Furcht gibt es in der Liebe nicht … (1 Joh 4,18)

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die Feste um Ostern schon vorbei sind, so ist die Osterzeit noch nicht vorüber, denn sie geht weiter bis Pfingsten und müsste für uns eine Zeit des Jubels sein, in der wir weiterhin die großartigen Ereignisse des Todes und der Auferstehung Jesu betrachten, um sie so gut wie möglich in unserem Leben umzusetzen.

Die Botschaft Jesu dieses Monats spricht von der Kraft des Glaubens an Gott, die unser Wesen umwandelt und uns von den Konditionierungen und Ängsten befreit, die wir häufig in uns tragen. Ich hoffe, sie ist euch eine Hilfe, damit unser Glaube immer fester und unsere Freude immer vollkommener wird. Ich grüße euch herzlich, bete für euch alle und bitte euch um eure Gebete.

Botschaft Jesu vom 26. April 2011

„Ich grüße euch meine geliebten Kinder! Ich möchte heute vom Glauben sprechen, dem authentischen Glauben, der Berge versetzt,[1] den ihr aber oft mit Frömmigkeit verwechselt. Der Glaube ist nicht einfache Frömmigkeit, das heißt ein religiöses Gefühl oder eine Reihe von Gebeten, die mit Ausdauer gebetet werden; all das kann für den Glauben hilfreich sein, aber es ist noch nicht Glaube.

Was ist also der Glaube? Er ist das völlige Vertrauen in Den, der euch erschaffen hat, der euch liebt, euch beschützt und euch in allem hilft. Wenn ihr nun einem Menschen völlig vertraut, schätzt ihr ihn auch; ihr öffnet ihm euer Herz und sucht ihn nicht nur deshalb, weil ihr ihn braucht, ihr sucht ihn, weil ihr seine Gesellschaft schätzt und euch seine Gegenwart bereichert. Ihr betrachtet diesen Menschen als Freund und deshalb würdet ihr nie denken, dass er euch verletzen oder euch bei Schwierigkeiten den Rücken zukehren könnte. Jetzt stellt euch vor, dass Gott euer größter Freund sei und denkt daran, dass die Liebe Gottes vollkommen ist und weder Unvollkommenheit noch Schatten hat. Gott liebt euch auf vollkommene Weise, denn Er ist das vollkommene Wesen, das keine Begrenztheit in sich hat.

Im Gegenteil zu dem, was häufig unter den Menschen geschieht, sucht Gott nie einen Vorteil. Er liebt euch, weil Er euch liebt, Punkt. Er erwartet sich nichts von euch, denn Er benötigt nichts; Gott genügt sich selbst. Er liebt euch, weil ihr seine Kinder seid, seine über alles geliebten Geschöpfe und nicht weil Er hofft, eure Aufmerksamkeit zu erlangen oder irgendeine Leere in sich zu füllen. Gott ist vollkommen, Ihm fehlt nichts und in seiner Vollkommenheit verlangt Er nichts von seinen Geschöpfen.

Gott verlangt nichts und befiehlt auch nicht, Gott wünscht. Seine Wünsche haben nichts mit den menschlichen Wünschen zu tun, die häufig nichts anderes als Launen sind. Die Wünsche Gottes sind das höchste Begehren des Guten für jeden von euch; wenn ihr seine Liebe annehmt und Ihm vertraut, wird Gott euch nur Gutes schenken, denn Er ist das Höchstmaß an Gutem. Ihr könnt Gott weder lieben noch seine Liebe annehmen, wenn ihr nicht an Ihn glaubt, das heißt wenn ihr kein Vertrauen in Ihn habt. Wie könnt ihr jemanden lieben, dem ihr nicht vertraut?

Viele sagen, dass sie nicht glauben, weil sie denken, der Glaube sei ein Gefüge aus komplizierten, religiösen Praktiken. So bleiben sie ein Leben lang Gott fern, weil sie Ihn in ihrem Kopf mit einem „Gebetseintreiber“ gleichgesetzt haben. Das Gebet ist etwas Großartiges und selig jene, die zu beten verstehen! Das Gebet müsste aber dazu dienen, den Glauben zu nähren, es müsste ein lebendiger Dialog mit dem Schöpfer sein und nicht eine Übung des Übens Willen. Das wahre Gebet entspringt dem Glauben; wenn es am Glauben fehlt oder wenn er schwach ist, ist das Gebet leer und endet damit, eine sterile Gewohnheit zu werden, die nicht nährt, sondern vielmehr euren Geist bedrückt. Deshalb bleibt wenn ihr zu beten beginnt etwas in Stille vor Gott. Dann ruft den Heiligen Geist an und bittet Ihn, euch zu verstehen zu geben, wo euer Glaube schwach ist, wo es euch nicht gelingt, Gott zu vertrauen und was ihr noch selber lösen wollt. Macht hier einen Akt des Glaubens und entscheidet euch dafür, Gott zu vertrauen. Sagt Ihm, dass ihr Ihn liebt und dass ihr euch wünscht, von Ihm geführt zu werden. Entscheidet euch dafür, seiner Liebe bedingungslos zu vertrauen. Dann sprecht eure Gebete und ihr werdet in euch eine innige und tiefe Freude empfinden, die euch Frieden schenken wird. So werdet ihr mit Klarheit das Vertrauen in Gott bemerken, ihr werdet fühlen, dass euer Glaube gewachsen ist.

Denkt nicht, dass der Glaube darin besteht, große Werke zu verwirklichen; das größte Werk des Glaubens ist der Glaube selbst, denn er öffnet euch für die Liebe. Wenn ihr Gott vertraut und euch von Ihm geliebt fühlt, dann werdet ihr wünschen, mit der gleichen Liebe zu lieben. Ihr werdet den Impuls spüren, die erhaltenen Gaben weiterzugeben. Indem ihr das tut, werdet ihr zu Werkzeugen, durch die sich das Wirken Gottes ausbreitet und sich seine Liebe über die gesamte Menschheit ergießt. Ja, Kinder, jeder von euch ist eine unersetzbare Figur im großen Schachspiel des Werkes Gottes. Lasst zu, dass Er euch nach seinem Wissen bewegt; ihr werdet eure Partie gewinnen und der gesamten Menschheit helfen, das Böse und die Verdorbenheit zu besiegen.

Der Glaube macht die Türen weit auf für die Hoffnung. Die Hoffnung trägt euch über das hinaus, was menschlich und begrenzt ist und lässt euch die zukünftigen Dinge schon jetzt in eurem Leben spüren. Wenn ihr glaubt, ist es nicht möglich, dass ihr euch der Dinge nicht bewusst seid, die Gott schon jetzt für euch tut; das Gute, das ihr heute von Ihm erhaltet, bereitet euer Morgen vor, ein glänzendes Morgen, denn Gott ist immer mit euch. Er ändert nie seine Haltung euch gegenüber und verrät euch nicht. Gott verlässt euch nie. Und auch wenn ihr Ihn verlassen würdet, Gott würde euch weiterhin suchen; Er wartet immer auf euch und lässt sich von euch finden. Es ist nicht wichtig, was ihr getan habt, welche Erfahrungen ihr gemacht habt, welchen Schmerz ihr getragen habt; wenn ihr Gott mit Glauben anruft, ist Er euch schon nahe und wartet nur darauf, dass ihr Ihm die Tür öffnet,[2] um in euer Leben einzudringen und jede Finsternis zu vertreiben. Für Gott ist es nicht wichtig, was ihr gemacht habt noch was ihr besitzt. Für Gott ist es wichtig, dass ihr euch von Ihm lieben lasst, um glücklich zu sein. Deshalb öffnet euch dem Heiligen Geist und bittet Ihn, in euch das Feuer der Hoffnung zu nähren; Er wird es tun und eure Hoffnung wird zu Gewissheit werden, nichts wird euch mehr ins Wanken bringen. Auch das bringt der Glaube zustande![3]

Oft habe ich euch eingeladen, mir euer Leben durch das Herz meiner Mutter aufzuopfern und noch einmal wiederhole ich diese Einladung. Wenn ihr es tut, werde ich euer Leben in meine Hände nehmen mit der Achtsamkeit, mit der man eine Blume pflückt und es behüten, indem ich es auf das hinlenke, was gut und nützlich für euch ist. In meinem Namen wird euch der Vater großzügig den Heiligen Geist schenken, der in euch handeln und euch unablässig auf mich ausrichten wird. Er wird euer Ratgeber werden und es nicht erlauben, dass ihr bei irgendetwas irregeführt werdet. Er wird euch meinen Gedanken mitteilen und ihr werdet die Wirklichkeit beobachten und unterscheiden können so, wie sie in den Augen Gottes ist. So werdet ihr neue Geschöpfe sein.

Schließlich wird euch der Glaube von der Angst befreien, da er euren Geist für die Liebe Gottes öffnet, der vollkommenen Liebe, die keine Angst kennt. Gott ist das allmächtige Wesen, vor dem sich jede andere Macht beugen muss; ist seine Liebe in euch lebendig, wovor müsstet ihr Angst haben? Seid ihr euch dessen bewusst, dass die Kraft Gottes in euch ruht, wenn ihr bereit seid, Ihm euch ehrlich hinzugeben? Seine Kraft ist in seinem Geist gegenwärtig, der in eurem Geist lebt.

Beobachtet eure Ängste: woher kommen sie? Von einer Liebe, die in euch noch unvollkommen ist, die noch menschlich ist. Das kommt daher, weil ihr das Leben in euren Händen festhaltet anstatt es in meine Hände zu legen. So wird eure unvollkommene Liebe zu Anhänglichkeit oder Abneigung und erzeugt Angst. Sie macht euch nicht stark, sondern schwach. Bei Prüfungen und Schwierigkeiten sucht ihr menschliche Lösungen, und eure Gebete werden zu einfachen Anrufungen um Hilfe. Wenn ihr euch hingegen in Schwierigkeiten befindet, greift auf den Glauben zurück! Entscheidet euch von Neuem dafür, Gott zu vertrauen und wählt seine Liebe; erlaubt, dass sein Leben in euch fließt und alle schwierigen Situationen berührt, die euch umgeben. Gott hat immer die beste Lösung und wird sie euch im passenden Augenblick zeigen. Es wird vielleicht nicht die sein, die ihr euch gedacht habt, aber sie wird dennoch die beste sein. Gott kennt eure Schwierigkeiten besser als ihr und löst die Situationen nicht aufgrund eines Rechenschemas, sondern aufgrund der Liebe und des Verständnisses, die Er für jeden von euch hat. Er regelt alles auf eine Weise, die das Beste aus jeder Person herausholt und richtet auch das, was böse scheint, auf das Gute aus. Lernt zu verstehen, dass selbst das, was euch wie ein Ende erscheint, in Gott ein Anfang sein kann, denn in Gott stirbt nichts, sondern alles verwandelt sich. Das ist das Wunder seiner Liebe. Deshalb komme ich darauf zurück euch zu bitten, mir euer Leben zu übergeben, damit ich es umwandeln kann.

Der Glaube ist also höchstes Vertrauen in Gott, den Schöpfer des Lebens; der Glaube öffnet euch für die Liebe Gottes und erfüllt euch mit Hoffnung. Mithilfe des Glaubens leben die Liebe und die Hoffnung in euch weiter auch durch die Prüfungen des Lebens hindurch und machen euch stärker. Wenn ihr Tag für Tag auf diese Weise lebt, werdet ihr euch vervollkommnen nach dem Abbild eures Vaters, der vollkommen ist,[4] und ihr werdet erfüllt sein von seiner Liebe. Durch den Glauben werdet ihr euer Leben retten und wirklich Kinder Gottes werden.

Ich bin da, neben euch, um euch zu lieben und zu beschützen. Wenn ihr euch dazu entscheidet, mir zu folgen, werde ich euch zu meinem und eurem Vater führen auf dem Weg eines authentischen und ehrlichen Glaubens. Ich werde euch meine Liebe für den Vater mitteilen und euch seine Liebe enthüllen, jene Liebe, die keine Furcht kennt und jede Angst vertreibt.[5]

Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

[1] Vgl. Mt 21,21

[2] Vgl. Offb 3,20

[3] Vgl. 1 Joh 3,19-22

[4] Vgl. Mt 5,43-48

[5] Vgl. 1 Joh 4,17-18

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