„Richtet euren Sinn auf das Himmlische“

Kirche Jesu Christi des Universums

von Mauro

(übersetztes Audio)

16.05.2021

Das Hochfest, das wir heute feiern, die Himmelfahrt Christi, ruft das Herz jedes Christen kraftvoll dazu auf, den Sinn auf das Himmlische zu richten[1]; Christus, der in den Himmel auffährt. Wenn ein Christ Christus angehört und Ihn begehrt, richtet er seinen Sinn auf das Himmlische. Es ist eines der Feste, die den Dämon im Laufe des Jahres am meisten stören – dieses Fest, Ostern und Maria Himmelfahrt – weil es jene Feste sind, die ihn an die Versprechen erinnern, die Jesus jedem Christen und jedem Menschen gegeben hat, der Ihn annimmt. Sie erinnern ihn an das, worauf er verzichtet, was er verloren hat. Außerdem sind es jene Feste, die weniger manipulierbar sind, bei denen es ihm nicht gelingt, sie auf das Niveau des Gedankens der Erde zu bringen. Wenn ihr alle anderen Feste betrachtet, wie jene der Heiligen, ist es immer möglich, sie aus einem irdischen Blickwinkel zu sehen. Auch bei Pfingsten ist es ihm gelungen, es darauf zu reduzieren, dass außergewöhnliche Gaben geschenkt werden beziehungsweise der Heiligen Geist, um außergewöhnliche Gaben zu bekommen, aber das ist nicht so. Das Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist etwas Nebulöses, niemandem gelingt es, über die Dreifaltigkeit zu sprechen. Es wurden 600-seitige Bände darüber geschrieben, die nicht zu verstehen sind.

Das Leben, der Tod und die Auferstehung Jesu haben als einziges Ziel, uns zum Vater zu erheben, ihre Vollendung ist der Eintritt in das Leben des Vaters, und dank der Gabe des Heiligen Geistes, der vom Vater herabkommt und uns die gesamte Wahrheit offenbart, treten wir dort ein. Diese Feste sind der Weg jedes Christen, wie der Heilige Paulus heute sehr gut zu den Ephesern sagt[2]. Er ermahnt uns, «ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an uns ergangen ist.» Christ zu sein ist eine Berufung. Es ist keine Zugabe, nicht fakultativ, es bedeutet nicht: „Ja kein Problem, Christ oder Muslim oder sonst etwas zu sein“. Christ zu sein ist eine Berufung. Aber, wie ich zu Beginn gesagt habe, muss die Grundlage sein, den Sinn auf den Himmel zu richten. Es ist eine Berufung, die hier ihren Ausgangspunkt hat. Alles, was das Niveau des Geistes hingegen senkt – und das ist ein Gesetz und gerade hier findet die Schlacht zwischen dem Guten und dem Bösen statt – führt dazu, auf menschliche Weise zu überlegen und alles, auch Gott, mit einem menschlichen Blick zu betrachten.

Die Allerheiligste Jungfrau Maria erinnert uns in ihrer letzten Botschaft: „Ihr müsst in den Gedanken Gottes eintreten. Ihr müsst erlauben, dass Er euch nach seinem Abbild formt, nicht ihr Ihn nach eurem Abbild.“[3] Unseren Sinn auf das Himmlische zu richten, das Leben des Vaters, die ewigen Wirklichkeiten zu betrachten weitet unsere Seele und zwingt sie dazu, in den Geist einzutauchen und all das anzunehmen, was der Heilige Geist überbringt, denn wir können nur durch Jesus im Heiligen Geist zum Vater gelangen; nicht aufgrund von außergewöhnlichen Gaben, sondern weil Jesus durch seine Erlösung für uns die Gabe erlangt hat zu verstehen, in unser Innerstes einzutauchen und alles zu erwecken, was in uns gesät wurde.

Ich habe zuvor gesagt, dass sich unsere Seele, wenn wir nicht auf diese Weise leben, den Dingen der Erde beugt. Sie klammert sich an andere Geister, an andere Bedürfnisse und andere Kräfte. Und was geschieht? Unser Gedanke fällt auf ein niedrigeres Niveau und von diesem niedrigeren Gedanken gehen alle Krankheiten – ich spreche von den körperlichen Krankheiten – jede Verkommenheit und alles andere aus. Ich denke, dass uns die Verwirrung, in der wir leben, nicht erlaubt, das Himmlische zu betrachten. Mir erscheint es absurd, dass ein Christ, ein Kind Gottes, der sich bemüht, das Geheimnis Gottes zu durchdringen und mit Ihm leben möchte, darüber diskutieren muss, ob ein Mann ein Mann, eine Frau eine Frau ist oder ob ein Mann und eine Frau in Ordnung sind. Das ist alles ein Zeichen für einen Geist, der sich herabsenkt. Und wisst, was das Schlimmste ist? Es wird als Freiheit betrachtet, als eine Eroberung, als Fortschritt, als Offenheit.

In diesem Gedanken, der sich herabsenkt, erinnert sich unsere Seele an Gott. Selbst der Atheist, der sich als solcher bezeichnet, hat einen kleinen Funken von Gott in sich, aber er sucht Ihn und ruft Ihn immer nur dafür an, die Schwierigkeiten und Situationen der Erde zu lösen. Er hat seinen Blick soweit reduziert, als würde sich alles in diesen hundert Jahren lösen, die wir hier leben, als würden sich das ganze Universum und die Ewigkeit auf die Situationen reduzieren, die wir jetzt erleben, auf das Problem, das wir, das unsere Kinder jetzt haben. Das heißt nicht, dass sich Gott nicht um diese Dinge kümmert. Er kümmert sich sehr wohl um diese Dinge der Erde! Aber als Er sagte: «Richtet euren Sinn auf das Himmlische aus, sucht das Reich Gottes», so sagte Er auch: «All das und alles Übrige werdet ihr im Überfluss erhalten»[4]. Und das Ergebnis dessen, dass wir Gott suchen ist, dass Er sich um unsere Probleme kümmern wird, dass Er die Dinge in Ordnung bringen wird, während wir Ihn suchen. Das sagte Er im Evangelium. Er sagte nicht: „Kommt und sucht mich, um eure Probleme zu lösen“, sondern „Ich löse sie für euch, wenn ihr Mich sucht“[5]. Das ist der Unterschied!

Wie ich zuvor gesagt habe, ist es nicht schwer zu sehen, dass sich der Gedanke des Menschen im Laufe der Jahrhunderte nicht sehr erhoben hat. Selbst das Gebet wurde meines Erachtens durch den Menschen von seiner ursprünglichen Bedeutung auf das Niveau der Erde reduziert. Der Mensch hat auch die außergewöhnlichen Eingriffe Gottes auf ein menschliches Niveau reduziert und die Bedürfnisse der Menschheit abgeflacht. Seht, das bedeutet, Gott zu einem Götzen herabzuwürdigen. Alle Heiden taten das bereits von Anbeginn der Zeiten. Sie hatten ihre Götzen, beteten zu ihnen für ihre Bedürfnisse und fürchteten sie. Ich wiederhole, es bedeutet nicht, dass wir uns nicht darum kümmern müssen, das normale Leben aufrechtzuerhalten, dass wir uns um die normalen Dinge kümmern müssen. Ich sage, dass wir als Christen eine Berufung haben und von Gott ausgehen müssen, von Dem, der uns erschaffen hat, von einem Vater, der uns einen Sohn geschenkt hat, durch den wir den Heiligen Geist erhalten haben. Wir müssen von einer Mutter ausgehen, die uns in dieses Leben eintauchen möchte. Und dann wird dieses Leben, das in der Normalität jedes Tages dahinfließt, eine Entwicklung hin auf Gott sein. Es wird ein Werkzeug dafür sein, zu Gott zu gehen und alles wird durch das Leben Gottes geregelt werden. Nichts wird außerhalb dieses Lebens Gottes geschehen.

Jeder außergewöhnliche Eingriff Gottes hat seit jeher dieses Ziel: uns zu Ihm zurückzubringen. Das bedeutet nicht, dass Er uns vergessen hätte. Er liebt uns dermaßen, dass es Ihm nicht gelingt, sich nicht um uns zu kümmern. Er hat uns nicht im Stich gelassen, aber wir müssen Ihm erlauben zu handeln, wie Er es für richtig hält. Jeder seiner Eingriffe, vergangen oder gegenwärtig, offenbart uns Seine Liebe. Sie sind alle miteinander verbunden und haben als einziges Ziel, dass wir uns erheben, aber wir müssen Ihn auf die Weise handeln lassen, auf die Er uns erheben möchte und Ihn nicht durch unser menschliches Maß einschränken. Und verzeiht, wenn ich mich wiederhole, aber die Schlacht mit Luzifer befindet sich gerade dort: uns zu verwirren, wenn Gott handelt, wenn wir den Plan Gottes sehen; dass er Satan in die Eingriffe Gottes einfügt und wir ihm mehr Macht geben als er tatsächlich hat. Die einzige Macht, die Luzifer hat, ist Angst und Verwirrung hervorzurufen. Er kann nichts tun, nichts erschaffen, er kann niemanden umbringen. Er kann niemandem etwas Böses zufügen, außer durch die Angst. Er kann auch nichts tun, damit wir krank werden. Er kann lediglich unserer Seele eine derartige Angst einflößen, dass wir krank werden. Versteht den Unterschied! Er kann nichts tun, er ist ein armer Kerl. Er hat die Macht der Angst!

Wenn ihr die Geschichte betrachtet, erscheint die Allerheiligste Jungfrau Maria immer in den dramatischen Momenten der Geschichte. Warum? Ihr werdet antworten: „Um uns zu retten.“ Einverstanden. Aber wovor? Vor dieser Situation, vor jenem Krieg, vor dieser Krankheit, vor jener Pandemie? Ja und nein! Sie kommt, uns vor unserem Gedanken zu retten, der sich ständig herabsenkt und in jener Situation, anstatt Gott zu suchen, menschliche Lösungen sucht; der, anstatt jene Situation als Botschaft zu verstehen „Ändern wir unser Leben“, Lösungen sucht, damit sie aufhört und wir leben können wie zuvor.

Die Allerheiligste Jungfrau Maria kommt nicht, um die Kriege zu beenden, weil es sonst Tote gäbe oder weil Kriege furchtbar sind – natürlich sind sie furchtbar, aber deshalb, weil sie von Menschen ausgehen, die nach dem Abbild und Gleichnis Gottes erschaffen wurden, die ihren Sinn auf das Himmlische richten müssten, sich aber darum kümmern, sich voreinander zu verteidigen, sich zu schützen, anzugreifen oder zu verteidigen – das Eine gleicht dem Anderen – die den Frieden mit menschlichen Mitteln suchen, sogar mit Waffen.

Versucht euch vorzustellen: «Richtet euren Sinn auf das Himmlische», und jeder Krieg würde enden, beginnend mit dem Krieg in den Familien. Dabei führen auch die Christen gegeneinander Krieg und überlegt, ob nicht jede Spaltung zwischen den Christen, ausgehend von den großen Spaltungen, aber auch in den kleinen, jetzt in den Bewegungen, immer aufgrund von Dingen der Erde ist. Jetzt spalten sich die Christen sogar wegen „Impfung ja, Impfung nein“. Richten sie ihren Sinn auf das Himmlische oder sehen sie alles nur aus einem irdischen Blickwinkel?

Wir sprechen auf dieser Webseite von außergewöhnlichen Werkzeugen: der Zentralen Zelle, den Erzengeln und den treuen Schwestern und Brüdern[6]; von den erhabenen Werkzeugen: der Allerheiligsten Jungfrau Maria, dem Heiligen Josef. Warum gibt es sie? Ich sage das, was ich zuvor bezüglich der Erscheinung der Allerheiligsten Jungfrau Maria gesagt habe: um uns zu retten? Wie greifen sie ein? Was tun sie? Jemand, dem ich begegnet bin, sagte: „Aber es ändert sich ja doch nichts.“ Ich sage euch, dass uns 2012 einige verlassen haben, weil sie sich eine epochale Veränderung erwartet hatten. Jetzt geraten viele durch die Impfung in eine Krise. Das bedeutet, die Dinge nach dem menschlichen, flachen Gedanken zu beurteilen und nicht den Sinn auf das Himmlische zu richten.

Gesten betonte Pater Tomislav[7], dass der Eingriff der Zentralen Zelle, dass die Botschaften an Stefania Caterina keine privaten Offenbarungen sind. Die Zentrale Zelle ist nichts Privates, die Erzengel sind nicht privat – nicht nur wir haben sie – die treuen Schwestern und Brüder haben nicht wir erfunden. Die außergewöhnlichen Werkzeuge, sowie jede Botschaft oder jedes Werkzeug, das Gott uns geschenkt hat – die Allerheiligste Jungfrau Maria, Jesus, den Heiligen Geist, viele Heilige – sind nichts anderes, als der Gedanke Gottes, sie sind nichts anderes als «Den Vater zu erkennen und Den, den der Vater gesandt hat»[8]. Es ist nichts anderes, als das Herz des Evangeliums, es zu verstehen und zu leben. Es sind keine außergewöhnlichen Eingriffe, um uns auf menschliche Weise zu retten, sondern sie überbringen das Heil, das einzige Heil: Christus anzunehmen, uns Ihm durch das Unbefleckte Herz der Mutter und Miterlöserin aufzuopfern und gemäß den Unterweisungen Marias und den Gesetzen des Geistes zu leben. Maria führt uns zu Jesus und Jesus zum Vater im Heiligen Geist. Alles Übrige, was ihr hinzufügen wollt und könnt, bedeutet, auf menschlicher Ebene zu handeln.

Wenn wir auf diese Weise unterwegs sind, folgen wir Jesus Christus nach und werden Ihm ähnlich. Sind wir auf diese Weise unterwegs, dann leben wir das ganze Evangelium, dann ist unser Leben eine Berufung, dann sind wir Christen aus Berufung, dann möchten wir zur Ganzen Wahrheit gelangen, zur Fülle des Glaubens, wie der Heilige Paulus heute den Ephesern sagt[9], um dorthin zu gelangen: «Es gibt verschiedene Gnadengaben, verschiede Missionen, aber nur einen Herrn, einen Geist, einen Gott, einen Vater…». Ich lese nicht den ganzen Brief an die Epheser, aber er hat als Grundlage die Tatsache, dass das Leben ein Ablauf von Ereignissen ist, durch die wir als Kinder Gottes hindurchgehen müssen. So werden auch wir wie Christus, indem wir unser Leben hingeben, zum Vater hinaufsteigen; wie Christus erhalten auch wir den Heiligen Geist und gießen ihn wie Jesus Christus auf die anderen aus. Das ist der Weg der Christen, der auf der Erde Auswirkung haben müsste.

Während der Christ auf diese Weise lebt, rettet Gott – Er weiß wie – jene, die zu retten sind, erreicht Er jeden Menschen guten Willens, wo auch immer er versteckt ist. Er heilt alles, was über die Jahrtausende geschehen ist, bringt all jene wieder zurück, die im Fegefeuer sind. Er bringt alles wieder zurück. Er kehrt zurück, wie Er es am Ostersamstag getan hat, um zu trennen. Er ist in die Unterwelt hinabgestiegen, oder? Und hat ein für alle Mal die Hölle vom Fegefeuer getrennt. Jetzt ist es aber so, dass der in der Hölle, in der Hölle bleibt, der im Fegefeuer aber erhoben wird. Das macht Er, aber auch wir tun es mit Ihm, wenn wir uns zum Vater erheben und unseren Sinn auf das Himmlische richten. Das ist es!

Zu versuchen, die Erscheinungen der Allerheiligsten Jungfrau Maria, die außergewöhnlichen Eingriffe Gottes auf menschliche Weise zu beurteilen, bedeutet, auch die Botschaften Marias, die sie durch verschiedene Seher gegeben hat, sowie ihre zum Teil starken Eingriffe und ihre Wunder auf das Niveau der Erde zu reduzieren. Es bedeutet, sie von der Wahrheit, vom Himmlischen zu entfernen. Seht, das zu tun befriedigt die Religiosität, befriedigt uns und beruhigt uns. Es lässt uns vielleicht siebenundfünfzig Rosenkränze am Tag beten, aber es zwingt uns nicht, unseren Gedanken zu ändern. Es mag uns Frieden schenken, uns dazu bringen, für die Sünder, für die Guten und die Bösen zu beten, aber immer auf irdischem Niveau.

Seht, auch hier ist der Eingriff Luzifers zu sehen. Hauptsache, wir erheben unseren Gedanken nicht zum Vater und wenn es nach Luzifer ginge, können wir beten, solange wir wollen, es würde ihn nicht stören. Ich weiß nicht, ob jemand von euch an einem Exorzismus teilgenommen hat: es sind nicht die Gebete, die ihn stören. Es stört ihn, wenn man ihn erkennt. Und wann erkennt man ihn? Wenn man ihn mit Liebe betrachtet. Wenn man ihn mit Liebe betrachtet, beginnt er zu schreien und entfernt sich. Wenn man betet, schreit er, es scheint, als wäre man in einem Zoo, alle schreien, alle beten, aber glaubt mir, ich habe des Öfteren daran teilgenommen und es ändert sich dadurch nicht viel. Es befriedigt einen und beim Gehen sagt man sich: „Ah, ich habe Luzifer zum Schreien gebracht, wie toll!“

Werden die Gaben Gottes auf diese Weise angenommen und auf die menschliche Ebene heruntergebrochen, verschließt das die Seele, denn auch unsere Seele muss zur Magd des Heiligen Geistes werden wie die Allerheiligste Jungfrau Maria. Sie muss sich vor dem Heiligen Geist verbeugen und in den Geist eintauchen. Und es bedeutet nicht, dass die Seele, obwohl sie nach dem Abbild Gottes erschaffen wurde, das automatisch macht, wenn sie auf die Erde kommt und in den Geist der Welt eingetaucht lebt. Sie muss diesen Schritt machen und „Ja“ sagen, um in den Geist eintauchen zu können. Es ist eine Berufung. In dieser Berufung, in diesem fortwährenden „Ja“ taucht sie in den Geist ein und beginnt, Tag für Tag die ganze Wahrheit zu betrachten. Es ist ein Weg, der aus vielen Etappen besteht. Das Leben ist ein Weg aus vielen Etappen, um zur Fülle der Reife im Glauben zu gelangen.

Wir wissen es aus den Lesungen, aber ich muss es ebenfalls sagen: der Gedanke Gottes ist nicht von dieser Welt. Ich sage auch: der Gedanke Gottes ist nicht für diese Welt und daher bedeutet, ihn auf das Niveau der Erde herabzusenken, ihn zu verwässern und zu verderben. „Wir sind in der Welt, aber nicht von dieser Welt“[10], wir sind für das Himmlische erschaffen. «Richtet euren Sinn auf das Himmlische.» Die neue Schöpfung ist nicht so, wie wir sie uns in dieser Welt vorstellen. Gott sagte, Er würde auch die Erde retten[11]. Die Welt ist schön, aber wenn ihr aus dieser so schönen Welt den Geist Gottes entfernt, was wird daraus? Der Gedanke Gottes lässt sich nicht benutzen, der Gedanke Gottes kann nur geliebt werden. Wenn man ihn liebt, offenbart er sich. Wenn er sich offenbart, sagen wir „Ja“ zu ihm und er offenbart sich noch mehr. Das hat Jesus gemeint, als Er sagte: «Wer mir nachfolgen will, der nehme jeden Tag sein Kreuz auf sich und folge mir.»[12] Was ist dieses Kreuz? Dieses „Ja“, dieses Loslassen des eigenen Gedankens. Das Leben hilft uns dabei, sicher, aber nur, wenn wir dieses „Ja“ aussprechen und nicht, wenn wir versuchen, Gott unserem Leben anzupassen.

Wie Pater Tomislav gestern sagte[13], jene Zeit wird schnell kommen, in der derjenige, der nicht in diesen Gedanken eintritt bzw. eintreten möchte – und um darin einzutreten reicht ein einfaches „Ja“, „Ich will, auch wenn ich völlig daneben, völlig verloren bin, ich möchte, ich will“ – in seinen eigenen Vorstellungen und Überzeugungen verharren wird. Es wird ihm nicht einmal bewusst sein, aber er wird draußen bleiben, weil die Türe geschlossen ist[14]. Wir gelangen sehr schnell zu dieser Zeit. Glaubt nicht, sagen zu können: „Es wird mir auffallen“. Wenn wir nicht bereit sind, alles loszulassen und uns bemühen, wird es uns nicht auffallen. Dazu dienen die außergewöhnlichen Werkzeuge, um uns daran zu erinnern; um uns daran zu erinnern, dass wir aus Berufung Christen sind und nicht als Zugabe.

Wir wurden für die ewigen Wirklichkeiten erschaffen. Wir wurden nicht erschaffen, um hier zu bleiben, sondern um unseren Sinn auf das Himmlische zu richten. Wir wurden erschaffen, um Jesus Christus nachzuahmen, wenn wir das möchten, um zu sein wie Er. Um zu sein wie Er, müssen wir über die Allerheiligste Jungfrau Maria gehen, Mutter, Königin und Miterlöserin, und keinem weisen Theologen wird es gelingen uns zu sagen, was und wie wir etwas tun sollen. Wir wurden für die Ewigkeit erschaffen. Das ist der Punkt. Und der Weg dahin ist einer, es gibt keinen anderen. Die Religiosität, der Papst, der Gehorsam einer Struktur gegenüber werden uns nicht retten. Nur der unendliche Wunsch nach Gott und nach seinen Dingen, der in uns brennt und uns nicht atmen lässt, wird uns retten. Auf diesem Weg ist es beschwerlich, wir machen Fehler und fallen, aber Gott wird uns zurückholen. Es geht nur so, einen anderen Weg gibt es nicht.

Die Allerheiligste Jungfrau Maria ist Mutter und als solche erscheint Sie, gerade um uns vor diesem Gedanken der Welt zu retten. Als Mutter möchte Sie nichts anderes, als uns in den Gedanken des Sohnes zu bringen, als Mutter kennt Sie den Weg, weil Sie ihn zuerst gegangen ist. Sie möge uns alle in Ihrem Herzen annehmen und in uns jene Wahrheiten erwecken, die in uns sind und alle Widerstände in uns zusammenbrechen lassen, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. Kol 3,1-3

[2] Vgl. Eph 4,1-13

[3] Vgl. Botschaft der Allerheiligsten Jungfrau Maria vom 12. Mai 2021 „Erlaubt, dass mein Herz in euch triumphiert“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[4] Vgl. Mt 6,31-33; Lk 12,29-31

[5] Siehe Fußnote 4

[6] Siehe Rubrik „Die außergewöhnlichen Werkzeuge Gottes“ auf unserer Webseite.

[7] Vgl. Gedanken von Pater Tomislav vom 15. Mai 2021 „Sich zu Gott erheben“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[8] Vgl. Joh 17,1-3

[9] Siehe Fußnote 2

[10] Vgl. Joh 15,18-21; 17,14-19

[11] Vgl. Botschaft Gott Vaters vom 19. Januar 2020 „Ich erneuere mit euch mein Bündnis“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[12] Vgl. Mt 16,24; Mk 8,34; Lk 9,23

[13] Siehe Fußnote 7

[14] Vgl. Lk 13,22-27