Gedanken – „Gott anbeten“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. März 2020

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, ich grüße euch alle, insbesondere jene, die krank sind oder die Angst um ihre Lieben haben oder weil ihr leidet, weil eure Angehörigen, Freunde oder sonst jemand gestorben ist. Ihr alle werdet von dieser Epidemie in eurer Seele berührt und manche auch im Körper. Wir beten für euch und opfern diese Heilige Messe insbesondere dafür auf, dass euch der Herr durch den Heiligen Josef und die Heilige Jungfrau Maria beschützen und weiterführen möge.

An diesem Hochfest des Heiligen Josef lade ich euch ein, Gott anzubeten. Wenn wir Gott nicht anbeten, können wir sein rettendes Wirken nicht wahrnehmen. Wir können uns nicht einmal erheben und der Heilige Geist kann uns nicht führen, um uns mit dem Retter zu vereinen und das Angesicht des Vaters zu erreichen.

Das erste, das wir in der Botschaft des Heiligen Josef vom 10. März 2014[1] gehört haben ist, dass wir uns in Gott erkennen. Aber wie können wir jemand anderen in Gott erkennen, wo uns doch Gott übersteigt, Er der transzendent ist? Gerade anlässlich des Hochfestes des Heiligen Josef können wir erkennen, dass Gott mit seinem Wirken unter uns gegenwärtig ist, da Er das Leben, das Er erschaffen hat, behütet. Er erlöst es und führt es zur Vollkommenheit. Und wir, die wir versuchen, der Kirche Jesu Christi des ganzen Universums anzugehören, müssen das dreifaltige Wirken in dieser Zeit verstehen, wir müssen uns in dieses dreifaltige Wirken einfügen, die Gnaden wahrnehmen und an seinem Wirken teilnehmen.

Im geistigen Leben nehmen leider viele Gebete ihren Ausgang beim eigenen Ich und kehren zum eigenen Ich zurück, da sie sich nicht zum Willen Gottes erheben. Um Gott zu erkennen, müssen wir wie der Heilige Josef sein: gerecht und mit glühendem Herzen. Er wollte die Allerheiligste Jungfrau Maria, seine Braut nicht verstoßen, da er weder Maria noch Den, den sie empfangen hatte, in Schwierigkeiten bringen wollte. Er war gerecht. Wenn ein Mensch im Glauben für das Wirken Gottes offen ist, erhebt er sich zu Gott und Gott kommt ihm zu Hilfe. Obwohl der Heilige Josef nicht wusste, was er tun sollte, blieb er gerecht und Gott hat ihm geholfen. «Fürchte dich nicht.» «Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.»[2] Der Gerechte ist jener, der im Glauben für Gott offen ist. Er ist bereit, das Wirken Gottes anzunehmen. Dann gibt sich Gott in seinem Leben zu erkennen, wie im Fall des Heiligen Josef, und gibt dem Menschen zu verstehen, was er tun soll, Er schenkt die Gnade, die Energie, um den Schritt zu vollbringen, den Gott möchte. «Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.»

In dieser Situation müssen wir also, liebe Schwestern und Brüder, für das Wirken Gottes offen sein, wir müssen auch dieses Desaster auf der Erde, die Epidemie verstehen, aber bereit sein, am Wirken Gottes teilzunehmen, das über all dem steht, was die Menschen denken, was sie fabrizieren wollen, wobei sie nicht wissen, was sie anstellen, wie sie das Problem lösen sollen. Aber Gott hat alle Lösungen. Uns wurde gesagt, dass, wenn all jene, die das Vater unser auf der Erde beten, gerecht wären, zu Gott erhoben, würde Gott die Situation auf der Erde ändern. Leider ist das nicht so. Das Vater unser, das wir beten, nimmt häufig seinen Ausgang beim eigenen Ich, bei den Gesetzen des Ich und erhebt sich nicht zu den Gesetzen Gottes.

Auf diese Weise können wir Gott erkennen und mit Ihm zusammenarbeiten, aber wir erkennen Gott in der alltäglichen Realität, denn in unserer alltäglichen Realität haben wir andere Menschen an unserer Seite und der tiefe Sinn der Kirche ist der, dass diese Menschen in Gott leben, dass sie sich in Gott begegnen, dann verstehen sie sich auch. Alle Originale in Gott können im Licht Gottes erstrahlen und jeder von uns erreicht seine Fülle. Das Beispiel ist die Beziehung zwischen der Allerheiligsten Jungfrau Maria und dem Heiligen Josef. Während der Heilige Josef in dieser Botschaft erklärt, dass wir uns in Gott finden müssen, sagt er: „Nicht durch unser Zutun haben wir uns erkannt, sondern es war Gott, der uns in sich vereint hat; es war auch nicht sein Werk, sondern vor allem hat Er uns in sich vereint und dann sind wir ein Herz geworden“.

Das ist also die Aufgabe der Kirche Jesu Christi in dieser Zeit: uns in Gott zu finden, und gerade in diesem Jahr, in dem das dreifaltige Wirken sich mit aller Macht auf der Erde offenbart, ist uns ein Werkzeug geschenkt worden: Maria, die Miterlöserin. Warum Miterlöserin? Weil wir alle in die Sünde eingetaucht sind und wir alle jeden Tag die Last der Sünde spüren. Ein Mensch war vonnöten, der vollkommen an jenem Gedanken Gottes teilnimmt, in dem er erschaffen wurde, der vollkommen am Erlöser teilhat und die vollkommene Braut des Heiligen Geistes wird. Es war vonnöten, damit von uns eine Last genommen wird und wir uns erheben können. Aber unsere Aufgabe ist nicht, Spekulationen anzustellen, andere zu überzeugen, sondern das Fließen des unbefleckten, unversehrten Lebens in Maria zu erleben und, wie der Heilige Josef, mit Maria zu leben. Da ihr in diesen Jahren unterwegs wart und bei Treffen dabei wart, wisst ihr, dass Maria uns gesagt hat: „Ich möchte bei euch sein“. Sie ist bei uns, Sie ist bei uns!

Es gibt einen weiteren Schritt, um Maria zu spüren, und zwar, dass auch wir uns bemühen, Miterlöser zu sein. Der Heilige Josef, dazu berufen, Marias Bräutigam zu sein, erwartete sich nichts von alledem. Es wurde ihm nicht offenbart. Die erhaltene Gnade wird gleichzeitig zur Prüfung, und ihr wisst, dass auch der Heilige Josef auf die Probe gestellt wurde. Sein Weg nach Ägypten, die Rückkehr, jung zu sterben, das war nicht romantisch, aber im Glauben hat er alles angenommen.

Unsere Aufgabe ist also das, was uns gesagt wurde: alle Leiden seines Volkes zu Gott erheben. Das bedeutet, Miterlöser zu sein. Wir können aber niemanden erheben, wenn wir um uns selbst kreisen, um unsere Ängste, um die Interpretationen jener, die nicht an Gott glauben und untergehen und andere mit uns ziehen. Wir befinden uns nicht wie der Heilige Josef mit Maria, in der Gott sichtbar war und später mit dem kleinen Jesus, sondern wir befinden uns unter verzweifelten, erdrückten Menschen. Wie können wir diese Menschheit weiterbringen?

Ich lade also euch alle, die ihr zuhört, ein, Gott anzubeten. Gott hat uns nicht vergessen. Es ist die Erde, die Gott vergessen hat und sich dazu entschieden hat, alleine zu leben, wie Gott Vater in der Botschaft vom 4. August des vergangenen Jahres[3] sagte. Wir müssen uns fragen, ob auch wir in den menschlichen Gedanken eingetaucht sind und auf einer oberflächlichen Ebene bleiben, ohne Gott zu sehen. Uns wurde gesagt, dass sich Gott und seine Werkzeuge in dieser Zeit offenbaren und auch das dreifaltige Wirken offenbaren. Und auch wenn Gott die Menschheit auf die Probe stellt und jeden von uns prüft, weil wir die Schmerzen dieser Menschheit spüren, so tut Er dies, um uns zu erwecken und wer aufwacht, erhebt sich mit Maria und erlebt, wie Sie gesagt hat, jenen himmlischen Trost[4], der der auferstandene Geist, die auferstandene Seele ist, die sich zu Gott erhebt.

Es ist sehr wichtig, dass wir in dieser Zeit, in der wir sozusagen voneinander getrennt sind, in diese Gemeinschaft eintreten. Wir sind auf Distanz gegangen. Wir haben gut daran getan, auf Distanz zu gehen, da wir vom Geist dieser Welt umgeben sind, aus dem aber die Tragödien entspringen, denn die Menschheit hat sich von Gott losgelöst und auch heute hören wir oft: „Wenn wir wieder zur Normalität zurückkehren“. Welche Normalität, die das Unglück ausgelöst hat? Das ist die Zeit, in der sich alle Mitglieder der Kirche Jesu Christi des Universums auf der Erde im Geist vereinen, und zwar im Geist um die Allerheiligste Jungfrau Maria, um den Heiligen Josef. So wie sich der Heilige Josef mit der Allerheiligsten Jungfrau Maria, der Miterlöserin vereinte und den Erlöser in Ihr annahm, so vereinte er sich auch mit Christus. Durch Maria bildeten sie ein Herz, sodass auch wir, indem wir die Miterlöserin annehmen, indem wir den Aufruf annehmen, eine Kirche zu sein, die im Geist Christi lebt, unser machtvolles Gebet erheben können, um jenen zu helfen, die schwach sind und sich nicht erheben können. Wir können alle Opfer, alle Leiden der Menschheit, die auf das Heil warten, heiligen. Durch unsere Teilnahme am Opfer des geschlachteten Lammes, das sich ständig hingibt und uns mit den edlen Wünschen zu retten aufopfert, werden wir erhört und die Gnade beginnt zugunsten all jener zu wirken, die gerettet werden möchten. Niemand wird zurückgelassen werden.

Auf Fürsprache des Heiligen Josef treten wir also in das Unbefleckte Herz Mariens, unserer Miterlöserin ein, um in das Herz Jesu einzutreten. Und wie der Heilige Josef in dieser Botschaft sagt: „Und mit Ihr, mit Maria habe ich ein Herz gebildet. Auf diese Weise kann ich sagen, dass auch ich in die Allerheiligste Dreifaltigkeit eingetreten bin, wenn auch indirekt“. Auch für euch gilt das Gleiche. Es gibt keinen anderen Weg. Es gibt keinen anderen Weg, als uns zu Gott zu erheben und wenn wir uns nicht in Gott verwurzeln, werden wir in dieser Zeit sehr leiden, aber ohne den Trost des Himmels. Also, vereinen wir uns im reinen Opfer durch das Unbefleckte Herz Mariens, damit unser Leben unversehrt sei.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Botschaft des Heiligen Josef mit dem Titel „In Gemeinschaft mit Gott sein“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.

[2] Evangelium des Hochfestes des Heiligen Josef: Mt 1,16.18-21.24a

[3] Botschaft mit dem Titel „Ich bin da, ich bin euer Vater“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

[4] Botschaft der Allerheiligsten Jungfrau Maria vom 22. Februar 2020 „Ich bin die Miterlöserin der Menschheit“, veröffentlicht auf https://unterwegszurneuenschoepfung.org

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