Gedanken – „Der Beginn der Fastenzeit“

von Stefania Caterina und Pater Tomislav Vlašić

(übersetztes Audio)

  1. Februar 2020

Pater Tomislav: Liebe Schwestern und Brüder, ich wünsche euch einen guten Weg durch die Fastenzeit und wünsche mir, dass wir in der Fastenzeit als Kirche des ganzen Universums unterwegs sein und alle Gnaden wahrnehmen können, die in dieser Zeit für seine Kirche vorgesehen sind.

Die Fastenzeit hat für uns alle schon begonnen und der erste Fastensonntag stellt uns auf die Probe. Wir lesen den Text der Genesis[1] über die Prüfung des ersten Paares, Adam und Eva, und ihre Sünde. Die Auswirkung der Sünde war, dass sie sich nackt gesehen haben, das heißt ohne Herrlichkeit Gottes; ohne Herrlichkeit Gottes bedeutet, ohne das Leben Gottes, leer. Sie stützten sich auf Satan.

Das Evangelium[2] beschreibt die Prüfung Jesu in der Wüste, von Angesicht zu Angesicht mit Satan. Es ist leicht, die Menschheit von heute vielen Prüfungen zu unterwerfen: das Corona-Virus, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, usw. Wir können hier nicht stehenbleiben. Unsere Aufgabe ist es, uns ins Spiel zu bringen um zu siegen, um nach dieser Fastenzeit aufzuerstehen und die Auferstehung allen zu verkünden. Diese Fastenzeit ist nicht wie die anderen Fastenzeiten. Die Gnade ist anders. Wir sind in das Jahr eingetreten, das dem Heiligen Geist geweiht ist, das dreifaltige Wirken hat begonnen. In diesem völligen dreifaltigen Wirken haben wir euch Maria, die Miterlöserin offenbart, denn diese Wahrheit muss im dreifaltigen Wirken zugunsten von uns allen erstrahlen. Aber nichts von all dem hilft uns, wenn wir nicht in die Haltung Jesu Christi eintreten, in seinen Geist, damit Er uns vereint mit Ihm zu lebendigen Gliedern macht, die zugunsten der ganzen Menschheit wirken.

Versuchen wir also, diese Prüfung Jesu zu verstehen, das, was geschehen ist. Wir bleiben nicht bei den drei Arten der Prüfungen stehen, sondern wir möchten auf die Haltung eingehen. Hier haben wir ein perfektes Beispiel dessen, was uns über die Gnade erklärt wurde, die immer das dreifaltige Wirken ist und darin besteht, dass Gott Vater denkt und erschafft. Sein Gedanke ist also in uns. Diesen Gedanken können wir aber interpretieren, wie wir wollen. Wir können ihn in eine Ideologie, eine Religion, in Religiosität umwandeln. Wir können ihn in dieser Fastenzeit so interpretieren: „Ich mache dies, jenes,… Ich vollbringe dieses Werk, jenes,…“ Nein, der Gedanke Gottes muss uns neu erschaffen. So wie Gott uns geschaffen hat, muss dieser Gedanke uns durchdringen und zu unserem Gedanken werden. Dieser Gedanke hat die ganze Macht uns zu ändern. Jetzt kommen wir alle ins Spiel, jeder von uns, wenn wir ehrlich Ja zu Gott sagen, um an der Mission, die Erde zu evangelisieren, teilzunehmen.

Mit einem aufrichtigen Ja zu Gott Vater kommt der Heilige Geist auf uns herab, um uns vorzubereiten und uns innerlich verstehen zu lassen und Er richtet uns auf Jesus Christus aus und erklärt das Werk Jesu Christi. Wenn wir das akzeptieren, dann opfert uns Jesus Christus auf. Dafür uns Ja, Gott hingegeben zu sein, unser Leben zur Verfügung zu stellen, um das Böse, den Tod, die Verdorbenheit, all das Böse zu besiegen und um uns selbst völlig loszulassen. In dieser Haltung vertraut uns Jesus, wie uns erklärt wurde, seiner Mutter an, die uns als Miterlöserin vorbereitet und uns mit sich nimmt, um am Opfer teilzuhaben. Und dann, wenn unser Opfer in der Treue mit Maria verzehrt ist, beginnen wir mit der Mission und in uns prägt sich der dreifaltige Gedanke ein, der die größte Macht ist, die im Universum existiert.

Das Evangelium ist sehr, sehr deutlich. «In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden.» Wie kommt es, dass der Geist Jesus in die Wüste führt, um dort in Versuchung geführt zu werden? Wir alle müssen gereinigt werden. Wir können nicht auf einer flachen, oberflächlichen Ebene stehenbleiben, wenn wir an der dreifaltigen Macht teilnehmen möchten. Hier tritt das ein, was zum Zeitpunkt unserer Empfängnis geschehen ist und uns erklärt wurde, und zwar, dass wir von Angesicht zu Angesicht mit Gott und mit Satan stehen, um uns zu entscheiden. Und hier beginnt das Training.

Wir sehen, wie Jesus das gelöst hat. Er hat perfekt unterschieden. Weder die Schmeicheleien der Macht, der Magie, noch die Schmeicheleien der zitierten heiligen Texte haben Ihn verführt. Jesus war innerlich frei, die Stimme des Vaters zu hören und am Schluss sagte Er: «Weiche von mir, Satan!» Und das ist die Haltung, die Einladung, um in diese Fastenzeit einzutreten, mehr als viel Fasten oder menschliche Anstrengungen. Von der Mutter und Miterlöserin geführt und mit ihrer Hilfe, um unterscheiden zu können, damit in uns alles, was verdorben ist, getilgt werden kann: Ängste, Unsicherheiten, Urteile. In diesen Tagen haben wir den Propheten Jesaia gehört, Urteile, das Zeigen mit dem Finger auf die anderen, das Ausnützen, usw. Wir müssen innerlich frei sein, damit die dreifaltige Macht in uns eintauchen möge, und das ist schwer für uns. Wir sehen heute Menschen, die Geschäfte betreiben, die ihre Pläne haben, wie sie in die Luft gehen, wenn sich die Prüfungen zeigen. Sie sind innerlich nicht verwurzelt und denken nicht an Gott.

Unser Weg in der Fastenzeit müsste so sein, dass in uns allmählich jede Art von Verdorbenheit getilgt wird. An dieser Stelle wurde uns Maria Miterlöserin zur Seite gestellt. Wenn unsere Haltung vor Gott rein und korrekt ist, wenn wir uns vom Heiligen Geist innerlich unterweisen und Jesus durch die Unbefleckte Mutter Maria aufopfern lassen, werden wir die Auferstehung erreichen. Mit Maria, der Miterlöserin opfert sich die ganze Kirche des ganzen Universums für uns auf.

Ihr seht also, für uns, die wir uns entschieden haben, in der Kirche Christi zu leben, gibt es keine Flucht mehr dahin, uns mit Frömmigkeiten oder sonstigen Praktiken zufriedenzugeben, sondern wir sind berufen, in das dreifaltige Wirken einzutreten, damit das dreifaltige Wirken in uns und durch uns wirkt und die Erbsünde und unsere Sünden heilt. Wenn unsere Haltung vor Gott rein und aufrichtig ist, dann sind wir im Unbefleckten Herzen Mariens verwurzelt und werden verstehen, dass Sie uns ab dem Zeitpunkt unserer Empfängnis begleitet hat. In Ihr wurden wir empfangen, in Ihr wurden wir beschützt und sind gewachsen. Jetzt sind wir, wie Sie gesagt hat, an einem Leben angelangt, das explodiert, das sich offenbart.

Gehen wir in dieser Fastenzeit diesen Weg, aber es ist wichtig, dass jeder von uns und alle, die fühlen, dass sie der Kirche Jesu Christi des ganzen Universums angehören, diese innerliche Unterscheidung anwenden, dass in uns nicht einmal ein Schatten an Debatte, Streit, Rechtfertigung, Gegensatz oder innerem Krieg übrigbleibt. Alles muss rein werden. Das Blut Jesu Christi wird alles waschen und uns dazu fähig machen, das neue Leben zu offenbaren, das von Gott kommt. Und das ist der Augenblick, an dem die Kirche Jesu Christi des ganzen Universums beginnt, mit einer anderen Haltung an der Fastenzeit, an Ostern, an der Himmelfahrt, an Pfingsten, am Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, usw. teilzunehmen.

Ich wünsche euch, dass ihr diesen Weg gehen könnt und segne euch, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

[1] Vgl. 1. Lesung des ersten Fastensonntags, Lesejahr A: Gen 2,7-9;3,1-7

[2] Vgl. Mt 4,1-11

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