe des Lebens trägt in sich den Glauben, die Hoffnung und die Liebe, sie hat drei reine, unbefleckte Tugenden. Und Jesus hat nicht irgendein Leben aufgeopfert, Er hat das unversehrte, makellose Leben mit dem Vater aufgeopfert durch das Leiden, durch die Prüfungen, durch den Tod und durch die Auferstehung; ein Leben, das das Gift des Todes, das Gift Satans und das Gift des Bösen besiegt hat.

Kehren wir noch einmal zur reinen Liebe zurück. Wir können sie nur dann haben, sie uns wünschen, darum bitten, wenn wir sie leben wollen und das ist die Geliebte Liebe, sonst wird die Liebe mit Großbuchstaben in uns nicht geliebt und wir sind keine authentischen Kinder, dann erreichen wir unsere Identität in Gott nicht, weder als Einzelne noch als Zellen oder in der Stiftung[3]. Dann erreichen wir die Identität in der Fülle nicht. Das Kennzeichen aller großer Heiliger, insbesondere sichtbar im Heiligen Franz von Assisi, ist diese reine Liebe, eins zu sein mit Christus und das Leben hinzugeben, um für die Sünden zu sühnen – sühnen ist vielleicht ein Wort, das nicht gefällt – das Böse zu besiegen.

Ich glaube, dass jeder von uns für diese Zeit vorgesehen ist, für diese Berufung, für diese Mission und gleichzeitig ist die Berufung jene, um die auch wir in der Zentralen Zelle gebeten wurden, die Sünden der Welt, des Universums zu tragen, um das Böse zu besiegen, um unversehrt und siegreich mit Christus aufzusteigen, wie die Offenbarung nach Johannes sagt. An diesem Punkt fängt in uns die reine Liebe zu strahlen an, wie der Heilige Paulus sagt, das „Band der Liebe“[4], das alle vereint, den Glauben, die Hoffnung, die Liebe; es vereint die Demut, den Frieden, die Weisheit, es vereint alles in uns. Und ihr könnt also sehen, dass sich jeder von uns in dieser reinen Liebe in seiner Identität rein und unbefleckt offenbart, was bedeutet unversehrt und erfüllt.

Ich halte es für sehr wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden und dass wir uns bemühen, das in diesen Zeiten wirklich bis ins Letzte zu leben, weil wir, wie ich gesagt habe, in Zeiten des Chaos eintreten werden, wo das Wirken Satans durch seine Werkzeuge, durch den Antichristen sich ganz stark und auf esoterische Weise ausdrücken wird. In der Esoterik ist die ganze falsche Spiritualität zu finden, die ganze oder teilweise Unterwerfung an den Dämon, an Luzifer. Und unsere Antwort auf die Evangelisierung der Erde mit den Schwestern und Brüdern des ganzen Universums wird sich im völligen Licht ausdrücken, wie auch der Heilige Michael sagte, dass wir erstrahlen müssen[5]: das ist die reine Liebe.

Dann gefallen mir die Worte der Muttergottes: „Ich werde bei euch sein, für euch beten und mich für euch aufopfern, damit euch mein Herr mit seiner Liebe erfüllen möge. Gebt mir all eure Gebete, eure Absichten, eure Gedanken und eure Wünsche; ich werde sie von jedem Egoismus reinigen und sie Gott darbringen, und ich werde nur um das bitten, was das Beste für euch ist. Ich bitte euch, an meinem Opfer teilzunehmen und ich werde an eurem teilnehmen.“ Auch dieser Abschnitt ist sehr wichtig, weil er uns über unsere spirituellen Ideen hinausbringt. Es gibt einen Egoismus, der sozusagen fleischlich, materiell ist, aber es gibt auch einen spirituellen Egoismus, auch in den Christen und dieser spirituelle Egoismus ist Esoterik auch wenn er sich mit der christlichen Spiritualität vermischt. Wir können ihn nicht mit unseren Ideen, mit unseren Vorstellungen entlarven; wir können nur alle Probleme der Muttergottes anvertrauen mit dem Wunsch, dass unser Opfer eins sei mit dem Ihren in Christus; das ist der einzige Weg, es gibt keinen anderen.

All jene also, die sich von der Verführung dieser Welt befreien wollen, von der Verführung, die sich überall ausbreitet: mittelmäßige Christen, die an Jesus Christus glauben, Ihn aber in eine Ecke stellen und ihn sogar zudecken, damit die Besucher Ihn nicht sehen. Das ist, was sich im Inneren eines Christen befinden kann, wenn die menschlichen Interessen im Mittelpunkt stehen und die Berufung Jesu Christi verborgen, in einer Ecke versteckt ist.

Mit der Qualität unseres Lebens beginnt die Qualität der Evangelisierung. In dieser Dimension könnt ihr gut sehen, dass sich die Erzengel, die Engel, die treuen Schwestern und Brüder und das Werkzeug der Zentralen Zelle einfügen und das ist Aufgabe und der Prozess des kosmischen Pfingsten. Ich frage euch also: Beginnen wir heute? Fangen unsere Häuser-Heiligtümer an; möge unser Gewissen ständig durch die reine Liebe überprüft werden, wo wir nicht für uns selbst leben, sondern für Gott durch das Unbefleckte Herz Mariens und diese reine Liebe den Schwestern und Brüdern aller Dimensionen überbringen, die sich im Mystischen Leib Christi befinden und auch jene, die noch außerhalb des Mystischen Leibes Christi sind. Hier können wir unsere Ängste und Komplexe überwinden, und wie wir in der Kollekte gebetet haben, entsteht hier aus der Großzügigkeit Gottes für uns unsere Großzügigkeit. Es dient uns, wie wir in allen großen Heiligen sehen, uns füreinander vollkommen Gott hinzugeben und hier erblüht unsere Vaterschaft, unsere Mutterschaft in Gott, die Leben hervorbringt.

Und ich segne euch, damit der Heilige Geist auf euch herabkomme, jeden von euch in seiner Originalität, in seiner Identität und seiner Einzigartigkeit erleuchte; Er erleuchte jede Zelle, jedes Haus-Heiligtum in seiner Besonderheit; Er erleuchte die ganze Stiftung, damit es eine vereinte, gemeinsame Berufung und Antwort geben möge, um den Prüfungen dieser Zeit entgegentreten zu können, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Lesungen vom 29. Sonntag des Jahreskreises, B: 1. Lesung Jes 53,10-11; Psalm 33; 2. Lesung Heb 4,14-16; Evangelium Mk 10,35-45.

[2] Vgl. Botschaft der Muttergottes vom 6. Januar 2017 mit dem Titel „Nehmt an meinem Opfer teil und ich werde an eurem teilnehmen“, die auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org veröffentlicht wurde.

[3] Stiftung „Festung der Unbefleckten“

[4] Vgl. Kol 3,14

[5] Vgl. Botschaft des Heiligen Erzengels Michael vom 5. Januar 2017 mit dem Titel: „Erstrahlt wie Sterne Christi“

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