Die intime Beziehung mit Gott

24. April 2010

Ich grüße euch, liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe, ihr hattet ein frohes Osterfest der Auferstehung mit Jesus. Wir nähern uns dem Hochfest von Pfingsten. Der Katechismus der Katholischen Kirche[1] ruft uns die tiefe Bedeutung dieses Hochfestes in Erinnerung. Es heißt: „Fünfzig Tage nach seiner Auferstehung spendet der verherrlichte Jesus Christus an Pfingsten den Geist in Überfülle. Er macht ihn als göttliche Person offenbar, so dass die heilige Dreifaltigkeit voll und ganz geoffenbart ist. Die Sendung Christi und des Geistes wird zur Sendung der Kirche. Diese Sendung besteht darin, das Mysterium der Gemeinschaft der Dreifaltigkeit zu verkünden und auszubreiten.“ (Kap. III § 144).

Es ist also für jeden von uns grundlegend, in einer immer engeren Beziehung mit dem Heiligen Geist zu leben, damit Er uns führt, heiligt, in Christus leben lehrt und uns sendet, um vom Leben Christi Zeugnis abzulegen. Um euch dabei zu helfen, möchte ich euch in diesem Monat eine Botschaft vorschlagen, die ich zur Pfingstvigil 1999 vom Heiligen Geist erhalten habe und in der von der Notwendigkeit gesprochen wird, die wahre Vertrautheit mit Gott zu leben, die die Grundlage des geistigen Lebens ist. Die intime Beziehung mit Gott weiterlesen

Gott hat uns einen Namen gegeben

31. März 2010

Liebe Leserinnen und Leser, von Herzen wünsche ich euch Frohe Ostern!

Ich würde mir wünschen, dass es für jeden von uns ein Ostern der wahren Auferstehung ist, ein tiefer, innerlicher Durchgang hin zur neuen Schöpfung, den Jesus für uns geöffnet hat, indem Er den Tod besiegt hat. Der Glaube an Christus gibt uns die Gewissheit, dass wir zu einem neuen, erlösten und auferstandenen Leben berufen sind. Um dorthin zu gelangen reicht es nicht, an den Feiern zum Gedenken an den Tod und die Auferstehung Christi teilzunehmen. Es bedarf auch unserer völligen Teilnahme am innerlichen Wirken des Heiligen Geistes, der die Erinnerung unserer Seele erweckt und uns dabei hilft, unsere wahre Identität in Gott zu erkennen, und zwar jene, seine Kinder zu sein.

Es ist wichtig, vor Gott von Angesicht zu Angesicht zu stehen, Ihm zu erlauben, uns mit seinem Blick zu durchdringen und uns von Ihm bei unserem Namen rufen zu lassen. Das ist das Erwachen des Lebens, das ist unsere Auferstehung. In der Bibel ist der Name, mit dem Gott einen Menschen ruft, die Bestimmung der Person selbst. Gott hat uns einen Namen gegeben weiterlesen

Den Tod und das Reich des Todes durchqueren und besiegen

26. Februar 2010

Die Fastenzeit hat begonnen – eine intensive Vorbereitungszeit auf Ostern. Ich denke, dass wir alle Jesus in seinem österlichen Übergang vom Tod zum Leben folgen wollen, einem Durchgang, der auf jeden Einzelnen von uns in allen möglichen Lebensumständen zukommt. Wir wissen nur zu gut, dass unser Dasein voller Umstände ist, die nicht immer rosig sind. In der Familie, am Arbeitsplatz, in den Beziehungen mit anderen, in den verschiedenen Schwierigkeiten, die uns jeden Tag erwarten, können wir uns entscheiden, diese Ereignisse passiv zu ertragen oder das zu tun, was Jesus getan hat: jede Prüfung in einen Sieg zu verwandeln, jeden Tod in eine Auferstehung. Wie? Indem wir Gott unsere Schwierigkeiten übergeben, zu Ihm unsere Herzen und unsere Gedanken erheben, mit Glauben beten und fest daran glauben, dass Er das Böse in Gutes verwandeln kann, aufgrund der großen Liebe, die Er für uns hegt. Oft beten wir um etwas, das uns am Herzen liegt und nicht immer erhalten wir es – wir sind enttäuscht und beginnen, mit dem Herrn zu diskutieren. Ich persönlich habe durch die Prüfungen des Lebens erkannt, dass die tiefe Bedeutung des Gebets nicht jene ist, Gott zu bitten, das zu verwirklichen, was wir uns zurechtgelegt haben. Der Sinn des Gebetes liegt vielmehr darin, jede Situation vor Gott hinzutragen, sie in seinen Händen zu lassen und zu erlauben, dass Er alles so löst, wie Er es vorgesehen hat, denn seine Vorsehung übersteigt all unsere Vorstellungen. Den Tod und das Reich des Todes durchqueren und besiegen weiterlesen

Die Allerheiligste Jungfrau Maria, Miterlöserin der Menschheit

2. Februar 2010

Im Buch „Über die große Barriere hinaus“ habe ich keine Reihe von Phänomenen und außergewöhnlichen Erfahrungen vorgestellt. Das war in der Tat nicht meine Absicht. Indem ich den Leserinnen und Lesern meine Erfahrungen beschrieben habe, wollte ich vielmehr viele hilfreiche Elemente aufzeigen, um zu erklären, dass sich das ganze Universum auf Jesus Christus hinbewegt in der Erwartung, dass die ganze Schöpfung in Ihm wieder vereint wird. Jene, die Christus angehören, wie die Erzengel, die Engel, die Heiligen, die Seelen im Fegefeuer und die Menschen, die Gott treu sind, auf der Erde wie auf anderen Planeten, müssen zwangsläufig mit Christus vereint leben, um ihre Mission zugunsten der ganzen Menschheit ausüben zu können. Gemeinsam mit dem Leben, das wir empfangen, erhalten wir alle auch eine Mission. Das Sein und das Handeln bilden unsere Identität. Unsere Mission kann sich aber nicht verwirklichen, wenn wir nicht mit Christus vereint sind. Getrennt von Ihm verlieren wir die Orientierung und nicht selten finden wir uns wieder leere Werke zu tun, ungeachtet unseres guten Willens. Wir laufen also Gefahr, viele Werke im Namen Gottes zu tun, ohne jedoch das Werk Gottes zu vollbringen. Jesus selbst wies uns darauf hin, als Er sagte: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15, 5).

Wir sind alle zur mystischen Vereinigung mit Christus berufen. Sie ist keine außergewöhnliche Erfahrung, die nur wenigen, auserwählten Seelen vorbehalten ist, sondern eine verpflichtende Etappe für jeden Christen, die gleichzeitig Ausgangs- und Zielpunkt unseres Weges ist. Die mystische Vereinigung mit Christus ist die völlige Vereinigung mit seinem Leben, das uns zur Wirklichkeit des Lebens Gottes führt. Vereint mit Jesus Christus erfahren wir, was es bedeutet, in Gott und mit Gott zu leben. Davon spricht der Heilige Paulus im Brief an die Galater, wo er betont: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2, 20). Zur mystischen Vereinigung gelangen wir nur durch die aufrichtige und freiwillige Hingabe von uns selbst an Gott in Christus, durch das Unbefleckte Herz Mariens. Die Allerheiligste Jungfrau Maria, Miterlöserin der Menschheit weiterlesen

Freie und intelligente Geschöpfe

10. Januar 2010, Taufe des Herrn

Die Fähigkeit, die Ereignisse in der Welt zu unterscheiden und zu beurteilen, ist für jeden Einzelnen von uns lebensnotwendig. Das ist nicht nur unser Recht, sondern ich würde eher sagen, dass es vielmehr auch unsere Pflicht ist. Sonst nehmen wir die Ereignisse mit Resignation, Angst, Depression, Sorge und Passivität hin oder werden nervös und aggressiv. Das sind alles Haltungen innerer Auflehnung. Wir haben jedoch eine große Verantwortung für unser Leben und das der anderen, sowie für das, was in der ganzen Menschheit geschieht. Wenn das für jeden Menschen gilt, dann gilt es umso mehr für den, der sich als gläubig bezeichnet. Jesus hat mir einmal gesagt: „Ich habe keine Marionetten geschaffen, sondern freie und intelligente Geschöpfe“. Weil wir also keine Marionetten sind, da Gott uns frei und intelligent erschaffen hat, sind wir fähig, die Ereignisse um uns herum im Licht der geistigen Intelligenz zu lesen, die uns der Herr geschenkt hat, als Er uns nach Seinem Abbild und Gleichnis erschaffen hat.

Wenn wir für die Realität, die uns umgibt, Verantwortung übernehmen und nicht mehr nur passive Zuschauer sind, dann nehmen wir auf schöpferische Weise an ihr teil und erhalten so die Möglichkeit, unseren Beitrag an der Geschichte zu leisten. Wenn wir noch dazu behaupten gläubig zu sein, dann bringt uns unsere Verantwortung dazu, am Werk Gottes teilzunehmen. Wie? Durch unsere Entscheidung, für Gott zu leben durch die Liebe, die unseren Gedanken erhebt und uns hilft, das, was Gott für uns tut, zu verstehen. Wenn diese Entscheidung fehlt, beschränken wir uns darauf, die Ereignisse, die geschehen, als einfache Phänomene zu betrachten. Dann sind wir auf geistiger Ebene blind, da unseren Augen das Licht Gottes vorenthalten bleibt. Freie und intelligente Geschöpfe weiterlesen

Der Ruf und die Antwort zur Umwandlung des Lebens

Der Mensch hat die Möglichkeit, aus zwei verschiedenen Richtungen in die Zukunft zu blicken: aus jener der menschlichen Wissenschaft und jener des Glaubens. Die eine dürfte die andere nicht ausschließen, aber dem Menschen obliegt die Aufgabe, sich zu orientieren, um seine eigene Verwirklichung zu erreichen und sich zum Instrument für die Orientierung der Menschheit zu machen.

Die Humanwissenschaft hat ihre eigene Perspektive. Von der Zukunft des menschlichen Körpers berichtet ausführlich die Zeitschrift „Focus Extra“ Nr. 24/2006. Es wird von der Dauer des Menschenlebens von 100 vielleicht 200 Jahren gesprochen. Wie wird dieser Mensch sein? Ich zitiere ab S. 7 der Zeitschrift: „Ein Mensch mit sechs Millionen…künstlichen Armen, Beinen, Knien. Aber auch Herz, Augen und Blase würden im Labor erstellt. Die künftigen Generationen werden über Technologien verfügen, die imstande sind, „Ersatzstücke“ zu liefern.

Die Perspektive des Glaubens geht darüber hinaus und öffnet dem Menschen einen ganz neuen Raum ohne Lebensende, das vom Tod gezeichnet ist. Durch seine Auferstehung spricht Jesus davon und legt Zeugnis dafür ab, und zwar von der Wiedergeburt und der Auferstehung des Menschen (Mt 22, 30-31). Dieselbe Sicht wird durch die Apostel Paulus (1 Kor 15) und Johannes ausführlich erläutert, die eine ganz neue Wirklichkeit ankündigt: „Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5).

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von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić

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