Kirche Jesu Christi des Universums
von Mauro
(übersetztes Audio)
2.12.2023
Jes 63, 16-17.19; 64, 1-7; Ps 80(79); 1Kor 1, 3-9; Mk 13, 33-37
Wir sind in diesem Jahr am Beginn der Adventszeit angekommen. Wir erinnern uns im Advent,… was ist es, woran wir uns erinnern? Wir erinnern uns an dieses Geheimnis einer Liebe, die es zu entdecken gilt, einer Liebe, die wir nicht mit dem Verstand begreifen können, einer Liebe, die wir nur entweder leben oder über uns ergehen lassen können.
Wenn ihr es genauer betrachtet, dann denke ich, wenn wir ein bisschen unseren Verstand einsetzen, wenn wir über den Advent nachdenken, der klar in Verbindung mit Ostern steht, ist es der konkrete Beweis dafür, dass Gott existiert, sogar für jene, die sich als Atheisten bezeichnen, denn die Geschichte hat sich verändert. Mit dem Kommen dieses Kindes ist die Geschichte nicht mehr so, wie sie vorher war. Es ist… eine Atombombe ist im ganzen Universum explodiert. Es ist wirklich ein weiterer „Urknall“, ein „Big-Bang“ geschehen, woraufhin sich alles entsprechend der jeweiligen Antwort aufgeteilt hat, aber niemand ist derselbe geblieben, wie zuvor. Alles hat sich verändert. Alles! Je nachdem, wie wir mit diesem Ereignis umgehen, der eine hat sein eigenes Leben, der andere denkt, dass Jesus nicht der Sohn Gottes ist, sondern nur ein Messias, der dritte sagt, dass Er nichts zu bedeuten hat, also jede mögliche Antwort, aber nichts ist mehr wie zuvor.
Nicht einmal die Engel, die Erzengel (das ist zu sehen) blieben angesichts dieser Liebe, angesichts Gott Vaters, angesichts des Sohns, der geantwortet hat und des Heiligen Geistes, der seinen Teil beigetragen hat, nicht einmal sie blieben angesichts dieses Plans der Erlösung dieselben, niemand. Selbst im Paradies war nichts mehr so wie zuvor, nicht nur im Universum. Ich glaube, dass selbst die Engel angesichts einer derartigen Liebe erstaunt waren und sie nur anbeten konnten. In ihnen wuchs diese Liebe zu Gott noch mehr, wenn das möglich ist, aber ich bin überzeugt, dass es so war; ein Staunen darüber, einen Gott zu haben, der eine so große Liebe hat. Aber auch ihr Wirken veränderte sich. Auch sie mussten alles verändern, so wie die treuen Schwestern und Brüder. Aber es änderte sich auch für Luzifer. Nichts war mehr so wie zuvor, alles wurde berührt. Auch Luzifer sagte, als er sah, was Gott sich hat einfallen lassen: „Ich bin am Ende. Mein ganzer Plan, das Universum zu unterwerfen, ist auf einen Schlag zunichte gemacht.“ Selbst für ihn hat sich alles verändert. Die Geschichte hat sich verändert.
Wir könnten ein ganzes Leben damit verbringen, diese Liebe zu betrachten, und es wäre kein schlecht verbrachtes Leben; selbst wenn wir nur das Geheimnis von Weihnachten betrachten würden, das sich schließlich mit der Passion verbindet. Das erste, was wir sehen, ist – ich fasse mich kurz, sonst würden wir wirklich drei oder vier Tage in Folge sprechen – die Abfolge, wie Er gehandelt hat. Er überbringt der Allerheiligsten Jungfrau Maria die Verkündigung und Sie beginnt, die Ereignisse im Geist zu öffnen. Den ersten Menschen, den Sie einbezieht, ist der Heilige Josef, gewollt oder ungewollt, der zu Beginn ich denke einen schwierigen, qualvollen Durchgang erlebte, der nicht einfach war, bis er dann aktiv als Vater teilnimmt und seine Rolle akzeptiert, bis er Maria akzeptiert.
Dann bezieht Gott Elisabet und den Heiligen Johannes den Täufer mit ein. Er gibt sozusagen dem ersten Propheten des Neuen Testaments den Auftakt, (oder dem letzten des Alten Testaments), der es übernimmt, das Kommen des Messias zu verkünden, der bereits erwartet wurde, die Menschen wussten davon.
Dann wird Jesus geboren und als erste werden die Hirten einbezogen. Sie mussten nur Maria sehen, um berührt zu werden. Warum? Weil Maria etwas in sich trug, das einen zwangsläufig auf die eine oder andere Weise berührte. Und die Treue dieser Hirten brachte sie dazu, dreißig Jahre lang in der Verfolgung treu zu bleiben.
In den zwei Jahren in Betlehem berührt Er dann meiner Meinung nach alle, bis zum Kommen der Schwestern und Brüder aus dem Universum, die wir als die Drei Heiligen Könige kennen. Dann verbirgt Er sich vor den Augen der Geschichte und erscheint erst dreißig Jahre später wieder. Er war zwar körperlich verborgen, aber Er wirkte im Geist. Gemeinsam mit Ihm wirkten jene, die Ihm geantwortet hatten, die Ihn erkannt hatten: die Hirten, ich glaube auch jemand in Betlehem, der in dieser Zeit von Ihm berührt wurde.
Warum sage ich das? Legt das auf euch um, dann werdet ihr sehen, dass Gott immer so handelt: Zuerst die Verkündigung und die Antwort darauf. Dann das Wirken im Geist, die Hingabe, die Miterlösung und der Weg, der vorwärts geht. Und dann sein öffentliches Leben… ich wiederhole, ich könnte stundenlang sprechen.
Ich habe es bereits erwähnt, aber ich muss darauf hinweisen, weil wir es wirklich erkennen müssen: Die Situation ist jetzt die gleiche. Sein zweites Kommen! Er sagt uns immer wieder, dass nichts mehr so sein wird wie vorher. Wir befinden uns noch in einem Moment, in dem wie damals alles noch einmal verändert wird. Nichts wird mehr so sein wie vorher, NICHTS. Damals hat sich alles verändert und jetzt wird sich wieder alles verändern. Dafür ist Er gekommen. Es ist eine Veränderung für die gesamte Menschheit, aber wie damals, beginnt Er bei…: Wir sind die Hirten, sage ich euch, jene, die Ihn annehmen, denen Er zuerst die Verkündigung überbringt und die diese Verkündigung auch tragen müssen. Wir sind der Heilige Johannes der Täufer, wir sind die Heilige Elisabet.
Der Unterschied zwischen der damaligen Veränderung und der, die jetzt noch im Gange ist, ist die Teilnahme. Je nachdem, wie sehr wir teilnehmen, leben wir als Lebendige, erkennen wir was geschieht, lernen wir diese Liebe kennen und lieben sie immer mehr. Wir verstehen, dass das das Leben ist, sonst würden wir es nur über uns ergehen lassen. Denn, ich sage es noch einmal, das Kommen Jesu, das erste, und das gilt auch für das zweite, bedeutete eine Veränderung auch für die Atheisten. Auch für sie hat sich alles verändert. Die Geschichte hat sich verändert, und so wird es auch diesmal sein. Das Problem ist, dass die Atheisten nicht daran teilgenommen haben.
Diese Liebe ist ein Geheimnis und dieses Geheimnis offenbart sich nur dem, der daran teilnimmt. Also, ich habe gesagt, dass sich auch für die Engel alles geändert hat. Die Engel haben noch mehr teilgenommen, und Gott offenbart sich ihnen mehr und mehr. Die treuen Schwestern und Brüder haben immer mehr teilgenommen und tun es immer noch, und Gott offenbart sich ihnen mehr und mehr. Sie kennen Ihn immer mehr, sie verlieben sich immer mehr in Ihn und diese Erkenntnis wächst immer mehr, es ist wie ein Wirbel. So war es damals bei den ersten Zeugen, den Hirten, der Allerheiligsten Jungfrau Maria, bei Elisabet, bei allen. In dem Maße, in dem wir daran teilnehmen, offenbart sich dieses Geheimnis.
Es ist wahr, dass uns bei unserer Empfängnis vor Gott diese Liebe „offenbart“ wurde. Unsere Seele kennt sie, so wie sie die Seelen jener kannten, die damals darauf antworteten, aber wenn wir nicht daran teilnehmen, offenbart sie sich uns auch nicht. Wenn wir nicht an dieser Unermesslichkeit, an dieser Liebe – denn letztendlich ist dieses Geheimnis nur Liebe – teilnehmen, wird sie uns auch nicht offenbart; dann gelingt es uns nicht, sie zu begreifen. Dann gelingt es uns nicht zu verstehen, woher dieser Vater kommt, der den Sohn sendet, und dass der Sohn akzeptiert zu kommen, um das zu tun, was Er tut. Woher kommt diese Torheit? Wir können nur daran teilnehmen.
Wenn wir daran teilnehmen, sind wir lebendig, wie es die Allerheiligste Jungfrau Maria bezeichnet hat[1]. Wenn wir nicht daran teilnehmen, sind wir auf unserem Weg unterwegs, wir leben, wir atmen, wir essen, aber wir sind bereits tot. Wir sind zu nichts nütze, wahrscheinlich nicht einmal als Dünger. Dann gibt es noch den Unterschied, der sich aus dem Maß ergibt, mit dem wir teilnehmen. Denkt daran, wie die Allerheiligste Jungfrau Maria teilgenommen hat, der Heilige Josef. Wenn wir mit unserem ganzen Wesen teilnehmen, treten wir in das Geheimnis ein, es werden uns die Gesetze des Geistes offenbart und wir können auf ein Ereignis Einfluss nehmen, wir hinterlassen Spuren. Im „Magnifikat“[2] von Maria heißt es: «Alle werden mich selig preisen», weil Sie teilgenommen hat. Für den Heiligen Josef gibt es kein „Magnifikat“, aber wir alle erinnern uns an ihn, so wie wir uns an alle Figuren erinnern, die ich erwähnt habe, denn wenn wir teilnehmen, nehmen wir Einfluss, wir hinterlassen Spuren. Wenn wir nicht teilnehmen, entdecken wir nichts. Unser Leben wird vom Wind getragen, von den Gefühlen, und seht, es gibt viele Christen, die meisten von ihnen, die hin und her geworfen werden, aber nicht in das Geheimnis eingetreten sind. Sie haben sich nicht auf den Plan Gottes, die Menschheit zu retten, eingelassen und auch nicht, wie Er sie rettet.
Mir gefällt es, die Engel zu betrachten. Es ist klar, dass auch die anderen Engel Anteil nahmen, als Gabriel der Allerheiligsten Jungfrau Maria die Verkündigung überbrachte. Nicht nur Gabriel war beteiligt, sondern alle. Sie wussten, dass dieser Moment kommen würde, aber an jenem Tag hat alles begonnen und sich ausgebreitet, bis zum jetzigen Ausmaß: Sie wussten, dass das zweite Kommen Jesu stattfinden würde, daher wurden alle gestärkt und nehmen verstärkt teil. Das Gleiche gilt für die treuen Schwestern und Brüder. Ich sage Dinge, die wir bereits wissen, nicht wahr? Es brauchte zuerst die Bereitschaft mitzuwirken, dann kam der richtige Augenblick und anschließend begannen alle, gemeinsam mit Gabriel, das Wirken Gottes zu betrachten. Überlegt, wie viele Gnaden all das erzeugt hat. Schon zuvor besuchten die treuen Schwestern und Brüder auf Gottes Auftrag die Erde, das war zu Beginn der Zeiten. Im Buch „Das Universum und seine Bewohner“[3] wird das erklärt.
Aber versucht euch vorzustellen, wohin sich jetzt der Blick der Engel, der Blick der Heiligen richtet mit der Gegenwart Jesu auf der Erde. Damals war das schon so und auch jetzt ist es so. Ihre Blicke sind alle auf die Erde gerichtet, auf die Gegenwart Jesu, den sie lieben, auf den sie sehen, den sie betrachten und dem sie folgen. Jesus sagte in einer Botschaft: „Die treuen Schwestern und Brüder begleiteten mich mit ihrem Gebet.“ Einerseits werden die Engel also, während sie auf Jesu warten, weiter umgewandelt und nehmen weiterhin an seinem Wirken teil, und andererseits sind das auch die Gnaden, die auf uns herabkommen. Es ist ihr Schutz, den sie uns schenken.
Ich komme auf die Allerheiligste Jungfrau Maria zurück. Sie war, abgesehen von Gott, dem Heiligen Gabriel und den Engeln, sozusagen die Einzige, die wusste, dass das, was in Ihr geschah, Werk des Heiligen Geistes war. Alle anderen konnten daran zweifeln. Sie war die Einzige, und es war keine Frage des Glaubens, zumindest nicht in diesem Fall; Sie wusste, ob Sie sich auf einen Mann eingelassen hatte oder nicht. Das heißt, ihre Teilnahme war nicht so sehr aus dem Glauben heraus. Für den Heiligen Josef war es eine Frage des Glaubens, auch Ihr glaubte er: Da er wusste, dass Sie rechtschaffen war, wollte er sich in aller Stille von Ihr trennen[4]. Das war bereits ein Schritt im Glauben. Versteht ihr, dass auch das notwendig war, es war für Maria notwendig, um all das leben zu können, worum der Herr Sie bat.
Es ist ein Beispiel, wie Gott uns vorbereitet, uns die Gnaden schenkt, die wir unserer Identität und Mission entsprechend brauchen. Er schenkt uns all das, was wir benötigen. Auf diese Weise war Maria dann aufgerufen, an allen Ereignissen gemeinsam mit Jesus teilzunehmen. Ich will damit auf das hinweisen, was wir bereits wissen, aber es ist immer gut, es uns ins Gedächtnis zu rufen: Es ist klar, dass Maria von Anfang an die Miterlöserin ist. Sie wusste es von Anfang an, Sie wusste alles, und es war nicht nur eine Frage des Glaubens, weil Sie die Miterlöserin sein musste: Sie musste in sich selbst Ja sagen, wie Jesus, und aus diesem Grund ist Sie die Miterlöserin. Ich weiß nicht, ob ihr versteht, was ich sagen möchte.
Bei uns ist es ein Akt des Glauben. Auch wir werden in den Prüfungen, wenn wir mit einem Ja hindurchgehen, zu Miterlösern, aber im Glauben. Es ist unsere Antwort im Glauben, die uns zu Miterlösern macht. Sie ist die MITERLÖSERIN, weil Sie wusste, weshalb Sie es tat, es war klar: „Es ist Werk des Heiligen Geistes, ich weiß es, ich bin schwanger. Was wächst in mir?“ Bereits zu diesem Zeitpunkt betrachtete Sie die Allerheiligste Dreifaltigkeit, Sie befand sich bereits in einer besonderen Verbindung mit der Dreifaltigkeit und trat dann mit ihrer Aufnahme in den Himmel völlig darin ein, aber die Verbindung bestand bereits. Maria ist einzigartig, Sie ist ein einzigartiges Geschöpf. Was wurde Sie schließlich, indem Sie so lebte? Sie war bereits die Mutter Gottes, Sie war bereits Miterlöserin, aber indem Sie als Miterlöserin lebte, wofür Sie berufen war, wurde Sie zur Mutter und Königin und trat in die Dreifaltigkeit ein.
Ich habe also gesagt, dass wir in der jetzigen Zeit ein Ereignis derselben Bedeutung miterleben. Wir sind aufgerufen, Jesus zu folgen, seine Hände und seine Stimme zu sein. Wir sind aufgerufen, dieses ganze Leid zu erheben. Wir sind aufgerufen, uns auf allen Altären darzubringen. Wir sind aufgerufen, uns zur Verfügung zu stellen, weil Er sein Werk verwirklicht und wir müssen Ihm unseren Körper geben. Wenn wir zur Verfügung stehen möchten, dann denke ich, dass diese Menschwerdung in diesem Advent – ich bitte euch, darüber nachzudenken – bedeutet, Ihm UNSEREN KÖRPER zu geben, nicht nur ein Ja. Das Wirken im Geist ist gut und schön, aber wir müssen Ihm UNSEREN Körper geben, sonst wird Er nicht Mensch, sonst verkörpert sich sein Werk nicht.
Wir sind dazu aufgerufen, den treuen Schwestern und Brüdern im Körper zu begegnen, und das hängt davon ab, an welchem Punkt sich unser Körper befindet. Haben wir ihn Gott dargebracht? Wir sagen sehr oft: „Warum begegnen wir den treuen Schwestern und Brüdern nicht?“ Weil sich unser Denken nicht geändert hat, und ich kann nicht leugnen, was ich bis gestern gesagt habe. Wenn aber die Umwandlung unseres Denkens beginnt, wenn es sich ändert, dann beginnt auch die Umwandlung unseres Körpers. Und der erste Schritt, damit das geschieht ist, dass wir ihn darbringen müssen, in der Ganzhingabe, als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer[5]. Die Zeit ist gekommen. Ich glaube, wenn wir das als geistige Familie nicht in diesem Advent tun, laufen wir Gefahr, nicht am Ereignis teilzunehmen, sondern es über uns ergehen zu lassen.
Ich muss euch noch einmal sagen: Wir können diese Dinge nur dann tun, alle Verheißungen Gottes und die Gesetze des Geistes nur dann entdecken und diese Liebe nur dann ein wenig durchdringen, wenn wir glauben. Wir können uns nicht selber davon überzeugen und auch niemand anderer kann das. Es gibt niemanden, der so gut sprechen kann, um uns davon zu überzeugen. Es wird ihm für fünf Minuten gelingen, uns zu benebeln, aber dann ist alles vorbei. Entweder wir glauben oder wir glauben nicht. Aber wenn wir glauben, dann führt uns dieses innerliche Feuer sofort zu einem weiteren Schritt, bei dem wir überprüfen können, ob wir glauben oder nicht, und zwar wenn wir uns um uns selber Sorgen machen oder wenn wir beginnen, das Wirken Gottes zu sehen, das für die Menschheit ist und nicht nur für uns selbst. Natürlich sind wir selbst auch Teil der Menschheit, Er liebt jeden einzelnen von uns wie seinen Augenstern und würde für jeden von uns sein Leben geben, aber ich wäre der Erste, der Ihm sagen würde: „Mach es nicht nur für mich, sondern mach es für die Menschheit.“ Es gibt eine Menschheit, die darauf wartet, eine Welt, die darauf wartet, eine Schöpfung, die darauf wartet, um nicht zu sagen, dass selbst Gott darauf wartet, denn Er wartet auf unsere Antwort. Selbst die Engel, die treuen Schwestern und Brüder warten darauf, und ich sage euch, auch all unsere Verstorbenen, unsere Verwandten, die uns vorausgegangen sind, warten auf unsere Antwort.
Den Plan Gottes zu sehen und daran zu glauben, ist der einzige Weg, um daran teilzunehmen, denn wenn sich diese Fülle in unserem Geist nicht in Gang setzt, bleiben wir immer verschlossen und ein wenig egozentrisch, und es ist klar, dass wir die Unermesslichkeit, die Tiefe, die Fülle und die Größe der Liebe Gottes nicht erkennen werden, denn um unseren Egozentrismus zu füllen, reicht uns eine kleine Prise seiner Liebe. Wenn wir aber all das erkennen und daran glauben; wenn wir erkennen, dass es seine Liebe verdient, ihr zu begegnen, sie kennenzulernen, dass sie jedes Opfer wert ist, jeden Verzicht, dass seine Liebe, die Kenntnis seiner Liebe, die Kenntnis, nicht die Forderung, dass Er uns lieben muss, denn Er liebt uns ohnehin, dass es also die Kenntnis seiner Liebe verdient, das Leben zu verlieren – es zu verlieren, wie wir es verstehen – dann erfüllen sich die Worte des Evangelium: «Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.»[6]
Die Frucht ist sicherlich, dass sich unser Leben ändert, dass es nicht mehr so sein wird wie zuvor. Wir werden die Ersten sein, die diese Neuheit leben, die alle sehen werden. Alle werden sie sehen. Aber geht zweitausend Jahr zurück, wer waren die Ersten, die diese Neuheit lebten? Maria, Josef, Elisabet. Schon Zacharias brauchte eine Weile, tatsächlich musste er sogar eine Weile stumm werden; die Hirten, die dreißig Jahre lang verfolgt wurden. Und dann, wen hat Er berufen? Die Apostel, und so fort. Aber wer akzeptierte, dass Er die Neuheit ist, begann sofort damit, sie zu leben; er begann sofort, DIE Neue Schöpfung zu leben. Natürlich, wenn wir diese Neue Schöpfung auf menschliche Weise betrachten: Maria und Josef, die fliehen, das Massaker an den unschuldigen Kindern, wenn dann einer sagt: „Aber welche Neue Schöpfung ist das jetzt?“, dann sind wir ganz in der menschlichen Betrachtungsweise. Maria und Josef, die Gefahr laufen, mit dem Sohn Gottes, um den sie sich kümmern, zu verhungern und zu verdursten. Die Erlösung und Miterlösung begannen für jene, die daran teilnahmen.
Aber in denen, die glaubten, öffneten sich sofort jene Räume, die ewig sind, und sie müssen sich auch in uns öffnen, doch dann dürfen wir die Dinge nicht mehr gemäß der Welt betrachten. Dann versteht ihr, dass wir nicht mehr das Leben verlieren. Wir verlieren rein gar nichts. Wir fühlen uns alle an das eine oder andere gebunden. Das dürfen wir nicht leugnen. Aber warum macht selbst der, der jetzt durch diese Worte Gottes, durch diese Liebe Gottes berührt wird, den Schritt nicht, sein Leben zu ändern? Weil er immer gebunden ist: „Aber ich muss mich noch um dieses kümmern und um jenes. Da ist mein Onkel, mein Cousin, mein Sohn, mein Hündchen, meine Kätzchen, mein Eselchen,…“ Jeder hat etwas: „Aber ich habe doch eine schöne Arbeit und dann ist auch noch dieses und jenes. Und jetzt ist auch noch ein Fohlen zur Welt gekommen,…“
Ich bitte euch, in diesem Advent darüber nachzudenken. Ich bitte euch, diesen Advent auch mit dem vorzubereiten, was ich in den vergangen Tagen sagte: immer tiefer ins Gebet, in den Geist einzutreten, um für dieses neue Leben bereit zu sein, das uns Gott anbieten möchte. Und damit wir auch in Medjugorje, wie ich bereits gesagt habe, dasselbe tun können. Nichts Außergewöhnliches, sondern damit wir gemeinsam mit Maria in ihrem Haus in das neue Leben eintreten können.
Und ich vertraue euch allen Engeln an, allen Heiligen, allen Gerechten, allen außergewöhnlichen Werkzeugen, damit sie den Weg vor euch, vor uns öffnen mögen; den Weg des Lichts, nicht jenen Weg, den wir gehen möchten, um hier auf dieser Erde zu leben. Möge dieser Weg des Lichts dermaßen leuchten, dass wir nur diesen Weg gehen möchten und alle anderen loslassen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
[1] Vgl. Botschaft der Allerheiligsten Jungfrau Maria vom 1. November 2019 „Die Gemeinschaft der Lebendigen“, veröffentlicht im Buch „Unterwegs zur Neuen Schöpfung – Band 6, Botschaften und Gedanken von 2018-2019“, S. 97, und auf unserer Webseite in der Rubrik „Botschaften – 2019“.
[2] Vgl. Lk 1, 46-55
[3] Verlag Luci dell‘Esodo
[4] Vgl. Mt 1, 18-25
[5] Vgl. Röm 12, 1
[6] Vgl. Mt 16, 25; Mk 8, 35; Lk 9, 24
