Kirche Jesu Christi des Universums
von Mauro
(übersetztes Audio)
27.1.2024
2Sam 12, 1-7. 10-17; Ps 51(50); Mc 4, 35-41
In dieser Vigilfeier weihen wir Europa feierlich dem Unbefleckten Herzen von Maria, der Miterlöserin. Wir weihen Europa und bringen uns gemäß den Anliegen der Allerheiligsten Jungfrau Maria für Europa dar. Wir tun dies, weil uns unser Herr Jesus Christus darum gebeten hat. Es ist eine Bitte, die sich aus der Zeit ergibt, in der wir leben, es ist eine Bitte, die von Ihm kommt, der hier in diesem, seinem zweiten Kommen gegenwärtig ist. Und es erscheint mir klar, dass Er uns mit dieser Bitte noch einmal dazu drängt, uns nicht um uns selbst, um unsere Bedürfnisse, um unsere Probleme zu drehen, sondern uns dazu drängt, die jetzige Zeit, das Ende der Zeiten und die Situationen, die wir erleben, immer mehr und immer besser zu verstehen. Er drängt uns dazu, die Ereignisse mit Verantwortung, mit einer Reife zu betrachten und dabei auch unsere besondere Berufung für diese Zeit, in diesen Ereignissen zu sehen, damit nicht auch wir Gefahr laufen, wie zur Zeit von Noach1 oder Sodom und Gomorra2 zu handeln: Sie beteten, sie heirateten, sie kauften und verkauften bis Gott dem Ganzen ein Ende setzte.
Wir dürfen uns von den Ereignisse nicht erdrücken, nicht mitreißen lassen, wie sie den Großteil der Menschheit mitreißen werden. Unsere Aufgabe ist es vielmehr, gemeinsam mit Ihm, gemeinsam mit der Kirche des ganzen Universums auf diese Ereignisse Einfluss zu nehmen, an ihnen teilzunehmen.
Ich weiß, dass ich mich an die Kirche Christi, an Frauen und Männer richte, die sich für Gott entschieden haben und sich völlig für Ihn entscheiden möchten. Sie möchten die vielen Götzen, die diese Welt anbietet, endgültig loslassen. Ich sagen nicht, dass wir sie losgelassen haben, denn ich glaube, man würde mir sagen: „Du lügst“, aber ich denke, wir alle möchten den Geist dieser Welt loslassen. Das ist unser Weg: die Götzen loszulassen. Den Geist dieser Welt loszulassen ist das Gleiche, alles, was uns die Welt mit ihrer Verführung, mit der Diktatur der Esoterik ständig anbietet, manchmal auch, um uns zu verwirren. Manchmal versucht sie, uns mitzureißen.
Ich weiß, dass ich mich an Menschen wende, die das nicht möchten; Menschen, die sich völlig dafür entschieden haben, dass das Leben darin besteht3, sich für den Vater und für Denjenigen zu entscheiden, den der Vater gesandt hat. Und dafür haben sie viele Male ihr Leben Jesus durch das Unbefleckte Herz Mariens dargebracht und jedes Mal sind sie tiefer eingetaucht in die Erkenntnis des wahren Gottes. Ich glaube, dass jeder von uns bezeugen kann, dass gerade durch diese Hingabe, dadurch, das Leben durch Maria den Händen Gottes zu überlassen, ein Prozess begonnen hat, der immer intensiver wird, der sein eigenes Tempo hatte, aber jetzt davonläuft; ein Prozess, der jeden von uns ins Gebet bringt, wie es die Allerheiligste Jungfrau Maria in Medjugorje wollte. Sie bringt uns dazu zu beten, Sie bringt uns dazu, immer öfter Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen zu wollen; immer mehr seinen Gedanken kennen zu wollen, um ihn umsetzen zu können, ihn zu kennen, um nicht mehr vom Angesicht Gottes wegzulaufen.
Auch hier sage ich, seien wir ehrlich: Wir laufen vor dem Angesicht Gottes weg; wir haben es getan, obwohl wir es nicht möchten. Das ist ein Weg – und auch hier können wir das bezeugen –, der uns befreit. Jesus ist gekommen, um die Gefangenen zu befreien4 und der, der Ihm freie Hand lässt, wird befreit. Wir werden befreit vom Geist der Welt, von uns selbst; befreit von all dem, was wir nicht brauchen, von allem, was nur eine Last, was nur anstrengend ist, von allem, was künstlich leuchtet. Es ist ein Weg, der uns erfüllt und gleichzeit in uns eine Sehnsucht, eine Suche erweckt, die Suche nach Gott. Es ist ein Weg, der uns in den Geist führt, aber vom Geist ausgeht. Das mag wie ein Widerspruch erscheinen, aber so ist es: Alles beginnt im Geist und führt uns zurück zum Geist. Aber es ist konkret, nicht einfach aus der Luft gegriffen. Der Impuls geht vom Geist aus, der ihn der Seele und die wiederum dem Körper mitteilt, damit der Körper den Impuls umsetzt. Es ist konkrekt – das gilt für das Christentum, gerade weil es vielleicht nicht verstanden wurde –, es ist ein Weg, der zum Wohl des Menschen führt, nicht dazu, den Menschen zu versklaven, aus ihm einen armen Kerl zu machen. Er führt den Menschen dazu, seine Würde zu finden, seine Fülle, sich bewusst zu werden, dass er ein Kind Gottes ist und dass er darin alles findet. Dieser Weg führt zum Guten in seiner Gesamtheit.
Wenn wir diese Zeiten betrachten und gerade von der Notwendigkeit hören, Europa zu weihen, im Bewusstsein, wo wir uns befinden und wie schnell die Zeit vergeht, dann glaube ich, dass wir uns alle immer mehr bemühen müssen, alles zu geben, dass wir uns noch einmal anstrengen müssen, nichts zurückzubehalten, nichts aufzuschieben, sondern uns diesem Leben aus Liebe zu Gott zu stellen; uns dem Leben zu stellen, indem wir alles geben und ein für alle Mal den alten Menschen loslassen.
Jesus hat uns, als Er uns darum bat, Europa zu weihen, auch gesagt, dass die Ereignisse dieses Jahres ALLE ABSCHLIESSENDE EREIGNISSE sein werden. Ich überlasse es euch, darüber nachzudenken. Wir wissen, dass Er uns, um alles zu geben, nur um zwei Dinge bittet: Treue und Einfachheit. Die Treue, und darüber haben wir schon oft gesprochen, ist der Glaube an sein Werk, der Glaube an seine Gegenwart, die Gewissheit, dass, Ihm unser Leben durch die Allerheiligste Jungfrau Maria gegeben zu haben, das Beste ist, was wir tun konnten; die Gewissheit, dass Er die Geschichte lenkt, dass Er jeden von uns führt; und es ist auch die Treue dem gegenüber, worum Er uns bittet, in der Einfachheit. Wenn ich also sage „alles zu geben“, „uns so viel wie möglich zu bemühen“, dann jeder so, wie es ihm möglich ist, wie es seiner Einzigartigkeit entspricht. Jeder weiß in seinem Innersten, was er zu tun hat, aber möge er es tun, indem er dem Herrn in die Augen sieht, möge er dabei alles geben und nicht weglaufen.
Ich denke, dass allen klar ist, dass niemand mehr in der Lage ist, Europa und die Welt zu retten, eine Lösung zu finden. Nur Jesus Christus kann das. Nur Er weiß, was zu tun ist. Aus diesem Grund bringen wir uns gemäß den Anliegen der Allerheiligsten Jungfrau Maria dar, denn alles, was der Sohn weiß, weiß auch die Mutter, alles was die Mutter weiß, weiß auch der Sohn, und die Anliegen von Maria gehen direkt in die Allerheiligste Dreifaltigkeit ein.
Da wir jedoch wissen, dass nur Jesus uns rettet, ist es an uns, als lebendige Eucharistie zu leben. Was bedeutet das? So zu leben wie Er. Es hat keinen Sinn wegzulaufen, zu sagen: „Aber ich bin nicht Jesus, ich kann nicht, ich…“ Lebendige Eucharistie ist derjenige, der immer von Angesicht zu Angesicht mit Gott lebt, der immer in dieser Hingabe lebt, der immer wie der eucharistische Jesus lebt: als gebrochenes Brot; der immer und in allem die Hingabe lebt, um zu geben, in der Perspektive der Hingabe, des Opfers. Die Eucharistie ist Brot, das sich hingibt, Gott, der sich hingibt. Nachdem Er lebendig ist, geschieht dies im Leben. Gelegentlich wurde uns gesagt, seine Hände, seine Augen, seine Stimme, seine Füße zu sein. Das heißt also, Er zu sein, Ihm zu erlauben, in uns zu leben: das ist lebendige Eucharistie. Es bedeutet, Ihm immer von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen, sich umwandeln zu lassen, sich vom Heiligen Geist umwandeln und vom Vater neu erschaffen zu lassen, denn die ganze Dreifaltigkeit ist am Werk, und der, der lebendige Eucharistie ist, lässt der Dreifaltigkeit jede Freiheit.
Mit anderen Worten bedeutet es, wie Nikodemus gesagt wurde, von oben geboren zu werden.5 Aber auch hier braucht es Glauben. Was bedeutet Glauben? Es bedeutet, dass wir wirklich in jedem Augenblick des Tages glauben, dass dieses Werk in uns geschieht, immer, und dass alle Situationen, die wir vor uns haben, dafür da sind, damit das Wirken des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes funktioniert. Wir müssen den Herrn nicht wer weiß wo suchen, wir müssen glauben, dass Er auf diese Art und Weise in allen Situationen unseres Lebens wirkt, in allen, wirklich in allen. Und gerade dort sind wir lebendige Eucharistie. Seht, es handelt sich nicht darum, nach unseren eigenen Mitteln zu greifen, es handelt sich nicht darum, Jesus nachzuahmen, sondern Ihn frei handeln zu lassen. Das ist ein Unterschied.
Gelegentlich höre ich folgende Frage, sicher eine schöne Frage, aber ich denke, wir können noch weiter gehen: „Was würde Jesus an meiner Stelle in dieser Situation tun?“ Das ist eine schöne Frage, die hilfreich ist, aber ich denke, dass es noch tiefgehender ist zu sagen: „Ich lasse Jesus freie Hand in dieser Situation.“ Dann überlegen wir nicht, was Er getan hätte, denn bereits in dem Moment, in dem wir darüber nachdenken, haben wir eine eigene Meinung dazu. Die Antwort, die wir bekommen, ist nicht ganz sauber. Wir müssen Ihm also freie Hand lassen.
Daher kann uns jede Situation umwandeln. Jesus weiß, welche das ist, Er weiß, welche für uns nützlich ist, Er weiß, welche wirklich jene Schritte sind, in denen wir uns selbst absterben und in denen uns die Dreifaltigkeit umwandeln kann. Wenn Er nicht freie Hand hat, sind die Schritte, die wir machen, immer eine Flucht vor dem geraden Weg. Die besten Situationen sind die des täglichen Lebens, wo wir an unsere Grenzen stoßen. Dort müssen wir Jesus freie Hand lassen und sie annehmen. Ich möchte mich nicht wiederholen, ich habe es euch schon so oft gesagt, aber in dem Moment, in dem wir alles geben möchten – in dieser feierlichen Weihe – geht es gerade darum, Jesus freie Hand zu lassen. Bei unseren Problemen, in all jenen Situationen, in denen wir sagen: „Ich schaffe es nicht“, ist es verständlich, es nicht selber zu schaffen. Wir müssen Jesus freie Hand lassen und dürfen nicht weglaufen. Es wird von uns nicht verlangt, Helden zu sein, aber wir dürfen auch nicht weglaufen. Manchmal ist das Einzige, worum wir gebeten werden, die Situation auszuhalten.
Es sind die alltäglichen Dinge. Ich denke, dass uns allen klar ist, dass wir, wie der Heilige Paulus6, tun, was wir nicht möchten und es uns nicht gelingt, das zu tun, was wir möchten. Verstecken wir uns aber nicht hinter diesen Worten, das sagte auch der Heilige Paulus. Tun wir das, was auch der Heilige Paulus getan hat, und zwar: „Also will ich mich meiner Schwachheit rühmen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. Wenn ich schwach bin, muss Christus eingreifen.“7 So sollen wir leben. Nachdem wir die Dinge kennen, die wir tun, obwohl wir es nicht möchten, sollten wir dort versuchen, Christus freie Hand zu lassen, ohne uns zu rechtfertigen. Ich sage euch, dass Er bereit ist, sofort einzugreifen, sobald wir Ihm die Gelegenheit dazu geben. Auf diese Weise werden wir umgewandelt. Es geht nicht darum, schwierige Dinge zu suchen. Wenn wir nach schwierigen Dingen suchen, geht es mehr oder weniger immer darum, unseren Hochmut, unseren spirituellen Hochmut zu befriedigen. Es geht aber darum, das zu leben, was für uns vorgesehen ist, gemeinsam mit Christus, der manchmal gekreuzigt wird, aber wenn wir dieses Kreuz mit Ihm annehmen, erhalten wir eine Gnade, die unbezahlbar ist. Gerade in den Problemen, den Krankheiten können wir sie noch leichter annehmen, weil sie stärker zu spüren ist.
Mit einfachen Worten, und ich spiele nicht den Romantiker: Liebt immer. Versucht, immer zu lieben, immer. Nicht nur ab und zu, immer, jeden. Versucht, nie einen negativen Gedanken zuzulassen, versucht, immer den Gedanken Christi zu vermitteln, wenn ihr an jemanden denkt, sogar an Luzifer. Versucht, immer den Gedanken Christi weiterzugeben. Macht es untereinander, ohne euch um Luzifer zu kümmern. Liebt immer, segnet immer. Wenn ihr schlecht behandelt werdet, liebt den, der euch schlecht behandelt. Liebt euch untereinander, ihr müsst nicht weit ausholen. Manchmal behandeln wir uns auch gegenseitig schlecht, in der Familie. Liebt.
Wenn Schwierigkeiten, Prüfungen, Krankheiten auftauchen, bedankt euch, BEDANKT EUCH. Versucht es. Legt es nicht darauf an, aber wenn sie auftauchen, bedankt euch. Es bedeutet, dass das euer Weg ist. Das darf euch nicht davon abhalten zu versuchen, gesund zu werden, um Gottes Willen!, aber beginnt damit, euch zu bedanken. Das ändert alles, es ändert alles!
Wenn wir gekränkt werden, bedanken wir uns und segnen diejenigen; wenn wir für Dummköpfe gehalten werden, bedanken wir uns und segnen. Lasst uns jede Prüfung, jeden Schmerz als eine wertvolle Perle annehmen, eine Perle! Der erste Schritt ist, und manchmal müssen wir uns Gewalt antun, um ihn zu machen, gerade dieses „Danke“, „Ich weiß, dass es gut für mich ist, dass es mir nützt“. Denkt nicht jetzt an das, was danach geschieht. Wenn wir die ersten Schritte nicht richtig machen, geht alles schief, geht alles in die falsche Richtung.
Ich sage euch, dass wir bei einer derartigen Haltung meistens – meistens, nicht immer –, wenn der Dank wirklich von Herzen kommt, um nichts weiter gebeten werden, da Er uns nur auf die Probe stellt, wie Er es mit Abraham gemacht hat. Gott ließ nicht zu, dass Abraham Isaak tötet, aber Er bat ihn darum.8 Ich weiß nicht, ob ihr das versteht. Wenn der Dank aufrichtig ist, dann ist das Problem zu 99 % gelöst, auch deshalb, weil wir uns selber verändert haben.
Für diejenigen, die Christus lieben, die Gott lieben, gereicht alles zum Guten9, alles, denn alles bedeutet, an seinem Wirken teilzunehmen. Teilzunehmen, uns Ihm durch die Allerheiligste Jungfrau Maria hinzugeben, gemäß den Anliegen der Allerheiligsten Jungfrau Maria, bedeutet, mit Ihm vereint zu sein, es bedeutet, die mystische Vereinigung mit Ihm zu leben, die unmittelbare Erkenntis. Und, verzeiht, aber in diesem Zustand können wir nur Frieden und Freude empfinden, sonst ist es keine mystische Vereinigung. Es ist klar, dass die Allerheiligste Jungfrau Maria unter dem Kreuz nicht gelacht und getanzt hat, aber Sie war mit Christus vereint und ist durch die Situation hindurchgegangen. Dasselbe gilt für uns.
Ich denke, dass diese Schritte dazu beitragen, die christlichen Wurzeln in Europa hervorzubringen. Sie tragen dazu bei, jene in Europa zu erwecken, die Ja zu Gott gesagt haben, die Gerechten, die es in jeder Kirche, in jeder Konfession gibt. Sie helfen Christus, alles in Ihm zu vereinen10, damit seine Kirche immer sichtbarer wird. Wir sind seine Kirche, so haben Sie uns genannt: „Ihr seid meine Kirche,ihr seid die Kirche Jesus Christi“, aber der Weg, sie sichtbarer und wirksamer zu machen, ist lang. Er wird auch danach nicht zu Ende sein. Ich denke, dass das einfache Schritte im Glauben sind, die alle machen können, jeder so, wie es ihm gelingt, aber jeder wird etwas zum Mystischen Leib Christi und zu seinem Leiden beitragen.
Und ich möchte die Hingabe eines jeden von uns erneuern, von der ganzen Kirche, der Kirche Jesus Christi. Ich möchte die Hingabe durch das Unbefleckte Herz Mariens und im Unbefleckten Herzen Mariens erneuern, gemäß ihren Anliegen, für Europa, für die Welt, für die Kirche. Möge Maria auf uns zählen können, möge Sie wirklich spüren, dass Sie Kinder hat, die Sie um etwas bitten kann, die Sie auch darum bitten kann, ein Stück des Kreuzes zu tragen; die Sie darum bitten kann, an ihrer Freude Anteil zu nehmen, die Sie bitten kann, mit Ihr zu leben und zu beten, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
1 Vgl. Gen 6-9
2 Vgl. Gen 18,20 – 19,29; Jud 1, 7
3 Vgl. Joh 17, 3
4 Vgl. Lc 4, 18
5 Vgl. Joh 3, 1-3
6 Vgl. Röm 7, 18-25
7 Vgl. 2Kor 12, 9-10
8 Vgl. Gen 22, 1-19
9 Vgl. Röm 8, 28
10 Vgl. Eph 1, 8-10
