„Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ (Mt 3,2)

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Liebe Leser,

die Botschaft, die ich euch anbiete, macht uns noch einmal auf die Wirklichkeit dieser Zeit und auf unsere Verantwortung Gott und unseren Schwestern und Brüdern gegenüber aufmerksam. Für viele von euch handelt es sich nicht um neue Themen, denn schon seit Langem werden wir über das Wirken Gottes in dieser Zeit belehrt. Der Heilige Johannes der Täufer weist uns aber darauf hin, dass die Zeit drängt und dass das Reich Gottes nahe ist. Deshalb müssen wir für das bereit sein, was der Herr für jeden von uns und für die gesamte Menschheit vorbereitet. Ich wünsche euch also, dass ihr die Dringlichkeit und die Bedeutung unserer ehrlichen Bekehrung und unserer Antwort Gott gegenüber versteht.

Der Herr schenke euch Frieden.

Stefania Caterina

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Vereint in Christus – Überlegungen und Gebete – Folge 8

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Kapitel 9 Die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer

von Tomislav Vlašić

Die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer

14. September 2013

Liebe Brüder, liebe Schwestern, setzen wir unseren Weg und unsere Überlegungen gemeinsam mit unseren Gebeten fort. Heute betrachten wir das Thema: Die Taufe mit dem Heiligen Geist und mit Feuer; und beginnen wir diese Überlegung: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

O Herr unser Gott, erneuere in uns die Gnaden der Taufe, erneuere alle Gnaden unseres Lebens und schenke uns die Gnade, diese Zeiten verstehen zu können, alle Impulse deines Geistes wahrnehmen zu können, die Zeichen, die du uns schenkst zu verstehen und die Kraft zu haben, uns für Christus zu entscheiden und danach zu leben, so wie Jesus Christus es uns gelehrt hat. Amen.

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Vereint in Christus Überlegungen und Gebete – Folge 7

von Tomislav Vlašić

Gebete oder DAS GEBET?

7. September 2013

Ich grüße euch, Brüder und Schwestern, die ihr zuhört und am Gebet teilnehmt. Setzen wir unsere Überlegungen und unsere Gebete vereint in Christus fort. Das Thema, das wir an diesem Tag ausführen ist: Gebete oder DAS GEBET? Was sprechen wir aus? Gebete, die wir aufsagen oder ist unser Leben ein Gebet? Beginnen wir mit dem Gebet: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

O Herr Jesus, lehre uns zu beten oder besser noch, zieh uns in dein Herz, damit wir an deinem Gebet teilhaben können, damit wir im selben Geist sind, damit uns dein Geist vereint. Zieh uns an dich, da wir unser Leben dargebracht haben und es der Allerheiligsten Jungfrau Maria mit dem Heiligen Josef für den Frieden in der Welt und in der Menschheit aufgeopfert haben. Du hast uns auf diesen Weg gerufen, um in dir vereint zu sein und alles in dir zu vereinen. Lehre uns die Schritte, die zu tun sind. Erleuchte unseren Weg, gib uns die Zeichen und das ganze Handeln Gottes zu verstehen, damit wir die Gnaden aufnehmen und in der Gnade leben können. Erleuchte den Zweck, weshalb wir leben, damit unsere Gebete von diesem Zweck angezogen werden: die mystische Vereinigung mit dir, damit wir in die reinen Gesetze des Heiligen Geistes eintreten können. Amen.

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Maria, Pforte des Himmels

Liebe Leser,

in der Botschaft, die ich euch anbiete, enthüllt die Muttergottes für uns viele Einzelheiten ihres Lebens und ihrer Sendung. Sie ruft uns zu einem einfachen Leben auf, das mit Ihr gemeinsam im Dienst an Gott und am Nächsten gelebt wird. Es ist ein Aufruf zur Umwandlung, um in die neue Schöpfung einzutreten. Auf diesem Weg ist die Muttergottes der Morgenstern und die Pforte des Himmels. Indem wir sie betrachten, werden wir die Ereignisse dieser Zeit verstehen und den Weg, der zu gehen ist, um die Vereinigung in Christus zu erreichen.

Der Inhalt dieser Botschaft ist bedeutsam und anspruchsvoll, deshalb halten wir es für besser, die Überlegungen von Tomislav Vlašić diese Woche nicht zu veröffentlichen, um euch nicht zu überlasten und euch auf diese Weise die Möglichkeit zu geben, in Ruhe über die Worte der Muttergottes nachzudenken. Wir sind sicher, dass die Botschaft auch eine ausgezeichnete Anregung für euer Gebet sein wird.

Ich wünsche euch, dass ihr die Sanftheit unserer Mutter und Königin erfahren könnt, auch in den Prüfungen und Plagen der harten, irdischen Existenz. Ich bin euch mit meinem Gebet und meiner Liebe nahe.

Der Herr schenke euch Frieden.

Stefania Caterina

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Vereint in Christus – Überlegungen und Gebete – Folge 6

von Tomislav Vlašić

Die Teilnahme an der Eucharistie

 

24. August 2013

Liebe Brüder, liebe Schwestern, wir sind wie immer unterwegs auf dem Weg, das ganze Universum in Christus zu vereinen. Heute sind unsere Überlegungen auf die Teilnahme an der Eucharistie konzentriert. Beginnen wir mit dem Gebet: im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Oh Dreifaltiger Gott, in dir ist unsere Heimat, aber in unseren Herzen, wenn wir offen sind, wohnst du in uns und wir können dich auf besondere Weise in der Eucharistie lebendig erleben, wo du, Vater, deinen Sohn gibst, um uns von unseren Sünden freizukaufen, der den Tod, die Sünde und die Hölle besiegt. Er erweckt uns im Heiligen Geist und erhebt uns zu deiner Rechten.

Du schenkst uns den Heiligen Geist, der uns mit deinem Sohn auferweckt und uns führt, bis wir in das ewige Leben eingeführt werden, um mit dir zu leben.

Wir bitten dich um die Gnade, in diesen Überlegungen zu lernen, an der Eucharistie teilzunehmen, die Tiefe dieses Geheimnisses zu verstehen, dass in diesem Geheimnis das Gedenken an das Leiden, das Sterben und die Auferstehung Christi gefeiert wird. Das ist die Quelle und der Höhepunkt des christlichen Lebens. Mögen wir aus dieser Quelle schöpfen, um jede Prüfung, jedes Hindernis zu besiegen und durch Christus, mit Christus und in Christus verherrlicht zu sein. Amen.

Aus unseren Erfahrungen mit den Menschen, die uns schreiben und jene, die mit uns sprechen, wird häufig eine Frage gestellt: Wie können wir mit den Gott treuen Brüdern im Universum in Gemeinschaft eintreten? Auch kürzlich schrieben uns Personen und fragten: Wie können wir mit den Gott treuen Brüdern in Kontakt treten? Diese Frage ruft sofort eine Antwort hervor, die Erwartung einer sichtbaren Antwort, Zeichen von Raumschiffen, usw., aber wir müssen in die Wahrheit unseres Glaubens eintreten, die sich nicht nur an uns Gläubige auf der Erde wendet, Gläubige an Jesus Christus sondern an das ganze Universum. Wir können in die völlige Gemeinschaft mit dem ganzen Universum, die in Gott ist, mit allen Heiligen, den Engeln, den Brüdern und Schwestern des Universums, die Gott treu sind, nur durch Christus, in Christus und mit Christus im Heiligen Geist eintreten. Uns Christen wurde eine außergewöhnliche Gnade gegeben: die Gegenwart Christi, die uns rettet, unseren Retter in der Eucharistie. Und jedes Mal, wenn wir die Heilige Messe feiern, sind wir eingeladen, das Leiden, den Tod, die Auferstehung und am Ende die Auffahrt Jesu in den Himmel zu feiern. Und das ist unser innerer Durchgang, wenn wir wirklich an der Eucharistie teilnehmen möchten. Es ist ein innerer Prozess unserer Teilnahme am Leben Christi.

Um mit unseren Überlegungen zu beginnen ist es recht, den Heiligen Paulus zu zitieren, der sagt: „Wisst ihr denn nicht, dass wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.“[1] Meine Frage an alle ist also: Wer ist würdig, wirklich würdig, an der Eucharistie teilzunehmen? Wer sich selbst abgestorben ist und für Christus lebt, der sich selbst absterben und für Christus leben will. Nur die Getauften, das heißt jene, die sich selbst abgestorben, im Tod mit Christus begraben sind, sind würdig, an der Eucharistie teilzunehmen, die ganze Dynamik des Todes, der Auferstehung und der Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus zu feiern und zu begreifen. Deshalb fordert uns unsere Vorbereitung, die Eucharistie zu feiern, dazu auf zu überprüfen, ob wir wirklich gestorben sind, ob wir wirklich uns selbst absterben wollen. Von diesem Blickwinkel aus können wir sofort feststellen, wie uns die eilige Feier der Eucharistie, das Ankommen im letzten Augenblick um teilzunehmen, oberflächlich macht, wie wir uns leicht damit zufrieden geben zu sagen: Ich bekenne vor Gott Vater, vor allen,…Es ist eine Gebetsformel, etwas Aufgesagtes, aber der Inhalt ist unsere Bereitschaft, unserem Egoismus abzusterben, uns selbst, um Christus zu leben.

Der zweite Punkt unserer Vorbereitung, um die Eucharistie zu feiern ist unsere Vorbereitung im Gebet, wo wir alles Gott anvertrauen, all unsere Bedürfnisse, alles, was für uns notwendig ist vertrauen wir Gott an und bereuen unsere Sünden. Wir vertrauen Gott unsere Grenzen an und lassen alles in den Händen Gottes, vertrauend darauf, dass Er vergibt, dass Er sich um uns kümmert, dass Er uns hilft, um Frieden, innere Ruhe zu finden, wo die Wünsche Gottes mit der Macht des Heiligen Geistes erwachen. Die Eucharistie, unsere Teilnahme daran müsste eine Teilnahme am Gebet Jesu Christi, dem Hohenpriester sein, der nicht für sich selbst gebetet hat. Er betete für uns, für die ganze Menschheit. Er wünschte nur, dem Willen des Vaters unterworfen, dem Vater treu zu sein. Und wenn sich unser Gebet nicht mit dem Gebet Jesu Christi vereint, wie kann es sich dann erheben? Wir haben natürlich viele Grenzen, viele Schwierigkeiten, viele Störungen, wir haben es eilig, aber deshalb können wir uns nicht wirklich rechtfertigen. Wir müssen über die Feier, an der wir teilnehmen, nachdenken und darüber, wie wir daran teilnehmen. Wenn wir die Macht des Gebetes Christi, seine Wünsche wahrnehmen wollen, dann werden wir vom Heiligen Geist erhoben und werden mit Ihm vor den Thron Gottes hinaufsteigen. Wenn wir mit unseren Wünschen angefüllt bleiben, dann sind wir auch nicht uns selbst abgestorben, dann haben wir Jesus nicht als unser Leben gewählt. Erschreckt nicht darüber. Das ist die Wahrheit. Das ist die Wahrheit, die wir uns vor Augen halten müssen und respektieren, erkennen und in der wir uns widerspiegeln müssen. Unsere Erfahrung aus dem Universum einerseits mit den Heiligen, mit den Seelen des Fegefeuers, andererseits mit den Gott treuen Brüdern und Schwestern des Universums ist folgende: Sie alle sehen das Leiden, den Tod und die Auferstehung Christi wahrhaftig, wenn wir feiern, wenn die Messe würdig gefeiert wird. Sie bezeugen, dass, wenn die Christen die Messe wie einen Ritus feiern, kalt, ohne sich des Leidens, des Todes, der Auferstehung Christi bewusst zu sein, ist es für sie, als würden sie um die Christen eine Wolke sehen, Finsternis; es gelingt ihnen nicht, daran teilzunehmen. Also, die Antwort der Kirche, des Volkes Gottes der Erde besteht nicht so sehr darin zu wissen, dass es Gott treue Brüder und Schwestern, andere Menschheiten, viele Dinge gibt: Es ist das verantwortungsbewusste Leben des Gedenkens an das Leiden, den Tod und die Auferstehung Christi.

Wenn wir auf dem Weg unserer Teilnahme an der Eucharistie fortfahren, gelangen wir zur Gabenbereitung und zuvor hören wir das Wort Gottes. Aber wenn wir, während wir dem Wort Gottes zuhören, voll von unseren Wünschen sind, verstehen wir gar nichts, verstehen wir das Wort vom Verstand her. Wenn wir uns selbst abgestorben sind und das Leben Christi leben möchten, dann wird uns der Heilige Geist das Wort zu verstehen geben. Und das Wort erleuchtet unsere Herzen wie die Worte Jesu, als Er den Aposteln begegnete, insbesondere nach der Auferstehung, als Er die Schriften erleuchtete und zu verstehen gab.

Bei der Gabenbereitung sind wir leider darauf konzentriert, wenn der Diener die Hostie und den Wein darbringt als Zeichen unseres Opfers in der Hostie und im Wein. Wir müssen uns selbst aufopfern, wie der Vater den Sohn für uns aufopfert, wie Abraham dazu bereit war, Isaak aufzuopfern, auch in der Hoffnung gegen jede Hoffnung. Das Opfer unseres Lebens an Jesus durch Maria wird wirklich nicht verstanden. Es scheint, eine Frömmigkeitsübung zu sein, jemand Befremdender, der sein Leben aufopfert. Es ist Teil der Eucharistie, Teil der eucharistischen Feier, es ist die Weihe. Was bedeutet für uns die Weihe in diesem dynamischen Prozess der Teilnahme an der Eucharistie? Jesus opfert sich auf und siegt, Er besiegt unsere Sünden, Er besiegt unsere Finsternis, Er besiegt Satan, Er besiegt den Tod, Er besiegt alle Hindernisse in uns, aber durchlaufen wir diese Dynamik? Wenn wir diese Dynamik durch das, was in der Messe geschieht, durchlaufen, sind wir nach der Messe umgewandelt. Wir erinnern uns gut an die Augenblicke nach der Auferstehung Jesu: die Begegnung mit den Aposteln, mit den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus, die Begegnung mit den Aposteln am See von Tiberias, als Jesus das Brot, den Fisch verteilte, wie die Menschen sich veränderten, wie sie sich umwandelten. Die Messe hat diese Macht, wenn wir mit dem lebendigen Christus vereint sind, sonst nehmen wir an einem Ritus teil. Der Ritus rettet uns nicht. Es rettet uns der lebendige, lebende Jesus Christus.

Wir erhalten die Kommunion. Leider erhalten viele die Kommunion, wie ich bereits mehrmals sagte, mit einer Konsumhaltung: Das ist Teil dieses Ritus, ich nehme die Hostie, sie setzen sich wieder. Aber die Kommunion zu erhalten bedeutet, das Leben Christi zu erhalten, der gesiegt hat, der zur Rechten des Vaters sitzt. Es bedeutet, die Gnade zu erhalten, um mit dem Sohn zu Gott Vater erhoben zu werden, am Leben teilnehmen zu können. Dann nehmen wir auf der Erde wirklich an der Eucharistie teil, die vor dem Thron Gottes stattfindet, denn die liturgische Eucharistiefeier der Erde müsste die Teilnahme an jener himmlischen sein. Und in dieser Feier, im Zusammenhang mit unserem Weg der Vereinigung in Christus, trifft sich das ganze Universum, um das Leiden, den Tod und die Auferstehung Christi und seine verherrlichte Auffahrt zu feiern. Und welche Freude erleben die Heiligen, welche Freude erleben die Brüder und Schwestern, die Gott treu sind, welche Freude erleben die Seelen des Fegefeuers und alle erwarten von uns diese Teilnahme, aufgeopfert, unbefleckt, das heißt korrekt vor Gott und in Gemeinschaft miteinander und mit dem ganzen Universum. Das ist der kosmische Durchgang. Die Feier der Eucharistie führt uns zur Neuheit des Lebens, es verändert sich, wenn wir diese Dynamik der Gnade, die durch den Retter der Welt geht, wirklich begreifen. Und das endet nicht mit der Messfeier, sondern geht in jeden von uns weiter, denn unsere Körper sind der Tempel des Heiligen Geistes, der Tempel, in dem der Vater, der Sohn und der Heilige Geist gegenwärtig sind, und dieser Austausch der unendlichen Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn im Heiligen Geist geht in uns weiter. Diese Macht des Heiligen Geistes, die Jesus seinen Aposteln gab, erwacht und je mehr wir jede Prüfung, jede Situation mit dieser Teilnahme am Leiden, am Tod und an der Auferstehung Christi durchlaufen, desto mehr schreiten wir voran und die Menschheit erhebt sich, sie wird in Christus vereint. Deshalb ist unsere Gemeinschaft mit den Gott treuen Brüdern und Schwestern im Universum, mit allen im Universum, die authentische Gemeinschaft ist in der Feier des Leidens, des Todes, der Auferstehung und der Himmelfahrt. Und dieser Austausch des Lebens, der in der Allerheiligsten Dreifaltigkeit vibriert, ist eine unendliche Freude und ein unendlicher Reichtum für alle Seligen. Es ist eine Quelle der Lebenskraft und der Höhepunkt für uns. Und wir antworten auf diese Einladung, in Christus vereint zu sein und in Gemeinschaft mit all jenen einzutreten, die in Gott sind und Jesus Christus, den Retter der Welt anerkennen, auf die Einladung die Eucharistie zu leben, wenn wir die Messe feiern und sie im Leben leben und bezeugen. Wir sagten schon, dass sich darin die Identität der Kirche auf der Erde, im ganzen Universum zeigt. Die Offenbarung des Lebens des Dreifaltigen Gottes ist die Eucharistie, wo wir am Geheimnis des Heils teilnehmen.

Im Brief des Heiligen Paulus an die Kolosser gibt es, um diese Überlegungen abzuschließen, einen Abschnitt, der für uns sehr wichtig ist: „…und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.“[2] Er möchte uns schrittweise zur völligen Erkenntnis führen, bis dahin, über der Großen Barriere in das vollkommene Licht einzutreten, wo nur unsere Seele aber auch unser verherrlichter Körper eintreten. Wir werden mit Christus sein. „Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.“[3] Und der Heilige Paulus fährt fort: „Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.“[4]

Oh Her, ich danke dir für diese außerordentliche Gabe, die du uns geschenkt hast. In der Eucharistie hast du uns alles gegeben, aber wir wünschen, in die Dynamik der Eucharistie einzutreten. Wir wünschen, am Leiden teilzuhaben, indem wir unsere Leiden, unseren Tod am Tod Christi teilhaben lassen, um mit der Macht des Heiligen Geistes aufzuerstehen, um mit Christus, mit dir unter den Heiligen zu sein.

Herr, schenke uns die Gnade und erfülle uns mit der Gnade. Präge in uns den tiefen Wunsch ein, an diesem großen Geheimnis des Heils teilzunehmen.

In all dieser Zeit haben wir euch dazu eingeladen, euch durch die Allerheiligste Jungfrau Maria Jesus aufzuopfern, Nuklei zu bilden. Wir sagten euch nicht, dass ihr Nuklei bilden sollt, um geschlossene Strukturen zu bilden, Sekten, sondern um zu erwachen und die eucharistische Wahrheit zu leben, die Wahrheit der Christen zu leben. Die Masse lässt sich nicht bewegen, wenn es keine Einzelpersonen, keine Helden, keine Heiligen gibt, die bereit sind, die Schlacht in Angriff zu nehmen, das Böse zu besiegen, den Tod zu besiegen, in jene Erkenntnis einzutreten, die Gott uns mitteilt, je mehr wir an seinem Leben teilnehmen wollen. Erneut lade ich euch an, über all diese Dinge nachzudenken. Seid mutig, euch zu entscheiden, seid mutig, Nuklei zu bilden, seid mutig, ihr in den Nuklei, ein Volk zu bilden, das auf diese Einladung antwortet, das immer jene Einladung ist, die Jesus Christus seinen Aposteln gab.

Und ich segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir hören uns am nächsten Samstag.


[1] Vgl. Röm 6,3-4

[2] Vgl. Kol 3,10

[3] Vgl. Kol 3,11

[4] Vgl. Kol 3,12;14

Vereint in Christus Überlegungen und Gebete – Folge 5

 

von Tomislav Vlašić

Das Opfer des Lebens an Jesus durch die Allerheiligste Jungfrau Maria

 

 

Liebe Brüder, liebe Schwestern, wir sind wie immer zum Thema „Vereint in Christus“ unterwegs. Das heutige Thema lautet „Das Opfer des Lebens an Jesus durch die Allerheiligste Jungfrau Maria“. Das ist der rote Faden, der sich durch unsere Predigten und unser Zeugnis hindurchzieht, die Grundlage der christlichen Verkündigung. Ohne diese Bedingung können wir die Verheißungen des Herrn nicht erreichen, kann die Große Barriere nicht überschritten werden, kann die neue Schöpfung nicht erreicht werden. Erheben wir unser Gebet am Beginn dieser Überlegungen:

Oh unser Gott, der österliche Durchgang deines Sohnes, der auch unsere Berufung ist, ist klar wie die Sonne, wenn der Himmel wolkenlos ist, aber wenn Wolken sind, sehen wir die Sonne nicht. Wenn Wolken unseres Egoismus, unserer Ichbezogenheit da sind, verschließt sich in uns alles. Unser Geist verdunkelt sich und wir sehen die Geheimnisse nicht, die uns Gott wie das Licht mitteilt. Schenke uns das Licht, schenke uns die Gnade uns zu öffnen, um die christliche Berufung annehmen zu können und dem treu sein zu können, was Jesus uns durch die Apostel übermittelt hat.

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Vereint in Christus Überlegungen und Gebete – Folge 4

von Tomislav Vlašić

Licht und Finsternis

 

20. Juli 2013

Liebe Zuhörer, setzen wir unseren Weg zum Thema „Vereint in Christus“ fort. Das Thema dieser Folge ist: Licht und Finsternis. Ich setze voraus, dass ihr euch alle, die ihr euch diese Überlegungen anhört und am Gebet teilnehmt, bemüht habt zu beten und voranzuschreiten, deshalb werde ich euch nicht mehr liebe Zuhörer sondern Brüder und Schwestern nennen, denn wir machen uns gemeinsam auf den Weg, und mit der Folge der kommenden Woche möchte ich verschiedene Aspekte des Opfers des Lebens herausarbeiten und sie eurem Leben näherbringen, damit ihr verstehen könnt, dass jeder es in jeder Situation leben kann, wenn er dafür offen ist, Jesus Christus anzunehmen. Also, liebe Brüder und Schwestern, beginnen wir diese Überlegung mit dem Gebet: im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ich segne dich, allmächtiger Gott, der du uns auf diesem Weg begleitest. Nichts entgeht deinen Augen, dein Blick ist liebevoll, voller Licht. Erleuchte unser Leben, unsere Vergangenheit, unsere Zukunft. Erleuchte unser Leben in dieser Zeit, damit wir verstehen können, was du in all diesen Botschaften die letzten Zeiten, die letzte Etappe der Menschheit genannt hast, die sich auf das Kommen Christi, auf die Wiederkehr Christi vorbereitet. Schenke uns die Gnade, in dein Licht eingetaucht zu sein, um die grundlegenden Themen unseres Lebens verstehen zu können, die Bekehrung, im Geist Gottes zu sein, vereint im Geist Gottes zu sein, Jesus Christus im Geist Gottes anzubeten und anzunehmen. Amen.

Der Menschheit steht die Zeit des Lichts und der Finsternis bevor, und wir stehen dazwischen. Diese beiden Elemente drücken sich immer im Gegensatz zueinander aus, gerade deshalb, weil Gott durch Jesus Christus die Menschheit des Universums und die ganze Menschheit der Erde zur Bekehrung drängen möchte. Wir werden zu den Zeiten gelangen, in denen Gott stillschweigt, in der die Stimme Gottes und jene seiner Propheten schweigen werden, denn nur in der Stille können die Menschen bis in die Tiefen ihres Selbst gehen. In der Stille müssen sie ihre Tiefen erreichen, ihre Wurzeln, in sich all das entwickeln, was Gott im Laufe ihres Lebens gesät hat. Oft werden die Predigten, die Lehren, die wunderbaren Botschaften, die Gegenwart der Muttergottes unter uns nur oberflächlich aufgenommen. Es ist notwendig, dass die Menschheit der Erde in die Stille Gottes eintritt. Auf der anderen Seite sind die Stimmen Satans, die Stimmen des Geistes dieser Welt immer lauter hörbar und der, der nicht in Gott verwurzelt ist, wird von diesen Stimmen auf verschiedene Arten und Weisen eingefangen werden. Wenn ich von der Zeit des Lichts und der Finsternis spreche, habe ich nicht die Absicht auf die Art zu sprechen wie gewisse falsche Prophezeiungen: Kerzen für die drei Tage der Finsternis vorzubereiten. Die Finsternis wird im Menschen sein, im Geist des Menschen, der sich nicht vom Heiligen Geist bekehren, erleuchten hat lassen. Jene, die sich im Geist bekehren lassen, werden vom Heiligen Geist erfüllt und Kinder des Lichts sein. Dann wird ihnen nichts geschehen können, was sie überrascht, sie werden die Dinge unterscheiden und an die ihnen gebührende Stelle legen können. Genau dafür dienen diese Überlegung und diese Gebete.

Jesus sagt im 9. Kapitel nach Johannes: „Um zu richten bin ich in diese Welt gekommen: Damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden.“[1] Das Licht Gottes stellt den Menschen vor die Wahl. Gott wird die Unentschlossenheit des Menschen von jetzt an nicht mehr bis in Ewigkeit tolerieren. Der Mensch, der Jesus Christus begegnet, das Licht der Welt, ist automatisch zur Bekehrung aufgerufen, dazu, Kind Gottes zu werden. In das Licht Christi einzutreten bedeutet gleichzeitig die Fähigkeit sich zu bekehren, umgewandelt zu werden, zur neuen Schöpfung voranzuschreiten. Gott bediente sich immer der Menschen und handelte durch die Menschen. Er möchte das ganze Universum mit den Menschen regieren. Zu jeder Zeit sandte Er auch zu uns auf die Erde tugendhafte, ihm treue Menschen. Jetzt, wo sich alles für das ganze Universum öffnet, wo alles darauf hinstrebt, in Christus vereint zu werden, alle Universen, alle Menschen, um eine einzige Familie Gottes zu werden, wo die ganze Schöpfung aufgerufen ist, in Christus vereint, umgewandelt und neues Geschöpf zu sein, hat uns Gott, wie wir euch bereits mitgeteilt haben, drei große Werkzeuge geben: die Engel, den Zentralen Nukleus, die Gott treuen Brüder und Schwestern. Sie handeln, wie wir euch bereits sagten. Aufgrund der Tatsache, dass die Erde nicht darauf geantwortet hat, an der Sendung, das Universum gemeinsam mit den Gott treuen Brüdern und Schwestern zu evangelisieren, teilzunehmen und die Sendung zu führen, vertraute Gott ihnen diese Sendung an; und sie setzen sich dafür ein und die Sendung geht vorwärts. Das enthebt uns nicht unserer Verantwortung, um passiv zu sein sondern verlangt Verantwortungsbewusstsein von uns. Das, was wir gestern nicht gemacht haben, ist heute schwieriger, morgen wird es noch schwieriger sein. Es besteht die Dringlichkeit dazu, dass wir zu einer wahren Bekehrung erwachen. Durch die Gott treuen Brüder und Schwestern, durch die Engel, durch den Zentralen Nukleus schreitet das Licht im ganzen Universum fort und versetzt die Finsternis in Krise, aber wenn wir die Finsternis in uns behalten wollen, geraten wir selbst automatisch in Krise. Betrachtet man die Erde, die Menschheit der Erde mit den Augen der Gott treuen Brüder und Schwestern, mit den Augen dieser großen Werkzeuge, die Gott gewählt hat: Sie sehen die Erde, die Menschen der Erde als Egoisten, als Egozentriker. Die Wissenschaft, der Fortschritt der Wissenschaft hat immer ein ganz bestimmtes Ziel und jeder Erfolg wird von den Mächtigen der Erde eingesammelt und von ihnen beansprucht. Sie erlauben keine anderen Veränderungen als jene, die ihnen dienen. Das sehen unsere Gott treuen Brüder und Schwestern nur zu gut. Der Mensch der Erde ist der Einzige, der die Existenz der Menschen auf anderen Planeten im Universum verleugnet. So wie es die Werkzeuge des Lichts sehen, hält sich der Mensch der Erde vielmehr für den Besten von allen. Er hat sogar Jesus Christus vereinnahmt. Jesus Christus gab der Erde, was Er den anderen Planeten nicht gegeben hat; und die Christen der Erde hätten aufbrechen müssen, um diesen Reichtum den anderen Brüdern und Schwestern mitzuteilen, aber in gewisser Weise behalten sie ihn für sich indem sie glauben, sie wären an der Spitze. Aber das, was Jesus Christus uns geschenkt hat, die Gaben wie die Eucharistie, Er hat sie uns geschenkt, weil wir die Schwächsten, Zerbrechlichsten, weil wir die Letzten sind, weil wir ein Bündnis mit Satan abgeschlossen haben. Anstatt demütig zu sein, verstecken wir in uns einen Stolz und verleugnen die Menschen im Universum, die uns im Fortschritt und in der Treue Gott gegenüber voraus sind. Der Mensch der Erde verallgemeinert alles und legt es in das eigene Ich. Auf diese Weise wird auch die Gemeinschaft zwischen den Menschen der Erde schwierig, das sehen wir jeden Tag in den politischen, wirtschaftlichen, usw. Organisationen. Der Mensch der Erde ist eingetaucht ins Überleben, und es wird immer schwieriger, auf der Erde zu leben. Die ganze Erde ist, wie man sagt, zum Dorf geworden und der Raum ist eng für die großen Wünsche des Menschen der Erde, Wünsche, die die Sterne erreichen. Und die Erde, die in sich selbst verschlossen ist, kann diese Wünsche des Menschen nicht verwirklichen. Also sehen wir in diesen Spannungen, in der Krise, in der wir uns befinden, dass gewisse Werte, die „heilig“ sind wie die Gerechtigkeit, die Rechte, wenn sie im Menschen von ihrer Wurzel in Gott getrennt sind, zu verrückt gewordenen Splittern werden, die stören, zur Verwirrung, zum Kampf, zu einer sozialen Explosion führen. Sie machen den Menschen unfähig, sich mit dem anderen zu einigen und mit ihm das zu teilen, was dem Menschen dient. Und auch der Mensch auf der Erde könnte sehr gut leben, wäre er mit Gott vereint, und Gott würde jeden einzelnen und alle gemeinsam segnen, um immer mehr fortzuschreiten. Wir sind uns alle bewusst, dass die Verdorbenheit, die Mode, die Verführung voranschreiten. Die Christen tauchen in diesen Geist ein und dieser Geist umhüllt die Christen. Wie viele Christen sind dazu fähig, sich über diesen Geist zu erheben? Wie viele sind dazu fähig, gegen den Strom zu schwimmen, der alles mit sich zieht und den Menschen in sich selbst zersetzt? Der Mensch der Erde, wenn er Gnaden erhält, verhält er sich oft wie jener, der diese Gnaden besitzt, der darüber verfügen kann, wie er will, um sie dann auf das Maß zu reduzieren, das er möchte und es fällt ihm nicht auf, wie er die Gnaden verloren hat. Die Christen und die Menschen der Erde können nicht isoliert bleiben, vor allem die Christen, die sich dessen bewusst sind, dass jeder Christ dem Mystischen Leib Christi angehört. Er vereint sich also mit all jenen, die in Christus sind und kann nicht in sich selbst verschlossen leben, genauso wenig wie die Menschheit der Erde.

Wir fragen uns also, was zu tun ist. Wie können wir aus all dem heraustreten? Ich möchte einige Punkte hervorheben, die für die Veränderung unserer inneren Haltung notwendig sind, aber jetzt bitten wir um die Gnade Gottes:

Herr, unser Gott, schenke uns die Demut, das innerliche Zuhören, das Licht, um unsere falschen Haltungen verstehen zu können. Wir können die Impulse deines Geistes hören, der uns führt und uns auf dich hin ausrichtet. Wir können von dir die Gnade einer tiefen, ehrlichen Bekehrung erhalten, in der unser ganzes Wesen dir angehört, mit dir in Gemeinschaft ist durch Jesus Christus im Heiligen Geist, und damit wir unter uns im Heiligen Geist vereint sind. Amen.

Ich möchte einige Punkte anführen, die wir für unsere Umwandlung beachten müssen. Der erste Punkt ist: mit den außergewöhnlichen Werkzeugen Gottes in Gemeinschaft eintreten. Es sich aufrichtig wünschen, sie im Heiligen Geist kennenzulernen, nicht aus Neugierde; sich informieren, nachfragen, ein tiefes Bedürfnis empfinden, mit ihnen eine universale Gemeinschaft zu bilden. Das Gleiche gilt für die Engel, den Zentralen Nukleus, für die Heiligen, für alle, die Jesus Christus im Heiligen Geist annehmen. Gott darum bitten, dass Er sie offenbaren möge, dass Er sie mit uns in Gemeinschaft bringen möge, dass Er über unsere Herzen verfügen möge, damit wir ihnen als Brüder und Schwestern begegnen können, indem Er jede Art von Vorurteil entfernt. Er möge uns vorbereiten, damit wir ihre Hilfe annehmen können, so wie sie sie in Gott erkennen. Wir durchlaufen eine Krise, eine Krise aller Strukturen auch jener religiösen. Die Krise verläuft quer durch alle Bereiche, wir können nicht mit dem Finger zeigen und sagen: Die müssen sich bekehren. Es betrifft alle, die Ersten und die Letzten, die Letzten wie die Ersten. Die Veränderung, die Gott wünscht und die sich diese außergewöhnlichen Werkzeuge wünschen, ist eine Veränderung im Geist, die Umwandlung unseres Geistes. Im Geist des Menschen, der mit dem Geist Gottes vereint ist, geschieht die Erneuerung. Der Mensch, wenn er sich vom Geist Gottes abtrennt, kann nicht mehr gleichgültig bleiben, er kann herumirren oder einen anderen Geist suchen. So bildet sich dann eine große Verwirrung, und schon jetzt sehen wir eine große Verwirrung auf der Erde. Wenn wir von der Bekehrung im Geist sprechen, fallen mir die Worte von Papst Franziskus ein: Das Evangelium ist zu leben nicht zu interpretieren. Das Evangelium, die Heilige Schrift zu leben bedeutet gemäß dessen, was uns die Apostel überliefert haben, gerade in den Heiligen Geist eingetaucht zu sein, am Leben Gottes durch Jesus Christus teilnehmen und dieses Leben im Geist den anderen zu offenbaren; hier beginnt die Gemeinschaft unter uns, hier beginnt unser Leben, unsere Macht.

Ich wende mich jetzt insbesondere an die Gläubigen, an jene, die manchmal aktiver im Gebet sind, darin, Gaben zu erbitten, besondere Erfahrungen zu bitten und zu suchen: nehmt euch vor dem geistigen Hochmut in Acht. Er ist subtil und Satan versucht, sich durch subtile Wege in eine Seele einzuschleichen, die ihren Weg mit Gott begonnen hat und bestimmte Erfahrungen hat. Ich erkläre einiges: Sehr viele Menschen, sehr viele Christen, auch jene, die sich als Bekehrte bezeichnen, leben ihre Bekehrung in der Seele mit vielen Gefühlen, mit viel Enthusiasmus, mit vielen Charismen, mit vielen Erfahrungen dieser oder jener Art. Aus diesen Erfahrungen, auch außergewöhnlichen, wenn sie in der Seele gelebt werden, die vor allem in bestimmten Menschen sehr machtvoll ist, entsteht eine Rationalisierung und eine Verallgemeinerung der Erfahrungen dieser Menschen, sie werden zu einer Theorie. Es besteht die Gefahr, sich selbst im Angesicht Gottes zu suchen anstelle Gott zu suchen. Viele Menschen projizieren die eigenen Wünsche auf Gott und suchen sie, während sie Gott suchen. Das, was sie im Leben nicht verwirklicht haben, wünschen sie zu verwirklichen manchmal mit dem großen Bedürfnis, Charismen zu erhalten, Erfahrungen zu machen, die größer sind als jene von anderen. Das führt euch zur geistigen Überheblichkeit. Der ehrliche Mensch sucht Gott, weil Er Gott ist, er sucht sein Angesicht, damit ihn sein Angesicht erforscht und während es ihn erforscht, formt es ihn, wandelt es ihn um und führt ihn zur neuen Schöpfung. Hingegen klammert sich der Mensch, der die außergewöhnlichen Dinge für sich behalten will und nicht auf dem Weg der Veränderung voranschreiten möchte, an diesen Gaben fest und besitzt sie; sie werden zu einem Hindernis für das Wachsen der Person selbst und der anderen. Heute gibt es viel Verwirrung auf diesem Gebiet. Gaben, Charismen, unsere Fähigkeiten und unsere Dienste müssen Gott aufgeopfert werden, damit Gott sich unserer und all unserer Veranlagungen aus der Erschaffung unseres Lebens bedienen möge. Die Gott treuen Brüder und Schwestern heben eine Person hervor, die Allerheiligste Jungfrau Maria, die in sich alle Fähigkeiten der Seele entwickelt hatte und sich aus Demut niemals außergewöhnlicher Dinge bediente; sie glaubte, hoffte und liebte, und Gott vollbrachte in ihr und durch sie großartige Dinge und Er ist dabei, großartige Dinge in jenen zu tun, die sich öffnen und sich ihrem Herzen weihen. Ähnlich handeln die Engeln, die Gott treuen Brüder und Schwestern. Sie nehmen eine Haltung ein, in der sie das Leben, das von Gott ausströmt, betrachten und annehmen und stellen sich in den Dienst dieses Lebens. Sie behalten keine besonderen Eigenschaften für sich ansonsten wären sie von Gott abgetrennt, insbesondere wenn es sich um reine Geister handelt; es würde das geschehen, was mit Luzifer am Beginn der Schöpfung geschehen ist. Jesus spricht im Brief an die Philipper davon, dass Er sich auch seiner göttlichen Natur entäußerte, sich erniedrigte bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz, darum wurde Er erhöht[2]. Der Brief an die Hebräer unterstreicht, dass Er im Leiden gelernt hatte zu gehorchen. Was bedeutet zu gehorchen? Es bedeutet, die menschliche Natur in Harmonie mit Gott Vater im Heiligen Geist zu bringen, dieser dreifaltigen Schwingung treu bleiben, in der der Sohn Gottes immer mit dem Vater ist, der unsere menschliche Natur getragen hat; und wir sind dazu aufgerufen, diese Haltung von Maria, von Jesus einzunehmen, während wir durch alle Erfahrungen hindurchgehen. Die Erfahrung von Jesus ist die Erfahrung von Jesus, es ist nicht Jesus. Auf der Erde wird die Erfahrung von Jesus mit Jesus gleichgesetzt und verallgemeinert und dem anderen aufgedrängt; und der, der sie aufdrängt, wird unfähig, den anderen zu sehen, dem anderen zu begegnen. Auch der, der von Gott außergewöhnliche Gaben erhalten hat, ist lediglich „ein anderer“, einer, der von uns verschieden ist, der seinen Dienst versieht, deshalb lade ich euch alle zur Demut, zur Fügsamkeit ein, Gott in den Mittelpunkt zu stellen, damit Er unser Leben regieren möge. Trachtet nicht danach, außergewöhnliche Dinge zu erhalten, die ihr festhaltet, damit ihr regieren könnt. Nein, es ist Gott, der immer regiert. Wenn ihr euch nicht von dieser Haltung trennt, seid ihr schon auf dem Weg der Gefahr. Genau heute feiert die Kirche das Gedenken an den Heiligen Elija, einem großen Propheten, deshalb möchte ich unsere Überlegungen mit seiner Erfahrung schließen. Möge uns sein Leben zeigen, wie wir uns zu verhalten haben, und dann enden wir mit dem Gebet.

Wie ihr aus der Heiligen Schrift wisst, war der Heilige Elija ein großer, machtvoller Prophet. Er vollbrachte viele Zeichen und Wunder. Am Ende, als er verfolgt wurde, verfiel er in Depression und machte sich auf durch die Wüste, um den Berg Horeb zu erreichen. Er erwartete sich, dass Gott wie bei Mose mit großen Zeichen, Erdbeben, dem Feuer, dem Wind fortfahren würde, Israel aufzurütteln. Lesen wir: „Der Herr antwortete ihm: Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle. Da vernahm er eine Stimme, die ihm zurief: Was willst du hier, Elija? Er antwortete ihm: Mit Leidenschaft bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin übriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.“[3] Die Antwort Gottes ist, dass Er Elija aufträgt, einige Menschen zu Königen, Elischa zu seinem Nachfolger zu salben und bittet Elija darum, sich zurückzuziehen. Gott ist Gott. Elija ist das Geschöpf wie alle Menschen, das Gott unterworfen sein muss. Gott ist größer als alle Gaben, Er handelt über jedes Charisma hinweg, Er handelt über alle großen Predigten hinweg, über unsere Vorstellungen, Ideen hinweg.

Oh Herr, wir sind durch unsere Ideen von dir aufgeblasen, von dem, was wir tun, von dem was wir tun können. Mach uns klein wie Kinder, schenke uns die Fähigkeit, in die Tiefe unseres Geistes einzutreten, in diese Stille. Möge uns diese göttliche Stille des Heiligen Geistes einhüllen, damit wir nur deine Impulse hören können und uns auf den Weg aufmachen, den du wünschst. Wir beten dich an, du bist der Herr des Universums. Du begleitest uns mit so viel Liebe, mit so viel Aufmerksamkeit. Es mangelt uns an nichts, und wir wünschen, diese Woche zu durchlaufen, indem wir vor dir stehen, damit du uns erforschen kannst. Erforsche die Menschheit und verwandle all jene, die wünschen, verwandelt zu werden.

Und ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


[1] Vgl. Joh 9,39

[2] Vgl. Phil 2,6-9

[3] Vgl. 1Kö 19,11-14

von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić